Vielleicht ein All Age Titel?

  • :schaem: ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht mal angefangen habe... Liegt aber wohl auch daran, dass ich beim Zuhören noch nie so gut war wie beim selbst lesen - jedenfalls bei Büchern!

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • :schaem: ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht mal angefangen habe... Liegt aber wohl auch daran, dass ich beim Zuhören noch nie so gut war wie beim selbst lesen - jedenfalls bei Büchern!



    PiÄm. :secr:

  • :D :D :D
    Oh ja, genau so hab ich mir immer einen Drachen vorgestellt! :D Entschuldigung: eine Drachin! ;)
    Sehr tolle Geschichte, die mir wunderbar viel Spaß gemacht hat.
    Ich gebe zu, an ein paar Stellen fand ich die Wortwahl nicht 100%ig gelungen, aber das geht mir öfters so. Dagegen ist die Stimmung einfach umwerfend! Und das kleine Mädchen - goldig!
    Sag mal: wie "alt" ist denn deine Drachin etwa? Irgendwie macht sie mir noch den Eindruck sehr jung zu sein. Musste stellenweise so ein bisschen an Ohnezahn von "Drachenzähmen leicht gemacht" denken. :)
    Tolle Geschichte - und jetzt ein Grund mehr das-Buch-haben-zu-müssen! :D

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    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • Sehr tolle Geschichte, die mir wunderbar viel Spaß gemacht hat.


    Toll! Das ist wirklich toll. Genau das soll sie. Ich freu mich, wenn es funktioniert hat. :freu:



    :D :D :D
    Oh ja, genau so hab ich mir immer einen Drachen vorgestellt! :D Entschuldigung: eine Drachin! ;)


    Musste stellenweise so ein bisschen an Ohnezahn von "Drachenzähmen leicht gemacht" denken. :)


    Es kommt von Herzen. Und entstanden ist sie bevor ich den Film kannte. Aber es gibt Ähnlichkeiten. Nicht umsonst liebe ich diesen Film. ;)



    Ich gebe zu, an ein paar Stellen fand ich die Wortwahl nicht 100%ig gelungen, aber das geht mir öfters so. Dagegen ist die Stimmung einfach umwerfend! Und das kleine Mädchen - goldig!


    Das ist natürlich immer Geschmackssache. Tatsächlich bin ich mit einigen Stellen selbst nicht ganz zufrieden. Dafür gibt es hauptsächlich drei Gründe:
    1. Ich habe die Geschichte auf Basis einer bestehenden Geschichte aufgebaut, musste sie aber im Grunde in wenigen Tagen aus dem Boden stampfen. Abgabetermin und so. Hatte mich ja ganz spät entschieden bei dem Wettbewerb mitzumachen.
    2. Dementsprechend hatte mistkaeferl ganz wenig Zeit zum Korrekturlesen. Zudem musste ich die Seitenzahl einhalten und jedes Umschreiben hat mich wieder Platz gekostet.
    3. Ich bin ja nach wie vor immer noch neu in dem Metier und habe meine Schwächen. Dialoge mag ich sehr, Actionszenen fallen mir extrem schwer.


    Dass das mit dem Mädchen funktioniert ist super. Die war von Anfang an drin, hatte aber nur einen Randauftritt. Mistkaeferl hat in diesem Fall den Finger an die richtige Stelle gelegt und gesagt: Warum machst du da nicht noch mehr draus? ;)



    Sag mal: wie "alt" ist denn deine Drachin etwa? Irgendwie macht sie mir noch den Eindruck sehr jung zu sein.


    Das kommt rüber? Wunderbar.
    In der Tat ist Nivisa sehr jung. Sie war noch ein neugieriger Nestling ohne Flügel als ihr Vater sie notgedrungen in einen magischen Schlaf versetzt hat, aus dem sie erst 10 Jahre später wieder erwachte, als sie ausgewachsen war.
    Die Geschichte spielt zwischen den Ereignissen von Buch 1 und 2. Sie hat also schon einige Dinge erlebt, ist aber im Grunde ihres Herzens immer noch jung.




