Buchgedanken...

  • Ich habe vorhin Aether von Ian R. MacLeod beendet. Eigenwillig, aber definitiv lesenswert.


    Die industrielle Revolution ist in MacLeods England anders verlaufen. Untrennbar ist sie mit Aether verbunden, einer Substanz, die die Grenzen der Physik außer Kraft setzt. Mit etwas Aether und dem richtigen Zauberspruch lassen sich technische Gerätschaften wie Dampfmaschinen bauen, die ohne Aether in die Luft fliegen würden, Aether gleicht die Mängel der Statik eines Gebäudes aus. Telegraphenleitungen funktionieren ohne Elektizität, es lassen sich Einhörner und Kobolde erschaffen. Andererseits kann Aether zu fatalen Missbildungen führen, Menschen verwandeln sich in monströse Gestalten. Die mächtigen Gilden kontrollieren den Aether. Gildenlose bilden die Unterschicht, die sogenannten Bracks.


    Als sich Robert Borrows' Mutter durch die Spätfolgen eines Aetherunfalls verwandelt und daran stirbt, kehrt Robert seiner nordenglischen Heimatstadt den Rücken und zieht nach London. Schnell gerät er unter Revolutionäre, die die herrschenden Gilden stürzen wollen. Gleichzeitig findet er über eine geheimnisvolle Jugenbekanntschaft Einlass in die elitäre Welt mächtiger Gilden-Großmeister.


    Klassenkampf, eine Verschwörung und die Entwicklung Borrows sind sprachlich ansprechend verpackt. MacLeods Charaktere wirken lebendig und glaubwürdig. Sehr atmosphärisch wid sowohl die strahlende Welt der hochrangigen Gildenmeister als auch die der Bracks und niederen Gildenmitglieder in Szene gesetzt. Das Ende des Buches lässt einen nachdenklich zurück, aber auch mit der Gewissheit, einen ebenso ungewöhnlichen wie herausragenden Fantasyroman gelesen zu haben.


    Gruß, Uhu

  • [SIZE=7][Werbeblock ein][/SIZE]


    Und für alle nur deutsch lesenden Forumosonen verweise ich dann mal auf die deutsche Ausgabe, die im August erscheint (d.h. ab Mitte Juli lieferbar sein wird) und eigentlich fast genauso gut aussieht wie das Original. Tja, wer da wohl dran gedreht haben mag?


    [IMG:http://bilder.buecher.de/produkte/20/20943/20943559z.jpg]


    Die Fortsetzung wird übrigens im ersten Halbjahr 2008 erscheinen ...


    [SIZE=7][Werbeblock aus][/SIZE]


    Ach, nochwas: In der Blanvalet-Vorschau hat das Cover keinen so starken Grünstich, daher gehe ich davon aus, dass das richtige Buch auch eher gelblich - eben sommerfarben - sein wird. :D Alles andere wäre mMn auch disgusting ...
     
    Grüße
    Gerd (dem Abrahams "A Shadow in Summer" auch sehr gut gefallen hat und der sich wünscht, dass das Buch viele Leser findet ...)


    P.S.: Jetzt hat sich der UHU dazwischengemogelt ... :D

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Eloras und Gerds Empfehlung kann ich mich eigentlich nur anschließen.


    Vor allem war es zur Abwechslung mal ein Buch völlig ohne Action und Kämpfe, aber trotzdem eine gute, interessante und auch spannende Geschichte :)


    Vor allem gefiel mir die Idee mit Poeten an der Stelle von Magiern...und natürlich die Kultur, besonders der Wert, der auf die Gesten und deren Nuancen gelegt wird

    Sometimes it seems like there isn't enough time in the day to not do all the things that need not doing
    Garfield (19.07.10)

  • :gruebel:


    Hm. Da hat mich UHU mit seinen Gedanken zu "Aether" (mich UHUs Leseempfehlung anschließ - gutes Buch!) doch glatt auf eine Idee gebracht ...


    *rumwusel*


    :D

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Ah, neues Forum :)
    Sehr schön, so schnell und ohne Werbung! :D



    Hmpf. Dieses "Wort" drückt ganz gut mein Gefühl nach der Lektüre der beiden Tintenbücher von Cornelia Funke aus. Den ganzen Rummel um diese zwei Werke verstehe ich nicht so ganz, für mich waren das zwei leidlich spannende, da vorhersehbare Bücher mit einigen netten Ideen und einer schönen Sprache, die allerdings bei weitem nicht perfekt ist (schrecklich waren die Sätze mit "ich hab" "ich denk", etc. - Frau Funke, wohin ist das -e verschwunden?).


