Buchgedanken...

  • Wrath - John Gwynne


    So, der letzte Band und alle Charaktere sind in den Positionen für die letzten nötigen Schritte und das große Finale.

    Besagte letzte Schritte nehmen ca. 75% des Buchs ein, die finale Schlacht die nächsten 20% und die letzten 5% der Ausklang der Geschichte.

    Da auch vor dem Finale auch mehrere Schlachten stattfinden ist das Buch sehr actionlastig und ich kann mir vorstellen, dass das einigen Leuten zu viel ist. Allerdings gibt es in dem ganzen Krawall auch einige charakterfokussierte und emotionale Szenen. Besonders gefallen haben mir auch die Taktiken und Gegentaktiken, die in den Schlachten zum Einsatz kommen, auch wenn die finale Schlacht nach der Hälfte leider größtenteils zum "Rennt auf offenem Feld inneinander rein und schlagt euch alle gegenseitig tot" verkommt, auch wenn sich dann mehr auf einen anderen Teil des Kampfes und das aufeinandertreffen bestimmter Personen konzentriert wird und das generelle Totschlagen ehr Offscrean abläuft.

    Ein paar kleinere Dinge sind mir dann sauer aufgestoßen, z.B. dass ein Charakter, von dem man bisher nur gehört hat, einen Auftritt hat, ein paar unwichtige Sätze sagt und dann gleich umgebracht wird oder Lykos, der, nach allem, was er in den Vorgängers schon getan hat, auch hier wieder mit fast allem durchkommt und dann auch noch Charaker X tötet und für den Tod von Y verantwortlich ist, fast wie der unbesiegbare Held der alles kann und wenn er doch mal Probleme hat im letzten Moment gerettet wird, nur als Bösewicht, aber ansonsten ist es für mich das beste Buch der Reihe, womit es Gwynne geschafft hat, sich in meinen Augen kontinuierlich zu steigern (abgesehen davon dass mir Teil 2 und 3 ungefähr gleich gut gefallen haben).

    Auf jeden Fall freue ich mich schon auf Gwynne´s nächste Reihe, die 130 Jahre nach dem Ende dieses Buchs ansetzen wird und deren letzter Band voraussichtlich schon 2020 erscheinen soll.


    The Silver Spike - Glenn Cook


    Nach Wrath hab ich dieses Buch angefangen, da es nach Anordnung der Sammelbände der nächste Black Company Teil ist und laut Wikipedia im selben Jahr wie Shadow Games und ein Jahr vor Dreams of Steel erschienen ist.

    Allerdings werde ich mit dem Buch irgendwie nicht warm und komme beim lesen gefühlt auch nicht vorwärts, weshalb ich es nach einem Drittel erstmal abgebrochen, auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben und direkt zu Bleak Seasons gesprungen bin.

    The Silver Spike scheint ja, abgesehen davon, dass er an The White Rose anschließt, ein eigenständiges Buch zu sein.

    Mit Bleak Seasons bin ich schon fast zur Hälfte durch und gefällt mir schon wieder viel besser.

  • Brian Catling - The Vorrh


    Der Roman beginnt damit, dass ein namenloser Engländer in einer noch nicht näher definierten Wildnis seine kürzlich verstorbene Gefährtin zu einem Flitzebogen verarbeitet, der ihm, von ihr beseelt, von nun an mit seinen Pfeilen den Weg durch den gefährlichen und mysteriösen Wald The Vorrh weist. Um diesen afrikanischen Wald herum - der wie eine Art grotesker, pervertierter Garten Eden beschrieben wird - und die aus Sachsen 1:1 verschiffte und dort wiederaufgebaute Stadt Essenwald, drehen sich mehrere bizarre Handlungsstränge (in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg) mit originellen Figuren. Aber auch nach London und in die USA führt es einen der Protagonisten. Eine wirkliche Handlung mit Spannungsbogen lässt sich noch nicht so wirklich erkennen, das Buch lebt vor allem von der tollen Sprache und der originellen und schrägen Atmosphäre, die an New-Weird-Werke von Autoren wie J. G. Ballard, Michael Moorcock oder China Miéville.