    Tolle Geschichte - und jetzt ein Grund mehr das-Buch-haben-zu-müssen! :D


    Dem Drachenstern Verlag hat es hingegen scheinbar nicht so sehr gefallen ;)


    Das war nur ein Seitenhieb. Ich bin drüber weg, mir da Gedanken zu machen. Ganz einfach weil es nichts bringt und weil es auch nichts ändert. Die Geschichte kommt aus dem Herzen und ich schreibe wie ich schreibe. :sisi:

  • Och, wer weiß von wegen nicht gefallen... Vielleicht haben sie auch was anderes gesucht!? :nixweiss:
    Ich für meinen Teil freu mich über schöne Geschichten - und ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte Lust auf mehr macht - vielleicht war auch das das Problem? Quasi eine Geschichte "herausgerissen" aus einer größeren Geschichte... :gruebel:
    Wie gesagt: ich würde gerne mehr von Nivisa lesen - gerne auch die Trilogie! :D (dürfen auch noch mehr Bände werden!) Ich denke nämlich, dass du das sehr gut machst!

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • Nachdem die jetzt wieder seit Dezember nichtmal auf Facebook etwas schreiben bin ich ja ganz froh, nicht dabei zu sein. Was nutzt mir ein Verlag, der nicht aus den Puschen kommt? Da verlege ich doch lieber selbst und behalte zumindest die Rechte in der Hand. Nachher unterschreibt man was und dann geht nichts vorwärts.





    Wie gesagt: ich würde gerne mehr von Nivisa lesen - gerne auch die Trilogie! (dürfen auch noch mehr Bände werden!) Ich denke nämlich, dass du das sehr gut machst!


    Das ist toll, danke. :rose: Dann werde ich sehen dass ich endlich endlich endlich mal wieder aus dem Quark komme! :wall:

  • Hat es eigentlich jemand bis zum Ende durchgehalten...?


    Besser eine späte Antwort als keine :): Also ja, ich habe es mir ganz angehört, wobei ich aber auch sagen muss, dass ich mit Hörbüchern generell nicht so gut zurecht komme, deshalb habe ich es mir eingeteilt. So tatenlos zuhören liegt mir nicht, so schön es auch gesprochen ist (und das ist es wirklich).
    Die Geschichte fand ich sehr nett, niedlich und spannend zugleich, die junge Drachin ist mir ausgesprochen sympathisch, und auch ich würde durchaus gern mehr von ihr zu lesen bekommen. Also sieh zu, dass du etwas (= Buch) daraus machst, es lohnt sich! :)

  • Hm, das scheint hier im Forum wohl wirklich ein Problem zu sein. Das mit dem nur Hören.




    Also wer von den Forumosen gerne den Link zum PDF der Kurzgeschichte mag, wende sich vertrauensvoll per PiEn an mich :secr:




    €: Und danke für das erneut positive Feedback. Das freut einen einfach ungemein und macht Mut weiter zu arbeiten. :sisi:

  • Hi Maili,


    ich zum Beispiel bin kein Hörbuch-Typ. Deshalb ist die Idee zwar dagewesen, aber auch schneller wieder weggerutscht unter den Berg Arbeit, den ich gerade habe.


    Allerdings habe mich mir die Geschichte dann doch angehört, als du nochmal darauf hingewiesen hast. ;)


    Und dann habe ich überlegt, was ich schreiben soll. Zunächst mal: die Geschichte ist schön erzählt, gut formuliert, das ist alles wunderbar. Sicher wird es hier und da eine Formulierung geben, die man noch verändern könnte, wie Elric angedeutet hat - aber ich habe es beim Hören nicht gemerkt. Der Erzählstil ist wirklich sehr schön.