    Die Charaktere haben mich nie wirklich begeistert, wenn dann nur im zweiten Teil Cosimo und der Natternkopf, da sie ein wenig von der Norm abgewichen sind, die anderen waren viel zu profillos. Das beste war noch das erste Kapitel in "Tintenherz" mit dem mysteriösen Erscheinen Staubfingers - der Rest war dann nicht unbedingt langweilig aber doch enttäuschend.


    Ob ich der Zielgruppe bereits wieder entwachsen bin? Ich denke nicht, schließlich ist 20 ja kein Alter und als Kinderbücher würde ich die Wälzer auch nicht gerade beschreiben - überall gibt es Mord und Totschlag, Basta (der war mir in Teil eins deutlich sympathischer als in Teil zwei, wo er viel zu kurz kam) fummelt die ganze Zeit mit dem Messer vor anderer Leute Gesichtern herum ... hmpf. Ob das richtig für die Kinder ist? Dann doch lieber Harry Potter (den ich persönlich sehr gerne lese), da kommt das Düstere erst in den späteren Bänden.


    Naja, ich hab die Bücher inzwischen verkauft, obwohl die Einbände so schön waren, die stellt man sich gerne ins Regal. Allerdings würde ich sie wohl niemals mehr lesen ... auch deshalb, weil die Autorin einfach nicht in der Lage zu sein scheint, einen Hauptcharakter sterben zu lassen. Wie ich mich geärgert habe, dass Farid nach seinem sehr gut dargestellten Tod (hopp und zack, weg ist er, kein großes Gesülze, keine ruhmvolle Sterbeszene) gleich wieder quicklebendig ist - und natürlich ist auch Staubfingers Tod keineswegs endgültig, super ... :motz:

  • Zitat

    Original von gero



    Ach, nochwas: In der Blanvalet-Vorschau hat das Cover keinen so starken Grünstich, daher gehe ich davon aus, dass das richtige Buch auch eher gelblich - eben sommerfarben - sein wird. :D Alles andere wäre mMn auch disgusting ...
     


    Das würde mich sehr freuen, denn ich hatte schon die Befürchtung, dass das Cover einiges an Wirkung verlieren würde. :)


    Und auf das Buch - ich meine den Text - bin ich schon sehr gespannt.


    "Aether" von Ian R. MacLeod hat mir auch sehr gut gefallen. Sehr kraftvolles, intensives Buch. Da gibt es doch - oder soll es demnächst geben - eine Fortsetzung, oder?


    Grüße
    Wurling

  • Die Fortsetzung von »Aether« (The Light Ages) ist nun auch schon 2 Jahre alt.
    ich fand »House of Storms« sogar noch besser. Wer Aether schon kennt, wird seinen besonderen Forführungsspaß haben, aber der Roman funktioniert auch ganz vorzüglich für sich allein (keine Serie im stengen Sinne also). Hoffentlich wird «House of Storms« ebenfalls von Frau Slawig übersetzt, bzw. wird für den deutschen Markt übersetzt. Ich hab ja Gerüchte aufgeschnappt (wo? wann?), daß »Aether« bei uns nicht so zog und eine Ausgabe von »House of Storms« (noch) fraglich ist. — Schande, wenn das stimmt.


    Grüße
    Alex / molo

  • Mir war auch so, als hätte ich irgendwo etwas in der Richtung gelesen. War es Hannes Riffel, der mal etwas in einem Interview dazu gesagt hat? Oder Gerd? Ich weiß es nicht mehr genau. Schade wäre es auf jeden Fall, wenn dieses Buch nicht übersetzt werden würde. Mich als Nix-Can-Englisch-Man würde das sehr treffen. :(


    Grüße
    Wurling

  • Zitat

    Original von Wurling
    Mir war auch so, als hätte ich irgendwo etwas in der Richtung gelesen. War es Hannes Riffel, der mal etwas in einem Interview dazu gesagt hat? Oder Gerd? Ich weiß es nicht mehr genau. Schade wäre es auf jeden Fall, wenn dieses Buch nicht übersetzt werden würde. Mich als Nix-Can-Englisch-Man würde das sehr treffen. :(