    Da gibt es einen Zyklopen, der von künstlichen, aus Lehm oder so geschaffenen Wesen in einer alten Villa aufgezogen wird, bis ihn eine Junge Frau entdeckt und ihn unter ihre Fittiche nimmt. Der Wald Vorrh bringt so manche Absonderlichkeit hervor und raubt jenen, die zu lange in ihm bleiben, die Erinnerungen und schließlich den Verstand, ist aber auch Lebensader für Essenwald. Man merkt dem Buch an, dass es nur der erste Teil einer Trilogie ist, schon früh ist klar, dass die verschiedenen Handlungsstränge nicht in diesem Band zusammengeführt werden, was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Anders als erwartet, habe ich das Buch mit viel Genuss jeden Tag in kleinen Häppchen gelesen und mich am eleganten Stil und den faszinierenden Bildern erfreut, die der Autor entstehen lässt. Ich hatte ein viel sperrigeres und weniger zugängliches Buch erwartet. Aber es ist sicher nicht jedermanns Sache. Doch für mich ein Meisterwerk der modernen Phantastik


    Ich stecke etwa in der Mitte fest und habe gehörige Zweifel, ob ich den "Vorrh" überhaupt zu Ende kriegen will.

    Er ist gut geschrieben und die verstörend-visionäre Kraft, die der Roman ab und an aufbringt, erinnert mich positiv an "Die andere Seite" von Alfred Kubin (obgleich der nur oberflächlichlichen Ähnlichkeit), aber alles in allem finde ich das Buch eher ermüdend.

    Die Charaktere sind einfach zu flach bzw. nicht komplex genug, um ein derart episch angelegtes Werk tragen zu können. Muybridge und Roussel finde ich sogar sehr gut "ausgearbeitet", aber sie sind ja auch nicht vollkommen fiktional. Bei den Figuren, die komplett Catlings Fantasie entsprungen sind, verliert er schnell die Bodenhaftung. Vor allem der Ishmael-Strang ist bescheuert. Das wurde auch im Weird Fiction Review aufgegriffen:

    http://weirdfictionreview.com/2015/04/b-catlings-the-vorrh/


    Die spezifische kritisierte Stelle ist im Kontext von Ghertrudes Leidenschaft für das Unbekannte und Verbotene in meiner Leseart sogar noch vergleichsweise plausibel, aber die Entwicklung ihrer Beziehung ist ... erläuterungsbedürftig. Und an der Stelle wo

    habe ich das Buch innerlich schon aufgegeben. Seltsam ist auch Ghertrudes plötzliche Offenherzigkeit, als

    Und Ishmael selbst ist essentiell ein normaler Fantasy-Protagonist der übelsten Sorte: verzogen, arrogant, überpriveligiert, gewaltätig, aber in erster Linie uninteressant.


    Catlings stilistisches Können und die zahlreichen kraftvollen Ideen hätten ein geniales Werk ergeben können. Leider scheint er unfähig zu sein, gute Ideen von schlechten zu unterscheiden, und besteht darauf, alles in einen großen Wälzer zu packen. Das lässt das Schiff sinken, so meine Beobachtung, und ich mag die Passagiere einfach nicht genug, als dass ich sie in die Tiefe begleiten wollte.

    “If you make people think they're thinking, they 'll love you; but if you really make them think, they'll hate you.” - Harlan Ellison

  • Auf meinem Blog schwärme ich ein wenig von Michael Marraks "Der Kanon mechanischer Seelen".


    Zitat

    Michael Marrak ist ein Wandler, der seine Leser mit Worten beseelt, Portale in ihrem Verstand öffnet und ganze Welten durch den Orb aus dem Chronoversum in ihre Köpfe hineintransportiert. Das Buch verschlingt einen, lässt dem Geist Füße wachsen, mit denen er staunend durch eine Welt zu allen Zeiten wandelt, während das Licht längst verloschener Sterne auf einen hinabscheint und in einer melancholischen Zeitendämmerung von der Vergänglichkeit des Seins kündet. Wie Schäume, die in Wogen durch Sphären tosen, bis der Zeitenbrand sie hinwegnegiert hat, dem Sensenmann gleich, der mit scharfer Klinge in knochigen Fingern Seelen sammelt und im undurchdringlichen Schwarz seiner eigenen Existenz verschwinden lässt.


  • Bleak Seasons - Glen Cook


    Murgen wird aufgrund eines unbekannten Zaubers unkontrolliert zwischen den Ereignissen der Gegenwart, 4 Jahre nach Dreams of Steel und der Belagerung von Dejagore hin- und hergeworfen.


    Das Buch besteht fast zur Hälfte aus den Rückblicken und spielt erst gegen Ende vollständig in der Gegenwart. Die Geschichte ist auch bis auf ganz wenige Ausnahmen aus Murgen´s Perspektive erzählt, auch wenn er die Möglichkeit bekommt, anderen "über die Schulter" zu schauen.