    Allerdings fehlen mir anscheinend zwei Aspekte in meinem Leben, die vielleicht nötig wären, um mich durch die Geschichte emotional besonders berührt zu fühlen. (Was dann auch bei mir Begeisterungsstürme entfachen könnte ;) ).


    Der eine Aspekt: ich habe keine Kinder. Der andere: ich habe für diese Art "Leichtigkeit", die in der Geschichte herrscht, anscheinend aufgrund meiner spezifischen Lebenserfahrungen keine Andockstationen. Meine Lieblingskinderbücher waren immer welche, in denen Außenseiter, einsame Kinder mit irgendwelchen vorgeblichen oder realen Makeln, Freunde finden :achsel: . Das ist es auch, was ich - u.a. - am Erikson so mag - diese furchtbar chaotische, gefährliche Welt und diese kleinen, sehr intensiven Freundschaften hier und da ...


    Deshalb kann ich dir zwar sagen, dass ich die Geschichte wirklich gut finde, und ich auch glaube, dass andere Menschen sich emotional berührt fühlen können, aber ich selbst muss da leider passen.


    Aber auf jeden Fall "solltest" du weiterschreiben - und genau die Geschichte, die dir gefällt. Was man merkt, ist, dass du Nivisa wirklich magst, und dass sie mit ihren Gedanken für dich lebendig und wertvoll ist, mit ihrer Neugier und Offenheit. Und das ist toll. Das kommt rüber.


    Von daher: weiter so und :thumb3: -

    www.notizen-aus-anderswo.de
    __________________________________________________________________________________________


    "An eagle flies only as high as the sky. But a silver swan, reborn from its funeral pyre, flies to the stars." David Zindell
    __________________________________________________________________________________________

  • Hi Maili,


    ich zum Beispiel bin kein Hörbuch-Typ. Deshalb ist die Idee zwar dagewesen, aber auch schneller wieder weggerutscht unter den Berg Arbeit, den ich gerade habe.


    Allerdings habe mich mir die Geschichte dann doch angehört, als du nochmal darauf hingewiesen hast. ;)


    Das ist super. Die Idee mit dem PDF kam mir leider erst hinterher. :nixweiss:




    Zunächst mal: die Geschichte ist schön erzählt, gut formuliert, das ist alles wunderbar. Sicher wird es hier und da eine Formulierung geben, die man noch verändern könnte, wie Elric angedeutet hat - aber ich habe es beim Hören nicht gemerkt. Der Erzählstil ist wirklich sehr schön.


    Na das ist doch das größte Kompliment, das man bekommen kann. Wenn es handwerklich passt ist alles andere Nebensache.
    Ich schätze die Meinung der Forumosen sehr hoch, einfach weil hier viele Leute rumstehen, die eine ganze Menge Leseerfahrung haben und/oder aus dem professionellen Umfeld um die Schreiberei kommen. Dann zu hören, dass man es wirklich lesen kann, das ist ja fast wie ein Ritterschlag. :tschaka: 
    Luft nach oben gibt es immer. Viele Formulierungen gehen mir immer noch schwer von der Hand, einiges kann ich mir nur schwer abgewöhnen und ohne Lektorat wäre ich vollkommen aufgeschmissen. :gaga:




    Allerdings fehlen mir anscheinend zwei Aspekte in meinem Leben, die vielleicht nötig wären, um mich durch die Geschichte emotional besonders berührt zu fühlen. (Was dann auch bei mir Begeisterungsstürme entfachen könnte ;) ).


    Der eine Aspekt: ich habe keine Kinder. Der andere: ich habe für diese Art "Leichtigkeit", die in der Geschichte herrscht, anscheinend aufgrund meiner spezifischen Lebenserfahrungen keine Andockstationen. Meine Lieblingskinderbücher waren immer welche, in denen Außenseiter, einsame Kinder mit irgendwelchen vorgeblichen oder realen Makeln, Freunde finden :achsel: . Das ist es auch, was ich - u.a. - am Erikson so mag - diese furchtbar chaotische, gefährliche Welt und diese kleinen, sehr intensiven Freundschaften hier und da ...


