Shitstorm im Internet

  • :eek3:


    Da fehlen mir die Worte. Grenzenlose Dummheit ist salonfähig, aber die freie Meinungsäußerung nicht?
    Naja, immerhin gibt es damit einen Autor/einen Verlag, von dem ich garantiert nichts lesen werde. Meinen SUB freuts. :D

  • Tja. Schuss ins eigene Bein würde ich sagen.
    Scheint mir auch wieder einer dieser Selbstverlage zu sein, da kann man wohl keine souveräne Reaktion erwarten. Wird halt doch eher schnell persönlich genommen, wenn das veröffentlichte Werk mal keine Lorbeeren kassiert. Traurig ist so ein Verhalten auf jeden Fall und ernst nehmen kann ich da weder den "Verlag" noch den "Autor". :nixweiss:

  • Immerhin hat der Autor es geschafft, das ich seine Bücher nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würde.
    Und mit solchen Statements wie diesem hier sollte man vielleicht im Internet auch vorsichtig sein:


    Zitat

    Vielleicht sollte ihnen die Krankenkasse eine Therapie bezahlen: eine Kur in lieblichen Gefilden, wo es reale Jungs gibt, die ihnen besorgend beibringen, worum es in diesem Leben überhaupt geht.


    Literatur-Kriminalität im Internet


    Bäh, ich gehe mir jetzt die Augen waschen und eine Runde kotzen.

  • Das ist tatsächlich ziemlich erbärmlich. Witzig daran, er macht mit der Rezensentin eigentlich genau das, was er ihr vorwirft. Er diffamiert sie öffentlich und greift sie persönlich an. Da kann er eigentlich froh sein, wenn sie besseres zu tun hat als ihm eine Klage anzuhängen. :kopfsch:

  • Ach, TD, was du da zitierst, ist nur einer von vielen Ausfällen dieser armseligen Karikatur eines "Schriftstellers". Fremdschämen reicht da schon lange nicht mehr, Augen auswaschen auch nicht.


    Immerhin hat "John Asht" - der natürlich nicht John Asht heißt - mit dieser Aktion endlich mal die Aufmerksamkeit bekommen, nach der er anscheinend so sehr hungert. Ob besagte Aufmerksamkeit ihm und dem Verlag allerdings irgendetwas bringt, darf wohl bezweifelt werden. ;)


    Befremdlich finde ich nebenbei bemerkt, dass ein derartiger Sprachvergewaltiger (Emantipation, tuhen etc.) via Xing Lektoratsdienste anbietet.

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Das fettgedruckte Zitat war mir noch gar nicht aufgefallen. Das ist mehr als nur ekelhaft und kleinlich, das ist eine indirekte Vergewaltigungsdrohung. Und allzu unvorsichtig ist dieser zweifelhafte Vorstadt-Naturbursche damit nicht mal, denn sein Blog liegt auf einer .com-Adresse, weshalb nach Ansicht von Google ausschließlich der US-amerikanische Gesetzgeber zuständig ist und so ein Inhalt höchstens entfernt wird, wenn ein Gerichtsbeschluss vorliegt.


    Leider muss man diesen Fall wohl so sehen: Hat irgendjemand, bevor dieser Shitstorm lanciert wurde, schon mal was von John Asht und dem Roder-Verlag gehört? Danach aber schon? Ziel erreicht. Ansonsten halte ich das für einen klassischen Fall von Projektion (nach Freud ist Projektion „das Verfolgen eigener Wünsche in anderen“): Heutzutage gibt es nicht zu knapp Möchtegern-Autoren, die unter drei verschiedenen Nicks Fünf-Sterne-Kundenrezensionen verfassen, Diskussionsforen mit Eigenwerbung vollspammen, kritische Rezensenten beschimpfen und bereit sind, sich auf jede erdenkliche Art lächerlich zu machen, um Aufmerksamkeit zu erhalten – könnte man nun, in Anlehnung an John Asht, darüber nachsinnen, dass es so etwas „vor der Internetexplosion“ nicht gab (während ich mich durchaus zu erinnern meine, dass polemische und ablehnende Buchbesprechungen auch vor dem Aufkommen von Rezensionsblogs schon gang und gäbe waren). Sind natürlich alles nicht so feine Eigenschaften, die man da so offensiv pflegt, weshalb man sie, statt sie an sich selbst wahrzunehmen, lieber den anderen zuschreibt.


    P.S.: Zu langsam geschrieben, moyashi und gero haben's zuerst gesagt. Trotzdem abgeschickt.

  • Ist das Auftreten des Autors schon zweifelhaft genug (er stammt aus derselben Stadt, wie der Verlag, beim der er veröffentlicht), habe ich schon fast mehr ein Problem damit, dass die Angelegenheit in kaum einem Foren kein Thema ist. Ist Langeweile angesagt? Ist man allgemein auf RTL-Nachmittagsprogramm-Niveau in Foren scharf? Ich weiß es nicht. Und ich will es auch nicht wissen. Vermutlich aber hat dieser Autor jetzt Pippi in den Augen, weil er mehr Zugriffe hat, als er je Bücher wird verkaufen können. Und da ist er nicht der erste, bei dem ich glaube, dass ihm das reicht, durch wenn zur Not auch unnötig ausfallendes Verhalten zu (zweifelhafter) Bekanntschaft zu kommen.

  • Ich weiß nicht. Die Aufmerksamkeit für sich und seine Allüren, die der Autor generiert hat, lässt sich durch individuelles Ignorieren ja auch nicht mehr zurückdrehen. :nixweiss: Da halte ich es letztlich für besser, eine Art Gegenöffentlichkeit zu schaffen, was im vorliegenden Fall immerhin dazu geführt hat, dass eine ganze Menge Leute erklären, dass sie die Publikationen dieses Autors und dieses Verlags mit Sicherheit nicht mehr lesen oder rezensieren werden. Ich kann nicht sagen, dass ich über diese Entwicklung traurig bin.

  • Ich weiß nicht. Die Aufmerksamkeit für sich und seine Allüren, die der Autor generiert hat, lässt sich durch individuelles Ignorieren ja auch nicht mehr zurückdrehen. :nixweiss: Da halte ich es letztlich für besser, eine Art Gegenöffentlichkeit zu schaffen, was im vorliegenden Fall immerhin dazu geführt hat, dass eine ganze Menge Leute erklären, dass sie die Publikationen dieses Autors und dieses Verlags mit Sicherheit nicht mehr lesen oder rezensieren werden. Ich kann nicht sagen, dass ich über diese Entwicklung traurig bin.


    *signed*


    Zurückdrehen kann das nun wirklich nicht mehr.
    Dann lieber öffentlich bekunden wie sehr einem das Vorgehen des sog. "Autors" und dessen Verlages missfällt.
    Und ja, bei mir sind beide auch auf der schwarzen Liste gelandet.

  • Ach, der Herr "Autor" hat seinen Blog-Post abgeändert.
    Ich hab mir ja zum Glück den Eintrag auf Disk gesichert.


    Memo an den Autor: Das Internet vergisst nichts und Radiergummis gibt es nicht.


    Für alle die es verpasst haben, hier der Beitrag nochmal in aller Gänze:


  • Das ganze ist lächerlich hoch 10, aber ich hab mir das auch nur vorsichtshalber gespeichert, falls die Myriel wirklich an den Karren pissen wollen. :)
    Das es da jemand so schnell versucht ist in gewisser Weise schon... süß. ;)

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