    Murgen selbst erklärt viel mehr als Croaker oder Lady, ansonsten wirkt er aber ehr wie ein Mini-Croaker. In den Passagen in Dejagore werden ein paar neue Dinge eingeführt, statt nur Ereignisse aus Dreams of Steel zu widerholen. Allerdings fand ich es etwas enttäuschend, dass der vielerwähnte Horror größtenteils auch nur Erwähnung bleibt und man bis auf etwas Verrat und eine Kanibalismus-Szene eigentlich nichts zu sehen bekommt.

    Was ich auch merkwürdig fand, war, dass Murgen´s Frau mal Sahra und mal Sarie heißt. Gegen Ende macht Murgen auch ein paar Dinge, die ehr Dumm sind und ich vermute, dass diese und ein paar andere Sachen noch ein böses Nachspiel haben werden. Insgesammt hat das Buch ein sehr offenes Ende, offener als die beiden Vorgänger. Allerdings erfährt man auch etwas mehr über das Plain of Glittering Stone, auch wenn es immernoch sehr kryptisch ist.

    Abschließend hat mir das Buch nicht ganz so gut gefallen wie die beiden davor oder der zweite Teil, aber doch ziemlich gut.



    Ein Sturm zieht auf/Am Ende des Friedens (Mage´s Blood) - David Hair


    Seit Urzeiten waren die Kontinente Yuros und Antiopia durch ein unbefahrbares Meer getrennt und Kontakt zwischen den dort lebenden Völkern fand höchstens über die wenigen Windschiffe statt. bis der mächtige Magier Antonin Meiros und sein Odo Costrudo die Leviathanbrücke gebaut hat, die alle 12 Jahre für 2 Jahre überquerbar ist. Die ersten zwei Mondfluten hat das in Yuros herschende Rondelmanische Kaiserreich schon genutzt, um im Namen ihres fanatischen Glaubens in Antiopia einzufallen und die dort lebenden Heiden zu unterwerfen. Diese ersten Kriegszüge waren allerdings nur begrenzt erfolgreich und der anstehende dritte soll jetzt einen großen Sieg bringen und außerdem ein paar interne Feinde aus dem Weg schaffen.


    Die Geschichte beginnt ein Jahr vor der Mondflut und dem dritten Kriegszug und dreht sich um verschiedene Personen, die in die Vorbereitungen des Konflikts hineingezogenwerden.


    Erste währe die Magierin Elena Anborn, die als Söldnerin die Königsfamilie des Reichs Javon auf Antiopia beschützt, sich dort allerdings zum ersten mal in ihrem Leben heimisch fühlt und sich deshalb, als ihr Anführer befiehlt, die Familie im Namen der Kaiserin zu ermorden, auf deren Seite stellt und versucht, die Pläne der Kaiserlichen zu durchkreuzen.


    Dann Elena´s Cousin Alaron, der zum Magier ausgebildet wird, bei seiner Abschlussarbeit aber einige gewagte Theorien zu einem mächtigen magischen Artefakt anstellt, die der Wahrheit zu nahe kommen und deshalb durchgefallen gelassen wird.


    Zuletzt die junge Ramita, die eigentlich nur die Tochter eines kleinen Händlers ist und sich darauf freut, ihren Verlobten Kazim zu heiraten, bis Antonin Meiros an ihren Vater herantritt und ihm einen Berg von Geld für Ramita bietet, da er nach der Tod seines Sohns schnell neue Kinder braucht und besondere Fruchtbarkeit bei Ramita wohl in der Familie liegt.


    Und Kazim, der seine große Liebe natürlich zurück will und dabei von religiösen Fanatikern und schlimmerem "Hilfe", die ihn als Waffe gegen Meiros benutzen wollen.


    Das Buch wurde im deutschen aufgespalten und, obwohl die Ausgaben außen wie innen sehr schick aussehen, denke ich, dass die Aufspaltung der Buch geschadet hat, denn Hair beginnt die Geschichte sehr langsam und abgesehen von Einführungen von Charakteren, Welt, Historie, Kulturen, Religionen und Magiesystem passiert in der ersten Hälfte/dem ersten deutschen Band nicht viel. Es nimmt erst in der zweiten Hälfte fahrt auf, bis zum Finale, welches bei manchen Handlungssträngen aber etwas kurz und plötzlich kommt.