    Deshalb kann ich dir zwar sagen, dass ich die Geschichte wirklich gut finde, und ich auch glaube, dass andere Menschen sich emotional berührt fühlen können, aber ich selbst muss da leider passen.


    Ich finde das sogar äußerst interessant und bereichernd.


    Du sagst ja, es ist gut geschrieben. Ob einem eine Geschichte zusagt und einen selbst berührt, das steht hingegen auf einem ganz anderen Blatt.


    Gerade wir als bibliophile Menschen sollten das nie aus den Augen verlieren und ich als Hobby-Schreiber sowieso nicht.


    Das ist eine Lektion, die ich inzwischen gelernt habe: Es geht nicht darum zu gefallen . Und abgelehnt zu werden ist kein Qualitätsmerkmal.
    Letztlich geht es immer nur darum, den Nerv von jemandem zu treffen. Trifft man den eines Lektors wird man verlegt. Trifft man den der Leser wird man verkauft. Trifft man den von ganz vielen hat man einen Bestseller.


    Dass ich grundsätzlich an mir zweifle das ist so eine Marotte von mir, niemals wirklich zufrieden zu sein. ;)




    Aber auf jeden Fall "solltest" du weiterschreiben - und genau die Geschichte, die dir gefällt. Was man merkt, ist, dass du Nivisa wirklich magst, und dass sie mit ihren Gedanken für dich lebendig und wertvoll ist, mit ihrer Neugier und Offenheit. Und das ist toll. Das kommt rüber.


    Von daher: weiter so und :thumb3: -


    Es ist schön, dass man das spürt. Tatsächlich habe ich ja oft das Gefühl, nicht mehr derjenige zu sein, der sie erschaffen hat und ihre Abenteuer erfindet. Sondern nur noch der, der es aufschreibt.


    Das ist übrigens eine ganz interessante Entdeckung. Wenn ich einen Menschen treffe, dann sehe und höre ich ihn. Wenn er weg ist, dann bleibt mir das, was ich in meiner Erinnerung trage. Und aus diesem ganzen forme ich das, was ich als Realität bezeichne.
    Bei Nivisa kommt es mir oft so vor, als würde ich sie ganz genau kennen. Wie eine ganz besondere Person in meinem Leben. Nur dass die physische Begegnung am Anfang fehlt. Das ist aber auch alles. Ansonsten ist sie für mich vollkommen real und greifbar.
    Klingt verrückt, ich weiß. :unsicher:

  • Bei Nivisa kommt es mir oft so vor, als würde ich sie ganz genau kennen. Wie eine ganz besondere Person in meinem Leben. Nur dass die physische Begegnung am Anfang fehlt. Das ist aber auch alles. Ansonsten ist sie für mich vollkommen real und greifbar.
    Klingt verrückt, ich weiß. :unsicher:


    Hm, finde ich jetzt gar nicht verrückt. Ich finde es sogar ziemlich normal. Irgendwer hat mir mal gesagt oder ich habe es irgendwo gelesen, dass die Figuren beim Schreiben eines Romans ein Eigenleben entwickeln. Sie werden zu Mitbewohnern, sie frühstücken mit einem, sie gehen mit einem spazieren und einkaufen und essen abends mit einem. Sie sind immer da.


    Schulz von Thun, der Pädagoge, würde sagen, klar, Nivisa ist eine Art Commitee Member deines eigenen Seins, also ist sie "real".


    Ist doch toll. :-D

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  • Ich finde auch nicht, dass es verrückt klingt. Im Gegenteil. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass du, wäre es anders, gar nicht so detailreich und liebenswert über sie schreiben könntest. Eine Figur, die für den Autor selbst nicht so lebendig ist, dass beide sich jederzeit spontan miteinander unterhalten könnten, wird für die Leser wahrscheinlich auch wesentlich weniger lebendig und echt wirken. Zumindest ist das meine Erfahrung :).


