Fantasy / SciFi Movie Newsticker (Sammelthread)

  • Mir geht es ähnlich wie Elric. Es gibt deutlich mehr Serien, die ich gerne schaue/schauen würde und die geben einem dann Stunden über Stunden an Unterhaltung. Im Vergleich dazu wiegt die überschaubare Anzahl an Filmen mit ihren jeweils 90 bis 120 Minuten nicht so schwer. Das heißt ntürlich nicht, dass es nicht jedes Jahr ein paar tolle Filme gibt, die mich ins Kino locken. ;)

    So viel zu lesen... ... da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll... ...und Zeit scheint auch nie genug da zu sein.


    The Lord of the Rings
    Der magische Stein

  • Da meine Freundin ziemlich interessiert an "IT" war, sind wir gestern Abend dann in die englische Vorstellung gewandert und ich muss sagen, ich war sehr angetan.


    Die Original Miniserie von 1990 fand ich grässlich, langweilig und überhaupt nicht gruselig. Und das Ende hat mir gar nicht gefallen, aber zugegeben, ich kenne das Buch nicht, und solange sich der Film an die Vorlage hält, kann man sich zumindest beim Film nicht gegen das Ende per se aussprechen - er hat ja nur die Vorlage erfüllt.


    Der neuen Verfilmung habe ich eine Chance gegeben, da ja die Stimmen doch sehr positiv waren und ja, der Film ist wesentlich besser als die Miniserie. Da ich damals sehr gelangweilt war und keine Horrorelemente wirklich in Erinnerung hatte war ich über die schon zum Teil starken Horrorelemente ziemlich überrascht. "IT" fängt super an und zieht sein Programm auch über den ganzen Film hinweg durch, lediglich die letzten 20-25 Minuten hätten etwas rascher gehen können, wenn sich der Spieß dreht.


    Was bei mir auch positiv ins Gewicht schlägt sind die Kinder: In der Regel komme ich mit Kindern in Film und TV gar nicht klar. Die nerven mich mehr, als dass sie einen positiven Beitrag zum Film leisten (mit wenigen Ausnahmen). Hier waren alle Kinder gut besetzt, die Charaktere spielen gut zusammen und machen viel Spaß (wenn auch der vulgär-sexuelle Anteil etwas hätte reduziert werden können, aber irgendwie hat es doch für erleichterte Lacher gesorgt in Mitten der dann doch recht stetigen Anspannung, für die Pennywise sorgt. Ich weiß jedoch nicht wie es für 13-jährige Ende der 80er war, aber heute scheinen alle 13-15-jährigen eine solche Sprache zu sprechen, von daher wäre es sogar authentisch...allen voran Finn Wolfhard (bekannt aus Stranger Things) sticht hier ganz besonders hervor.


    Zur Genauigkeit zur Vorlage kann ich natürlich nichts sagen, aber im Vergleich zur Miniserie 1990 hat dieser Film Lust drauf gemacht das Buch zu lesen, aber vielleicht kann da ja jemand etwas zu sagen, der das Buch kennt und den Film gesehen hat :)


    Bill Skarsgard macht seine Sache als Pennywise super. Wesentlich besser als Tim Curry, wie ich finde, was die Leute an dessen Darstellung so umgehauen hat hab ich damals nicht verstanden (und auch heute nicht, nach Youtube-Recherche alter Szenen). Dass die Miniserie in Teil 2 stark abnimmt ist eine weit verbreitete Meinung. Ich denke nicht, dass man es als Spoiler ansehen kann, wenn ich sage: IT 2017 liefert hierbei Kapitel 1, also den beliebteren Teil der Geschichte und ja, ich vermute, dass Kinder in Gefahr generell einen größeren Spannungsfaktor aufbauen, als Erwachsene (vor allem, wenn diese die Gefahr schon kennen). Dass bei positivem Einspielergebnis dann in 2 Jahren Kapitel 2 folgen soll ist ja bekannt. Also wer in den Film geht und eine vollständige Abhandlung des gesamten Buchs erwartet, sei gewarnt ;)


    7-8 / 10

    "See ya in anotha life brotha!"
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    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • Nochmal ein Post von mir, dieses Mal zu Blade Runner 2049


    Ich bin letzten Sonntag mit gemischten Gefühlen in die OV-Vorstellung von Blade Runner 2049 gegangen. Zum einen ein Sequel nach 35 Jahren zu einem Sci-Fi-Klassiker ist immer etws tückisch, vor allem einem Film dieses Kalibers. Zum anderen muss ich zugeben, finde ich den ersten Teil von 1982 nicht schlecht und ich habe auch alle 5 Varianten in der Collector's Edition Steelbox im Regal stehen, aber so richtig umgehauen hat mich auch dieser nicht. Dafür war das Pacing nicht ganz nach meinem Geschmack. Storytechnisch ist er aber klasse, und die Diskussion die er auch heute z.T. noch anregt ist ja unbestritten.