    Die Kulturen und Religionen ähneln sehr stark realen Vorbildern, die Kirche von Kore ist die katholische Kirche, die Ahmet die Muslime, die Menschen von Yuros sind mittelalterlich/römisch, die von Antiopia arabisch oder indisch und so weiter. Das ganze erinnert so an GGK´s Löwen von Al Rassan, nur dass Hair viel mehr ins Detail geht, statt nur andere Namen zu verteilen und das viel höhere Maß an Fantasy-Elementen, besonders auf Yuros, wo alle Adligen magische Kräfte besitzen und es Windschiffe und marisch erschaffene Kriegsbestien gibt. Größtenteils haben mich die großen Realitätsparalellen nicht gestößrt, nur an ein paar stellen hätte Hair mMn. vielleicht etwas vom historischen Vorbild abweichen können.


    Das Magiesystem entpuppt sich als um einiges vielfältiger als auf den ersten Blick (irgendwas mit den vier Elementen) und es gibt einen ganzen Haufen Zeug den ein Magier damit tun kann, je nachdem in welchen Bereichen seine Begabungen liegen.

    Das Buch ist zwar kein Action-Kracher, aber die Kämpfe zwischen Magiern laufen auch relativ kreativ ab, auch wenn es manchmal so wirkt, als würde Hair bestimmte Techniken zurückhalten, um den Hauptpersonen einen letzten Ausweg zu bieten.

    Die Reihe wird zwar als epische Fantasy beschrieben, dieses erste Buch ist aber mehr persöhnlich und charakterkonzentriert, als dass es episch währe, aber der Endpunkt des Buch´s ist bestimmt die Basis für größere Ereignisse.

  • Bleak Seasons war für mich auch eher am unteren Ende der Black Company Skala angesiedelt (allerdings mit Dreams of Steel zusammen an letzter Position, da dir aber zweiteres besser gefallen hat, haben wir wohl unterschiedliche Kriterien).


    Dennoch denke ich, werden die die restliche Bände wieder besser gefallen, als Bleak Seasons :)

    "See ya in anotha life brotha!"
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    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • Ach, das ist das klassische "Cook-Problem": zum Ende hin werden die Sachen immer sowas von gut, dass die Teile vorher bei mir unter "Vorgeplänkel" laufen und damit nur die Geschichte fördern. Und "Water sleeps / Soldiers live" entschädigt mMn für jede Länge, die ies irgendwie mal gab/gegeben hat! :D

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • Django Wexler - The Infernal Battalion


    Hmm, mit Infernal Battalion bringt Django Wexler seine "Shadow Campaigns" Reihe zu Ende, leider nicht auf eine Weise, die ich mir gewünscht hätte. Um Spoiler zu vermeiden, werde ich auf den Inhalt nicht näher eingehen, als zu sagen, der ultimative Kampf zwischen Gut und Böse findet hier statt und die Geschichte bekommt ihren kompletten Abschluss.


    Nachdem Band 4, "Guns of Empire" für mich der mit Abstand beste band war, da hier alle Aspekte, die mir in den 3 vorherigen Bänden gefallen haben verstärkt auftraten und all die, die mir in den vorherigen Bänden nicht gefallen haben weitestgehend zur Seite geschoben wurden, hatte ich keine Zweifel, dass der finale Band auch abliefern wird.


    Leider war Band 5 jedoch genau das Spiegelbild von Band 4 und nahm alles Tempo raus, das zuvor da war, fokussierte sich auf recht banale, uninteressante Plotstränge, die auch recht unzufriedenstellend gelöst wurden und ein wirkliche Drang dem Ende entgegen spürte man auch nicht wirklich bis die finale Konfrontation dann endlich da war.


    Das Buch dümpelt meiner Meinung nach für lange Strercken einfach so vor sich hin und das auf sehr repetitive Weise. Konflikte werden zum Teil auf sehr hanebüchene Art und Weise gelöst, das mich sehr an meine Kindheit und Spielereien erinnerte, an denen man nicht gegen den Gegner verlieren "konnte", da man gegen alles immun war und immer mehr wusste und stärkere Waffen und Rüstungen hatte als die anderen. Schade eigentlich, denn das Ende von Band 4 versprach auch eine sehr interessante Richtung, die der Abschluss einschlagen könnte, allerdings hat man hier sehr früh nur noch auf die Twists gewartet, die am Ende alles auflösen und dann tatsächlich so passiert sind (Sailer Moon und die Macht der Liebe lassen grüßen). Regeln der Mythologie werden nur da angewandt, wo es den Guten hilft und zum Teil extrem drastisch ignoriert ohne eine Erklärung zu liefern außer "ich weiß auch nicht wieso, vielleicht einfach weil ich einen stärkeren Willen hatte"...gut gelöst!