  • Nivisa ist eine Art Commitee Member deines eigenen Seins, also ist sie "real".


    Ist doch toll. :-D



    Na klar. Und irgendwann holen sie mich dann ab... :gaga:





    Eine Figur, die für den Autor selbst nicht so lebendig ist, dass beide sich jederzeit spontan miteinander unterhalten könnten, wird für die Leser wahrscheinlich auch wesentlich weniger lebendig und echt wirken.



    Mich bringt das wieder zu der (auch hier schon diskutierten) Frage: Wie viel von einem Autor, steckt in einer Figur? Bei Nivisa ist das einfach, aber was ist mit einem negativen Charakter? Kann man den beschreiben, obwohl man selbst ganz anders ist. Oder ist auch das Ausdruck eines Teils der eigenen Persönlichkeit, die sich mit der dunklen Seite beschäftigt?

  • was ist mit einem negativen Charakter? Kann man den beschreiben, obwohl man selbst ganz anders ist. Oder ist auch das Ausdruck eines Teils der eigenen Persönlichkeit, die sich mit der dunklen Seite beschäftigt?


    Nun ja, ich denke schon, dass auch in den negativen Figuren und Bösewichten ein Teil deiner Persönlichkeit steckt, allerdings nur insoweit, dass du dir deren Charakter und Handeln ja ausdenken musst und es für dich nachvollziehbar sein muss. Alle Ideen, auf die du kommst, sind die deinen und sagen etwas über die dunkle Seite deiner Vorstellungskraft aus. Du kannst das Böse nur so darstellen, wie du selbst das Böse betrachtest/wahrnimmst, würde ich meinen. Das muss nicht stimmen, aber ich wüsste nicht, wie man etwas beschreiben kann, das man sich nicht lebhaft vorstellen kann. Die Darstellung deiner negativen Figuren hängt doch davon ab, wie du Negatives für dich definierst. Und diese Definition ist ganz klar Ausdruck deiner Persönlichkeit.

  • Sooo Maili, jetzt melde ich mich auch hier mal wieder zu Worte :) Da ich ja eben erst davon erfahren habe, hatte ich natürlich noch keine Zeit, reinzuhören ;) Habe ich das jetzt aber soweit richtig überschaut, dass es nur das Hörbuch und keine schriftliche Version gibt?


    Trotz dessen möchte ich mich allgemein schon mal zu folgender Frage äußern:

    Oder ist auch das Ausdruck eines Teils der eigenen Persönlichkeit, die sich mit der dunklen Seite beschäftigt?


    Ein ganz schön interessantes Thema. Die Frage ist doch eigentlich: Wie viel unseres Umfeldes beschreibt unsere Persönlichkeit? Dass die eigenen "bösen Eigenschaften", die man von sich aus besitzt, in die bösen Charaktere mit einfließen, ist denke ich logisch. Aber wie schaut es mit eigener Erfahrung des Bösen aus? Natürlich wird unsere Persönlichkeit durch unser Umfeld beeinflusst. Tut mir jemand Böses, ändert sich meine Persönlichkeit in irgendeinem Maße. Aber ist dieses Böse dann auch gleich Teil unserer Persönlichkeit? Erfahrungen fließen sicherlich in Charaktere ein - wurde ich im Leben verraten, schreibe ich vielleicht über Personen, die Verrat begehen. Aber bin das dann ich? Ist das meine Persönlichkeit? Sind meine Erinnerungen und Erfahrungen ein direkter Teil meiner Persönlichkeit? Oder schreibe ich eher über das Böse durch die Beschreibung meines Gegenteils?
    Und was passiert nun, wenn ich über böse Taten schreiben will, die ich selber noch nicht erlebt habe? Zuerst einmal ist "das Böse" doch schon in gewissem Maße definiert durch die allgemeingültige Moral. Handelt mein Charakter entgegen dieser Moral, so ist er böse. Natürlich sieht das nicht jeder gleich. Aber am Ende hat jeder gewisse Moralvorstellungen und auch da ist die gegenteilige Ausführung "böse". Böse Charaktere spiegeln größtenteils also weniger uns selbst wieder, sondern das, was wir nicht sein wollen bzw. was nicht unserer Moral entspricht. Bleibt also die Frage: Ist unser Gegenteil auch ein Teil von uns?
    Mal so ein paar meiner ersten Gedanken dazu... und doch kann ich eigentlich bislang nur zustimmen, dass böse Charaktere wohl auch ein Teil unserer Persönlichkeit sind. Denn schließlich fragt man sich beim Schreiben doch immer selber: "Was würde ICH tun, wenn ich böse wäre?"


