• Scheinbar gibts es richtige Pläne für tragbare [URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,578796,00.html]eBooks[/URL]. Für Schulbücher könnte das wirklich interessant sein.

  • Na, ich weiß nicht... ich bin zwar ein kleiner Geek/Nerd/whatever, aber von den eBooks konnte mich bisher nichts überzeugen.
    Gerade bei Sachbüchern (z.B. an der Uni), will ich wirklich mit denen "arbeiten" können. ALso Markierungen machen, Sachen dazuschreiben, Marker reinkleben...
    Hätte nichts dagegen, wenn ich statt einem 1300 Seiten Wälzer, nur noch so eine kleine Folie mitschleppen müsste. Ich bezweifle jedoch, dass es in der Handhabung und im Alltag ans Papier-Buch herankommt.


    Ist aber zumindest schonmal besser, als amazons kläglicher Versuch, keine Frage.


    Grüße,
    Graufell

    Graufell ist gerade vertieft in...
    Glen Cook - A Cruel Wind: A Chronicle Of The Dread Empire

  • Also für mich wäre es gut gewesen. Ich muss mir beim Lernen immer alles stichpunktartig zusammenfassen und schmier dann in meinen Notizen rum. Da wäre das eben gut gewesen. Oder als Ausleihmöglichkeit in der Unibib wäre das toll gewesen. Dann löscht es sich eben automatisch nach X Wochen oder so.


    Im Artikel steht ja auch, dass man auf diese "Folie" Markierungen/Notizen machen kann. Die Frage ist nur, ob es sich speichert wenn man weiterblättert oder das Gerät ausschaltet.

  • Ich muss ehrlich sagen, mir geht sowas eher gegen Hutkrempe. Bei meinem iPod geht mir z.B. unheimlich auf die Nerven, dass ich da nicht mehr die Batterie tauschen kann, wenn der Saft leer ist. Deswegen habe ich schon ernsthaft überlegt, mir wieder so einen simplen MP3-Player-Stick zu holen wie ich ihn vorher hatte. Der konnte nicht viel, aber dafür immer. Wenn ich unterwegs bin und der Akku im iPod ist leer, tja Pech gehabt, dann steh ich da und kann das Ding in die Tasche packen. Bei den eBooks wird das auch nicht anders laufen. Da sitzt man dann gerade in der Bahn oder im Wartezimmer und dann ist der Akku von dem Ding alle. Was freue ich mich, wenn ich dann eine Stunde rum sitze und nichts lesen kann, obwohl ich meinen Lesestoff eingepackt habe.


    Der unschlagbare Vorteil eines echten Buches ist ja, es verweigert sich mir niemals. Wenn ich es dabei habe, kann ich wann, wo und wie lange ich will darin lesen.
    Notizen könnte ich auf dem Teil auch nicht machen. Da würde ich die Übersicht verlieren auf welcher Seite ich denn welche Notiz gelassen habe. Zettel hängen aus dem Buch raus, da sehe ich das ohne alle 1300 Seiten nochmal durch zu blättern. :nixweiss:

  • Grundsätzlich bin ich ja auch dagegen. Vor allem bei Belletristik.
    Ich dachte es wäre praktisch für Schule und Uni. Du lädst dein Schul-/Fachbuch drauf und hast es immer dabei und musst nicht zig schwere Schinken zwischen Schule und zu Haus rumschleppen. Dafür gibts sicher auch einen Stecker womit du es in der Schule einstöpseln kannst und nicht mal nen Akku bräuchtest. Ich denke mal wenn es so weit ist gibts auch verschiedene Modelle von verschiedenen Herstellen mit diversen Stromversorgungsmöglich keiten.
    Mich hat es eben vor allem geärgert so viele teure Bücher für die Uni gekauft und rumgeschleppt zu haben und oft brauchte man nur 1-2 Kapitel daraus.