    Langweilig wird das Buch zwar nicht, aber im Nachhinein fragt man sich, ob man es nicht hätte stark kürzen und an einen etwas dickeren 4. band anhängen können, dann hätte der Abschluss nicht so enttäuschend gewirkt, vor allem nach dem Hoch von Band 4.


    Einige gute Szenen und Abschnitte hat es dennoch, die ich mir etwas ausgedehnter gewünscht hätte, um einfach noch etwas mehr Spannung reinzubringen, diese wurden jedoch leider wieder mit unpassenden Charakterwandlungen eliminiert.


    Das Ende, das als Happy End noch untertrieben beschrieben wäre, ist für mich auch etwas zu viel des Guten, zum Glück wurde noch kein Weltfrieden angekündigt und eventuell sogar eine Tür offen gelassen für eine neue Geschichte in diesem Universum (vielleicht sogar mit der Chance, die ein oder andere Gegebenheit aus diesem Band, die völlig unerklärt den Tag gerettet hat (als treibender Plotpoint des Buches), doch noch zu erklären.


    Da Wexler momentan allerdings an einer neuen YA Trilogie schreibt, bezweilfe ich, dass wir bald (wenn überhaupt) weitere Geschichten aus dem Shadow Campaigns Universum sehen werden.


    Ich bin mir einer genauen Wertung noch unsicher, da momentan der Frust natürlich etwas überwiegt, aber mehr als 4 - 5 Punkte kann ich hier leider nicht geben. Mit Abstand der schwächste Band in der ganzen Reihe...


    Als nächstes gehe ich noch Urth of the New Sun an und beende damit mein literarisches 2018...

    "See ya in anotha life brotha!"
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  • Die Chroniken von Amber - Roger Zelazny


    Vorweg: Danke, Gerd! :D

    Ach ja, das war mal wieder so eine richtig gute Geschichte, wie sie sein muss und soll!

    Viele Intrigen, der unzuverlässige Erzähler, der immer mal wieder Infos fallen lässt, eine - stellenweise - völlig durchgeknallte Familie aus der er kommt und jede Menge Twists und Wendungen...

    Ja, das Buch hat schon einige Jahre auf dem Buckel, aber es steht aus meiner Sicht noch immer sehr gut da im Vergleich zu vielem neuerem.


    Ich mag besonders die Stimme des Erzählers, der gerade gegen Ende hin doch sehr viele Meinungen und Ideen seiner Vergangenheit überdenkt und damit einen Schlussstrich für alles zieht.

    Einzig die Reisen durch die Schatten sind stellenweise doch sehr wirr, da musste ich mich schon stark konzentrieren um nichts zu verpassen. (schwierig wenn man müde ist, ja... ;) )

    Aber alles in allem war es eine tolle Unterhaltung in einem ausgesprochen schönen Gewand - die 5 KlettCotta Bände mit dem farbigen Seitenschnitt machen wirklich richtig was her und geben dem ganzen einen einheitlichen Charakter.

    Auch bietet das Buch wieder den Beweis, dass es auch ohne zu viel Trara in der Story außenherum geht und die Bände nicht jedes Mal über 1000 Seiten haben müssen um zu gefallen. Alle 5 Bände zusammen kommen auf knapp 1200 Seiten.


    Also: lesen! :D Macht Spaß und ist kurzweilig ohne oberflächlich zu sein!

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • Verwendet man bei Klett-Cotta eigentlich die originale Heyne-Übersetzung oder wurde da was dran gemacht? Das wäre nämlich ein Grund, über einen Ersatz des alten Sammelbandes nachzudenken...

    Was gibt es Schöneres, als sich gemütlich mit einem Buch aufs Sofa zu legen, wenn man eigentlich noch Arbeit zu erledigen hätte.

  • Also vorne drn steht was von "vollständig überarbeitete Übersetzung". Dürfte sich also deutlich was getan haben. Ich fand die Übersetzung auch überhaupt nicht holprig oder irgendwie veraltet... Und ich hab den Elric als Vergleich. ;)

    ich denke also, dass du davon ausgehen kannst, dass sich da was getan hat. :yes:

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case