    Jetzt geht es in das Sequel, viele Jahre später, anderer Regisseur, der bislang auch schon die ein oder andere Perle gezaubert hat, gerade letztes Jahr mit "Arrival" auch ein Sci-Fi Film, der das Thema Alieninvasion etwas anders angeht. Weiterhin ein seit Jahren trendigen Gosling als Lead, mit der Frage, ob er eine Chance hat Harrison Ford als Blad Runner abzulösen.


    Was bleibt am Ende übrig nach 2 Stunden und 43 Minuten? Ein Resultat das eine Mischung aus "WOW" und "hmm" darstellt. Nach einigen Tagen der Überlegung, woher ich dieses Gefühl der zwei krassen Gegensätze kenne kam mir dann die Erleuchtung: The Revenant.


    Wie sind die zwei Filme zu vergleichen? Für mich auf der audiovisuellen Ebene sowie der Storyebene. Storytechnisch waren beide Filme extremst aufgeblasen, zugunsten von Visuals und Sounds, die ihresgleichen suchen. Die Story, die sich bei Blade Runner über mehr als 160 Minuten ausdehnt, hätte man auch getrost in 70-80 Minuten erzählen können. Ähnlich ging es mir beim Revenant. Andererseits hätte der Film dann bei weitem nicht den Eindruck hinterlassen, den er letztendlich erzeugt hat. Die Bilder und der Sound bzw. der Soundtrack von Hans Zimmer ist atemberaubend. Wenn auch mit wesentlich mehr CGI_einsatz (klar, logisch) als noch bei Revenant erinnert die Nutzung der Farben an ein dystopisches Spektakel von knallenden, lebenden Farben a la Mad Max in einer grauen, düsteren und verlassenen Welt in der mehr Schein als Sein herrscht.


    Ich war skeptisch, als ich mich ins Kino gesetzt habe, ob Gosling einen solchen Film über fast 3 Stunden tragen kann. Seine schauspielerische Leistung basiert auch emotionslosem Starren, was jedoch natürlich gut zu seinem Charakter passt, aber Träger des Films ist für mich keine der handelnden Personen sondern die Welt selbst. Grandiose Bilder, Schauplätze in der Stadt sowie außerhalb und einem fantastischen Score, der einen jedes Mal wieder mitreist, wenn er beginnt.


    Leider kann der Film in seiner erzählerischen Komplexität und den Fragen, die Teil 1 in dem Sinne aufwirft nicht ganz mithalten, er ist etwas klarer erzählt, mit dem Versuch ein Mysterium einzubauen, das jedoch etwas zu offensichtlich und zu schnell zu durchschauen ist (oder ich habe einfach richtig geraten, aber da warte ich mal Stimmen von mehreren Personen als nur mir und meiner Freundin ab). Was mir auch nicht gefallen hat waren Andeutungen im letzten Drittel (zu denen ich mich nicht näher äußern kann aufgrund der Spoilergefahr), die zwar den Film selbst nicht schlecht machen, aber insgesamt einen etwas faden Geschmack mit sich tragen.


    Die, die den Film gesehen haben können vielleicht erahnen auf was ich hinaus will, oder was mir Unbehagen bereitet. Insgesamt jedoch habe ich einen Film im Kino bestaunen dürfen, der definitiv für seine Handwerkskunst einige Oscars verdient hat, den was Kameraführung, VFX, Soundeffekte und Soundtrack betrifft sehe ich keinen Film dieses Jahr, der Blade Runner 2049 auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Als Gesamtpaket nicht der beste Kinofilm für mich, dieses Jahr (das ist IT mit letztendlich 8 Punkten, die bei einem weiteren Überlegen dann doch herausgekommen sind), aber was die o.g. Aspekte betrifft das beste seit Langem. The Revenant war visuell umwerfend, Blade Runner 2049 legt da nochmal 3 Schippen oben drauf. Mad Max hatte eine ähnliche Farbgebung und Sättigung und besonders starke Sounds und Soundtracks und auch verdient für Kostüme etc. die Oscars gewonnen, hat aber mehr Wert auf klassisches Action-Popcorn-Kino gebaut, was mich rundherum inkl. der klassischen Herangehensweise mit weniger CGI und mehr praktischen Tricks im Gesamtpaket umgehauen hat.


    Blade Runner 2049 ist für mich mit einer einzelnen Gesamtwertung wieder ungerecht behandelt (für mich innerlich). Von daher:


    Visuals & Sound: eine klare 10 und besser
    Story: eher meh, nichts neues, durchschaubar und leider hinter dem Potential zurück. 3-4


    Empfehlung: Blade Runner 2049 ist ein definitiver Kinofilm. Zu Hause vor dem TV wirkt er bestimmt nicht ansatzweise so gut (außer man hat ein Heimkino, das dem eigentlichen Kino nichts nachsteht). Also lieber bald ins Kino - wer weiß wie lange der Film läuft, massentauglich ist anders und die ersten Einspielergebnisse waren so wie ich das bislang mitbekommen habe enttäuschend. Also lieber noch im Kino mitnehmen, bevor er aus dem Programm fliegt.

    "See ya in anotha life brotha!"
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  • Na, dann gibt es hier gleich mal wieder 2 neue Trailer - und ich muss beide Filme sehen!

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    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    James S. A. Corey - Leviathan wakes