Von Büchern, Menschen und Verlagen - Mark VI

  • Das ein Nischengenre sich durch Einfallsreichtum auszeichnet, ist ja nicht wirklich verwunderlich, sind hier doch die Lesererwartungen bei weitem nicht so eingefahren und festgefügt. Deshalb fallen ja auch unsere Zerrissenen Reiche durchaus in diesen Bereich ;-)


    Ob das jetzt Seitenhiebe auf Thomas und mich waren bezüglich der Zombies, lasse ich mal offen, denn bisher haben sich unsere Bücher wohl weniger durch "Romancedreck" als durch einen sehr eigenen Weg ausgezeichnet.


    Beste Grüße, Ole

  • Zitat

    Original von Buecherwyrm
    Ob das jetzt Seitenhiebe auf Thomas und mich waren bezüglich der Zombies, lasse ich mal offen, denn bisher haben sich unsere Bücher wohl weniger durch "Romancedreck" als durch einen sehr eigenen Weg ausgezeichnet.


    Beste Grüße, Ole


    Ne, an euch habe ich bei meiner Äußerung überhaupt nicht gedacht. Eher an die Vampireromance Schwemme mit Romanen die wirken als würden sie in Fabriken geschrieben. Und so ganz ernst war die Äußerung auch nicht gemeint.

  • Passend zu den Vampirschlampen, das aktuelle Interview auf dem Feenfeuer Blog mit den Machern des lesenswert-empfehlenswert Blog.


    Zitat

    Es überrascht mich positiv (und die Verlag wohl auch), wie sehr Urban Fantasy und Paranormal Romance jetzt doch tatsächlich angenommen werden und zwar von den klassischen Liebesroman- als auch den Fantasy Lesern! Einige Titel schaffen in der Tat den Spagat zwischen beiden Seiten und führt beide Lesergruppen etwas aufeinander zu. Das sehe ich durchaus positiv, denn es erhöht die Akzeptanz untereinander von zwei Bereichen die beide massiv mit allgemeiner Akzeptanz kämpfen mussten und z.T noch müssen da draußen.


    Es freut mich, das die Bücherwelt ein bisschen bunter und offener geworden ist, das mehr geht, das experimentiert wird, man offener wird. Es lässt mich allerdings den Kopf schütteln wie viel Aggression das Auftauchen der neuen Unterkategorien aber auch frei setzt. Ich vermisse ein bisschen ein großzügigeres „lesen und lesen lassen“ :) Man liest in Foren und Artikeln viele empörte Stimmen wie man es wagen kann den Fantasyroman an sich so zu „besudeln“ und „Schmonzetten“ daraus zu machen und dergleichen.


    Errrr.... ja. :nixweiss:


    Fantastisches Lesejahr 2009: Interview mit lesenswert-empfehlenswert

  • Die paranormale Schwemme macht es zwar schwerer, gute Urban Fantasy zu finden ...


    ... aber ich erinnere mich noch ganz gut an die frühen 90er Jahre, wo Fantasy ja noch lange nicht so populär war wie heute ... selbst da hatte ich oft das Gefühl, mich durch Massen von Schrott wühlen zu müssen, um mal was Gutes zu finden. Und da war mein Anspruch noch wesentlich geringer. Das meiste davon ist heute einfach der wohlverdienten Vergessenheit anheimgefallen. ;-)
    Fantasyautoren, die wie Handwerker schreiben, gab es auch schon vorher genug im englischsprachigen Raum.

  • Thomas Plischke fragt sich: Darf Fantasy politisch sein?


    Zitat

    Weil mir gerade danach ist, werfe ich mal wieder eine Frage in den Raum, die mich umtreibt. Wieso? Nun, es ist kein großes Geheimnis, dass „Die Zerrissenen Reiche“ unter anderem deshalb von einigen Leuten recht kritisch gesehen werden, da in ihnen (gesellschafts)politische Vorgänge bzw. Phänomene eine gewisse und nicht unerhebliche Rolle spielen (andere Kritikpunkte sind die blumige, metaphernüberladene Sprache oder die dreiste Zitierwut aus allen möglichen Bereichen der Populärkultur, aber dazu vielleicht später mehr).


    Zurück zum Politischen: Die Vorwürfe dagegen reichen von „Stammtischparolen“ über „zu aufdringlich“ bis hin zu „dem Genre unangemessen“.


    [...]

  • *hust*


    Dem Herrn Plischke sein letzter Satz ist aber keine Frage ... ;)


    Und natürlich darf Fantasy politisch sein - sie ist es doch eh. :nixweiss:

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Bei Klett-Cotta ist man zwar schon in der Zukunft, aber egal...


    Zitat

    10.12.09
    Der WDR schreibt mit Mark Z. Danielewskis Roman »Das Haus« Radiogeschichte.


    Ein Hörspielprojekt der ganz besonderen Art können Sie am 10. Dezember um 23:05 Uhr im WDR erleben. Der schon für sich äußerst verwobene Roman, der mindestens so verwinkelt ist, wie das Haus, um das es geht, wird in die drei Haupthandlungsstränge aufgetrennt, und für jeden gibt es ein eigenes Hörspiel. Und diese drei Hörspiele werden wiederum gleichzeitig auf drei Kanälen gesendet - 1LIVE, WDR 3 und WDR 5. Durch das Hin- und Herschalten zwischen den Sendern können Sie die beklemmende Stimmung von »Das Haus« noch besonders hautnah erleben.


    [...]


    Zur Newsmeldung

  • Ich pack das mal hier rein...


    MaHet hat Pläne. Große Pläne. Und scheinbar unterstützen ihn Heyne und Ulisses Spiele dabei auch noch... Und irgendein Comic-Verlag.





    Na, das hat mir noch gefehlt.
    Ein MaHet gesponsortes RPG...

  • Da fällt mir gerade auch nichts mehr dazu ein.


    Weder zum ":o)" noch zum Super enthusiastischen Fantasyautor der versucht ein bereits (schon einmal getestetes) nicht erfolgreiches Rollenspiel neu aufzusetzen (okay okay, das kann man noch irgendwo durchgehen lassen).
    Noch dass Ulisses und Heyne auf den fahrenden Bock namens Heitz aufspringen wollen ...
    :neenee:


    Ich erspare mir das "nochmal lesen", da ich fürchte einen besseren Eindruck wird dieser Text bestimmt nicht hinterlassen :egal:


    [SIZE=7](alles persönliche Eindrücke anhand des Textes aufgefasst)[/SIZE]

  • Und ich kann alles gutheißen, was dem Rollenspiel jenseits des Bildschirms vielleicht ein bisschen mehr Leben einhaucht - mal ganz zu schweigen davon, dass ich den Mut von Markus, ein Multimedia-Franchise fast schon im Alleingang aus dem Boden zu stampfen, mehr als bewunderswert finde.


    Beste Grüße, Ole