    Motte, auch nicht zufrieden mit ihrem Sony-MP3-Player

  • Ja gut. Hmm. Für reine Schulbücher wär das vielleicht gar nicht verkehrt. Da muss man sich ja doch nicht überall Notizen machen, meist sind es ja immer nur bestimmte Kapitel zum aktuellen Stoff. Da ginge das vielleicht. Den Rücken schonen würde es auf jeden Fall. :D


    Aber wenn die einmal mit den Sachbüchern angefangen haben, dann bleibt das bei der Belletristik mit Sicherheit auch nicht aus. Ich hoffe ich muss es nicht erleben, dass diese eBooks das gedruckte Buch irgendwann ersetzen. Das wäre ungefähr so, als ob man mir den rechten Arm abschneidet. :8[:

  • Sehr schön, was der Fortschritt möglich macht. Mir gefällt es gut, dass an die Möglichkeit gedacht wurde, Notizen und Unterstreichungen zu machen.
    Nichtsdestotrotz werde / würde ich wahrscheinlich etwas länger brauchen, um damit warm zu werden. Ich mag meine Bücher am liebsten aus Papier. Ob es eine Überlegung wert wäre, zum Beispiel den schweren Campbell als eBook mit zur Uni zu nehmen, wird sich wohl am Preis entscheiden. Denn meistens heißt es ja doch entweder ... oder ... . :nixweiss:

  • Beim Standard.at gibt es einen längeren Artikel zu dem Thema.
    Sehr lesenswert!!


    Zitat

    Doch die Dynamik, die aus den digitalen Netzen kommt, reicht noch viel weiter. In China wuchern Fantasy-Romane längst wild übers Internet, weil die Geschichten mit Millionen Wörtern für gedruckte Bücher einfach zu umfangreich wären. Am Web spielt die Überlänge für die Fans keine Rolle. Zugleich aber finden die Geschichten eines Wolfgang Holbein - aus dem Ueberreuter-Verlag - in China auch in gedruckter Buchform Millionen Käufer. Was sich abzeichnet, ist nicht ein - gerne beschworenes - Ende des Buches, sondern eine neue, auch wild wuchernde Vielfalt der gleichzeitigen Wege und Möglichkeiten. Was sich allerdings auch abzeichnet, ist, dass die gewachsenen Geschäftsmodelle, bei denen wir in aller Regel pro Stück Lesestoff (oder pro Packung Musik) bezahlen, zusehends durcheinanderkommen werden.


    Die Dynamik kommt aus den Netzen
    Nicht nur die Musik industrie steht vor neuen Heraus forderungen: 2008 ist die Digitalisierung rund um das Buch längst Realität geworden

  • Ganz großer Artikel, TeichDragon! Danke für den Hinweis.


    Zitat

    Besonders junge Leser informieren sich zunehmend anders als ihre Eltern. Sie sind es gewohnt, Zeitungen und Blogs, Online-Nachschlagewerke und Bücher aus der Bibliothek gleichrangig nebeneinander und durcheinander zu benutzen. Sie bilden sich ihre Meinungen, indem sie bekannte Kolumnisten mit den Kommentaren ihrer Freunde, Kollegen oder Netzbekanntschaften vergleichen. Und sie bewegen sich innerhalb von Geschäftsmodellen, die denen der Zeitungs- und der Buchverlage strikt zuwiderlaufen.


    Das haben weniger Verlage/Zeitungen verstanden, als man denkt...


    Alles Jute.
    Graufell

  • Zitat

    Original von Bohemé
    Bei Welt.de wurde Amazons "Kindle" getestet.


    Mannmannmann!
    Warum mache ich eigentlich jedesmal den Fehler und lese die Kommentare zu den Artikeln? :wall:


    Zitat


    Warum auch nicht - für leichte Kost wie Dan Brown, Tolkien oder Harry Potter am Urlaubsstrand taugt's bestimmt. Dort gibt es auch hinreichend Sonnenlicht. Wenn man hingegen richtige Bücher liest, sollte man einen Bleistift bei der Hand und die Papierversion des Buches haben.


    Ich sag jetzt nichts weiter dazu... :egal:



    Aber um beim Thema zu bleiben: ich liebe meine Bücher aus Papier!
    SO! :lesen2:

  • Zitat

    Original von elora
    Mannmannmann!
    Warum mache ich eigentlich jedesmal den Fehler und lese die Kommentare zu den Artikeln? :wall:


    Weil Kommentare manchmal aussagekräftiger sind und mehr über Menschen (und Meinungen) verraten als der Artikel?


    Für mich sollte es aber auch weiterhin Papier sein, bitte. Und zwar halbwegs ansehnliches Papier. Da war letztens erst ein Artikel auf Spiegel.de (denke ich), in dem es darum ging, daß ein neues Konzept für Buchhandlungen auch on-demand-Drucke sein könnten, bei denen man das gewünschte Buch dann vor Ort einfach druckt. Das fand ich jetzt auch nicht gleich so prickelnd.