    Grüße
    Wurling


    Ich habe mal erwähnt, dass nicht-tolkieneske Fantasy - wie z.B. die "viktorianisch" (man beachte die Anführungszeichen!) angehauchten Romane eines Ian MacLeod, Steve Cockayne oder auch Sean Russell - in Deutschland mW nicht so sonderlich gut funktioniert. Und ich meine mich erinnern zu können, dass Klett-Cotta mit den Zahlen von "Aether" nicht so richtig von innen heraus glücklich war. (Dazu würde auch der Erfolg resp. Misserfolg von Steve Cockaynes "Glückssuchern" bzw. Sean Russells Tristam- bzw. Erasmus-Flattery-Duologien passen.)


    Ich hoffe natürlich trotzdem für alle deutsch Lesenden, dass "House of Storms" noch übersetzt wird (und ja, ich finde Barbara Slawigs Übersetzung von "Aether" auch sehr gelungen!). Und vielleicht geht da ja noch was ...


    denn in England und den USA ist die "viktorianische Fantasy" gerade kräftig im Aufschwung, und die dort gehypten (oder zumindest sehr wohlwollend besprochenen) Bücher wird man über kurz oder lang alle auf deutsch lesen können.


    Vielleicht sollte Klett-Cotta da einfach auf den Zug aufspringen ... :floet:


    Grüße
    Gerd (der immer sehr genau darauf bedacht ist, nichts zu sagen, was er hinterher nicht vertreten könnte :D)

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • So, ich habe jetzt "Blood Debt" ausgelesen - und bin sowohl positiv als auch negativ überrascht. Das Buch schlägt nämlich eine komplett andere Richtung als "The Crooked Letter" ein. Brauchte man beim Erstling doch eine gehörige Portion Fantasie, um sich die teilweise extrem abstrakten Umgebungen und Charaktere vorzustellen, so wird man diesbezüglich bei Band 2 eher weniger gefordert. Zwar ist der Mix aus postapokalyptischer Wüsten- (a la Mad Max?!) und relativ konventioneller (In diesem genre natürlich eher ein schwammiger Begriff, ich weiß) Fantasywelt überraschend stimmig, die aufgebaute Erwartungshaltung durch "The Crooked Letter" wird dann aber doch nicht ganz erfüllt. Im Nachhinein betrachtet erscheint der Vorgänger jetzt auch eher wie ein überlanger Prolog, der die Grundlagen für die folgenden (?) Bücher gelegt hat. So spielen die vorangegangenen Figuren hier auch fast keine Rolle mehr, dafür werden neuen Figuren eingeführt. Diese können in der Charakterisierung mMn aber genauso überzeugen wie im Vorgänger. Die Geschichte verläuft anfangs relativ schleppend, nimmt im letzten Drittel aber gehörig an Fahrt auf und lässt schon auf den Nachfolger hoffen. Der Schreibstil ist wie schon bei "Crooked Letter" sehr flüssig und gut lesbar, da gibt es nichts zu beanstanden.
    Gestört haben mich nur die häufigen Referenzen an "frühere Zusammentreffen" der Helden, was einem immer das Gefühl gibt, dass der Autor einem Informationen vorenthält. Selbst wenn Wiilliams sich dabei auf ein früheres Werk von ihm bezieht, hätte er das anders lösen können.


    Fazit: Ein ineteressantes, durchaus fesselndes Buch, das aber nicht ganz die hochgesteckten Erwartungen des Vorgängers erfüllen kann.

    From the fool's gold mouthpiece the hollow horn plays wasted words, proves to warn that he not busy being born is busy dying.

  • Zoso
    Ein Interview wo Sean Williams unter anderem auf "Blood Letter" eingeht:

    Zitat

    The Blood Debt is a tricky one. It functions as a sequel both to The Crooked Letter and the Books of the Change (which are set five years earlier and featuring characters not seen in The Crooked Letter), so you can read straight from The Crooked Letter or straight on from the Books of the Change without even opening The Crooked Letter, or even on its own, without having read any of the other books. It was a big ask, that's for sure, and I hope never to put myself through that again.


    Das ganze Interview hier.

