Der Blaue Planet

  • Eine Kurzgeschichte von mir. Ich hoffe ich kriege ein bisschen Feedback.


    Der Blaue Planet


    Ich saß im WSR 130-D 8. Die gewohnten Lichter blickten am Schaltpult, es war alles wie immer. Ich raste mit Lichtgeschwindigkeit durch das Weltall. Über Funk hörte ich den Master Befehle erteilen. Die Zeit verging schleppend und zäh. Ich langweilte mich und lauschte den Funkmeldungen der anderen Raumschiffe. Die WSR 150-D Staffel waren gerade bei einer Sprengung eines großen Planeten, der möglicherweise die Laufbahn von Asteroid F1 73-K, der zum Transport von Gewöhnliche genutzt wurde, treffen könnte. Der Master gab Befehle für die exakte Platzierung des Sprengstoffs, man wollte nichts vergeuden.
    Eine Stimme im Lautsprecher erinnerte die WSR 130-D Staffel, zu der auch ich gehörte daran, dass es nur noch zwei Stunde bis zur Einkunft im unerforschten Weltall waren. Ich schaltete auf unter Lichtgeschwindigkeit um. Es war wichtig genau auf die Umgebung zu achten, damit der unerforschte Weltraum bald kartographiert werden konnte. Unsere Aufgabe bestand nur darin die aktuelle Lage zu sichten und auf mögliche nukleare Verseuchung oder feindlich gesinnte andere Lebensformen hinzuweisen. Letzeres war allerdings nie vorgekommen. Die einzigen Lebewesen, die man bis jetzt entdeckt hatte, waren Einzeller. Anscheinend waren wir die einzigen intelligenten Lebewesen im ganzen Weltall.
    Ich erinnerte mich noch an meinen ersten Einsatz. Ich war der festen Überzeugung gewesen, dass ich jetzt auf intergalaktische Verbündete treffen würde, aber meine Hoffnungen hatten sich schon bald verringert. Nur tief in mir war noch der Wunsch, mit jemandem zu kommunizieren, der nicht der selben Spezies angehörte wie ich. Zu Hause, in der weit entfernten Galaxis hatte ich mich oft gefragt, wie es im Weltall wäre, hatte von den Sternen geträumt und war Raumfahrerin geworden. Zu Hause... ich war schon so lange im Sichtungsteam unterwegs, dass ich mich nach meinem Heimatplaneten sehnte. Das Weltall sah aus den Fenstern meines Raumschiffes immer gleich aus.
    Die Zeit verging und wir betraten die unerforschte Zone. Es war wie überall. Mehr oder weniger Sterne, mit vielen oder nur einzelnen Planeten. Der Leiter der Expedition teilte uns mit, dass wir uns jetzt einem Sonnensystem näherten. Ich konnten den vergleichsweise großen Stern sehen und dicht um ihn vier kleiner Planeten. Danach folgte mit einigem Abstand, der größte Planet, von braun-roter Farbe und ein etwas kleinerer, mit einem deutlich erkennbaren Asteroidengürtel. Dann noch mal zwei Mittelgroße Planeten und der Gürtel aus gesteinsbrocken, der jeden Stern umgibt. Es war alles ganz normal.
    Nur der dritte kleine Planet wies auf nukleare Verseuchung hindeuten. Er war größtenteils blau, aber flächenweise grün oder grau, am Nord- und Südpol weiß. Er besaß sogar eine Atmosphäre. Der Master gab die Namen für die neuen Planeten durch: Der Stern hieß 4-T 45-P 671, die Planeten also 4-T 45-P 671-1, 4-T 45-P 671-2 und so weiter. Wir würden 4-T 45-P 671-3 und 4 sprengen müssen. 3 war nuklear zu gefährlich und damit es sich wirklich lohnte, musste man den 4. mit sprengen, um Platz für einen schnellen und gefahrlosen Weg zu machen. Vielleicht brauchten wir gerade diesen Weg einmal um uns mit anderen Wesen auszutauschen. Ich betrachtete die beiden Planeten kurz und gleichmütig. Was machte schon der Verlust zwei solcher kleinen Gesteinsbrocken aus, im Vergleich zum Weltall. So winzig und entbehrlich. Nach wenigen Stunden wieder vergessen und dann für immer vernichtet.
    Der blaue Planet drehte sich langsam um sich selbst und um seinen Stern und sein Mond drehte sich um ihn. Er hatte etwas trotziges, wie ein kleines Kind. Ich wandte meinen Blick ab. Trotzig - was dachte ich für einen Blödsinn? Ein Planet konnte doch nicht trotzig sein. Es war nur Gestein in den Weiten des Nichts...


    Eine Woche später saß ich wieder in meinem WSR 130-D 8. Nach einer Rückkehr ins erforschte Weltall um Vorräte zu bekommen, waren wir wieder auf den Weg ins Neue, Ungewisse. Wir passierten erneut Stern 4-T 45-P 671 und seine Planeten. Von dem dritten und vierten war nichts mehr zu sehen. Die Sprengstaffel hatte alle Arbeit geleistet. Ich hatte nur wenige Blicke für den Rest dieses Sonnensystems übrig. Ich guckte ins unendliche Weltall und wusste sicher, dass ich irgendwann anderes Intelligentes Leben finden würde. Irgendwo...

  • Also mir gefällt Deine Geschicht auch. :yes:


    Ein paar Fehler sind noch drin... z.B. blinken die Lichter am Schaltpult bestimmt und kucken Dich nicht an ;)

  • Es gibt darüberhinaus auch den ein oder anderen logischen Fehler ...
    [SIZE=7](Funk bei Lichtgeschwindigkeit funktioniert leider nicht ;) )[/SIZE]
    aber die Geschichte ist schon ... nett. Fies.


    Aber auf jeden Fall schön geschrieben :yes: