Peter Jacksons The Hobbit

  • Ja, wahrscheinlich :yes: . Und das mit den Buchzitaten ist freilich Geschmackssache. Aber ich glaube, es ist trotzdem für jeden etwas dabei. Und jetzt hör ich besser auf, so schamlos Werbung zu machen ;)

  • Nach dem, was ich bisher gelesen habe, freue ich mich noch mehr auf Dienstag. Schöne Einstimmung, Seyra!

    www.notizen-aus-anderswo.de
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    "An eagle flies only as high as the sky. But a silver swan, reborn from its funeral pyre, flies to the stars." David Zindell
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  • Wir haben es gestern Abend auch noch spontan in den Hobbit geschafft. Unseren kleinen Hobbit bei meiner Mutter in Siegburg abgeliefert (die hatten auch ihren Spass :) ) und dann ins Cineplex auch in 3D und HFR. Ich fands Klasse auch die 3D Effekte haben mir gut gefallen. Dass ich den Hobbit gelesen habe ist schon eine ganze Weile her, da sind mir die Abweichungen gar nicht so aufgefallen. "Leider" müssen wir wohl noch mal reingehen, weil meine Liebste den Anfang verpasst hat, sie war nämlich noch unseren "kleinen" (naja erhat sein Startgewicht schon verdoppelt) Hobbit am stillen.

  • Was die Lieder angeht, also "Blunt the knives" und "Over the misty mountains", die habe ich im Vorraus auf englisch gehört und muss doch sagen, dass ich im Kino dann die deutsche Version als nicht ganz so gut empfunden habe.
    Ich denke mal, wenn ich die DVDs habe, werde ich die eher auf englisch als auf deutsch schauen. (aber das gilt bei mir eigentlich für so ziehmlich alle Filme)

    So viel zu lesen... ... da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll... ...und Zeit scheint auch nie genug da zu sein.


    The Lord of the Rings
    Der magische Stein

  • Hm, schwierige Frage, ich kenne nur sehr wenige Szenen in der Synchronisation, den Film habe ich im Original gesehen, wo ich erstaunlich viel verstanden habe (und ich bin da nun nicht die beste, wenn es um gesprochenes Englisch geht), da alle recht deutlich sprechen. Entsprechend waren die Ausschnitte, die ich übersetzt gehört hatte, ein kleiner Schock, weil halt die Stimmen nicht wirklich "ähnlich" klingen. Generell habe ich aber das Gefühl, dass die Dialoge nicht übel übersetzt und auch nicht schlecht gesprochen sind (wie gesagt, ich kenne nur Ausschnitte), aber wie der Rabe schon sagt die Lieder etwas gelitten haben, aber das sind auch nicht so viele.

  • Ich hoffe, daß die neue Gandalf-Stimme der alten nahe kommt.


    Und als Laie denke ich, daß die Übersetzung von Liedern nochmal anspruchsvoller sein dürfte, als das eh schon ist. Oder?


    [IMG:http://www.comicforum.de/comicforum/images/smilies/dvvico.gif]


    „Wenn wir so weiter machen, dann kommen neue Selektionsmechanismen zwischen Staaten, zwischen Rassen, zwischen Religionen, zwischen berechtigten Menschen und unberechtigten, zwischen wertvollen und nicht wertvollen Menschen, dann wird der monetäre Wert des Menschen irgendwann in den Vordergrund geschoben und dann beginnt ein neues Zeitalter der Barbarei. Das ist unausweichlich.“ Hermann Scheer in "Let's make money"

  • Eines sei vorweg gesagt: Bei aller Kritik meinerseits halte ich „Der Hobbit - Eine unerwartete Reise“ nicht für einen schlechten Film. Und ich glaube, es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man das Buch gelesen hat oder nicht. (Ich habe das Buch gefühlte 100 Mal gelesen. :D )


    Ich habe den Film gestern (15.12.) in der deutschen Synchronisation in 3D gesehen.


    Zum Inhalt:


    Zunächst ein paar Zahlen zum Vergleich: „HdR - Die Gefährten“ hat 490 Seiten Buchlänge und 171 Minuten Filmlänge, „Der Hobbit - Eine unerwartete Reise“ hat 126 Seiten Buchlänge, aber ebenfalls 170 Minuten Filmlänge. Ich war und bin noch davon überzeugt, dass es einfacher ist, den Inhalt eines Buches im Rahmen einer Verfilmung zu verkürzen, denn zu verlängern. Meiner Meinung nach kristallisiert sich genau das bei den genannten Filmen heraus.
    „Der Hobbit - Eine unerwartete Reise“ wird künstlich in die Länge gezogen, was mal ge-, mal misslungen ist. Als besonders nervig empfand ich die Einführung von Azog und die unter anderem daraus resultierenden, überzähligen Kampfszenen. (Simbad, der das Buch nicht gelesen hat, empfand das übrigens nicht so.)


    „Die Gefährten“ ist mir nicht mehr so präsent, aber ich meine, dass „Der Hobbit“ ähnlich nah an der literarischen Vorlage ist. Ich vermute nur, dass Abweichungen von der Vorlage hier aufgrund der Episodenhaftigkeit von Buch und Film mehr auffallen. Das erste, was mir aufgefallen ist, ist die Diskrepanz zwischen Bilbos Höflichkeit im Buch und seiner im Vergleich dazu doch eher unfreundlichen Art im Film beim Empfang und der Bewirtung der Zwerge. Aber es ist wohl nur zeitgemäß, wenn sich ein Gastgeber vornehmlich um das Wohl seines eigenen Hab und Guts sorgt statt um das seiner Gäste.


    Die Szene mit den Trollen artet in einen der vielen, mich als Zuschauer schnell ermüdenden Kämpfe aus. Im Buch sind es einzig Bilbo und Thorin, die sich gegen die Trolle noch zur Wehr setzen, da die 12 anderen Zwerge schon verschnürt sind - die Keilerei bleibt folglich kurz und knapp. Im Film liefern sich 13 Zwerge und ein Hobbit mit drei Trollen einen völlig überzogenen Kampf. Andere Abweichungen fallen daneben kaum noch ins Gewicht.


    Der Weg nach Bruchtal ist die einzige Szene, die mir besser gefiel als im Buch: Während ich im Buch immer das Gefühl hatte, dass sich die Truppe eben noch auf der Ebene und quasi im nächsten Moment in Bruchtal befand, erschien mir das Ganze im Film flüssig. Die Szene in Bruchtal selbst ist eine der Anpassungen von „Der Hobbit“ an der „Herr der Ringe“, um innerhalb der Filme konsequent zu bleiben. Zwar wird auch diese Szene künstlich verlängert. Sie kommt aber wenigstens nicht mit einem weiteren Kampf daher (obwohl das in Anbetracht der Hauptcharaktere dieser Szene [die so im Buch natürlich auch nicht vorkommen] sicherlich interessant geworden wäre :D ).


    Die Steinriesen sind ein Paradebeispiel für den Spaß den man dank Special Effects bei einer modernen Verfilmung haben kann und auch die Szene bei den Orks im Berg ist im Großen und Ganzen in Ordnung. An die Kampfszenen habe ich mich bis hier schon gewöhnt und ignoriere einfach, dass Gandalf, die Zwerge und Bilbo im Buch durch die Dunkelheit davon laufen statt sich dieser Übermacht von Orks zu stellen.


    Die Rätselszene betreffend eine Frage zum englischen Original: Sind die Rätsel dort wortgetreu übernommen oder ebenfalls umgeschrieben worden, ist die Originalität also der Synchronisation oder dem Drehbuch zum Opfer gefallen? Ansonsten ist die Rätselszene einer der gelungensten und jeder wird wohl seine Freude haben, wenn Gollum Bilbo ein Rätsel aufgibt und Sméagol wenig später ruft „Wir wissen es, wir wissen es!“. :D


    Die Szene in den Bäumen ist einerseits erfreulich nah an der Vorlage (Kienzapfen), andererseits gibt es auch hier wieder eine dazu gedichtete Kampfszene. Und während diese recht ausführlich behandelt wird, kommt der Flug mit und der Aufenthalt bei den Adlern meiner Meinung nach zu kurz.


    Zusammenfassend lässt sich sagen: Ich halte „Der Hobbit“ nicht für einen schlechten Film. Ich halte nur die gezwungene und unangemessen actionreiche Verlängerung für ein schlechtes Konzept, das einem eigentlich guten Buch und Film unverdient Abbruch tut. Das Beste an dem Film ist übrigens die überaus gelungene Besetzung der Hauptrolle: Wer wie ich immer noch mit Elijah Wood als Frodo zu kämpfen hat wird mit Martin Freeman als Bilbo mehr als entschädigt. Hinzu kommt das unvergleichliche Gefühl, eines seiner liebsten Bücher (manchmal sogar wortgetreu) verfilmt zu sehen.


    Zur Verwendung der 3D-Technik:
    Bei Panoramaaufnahmen oder bei einem auf den Zuschauer zufliegendem Pfeil oder einer Motte macht der 3D-Effekt richtig Spaß. Er ist jedoch nicht immer angebracht und wirkt gerade in der Nahaufnahme von Personen unangenehm künstlich. Auch die Größenverhältnisse wirken zuweilen unecht. Hoffentlich wird der Einsatz dieser beeindruckenden Technik in den nächsten Teilen ausgewogener und erfahrener erfolgen. Ich werde mir jedenfalls wenn möglich auch die 2D-Version einmal vergleichend anschauen, ebenso wie das englischsprachige Original.


    Zum Soundtrack:
    Wer einen ähnlich beeindruckenden Soundtrack wie bei „Der Herr der Ringe“ erwartet wird enttäuscht sein. Die bekannten HdR-Themen sind zwar passend platziert, aber es mangelt dem Film an eigenständigen, prägenden Themen.