    PS: [URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,578918,00.html]Da[/URL] ist der Artikel.

  • Schon klar.
    Aber es WIRD sich einiges ändern.
    BoD, Print on Demand, Ebooks.. da kommt einiges auf die Verlage zu.


    Und wie gesagt, gerade was Fachliteratur angeht, kann ich mir den ganzen Kram schon als Ebook vorstellen.

  • Zitat

    Original von TeichDragon
    Und wie gesagt, gerade was Fachliteratur angeht, kann ich mir den ganzen Kram schon als Ebook vorstellen.


    Dito.


    Interessant wäre natürlich, ob man die Fachbücher dann ganz oder auch teilweise erwerben kann. Wenn mich zum Beispiel nur einzelne Artikel/Kapitel interessieren. Dann frage ich mich wiederum, ob dann überhaupt noch komplette Bücher geschrieben werden oder nur noch Sammlungen zu speziellen Themen/Schlagwörtern wie etwa ein Wikipediaeintrag. Also eine Art ausführlicher Lexikoneintrag.


    Der Schreiberling von meinem letzten Link gefiel mir vom Ton her auch nicht. Ich fand auch eher die Beschreibung der Technik des Geräts (ohne Flimmern) interessant.

  • Mmh, also mich stört im Grunde am Bildschirmlesen das Flimmern. Wenn das wegfällt, kann ich mir alles mögliche als eBook einfach super gut vorstellen.
    Und vorallem praktisch.


    z.B.: Man verreißt für längere Zeit und nimmt anstelle von 4 dicken Büchern nur das kleine Gerät mit.
    Oder man ist schon im Urlaub, wo man die Landessprache nicht spricht, und hat nichts mehr zu lesen, am nächsten Internetcafe kann man sich ein neues eBook kaufen, bei einer größeren Auswahl, als dem Vorrat an englischen Büchern aus dem Kaufladen.
    Auch zu Hause, man läd sich ein Buch, dass im Geschäft vergriffen ist, einfach runter. Man muss nicht mehr auf die Amazon Lieferung warten, man hat sofort Zugriff.


    lg

    I love talking about nothing. It is the only thing I know anything about.


    [SIZE=7]An ideal Husband - Oscar Wilde[/SIZE]

  • Zitat

    Original von elme
    Mmh, also mich stört im Grunde am Bildschirmlesen das Flimmern. Wenn das wegfällt, kann ich mir alles mögliche als eBook einfach super gut vorstellen.
    Und vorallem praktisch.


    Evtl mal über den Kauf eines TFT Monitors nachdenken ;) Flimmernde Röhren Monitore gehören eigentlich schon in die Schublade "obsolet". Und gerade portable E-Book reader werden glücklicherweise auch nicht vom Nutzer erwarten eine Röhre mit sich rumzuschleppen ;)

  • Sehr guter Artikel, Teich, danke für den Link!


    Ich kann mir das auch sehr gut für die Uni oder so vorstellen. Texte sind immer verfügbar, man muss nicht wochenlang auf entliehene oder für immer auf verschwundene Bücher warten und spart sich im optimalen Falle sogar den Gang zur Bib.
    Das ganze muss nur bittebittebitte kompatibel in alle Richtungen sein. Ich sehs schon wieder kommen, dass es am Ende wieder tausend Versionen von Hard- und Software gibt und der Text, den ich brauche, passt dann nicht auf mein Gerät. Wie das immer so ist bei technischen Neuerungen, das muss sich erstmal einlaufen, und dann gehts nach fünf bis acht Jahren vielleicht richtig.
    Als Alternative zu Tageszeitungen finde ich das sehr sinnig. Die schmeißt man sonst nach einer halben Stunde weg, wenn man sie stattdessen einfach löschen und neu hochladen kann, ist das viel praktischer.
    Abgesehen davon, dass eh schon viele Menschen online Nachrichten lesen, der Schritt ist nun wirklich nicht mehr weit.
    Ich glaube, ich würde mir wirklich ein ebook zulegen, wenns erschwinglich ist. Ist ja immerhin auch ein tolles Spielzeug :)
    Elmes Argument mit dem Flimmern stimmt natürlich bis zu einem gewissen Grade, aber ich denke, wenn ein Gerät zum stundenlangen Lesen geschaffen wird, dann wird man sich um so ein Problem gezielt kümmern.


    Oh, und um Bruce Wayne zu zitieren: "Does this come in black?"