Von Büchern, Menschen und Verlagen - Mark VI

  • Ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass es offenbar schon mal vorkommt dass Amazon bisweilen weniger Exemplare eines neuen Titels bestellt beim Barsortiment, als man eigentlich wirklich Vorbestellungen hat. Ich erkläre mir das so, dass man meinetwegen 2000 Vorbestellungen gesammelt hat eines Titels, und die Anzahl kriegt man dann auch bei Erscheinen vom Barsortiment. Rund um den Erscheinungstag kann es aber sein, dass meinetwegen noch mal 20 Bestellungen eingehen, und dann kriegt das System Panik, weil es nicht weiß nicht, wann die Fehlmenge kommt (die muss ja erst noch geordert werden). Die Angabe "Nicht auf Lager" bedeutet ja nicht, dass Du nicht bestellen kannst - die wollen halt nur sicher gehen, dass sie auch liefern können weil sie halt oft mit Sofortversand werben.

  • Die Schwedische Akademie in Stockholm hat heute mitgeteilt, dass der Brite Kazuo Ishiguro den diesjährigen Nobelpreis für Literatur erhält. Der Preis ist umgerechnet mit 940.000 EUR dotiert. Der 1954 in Japan geborene Schriftsteller ist unter anderem für seine Romane "Was vom Tage übrigblieb" (1989) und "Alles, was wir geben mussten" (2005) bekannt, letzterer erzählt die Lebensgeschichte von Personen, denen nach und nach bewusst wird, dass sie Klone sind deren Aufgabe es ist, Menschen ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben ihre Organe zu spenden.

  • Ist zwar schon ein paar Tage alt - hey, ich war auf der Buchmesse, und vorher war's hektisch -, aber immer noch lesenswert:


    Dietmar Dath: Wozu Autoren Verlage brauchen.


    Der im Rahmen der Kolumne "Wie erklär ich's meinem Kind?" in der FAZ erschienene Beitrag des Auch-SF-Autors Dietmar Dath mag auf manche(n) desillusionierend wirken, beschreibt aber ziemlich gut, wie es in vielen Verlagen heute so läuft ... :nixweiss:

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Ist zwar schon ein paar Tage alt - hey, ich war auf der Buchmesse, und vorher war's hektisch -, aber immer noch lesenswert:


    Dietmar Dath: Wozu Autoren Verlage brauchen.


    Der im Rahmen der Kolumne "Wie erklär ich's meinem Kind?" in der FAZ erschienene Beitrag des Auch-SF-Autors Dietmar Dath mag auf manche(n) desillusionierend wirken, beschreibt aber ziemlich gut, wie es in vielen Verlagen heute so läuft ... :nixweiss:


    ja. leider

  • Zitat

    beschreibt aber ziemlich gut, wie es in vielen Verlagen heute so läuft


    Immerhin tut er es auf recht amüsante Weise ... so traurig das alles auch ist.

    www.notizen-aus-anderswo.de
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    "An eagle flies only as high as the sky. But a silver swan, reborn from its funeral pyre, flies to the stars." David Zindell
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  • Eben, das wäre die erste Frage. Wie kommen die an diese Zahlen, d.h. von welchen VK-Stellen kommen die? Vom stationären Buchhandel, sind das Printverkäufe? Inwieweit spielen Onlineverkäufe mit rein, inwieweit eBooks und auch da: über welche Quellen werden welche Zahlen erhoben.


    Spontan würde ich sagen: Ja. 40 Prozent weniger Verkäufe im Bereich der Fantasy seit 2012 - passt. Das sind 5 Jahre, in denen auch immer weniger Zwerge, Orks und selbst DER HERR RINGE weniger über den Ladentisch gegangen ist. Aber das sind doch alles große Verlage, Riesenkonzerne (Bertelsmann, Klett Cotta), da müssen die die eigentlich immer irgendwo Ausreißer haben die Geld rein holen. Das mag heute dies sein, Fantasy, und im nächsten Jahr irgendwas anderes, wo "wir" nichts von mit bekommen.