  • Ja, so ein ähnlicher Vermerk war im Buch auch enthalten. Nur finde ich es halt doch störend, wenn die Charaktere ständig Bezug auf etwas nehmen, was in einer anderen Buchreihe stattgefunden hat, selbst wenn diese in der gleichen Welt spielen sollte. Insofern wäre vielleicht eine kleine Zusammenfassung (vielleicht sogar innerhalb des Roman, z.B. als rückblickende Erinnerung einer der Figuren) ganz sinnvoll gewesen.

    From the fool's gold mouthpiece the hollow horn plays wasted words, proves to warn that he not busy being born is busy dying.

  • Nun nach meiner kleinen Fantasy Lesepause bin ich gestern mit "Kind der Prophezeiung" von David Eddings fertig geworden.
    Nun es ist mal eine sehr nette Abwechslung zu Salvatore ;)


    Es gibt einige witzige Sachen in dem Buch, es ist mMn leicht zu lesen und schnell zu kapieren. Nur der Anfang ist etwas zu lang geworden, sobald das "Abenteuer" dann beginnt war es sehr gut.
    Lustig finde ich die Beschreibungen von Herrn Eddings. Hauptpersonen werden teilweise sehr genau beschrieben andere wieder weniger. Die Landschaft ist recht gut beschrieben, aber die Gebäude, da ist er sehr kurz dran.
    "Ein großes Haus mit einer breiten Treppe, unten ein Schankraum, eine Treppe führt zu den Zimmern." Die Einrichtung wird zufällig dann beschrieben, wenn jemand schlaft oder sich in einen Sessel setzt.
    Was etwas nervt ist die Beziehung Pol - Garion.
    Er ist 14 und sie wäscht ihn noch bzw behandelt ihn wie ein kleines Kind :rolleyes: Außerdem ist die liebe Pol etwas hochnäßig unterwegs.
    Auch gut finde ich, ist wie Eddings zeigt, dass wenn man einem Kind zu wenig sagt wer er ist usw. dass das in die Falsche Richtung ausschlägt und der kleine Sauer auf sie ist. Trotzdem kommt es immer so raus, als ob Garion schuld an den Fehlern ist und nie Pol oder Meister Wolf, obwohl sie sich selbst mal an der Nase nehmen könnten.
    Aber ansonsten lustige Charaktere, nette Welt, alles in allem sehr gut gelungen.


    mfg


    P.S Aja und unlogisch ist, dass Garion nicht lesen kann und das unter der Obhut zweier solcher Personen (die, welche es gelesen haben, denke ich wissen was ich meine)

    „Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.“ Sören Kierkegaard

    2 Mal editiert, zuletzt von HAHA ()

  • Ich bin gerade mit "Kriegsklingen" fertig geworden, und das sagt eigentlich schon viel über das Buch aus. 800 Seiten an zwei Tagen sind schon seit längerem nicht mehr mein üblicher Schnitt.
    Die Welt, die Abercrombie entwirft, ist nicht neu: Ein Imperium, das seinen Zenit überschritten hat, dekadent, zerstritten im Inneren und von außen großen Gefahren ausgesetzt.
    Wirklich interessant sind die Figuren, mit denen er es bevölkert. Vielschichtige Charaktere, keine Schablonen. Ein Barbar, der, je näher man ihn kennenlernt, seinem Klischee immer weniger entspricht, ein undurchsichtiger Magier, ein arroganter Schnösel (der wohl noch erheblich gewandelt werden wird) und als Krönung der Inquisitor, bei dem man nicht so richtig weiß, ob man ihn bemitleiden oder verachten soll. Das Buch trägt sich vor allem aus der Entwicklung der Hauptpersonen, es gibt nicht so viel Action, gemetzelt wird auch nur in Maßen. Trotzdem wird es nie langweilig (lediglich die Handlung um Jezal hatte in der Mitte ein paar Längen).
    Gelegentlich läßt der Autor auch ein wenig feinen Humor aufblitzen (die Sequenzen um Logen und seinen Kochtopf waren einfach nur gut).
    Das Einzige, was mich ein bißchen gestört hat, war, dass die Welt noch sehr blass blieb. Abercrombie verliert da keine Zeit mit tiefergehenden Erläuterungen. Vieles wird quasi im Vorübergehen, in einem Nebensatz angedeutet.
    Auf jeden Fall wird mir die Zeit bis zum nächsten Band lang werden.
    Fazit: 4,5 von des Inquisitors Instrumenten.