    Ich wäre auch sehr interessiert an weiteren Meinungen dazu :) Ich glaube mir fehlt langsam ein wenig der Philosophie-Unterricht ^^




    Ansonsten noch viele Grüße an alle Forumos-Bewohner, man hat von mir ja wieder lange nichts mehr gehört :wink:

  • Ich hatte heute Nacht einen Gedanken. :gaga:


    Für einen Wettbewerb bekommt Buch 1 gerade noch einige Zusatzkapitel, die eine der stattfindenden Nebenhandlungen mit den anderen Drachen näher erläutert. Es ist eine schöne Zusatzinfo und gibt einem eine Menge Hintergrundinfos die die Welt vertiefen und in Buch 2/3 noch eine Rolle spielen. Aber im Grunde ist es ein Nebenschauplatz, den man zum Erfassen des Hauptbuches wie es jetzt besteht nicht unbedingt braucht.


    Der Gedanke war, diese Kapitel auch wirklich so zu benennen. Also als Zusatzkapitel. Quai eine "Intermisson". Wer bei Nivisa bleiben möchte kann sie überspringen. Ebenfalls wer noch nicht wirklich auf lange Bücher steht (ist ja ein Buch ab 10 Jahre oder um den Dreh). So kann man ein Buch von 200 oder knapp 300 Seiten haben, wenn man möchte. :gruebel:

  • Hm, nächtliche Gedanken führen ja häufig zu kreativen Ideen ... aber manche sehen im Tageslicht dann wieder anders aus. ;)


    Ich bin mir nicht so sicher, ob das funktioniert, was du vorhast. Ob man nicht denkt, na ja, das hätte der Autor ja auch in die Geschichte verweben können. Und im Grunde ist es ja auch so, wenn ich dich recht verstehe - es ist dir später eingefallen, und jetzt lässt es sich nicht ohne weiteres integrieren, also - verzeih mir die saloppe Ausdrucksweise - fummelst du es da irgendwie rein. :flucht:


    Ich glaube, ich würde trotzdem versuchen, es anders unterzubringen. Wenn es nötig ist, noch "Kapitel drumrum" zu machen, damit man den vollen Genuss der Geschichte bekommt ... käme mir das in einem Erwachsenenbuch auch etwas seltsam vor. Ist meine persönliche Meinung.


    Klingt übrigens so, als wäre es für den Wettbewerb nötig ... brauchst du da mehr Seiten?

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  • Böse Charaktere spiegeln größtenteils also weniger uns selbst wieder, sondern das, was wir nicht sein wollen bzw. was nicht unserer Moral entspricht. Bleibt also die Frage: Ist unser Gegenteil auch ein Teil von uns?


    Hm, ich denke, es hängt davon ab, ob ich die "bösen Archetypen" in mir Gestalt werden lasse oder nicht. Ich glaube ja, dass wir alle die Fähigkeit zum Bösen und zum Guten habe, es ist die Frage, was wir gestalten. Wenn ich also böse Menschen inszeniere, kann ich auf Böses zurückgreifen, ohne es selbst zu sein oder zu haben, aber es ist auch möglich, dass ich an Eigenes gelange. Die Frage ist auch, wie gut kann ich in meine eigenen Schatten "greifen"?