  • Carel Halff wurde zum 1. November als neuer Vorstandsvorsitzender der Bastei Lübbe AG bestellt, er übernimmt die Gesamtverantwortung für die Unternehmensgruppe. Halff war Vorstandsvorsitzender der Weltbild Gruppe. Im Anschluss an seine Tätigkeit bei Weltbild unterstützte er verschiedene Unternehmen als Aufsichtsrat, Manager und Berater bei der strategischen Weiterentwicklung. Sein Vorgänger Thomas Schierack hatte das Unternehmen im September verlassen. Die Bastei Lübbe AG veröffentlicht unter verschiedenen Labels Hardcover, Taschenbücher, Hörspiele, Hörbücher, Romanhefte, Rätsel und eBooks. Zum Unternehmen gehören auch Beteiligungen an der Selfpublishing-Plattform BookRix und dem Game-Publisher Daedalic Entertainment, ferner der eBook-Shop beam und die neue Plattform oolipo.

  • Hier der Orion Rights Guide, der unter anderem Neuigkeiten über Joe Abercrombie (neue First-Law Trilogie für alle die dem noch nicht überdrüssig sind auf S.39) sowie ein anvisiertes Datum für Scott Lynchs 4. Band der Gentlemen Bastards (S.52) und dem ultimativen Terry Pratchett Discworld Guide (S.58).

    "See ya in anotha life brotha!"
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    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • Auch von Patrick Rothfuß gibts mal wieder was zu lesen. Ein längerer Artikel über die Anfänge, den Werdegang und die aktuelle Situation mit Verfilmung etc., der auch das ein oder andere denkwürdige Zitat des Autors wiedergibt. Ich muss sagen, ich habe die Bücher im Regal stehen, aber noch nicht angefangen zu lesen, was ich auch erst tun werde, sobald der finale Band daneben steht. Aber Andeutungen auf Probleme hin oder her, in diesem Artikel ist er mir doch schon ziemlich unsympathisch.


    Der ein oder andere Kommentar klingt für mich auch stark nach Torschlusspanik. Dass daraus Versagensängste und Depression entstehen kann, kann ich verstehen, aber dennoch finde ich, wie bei Schorsch, ist der generelle Umgang mit dem ganzen Thema weniger als ideal.

    "See ya in anotha life brotha!"
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    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • Die Streaming-Plattform oolipo der Lübbe AG bleibt deutlich hinter den gesetzten Zielen bei der Nutzerzahl zurück, so der Anbieter. Man hat sich daher entschlossen, "keine weiteren Mittel in das Projekt zu investieren und eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen", so der Verlagskonzern heute. Die Höhe der Ergebnisbelastung beziffert das Unternehmen mit rund 3 Millionen EUR. Man wolle zudem prüfen, wie die Technologie anderweitig genutzt oder verkauft werden kann. Zudem kündigt die Bastei Lübbe AG an, die strategische Ausrichtung des Konzerns zu überprüfen.


    Lübbe legt die Science-Fiction-Serie "Bad Earth" ab Dezember als eBook neu auf. Initiiert von Manfred Weinland, erschien die Serie ab 2004 zunächst als Heftroman, später wurde sie in Buchform bei Zaubermond fortgeführt.

  • Wie das Branchenblatt "Buchmarkt" heute meldet, ist die deutsche Schriftstellerin Andrea Schacht am 26. Oktober im Alter von 61 Jahren gestorben. 1992 entschied sie, sich ganz dem Schreiben zu widmen, und 1994 erschien mit "Der Tag mit Tiger" ihr erster Roman. in den folgenden Jahrzehnten schrieb sie viele weitere Katzen-Romane. Sie widmete sich auch dem Historischen Roman, ihre Geschichten spielten unter anderem im Köln des Mittelalters und im alten Rom. Genre-Fans kannten sie durch die "Jägermond"-Reihe, die Blanvalet veröffentlichte.

  • André Wiesler ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 43 Jahren gestorben. Er steuerte unter anderem Romane zu den Reihen "Shadowrun" und "Das Schwarze Auge" bei, außerdem veröffentliche Heyne von ihm die Trilogie "Die Chroniken des Hagen von Stein". Zuletzt erschien von ihm im Verlag Torsten Low "Protektor - Monsterjäger mit Sockenschuss". Im Bereich der Spiele-Entwicklung war er im Rollenspielbereich aktiv, unter anderem wirkte er bei "John Sinclair" und Markus Heitz' "Justifers". Ferner übersetzte er Romane von beispielsweise S. L. Viehl und Tom Lloyd ins Deutsche und war bei Poetry Slams zu sehen. André Wiesler war verheiratet und Vater eine Kindes.

  • Glen Cook's "Port of Shadows " hat nun eine Inhaltsangabe und auch ein Release-Datum!


    Am 25. September ist es soweit, dann geht es zurück zu Croaker, der Lady und auch der Limper erscheint wieder:


    Zitat


    Years into a campaign against the rebels who have rallied behind the White Rose have left the Company jaded and the fact that the Lady seems to have taken particular interest in Croaker since his stay in the Tower hasn't exactly made his life easier.


    Now it looks like The Limper is up to his old tricks and is doing what he can to separate Croaker and the Black Company from The Lady's favor. Now Croaker finds his fate tied to a brand new taken. One claiming to be something impossible but feels uncomfortably familiar. It's going to take all of Croaker's cunning to insure that the mechantions of The Lady and her "loyal" taken, The Limper, don't destroy the company once and for all.


    Angesiedelt ist der Band zwischen Buch 1 und 2. Die Coda zur Black Company Reihe "A Pitiless Rain" hat noch kein Veröffentlichungsdatum, aber soll auf jeden Fall folgen. Rejoice!

    "See ya in anotha life brotha!"
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    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • :apo:

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • Der Verlag Das Beben hat seine Arbeit eingestellt



    Wie Markolf Hoffmann, Jasper Nicolaisen, Jakob Schmidt, Karla Schmidt und Simon Weinert vom Verlag das Beben mitteilen, hat man die Verlagsarbeit eingestellt. Der Hauptgrund "besteht in den enorm schlechten Verkäufen". Bei den meisten ihrer Titel bewegte sich der Jahresabsatz zuletzt im einstelligen Bereich. An den Büchern der Autorinnen und Autoren soll dies nicht gelegen haben, vielmehr musste man feststellen, dass das Verlagskonzept sich so einfach nicht bewährt hat. Obwohl wohlwollend von der Presse und der Fachwelt aufgenommen, konnte man damit nicht die eigentliche Leserschaft packen, so der Verlag. Im vorigen Monat wurden die Titel aus den Sortimenten der Online-Händler und auch aus dem eigenen Shop genommen. Die Homepage soll noch für eine Weile fortbestehen, um auf Neuveröffentlichungen der Autorinnen und Autoren hinweisen zu können. Der Verlag das Beben war im September 2013 an den Start gegangen, um die Novelle auf den eBook-Reader zu bringen.

  • Der Verlag Das Beben hat seine Arbeit eingestellt



    Wie Markolf Hoffmann, Jasper Nicolaisen, Jakob Schmidt, Karla Schmidt und Simon Weinert vom Verlag das Beben mitteilen, hat man die Verlagsarbeit eingestellt. Der Hauptgrund "besteht in den enorm schlechten Verkäufen". Bei den meisten ihrer Titel bewegte sich der Jahresabsatz zuletzt im einstelligen Bereich. An den Büchern der Autorinnen und Autoren soll dies nicht gelegen haben, vielmehr musste man feststellen, dass das Verlagskonzept sich so einfach nicht bewährt hat. Obwohl wohlwollend von der Presse und der Fachwelt aufgenommen, konnte man damit nicht die eigentliche Leserschaft packen, so der Verlag. Im vorigen Monat wurden die Titel aus den Sortimenten der Online-Händler und auch aus dem eigenen Shop genommen. Die Homepage soll noch für eine Weile fortbestehen, um auf Neuveröffentlichungen der Autorinnen und Autoren hinweisen zu können. Der Verlag das Beben war im September 2013 an den Start gegangen, um die Novelle auf den eBook-Reader zu bringen.


    Schade. Aber nicht unerwartet.