Von Büchern, Menschen und Verlagen - Mark VI

  • Es gab bei Festa zwei Ankündigungen, die für den ein oder anderen hier interessant sein dürften.
    Zum einen erscheint am 26.06. der 13. Handyman Jack "Ground Zero" von F. Paul Wilson.
    Außerdem kommt im Mai "Der Löwe von Tiberias - und andere historische Erzählungen" von REH.
    Das Ganze als auf 500 Stück limitierter Privatdruck, illustriert von Timo Würz, für 52 Euronen.

    Was gibt es Schöneres, als sich gemütlich mit einem Buch aufs Sofa zu legen, wenn man eigentlich noch Arbeit zu erledigen hätte.

  • Zitat

    Zum einen erscheint am 26.06. der 13. Handyman Jack "Ground Zero" von F. Paul Wilson.


    Ui, prima, herzlichen Dank für die frohe Kunde! :freu:


    Und auch hier sind natürlich die Daumen fest gedrückt für gewisse Übersetzer! :dadr:

  • Zitat

    Außerdem kommt im Mai "Der Löwe von Tiberias - und andere historische Erzählungen" von REH.

    Ich dachte sie hätten die REH-Reihe eingestellt, nachdem Kull sich schlecht verkauft hat.


    Edit: Letzten Satz übersehen, sorry.

    “If you make people think they're thinking, they 'll love you; but if you really make them think, they'll hate you.” - Harlan Ellison

  • Vielen Dank für die Glückwünsche und das Daumendrücken!


    Ich muss zugeben, dass ich mich sehr über die Nominierung gefreut habe (das gilt auch für Timpi/Susanne - aber das wird sie vermutlich selbst noch irgendwann mal schreiben). Schließlich übersetze ich nur ganz selten SF, und mit meinen Fantasy-Übersetzungen habe ich beim KLP ja keine Chance. Aber wenn man dann mal 'nen SF-Roman übersetzt, und diese Übersetzung wird dann nominiert ... tja, dann darf man sich auch freuen. :D Denn auch wenn ich angesichts der Konkurrenz davon ausgehe, dass wir den Preis ziemlich sicher nicht bekommen, so ist die Nominierung ja bereits eine "Auszeichnung" an sich.


    And now ... back to work ...

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Auch von mir nachträglich herzlichen Glückwunsch!! Wie du sagst, die Nominierung zeigt schon die Anerkennung, auch wenn der Preis vielleicht ausbleibt. Die Taten geschehen nicht ungeachtet.

    "See ya in anotha life brotha!"
    --------------------------
    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • Oh, sehr cool. Ich drück auch mit Daumen, vielleicht steigen dann die Chancen! :D

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • Die Phantastika 2018 findet nicht statt



    Wie die Veranstalter mitteilen, wird die Phantastika 2018 nicht stattfinden. Die Phantastika 2017 sei ein Erfolg gewesen und man bedankt sich bei allen, die dazu beigetragen haben. Dazu gehört laut den Machern auch das Feedback, das man sich sehr zu Herzen genommen habe. Viele Anregungen und frische Ideen hätte man gerne im September gezeigt. Die Umsetzung wurde jedoch durch verschiedene Rückschläge belastet. Größere Sponsoren sowie mehr Gäste und Angebote bringen, so die Veranstalter, höhere Ansprüche und ein höheres Arbeitsvolumen mit sich. Leider wurde das Team durch krankheitsbedingte Ausfälle und das Ausscheiden eines hauptamtlichen Mitarbeiters geschwächt. Man besitzt nicht die Ressourcen, so etwas aufzufangen. Auch einige Rahmenbedingungen hatten sich verändert, was sich in den höheren Ausstellerpreisen gezeigt hätte, die man gerne vermieden hätte. Die Phantastika sei keine Veranstaltung um Überschuss zu generieren. Dennoch müsste sie wirtschaftlich und inhaltlich tragbar sein und die Prioritäten lägen nun erstmal auf dem Verlag in Farbe und Bunt. Für 2019 plant man aber eine weitere Auflage der Veranstaltung.



    Die kürzlich gestartete Abstimmung zum Deutschen Phantastik Preis wird weiter und zu Ende geführt. Ob und wo eine Preisverleihung in diesem Jahr stattfindet, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

  • Ende November erscheint weltweit mit "Feuer und Blut" ein neues Werk von George R. R. Martin. In Deutschland erscheint es am 26. November bei Penhaligon. Das Buch wird etwa 1000 Seiten umfassen und 26,00 EUR kosten.