    Alles in allem ein eher heterogenes Erlebnis.

  • Zusammenfassend lässt sich sagen: Ich halte „Der Hobbit“ nicht für einen schlechten Film. Ich halte nur die gezwungene und unangemessen actionreiche Verlängerung für ein schlechtes Konzept, das einem eigentlich guten Buch und Film unverdient Abbruch tut. Das Beste an dem Film ist übrigens die überaus gelungene Besetzung der Hauptrolle: Wer wie ich immer noch mit Elijah Wood als Frodo zu kämpfen hat wird mit Martin Freeman als Bilbo mehr als entschädigt. Hinzu kommt das unvergleichliche Gefühl, eines seiner liebsten Bücher (manchmal sogar wortgetreu) verfilmt zu sehen.


    Bei der Einschätzung kommst Du den Kritiken auf die Rotten Tomatoes verlinkt ziemlich nahe.
    Das ist auch der Grund warum ich mich hier dem Kino verweigere und auf die DVD/Blue ray warte.

  • Ich kenn jetzt nur das Lied, das die Zwerge in den Trailern gesungen haben und fand die deutsche Version ganz passend.


    :sisi:
    Ich fand das Lied sogar großartig! Für mich war sofort die Gänsehaut wieder da, die ich schon als Kind hatte, wenn ich den Text des Liedes las. :D


    Für mich ist der 28.12. der große Tag - seit Wochen geplant und fest im Kalender eingetragen. :freu:

  • Habe ihn jetzt auch gesehen. Fand ihn eher durchwachsen. Mir
    war er zu düster und zu viel Spektakel. Als Prequel zum „Herr der Ringe“
    funktioniert „Der Hobbit“ vielleicht, aber nicht als Verfilmung eines
    Kinderbuchs. Stellenweise habe ich mich auch sehr gelangweilt – meist bei den
    Actionszenen und Verfolgungsjagden.



    Die 48 fps haben größtenteils funktioniert, sahen an manchen
    Stellen aber nicht so schön aus.

  • Kaum raus, schon ist der Film im Internet zu finden:


    www.youtube.com/watch?v=6m0l3Yr1B50


    inklusive Gandalf dem Glitzernden :D

    Sometimes it seems like there isn't enough time in the day to not do all the things that need not doing
    Garfield (19.07.10)

  • @Pogo: Das habe ich berfürchtet. Aber ich geb ihm eine Chance.


    Er hat auch seine schönen Momente. Die Begegnung zwischen Bilbo und Gollum ist großartig. Radagasts Auftritt fand ich auch klasse, obwohl der im Buch gar nicht vorkommt (die ganze Nebenstory um den "Necromancer" ist eigentlich ganz interessant).
    Ich kann verstehen, warum Jacksons die Geschichte episch aufgepimpt, aber ich hatte eben mehr auf den Humor und die Ironie der Vorlage gehofft.

  • maschine : Vielen Dank für dieses wunderbare Fundstück, Herr Zwerg! Wie hatte dieses bizarre kleine Etwas nur bis heute meiner Aufmerksamkeit entgehen können?!?


    Was Peter Jacksons "Hobbit" betrifft, so werde ich es wohl ähnlich wie Teichdragon halten. Ich bin ja schon kein großer Fan seines "Herr der Ringe", und das hier klingt mir doch arg nach dem Versuch, auf Teufel komm raus eine Art Prequel-Trilogie aus dem Boden zu stampfen. Und was die zahlreichen Kampfszenen angeht: Wir wissen doch, dass Jackson nichts so sehr liebt, wie eine ausgedehnte Metzelei. Selbst im HdR waren ihm die drei großen Schlachten ja nicht genug und er fühlte sich dazu getrieben, noch ein paar Kampfszenen hinzuzuerfinden (die Einnahme von Osgiliath etwa).

  • Wir waren vorhin im Kino. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt und mich auch gut amüsiert, aber die vielen Kampfszenen fand ich ebenfalls überflüssig (insbesondere

    ). Interessanterweise hat meine Begleitung das umgekehrt empfunden, da war der Kritikpunkt, es wäre etwas zu langweilig gewesen vor dem eigentlichen Aufbruch ins Abenteuer - dabei fand ich die Szenen in Beutelsend wirklich spaßig. Auch die Rätsel-Szene fand ich sehr gelungen. Überhaupt: Bilbo ist toll. :love: 
    Das Mittelerde-Gefühl war meistens vorhanden, nur Kleinigkeiten haben mich gestört (hatten Hobbits schon immer amerikanische Briefkästen?). Von HFR habe ich nichts gemerkt, 3D fand ich gewöhnungsbedürftig, in einigen Szenen aber schon ganz schön. Zum Glück hat meine Brille-über-Brille-Konstruktion dieses Mal nicht gespiegelt.
    Also insgesamt bin ich weder begeistert noch enttäuscht, und das Gesamtfazit ist eher positiv.