    MFG
    Keiler

    Was gibt es Schöneres, als sich gemütlich mit einem Buch aufs Sofa zu legen, wenn man eigentlich noch Arbeit zu erledigen hätte.

  • Zitat

    Original von Keiler
    Auf jeden Fall wird mir die Zeit bis zum nächsten Band lang werden.


    Yep, so geht es mir auch. Vor allem, da ich das Gefühl habe, dass Abercrombie gerade ein klein wenig über den Prolog hinausgekommen ist. :)


    Grüße
    Wurling

  • Wurling


    Ja, es war diesbezüglich der typische erste Band eines Mehrteilers: Die Figuren werden eingeführt und auf dem Spielfeld zusammengebracht.
    Jetzt kann es nur noch epischer werden. ;)


    MFG
    Keiler

    Was gibt es Schöneres, als sich gemütlich mit einem Buch aufs Sofa zu legen, wenn man eigentlich noch Arbeit zu erledigen hätte.

  • Ich hab es endlich geschafft Harry Potter and the Half-Blood-Prince auszulesen und muss sagen ich bin leicht angenervt. Ich fand es nicht so schlimm wie den Band davor, aber viele Sachen sind einfach viel zu vorhersehbar geworden. Außerdem wiederholen sich gewisse Verhaltensweisen der Protagonisten in diesem Band und am Ende kommt noch die obligatorische Szene etwas wichtiges aufzugeben um niemanden zu gefährden. Was mich persönlich am meisten genervt hat, da es logisch betrachtet total sinnlos ist. Naja. Ich werde den nächsten Band natürlich auch noch lesen, aber ich muss sagen die Qualität zu den ersten 3 Bänden hat stark nachgelassen. Finde ich sehr schade.

  • @Moya: Du legst den Finger auf den wunden Punkt. :D Meiner Meinung nach ist die Größte Schwäche der HP Bücher, dass die jeweilige "Haupthandlung" eines Bandes, nach der das Buch betitelt ist, keinerlei Relevanz für den Fortlauf der Geschichte hat (Ich spreche jetzt von HP ab Band 4, da ich 1-3 für wirklich gute Bücher halte).
    Streiche den Halbblutprinzen, ein trimagisches Tunier etc. aus den Büchern raus und man erhälte die Restmenge L={Harry Potter vs. Voldemort}, woraus sich nochmal eine Restmenge herausbildet, und zwar L={Harry Potter}.
    Wie oft hat sich der junge Knabe nun schon gegen seinen unbesiegbaren Feind gewehrt? Zu oft, so dass ich mich frage, warum der schlitznäsige und bleiche Buhmann bei Harry und Konsorten als unbesiegbar gilt :gruebel:
    Nunja, nochmal zum Eingangspunkt: Wen kümmert es, wer der Halbblutprinz ist? Wen kümmert ein trimagisches Tunier (Außer Cedric, der das Ende leider nicht miterlebt; Aber das kümmert im nächsten Band auch niemanden mehr)??
    Das, was mich am ersten Band so gereizt hat, der Einfalllsreichtum, das wirklich neue, exisitiert in den letzten Bänden praktisch nicht mehr. Da fliegen ein paar Gehirne durch die Luft, doch das seh ich jeden Tag im Fernsehn. Die Beschreibung der Schule, des Unterrichts, was ich immer sehr gelungend und amüsant fande, gibt es ja nun auch nicht mehr- ein riesiger Verlust für die Atmosphäre, die im ersten Band noch herscht.
    Wollt ich deiner kurzen Rezi nur eben hinzufügen, wenn du erlaubst. :D


    So, eigentlich wollt ich jetzt selbst etwas über mein zuletzt gelesenes Buch schreiben, aber jetzt hab ich keine Lust mehr. :D
    Irgendwann hol ichs nach.

  • @ Colo: Ganz genau das! Ich war nur zu faul es auszuführen. Bände 1-3 waren wirklich sehr gut. Aber seitdem hat sich leider viel verändert und gerade das fehlen dieser Atmosphäre die ich mit HP in den ersten Bänden untrennbar verbunden habe, macht die übrigen Bände immer weniger interessant. Und neue Ideen kommen auch nicht mehr oft vor. Hach was war das noch schön, als man von bissigen Büchern angesprungen wurde... *seufz*