    "Feuer und Blut" ist der erste von zwei geplanten Bänden dieser Reihe, die 300 Jahre vor den Geschehnissen aus "Das Lied von Eis und Feuer" einsetzt. Erzählt wird die Geschichte des Hauses Targaryen von Westeros, von der Eroberung der Sieben Königslande und der Unterwerfung unter die Herrschaft der Targaryens, bis hin zum Tanz der Drachen: dem Bürgerkrieg innerhalb des Hauses Targaryen, der ihre Dynastie beinahe für immer ausgelöscht hätte. Bisher konnten die Leser Bruchstücke dieser Erzählung in "Die Welt von Eis und Feuer" und verschiedenen Anthologien erahnen, aber hier wird Martins Geschichte der Targaryens erstmals in ihrer vollen Komplexität offenbart.

  • Der österreichische Schriftsteller Andreas Findig ist am vergangenen Sonntag im Alter von 56 Jahren gestorben. 1991 gewann er den Literaturpreis des Science Fiction Clubs Deutschland in der Sparte Beste Kurzgeschichte. Genre-Fans kannten ihn durch insgesamt vier Romane, die er zur "Perry Rhodan"-Serie 2000/2001 beisteuerte. Ferner schrieb er unter anderem eine im selben Kosmos angesiedelte "Stellaris"-Kurzgeschichte, die 2008 veröffentlicht wurde, und bereits 1999 mit "LAUSBIBER-ALARM!" ein Kinderbuch, das unter anderem Clark Darlton gewidmet war, einem der Erfinder der "Perry Rhodan"-Serie.

  • Nach etwa zehn Jahren Bestehen wird Michael Preissl Voodoo Press schließen. Die Buchverkäufe gingen laut Verleger in letzter Zeit nach und nach zurück. In diesem Verlag erschienen überwiegend Horror-Romane, sowohl als Printausgaben wie als eBook. Dort erschienen unter anderem Werke von beispielsweise Bentley Little, Edward Lee, Greg F. Gifune und Ronald Malfi. Einige wenige Titel sollen noch ausgeliefert werden, unter anderem "Milestone" von Kealan Patrick Burke, "Sleepwalker" von Michael Laimo und die Hardcover-Ausgabe von Markus K. Korbs "Phantasma Goriana".

  • Nachdem Voodoo Press vor Kurzem noch mitgeteilt hatte, dass man den Verlag aufgrund schlechter Verkäufe einstellen wird, rückt man nun wieder von dieser Ankündigung ab. Stattdessen möchte man versuchen, das Geschäftstätigkeitsfeld zu erweitern und künftig Geld nicht nur erzielen durch den Verkauf von Büchern, sondern auch durch Spenden an den Verlag. Ab sofort kann man den Verlag auf der Crowdfunding-Plattform Patreon unterstützen. Spender sollen unter anderem die Möglichkeit erhalten, exklusiv Autoren Fragen stellen zu dürfen und vom Autor signierte deutschsprachige Ausgabe erhalten zu können. Voodoo Press wurde 2008 in Österreich gegründet und ist seit 2014 auf Malta ansässig; das Ziel des Verlags ist laut eigenem Bekunden, den Lesern hohen Unterhaltungswert auch abseits des Mainstreams zu bieten.

  • Deutscher Science Fiction Preis 2018: Die Nominierungen


    Das Komitee zur Vergabe des Deutschen Science Fiction Preises hat die Nominierungen für 2018 bekanntgeben. Für den DSFP 2018 sind alle im Original in deutscher Sprache im Jahr 2017 erstmals in gedruckter Form erschienenen Texte des Literaturgenres Science Fiction relevant. Der Deutsche Science Fiction Preis 2018 wird auf dem ElsterCon (21. bis 23. September ), dem diesjährigen JahresCon des Science Fiction Club Deutschland e. V., in Leipzig vergeben. Der DSFP ist mit 1000,00 EUR je Kategorie dotiert.


    Beste deutschsprachige Kurzgeschichte:

    "Der Fremde in dir", Galax Acheronian (in "Meuterei auf Titan", Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke, Verlag für Moderne Phantastik)

    "Das letzte Mammut", Norbert Fiks (in "Meuterei auf Titan", Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke, Verlag für Moderne Phantastik)

    "Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen", Tobias Habenicht (in "Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen", Hrsg.: C. Erpenbeck, Machandel)

    "Das Internet der Dinge", Uwe Hermann (in "Spektrum der Wissenschaft" 6/17)

    "Protoplasma mit Hut", Nikolaj Kohler (in "Das Alien tanzt Kasatschok", Hrsg.: Ellen Norton, p.machinery)

    "Fitzroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen", Thorsten Küper (in "Menschmaschinen". Hrsg.: André Skora, Amrûn)

    "Relokation", Olaf Lahayne (in "Meuterei auf Titan", Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke, Verlag für Moderne Phantastik)

    "Omega 4", Frank Lauenroth (in "Meuterei auf Titan", Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke, Verlag für Moderne Phantastik)

    "Paket Eternity", Tom Turtschi (in "Eniwetok. Die Flucht", Seins-Fiction)


    Bester deutschsprachiger Roman:

    "Patronat - Die Welten der Skiir 3", Dirk van den Boom (Cross Cult)

    "Das Arkonadia-Rätsel", Andreas Brandhorst (Piper)

    "Das Erwachen", Andreas Brandhorst (Piper)

    "Feuer der Leere", Robert Corvus (Piper)

    "Twillight Zoo", Jutta Ehmke (Saphir im Stahl)

    "Qualityland", Marc-Uwe Kling (Ullstein)

    "Neanderthal", Jens Lubbadeh. (Heyne)

    "Der Kanon mechanischer Seelen", Michael Marrak (Amrûn)

    "Junktown", Matthias Oden (Heyne)

  • Julio Ribera ist heute im Alter von 91 Jahren gestorben. Zu den bekanntesten Arbeiten des spanische Comiczeichners und -autors, der seit den 50er Jahren in Frankreich wirkte, zählten zum einen im Bereich der Funny-Fantasy die Abenteuer um Dracurella, die hierzulande bei Arboris in den 90er Jahren erschienen und für die er auch die Texte schrieb. Zum anderen war er im Bereich der Science Fiction der Zeichner der Serie "Die Vagabunden der Unendlichkeit", für die Christian Godard die Texte schrieb, und deren Bände hierzulande bei gleich mehreren Verlagen erschienen.

  • Der US-amerikanische Science-Fiction-Autor und -Herausgeber Gardner Dozois ist gestern im Alter von 70 Jahren gestorben. Er schrieb einen Roman, einige wenige entstanden darüberhinaus in Zusammenarbeit mit anderen Autoren - so zum Beispiel 2007 "Planetenjäger" mit George R. R. Martin und Daniel Abraham. Dozois' Metier war die Kurzgeschichte, als Autor und als Herausgeber. Er schrieb zum einen viele Storys, und er gab in den Staaten vor allem Dutzende von Anthologien heraus. Erst verantwortete er beispielsweise über viele Jahre das Magazin "Asimov's", danach ebenfalls über viele Jahre "The Year's Best Science Fiction". Im Laufe der Jahrzehnte wurde Gardner Dozois unter anderem mit 40 Locus Awards, 15 Hugo Awards, 2 Nebula Awards und dem World Fantasy Award geehrt.

  • Der Kurd Laßwitz Preis ist ein alljährlich in bis zu acht Kategorien vergebener Literaturpreis zur deutschsprachigen Science Fiction. Seit 38 Jahren stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert. Nachfolgend die Ergebnisse der diesjährige Wahl zum Kurd Laßwitz Preis für die besten Science Fiction Werke des Jahres 2017. Der Wahlbogen basierte auf 256 Nominierungsvorschlägen von 41 Wahlberechtigten sowie den 107 Bewertungen des Vorauswahlgremiums, was zu den 55 Nominierungen führte, die über 200 Abstimmungsberechtigten zur Wahl ge­sandt wurden. Es haben sich 72 deutschsprachige SF-Schaffende an der Wahl beteiligt, in den Kategorien Übersetzung und Hörspiel bewertete jeweils eine Fachjury. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 14. ElsterCons, eines literarischen Symposiums zur Science Fiction, das vom 21. bis 23. September im Haus des Buches in Leipzig stattfindet.


    Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe 2017:

    Michael Marrak: "Der Kanon mechanischer Seelen" (Amrûn)


    Beste deutschsprachige SF-Erzählung mit Erstausgabe 2017:

    Uwe Hermann: "Das Internet der Dinge" (in: "Spektrum der Wissenschaft" 6/2017)


    Bestes ausländisches Werk zur SF mit deutschsprachiger Erstausgabe 2017:

    Nnedi Okorafor: "Das Buch des Phönix" (Cross Cult)


    Beste Übersetzung zur SF ins Deutsche, erstmals erschienen 2017:

    Claudia Kern für die Übersetzung von Connie Willis' "Dunkelheit" / "Licht" (Cross Cult)


    Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2017:

    Lothar Bauer für das Titelbild zu Axel Kruses "Luna Incognita" (Atlantis)


    Bestes deutschsprachiges SF-Hörspiel mit Erstsendung von 2017:

    "Paradise Revisited" von Bodo Traber (WDR)


    Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2017:

    Thomas Le Blanc für den Aufbau und Erhalt der Phantastischen Bibliothek Wetzlar

  • Der SFCD e.V. hat heute die Gewinner des Deutschen Science Fiction Preises bekanntgegeben. Zum Besten Roman wurde "Qualityland" von Marc-Uwe Kling gekürt (erschienen bei Ullstein), zur Besten Kurzgeschichte "Das Internet der Dinge" von Uwe Hermann (erschienen in: "Spektrum der Wissenschaft", Ausgabe 6/2017). Der Deutsche Science Fiction Preis 2018 wird am 22. September um 18.45 Uhr auf dem ElsterCon, dem diesjährigen JahresCon des Science Fiction Club Deutschland e. V., in Leipzig verliehen. Der DSFP ist mit 1000,00 EUR je Kategorie dotiert.