    Was die Frage der Persönlichkeit und der Umwelt angeht - hast du dich mal mit Epigenetik beschäftigt? Da ist man ja inzwischen der Meinung, dass sich auch Erfahrungen genetisch vererben (bis zu drei Generationen, selbst wenn die Umstände sich ändern), und dass Gene je nach konkreten Lebensumständen aktualisiert werden - eben per "Schalter" (Umwelt) angeknipst werden oder eben nicht.


    Der Buddhismus würde die Frage nach der Persönlichkeit auch noch einmal anders beantworten als die katholischen Kirche zum Beispiel.


    Meine Meinung ist, nach meinen eigenen Erfahrungen, dass es einen Wesenskern gibt, den wir haben. Aber wie er sich gestaltet, ist von unglaublich vielen Faktoren abhängig. Und diese Gestaltung ist veränderbar, auch wenn häufig geschrieben steht, dass die Persönlichkeit nicht veränderbar ist. Es ist nicht leicht und nicht angenehm, aber sie ist nicht total festgeschrieben. Schon allein deshalb nicht, meine ich, weil die Plastizität des Hirns mittlerweile unbestritten ist, und das heißt, dass Veränderungen tief im System möglich sind.


    So gesehen können auch "Böse" sich ändern - wenn sie es wollen.


    Noch was zu den Erinnerungen: auch sie sind nicht festgeschrieben. Und es ist auch nicht nur so, ob wir Zugang zu ihnen haben oder sie verdrängt oder abgespalten werden. Man weiß aus den modernen Neurowissenschaften inzwischen, dass sich jedesmal, wenn man sich an etwas erinnerst, zum Beispiel den letzten Urlaub, das Erinnerte verändert. Wirklich verändert.


    Was übrigens jemanden dazu bewogen hat, ein Buch mit dem Titel zu schreiben: "Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben". Was ich wiederum für falsch halte, um es mal freundlich auszudrücken.


    In einem indianischen "Sprichwort", das Zindell auch im Valashu-Epos zitiert, geht es darum, was passiert, wenn man zwei sich streitende Wölfe in seinem Innern hat: einen guten und einen bösen. Wer gewinnt die Oberhand?


    Die Antwort lautet: der, den du nährst.


    Finde ich sehr treffend.

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  • Ich glaube, ich würde trotzdem versuchen, es anders unterzubringen. Wenn es nötig ist, noch "Kapitel drumrum" zu machen, damit man den vollen Genuss der Geschichte bekommt ... käme mir das in einem Erwachsenenbuch auch etwas seltsam vor. Ist meine persönliche Meinung.


    Klingt übrigens so, als wäre es für den Wettbewerb nötig ... brauchst du da mehr Seiten?


    Ja ich brauche mehr Seiten. Sogar einiges mehr.


    Also habe ich mir lange Gedanken gemacht ob ich das überhaupt möchte.


    Dann habe ich mir Gedanken gemacht, was zum Buch passt. Natürlich weiß ich, dass ich nicht ohne Weiteres etwas dazuschreiben kann, was nicht passt. Ich habe dazu mehrere Ansätze durchdacht und skizziert.


    Das was ich jetzt verfolge ist tatsächlich ein Handlungsstrang, der schon da ist, der aber bisher nicht beschrieben wurde. Er passt meiner Meinung dazu, zumal er den Charakteren um Nivisa herum mehr Tiefe verleiht und wirklich der Welt etwas hinzufügt.


    Was ich dabei aufgebe, ist die komplette Perspektive des Buches nur aus Nivisas Sicht.


    Ich habe aktuell ein gutes Gefühl dabei. Sollte ich merken, dass es nicht funktioniert, und/oder ich es auch einfach nicht schaffe, dann stirbt die Idee und der Wettbewerb eben und das Buch bleibt wie es ist. :sisi:



    Das andere war wirklich nur eine spontane verrückte Idee. ;)