Februar-Neuerscheinungen in den USA & GB

  • Leider gar nix :nixweiss: Bleibe zwar immer an den Warhammer 40k Büchern hängen, aber daraus wird am Ende doch nie was. Bis ich mich da mal durch die millionen Bände gewurschtelt hab, ganz zu schweigen davon, dass es einiges nur noch 2nd-Hand gibt oder richtig schlecht sein soll...

    "See ya in anotha life brotha!"
    --------------------------
    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • Hier ist zwar der dritte Teil in der Liste, der hat mich aber auf Teil 1 "Cast of Stones" (The Staff and the Sword) von Patrick W. Carr neugierig gemacht. Das liest sich nach richtig schöner 80er Jahre Fantasy.


    Was mich auch interessiert:
    "The Winter People " von Jennifer McMahon. Scheint ein unheimliche Rechercheroman zu sein. Da hätte ich mal wieder Lust drauf.


    "The Waking Engine " von David Edison. Die Idee erinnert an den Flußweltzyklus von Phillip Jose Farmer - nach
    jedem Tod wacht man in einer anderen Welt auf. Bin gespannt, was Edison
    aus dieser Idee macht.


    "Three Princess " Ramona Wheeler. Alternativweltszenario, in der antike Imperien wie das Ägyptische Pharaonenreich überdauert haben.



    Skeptisch bin ich bei "Influx " von Daniel Suarez. Nach seinem genialen Debüt "Daemon/Darknet", hat er mit "Kill Decision" eher enttäuscht


    Edit: Kommentare ergänzt


  • Ich hab mir Band Eins gerade mal kostenlos für den Kindle geholt. Nett.


    Huch, hatte ich gar nicht bemerkt. Ein komplettes Buch kostenlos ist ja eigentlich schon unverschämt (meiner Meinung nach sollte man sich nicht für weniger als 3.99 Euro verkaufen - auch nicht als Lockangebot für eine Reihe). Aber ich werde mal reinschauen. Wenn es mir gefällt, gebe ich gerne einen vernüftigen Kaufpreis für die Folgeteile aus.

  • Muss jetzt mal ganz blöd fragen: Was versteht man genau unter Christian Fantasy? Die Kreuzzüge mit Magie und Fantasywesen? :gruebel: Bin doch richtig mit der Annahme Christian = Christentum?!
    D.h. christliche Religion, keine anderen Götter, etc?! Geht das schon in Richtung Historic Fantasy?

    "See ya in anotha life brotha!"
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  • Muss jetzt mal ganz blöd fragen: Was versteht man genau unter Christian Fantasy? Die Kreuzzüge mit Magie und Fantasywesen? :gruebel: Bin doch richtig mit der Annahme Christian = Christentum?!
    D.h. christliche Religion, keine anderen Götter, etc?! Geht das schon in Richtung Historic Fantasy?

    Auf den Begriff bin ich auf der Suche nach Rezensionen zu dem Buch gestoßen. Da bin ich nämlich fast nur auf Blogs und Seiten gestoßen, die "christian and clean reads!*" besprechen. Wie diese hier: http://www.thesuspensezone.com/review-a-cast-of-stones/ Auch bei den Amazonrezis ist der Begriff öfters aufgetaucht.


    Es geht wohl um Fantasybücher, die zwar in einer Fantasywelt spielen, aber eine mehr oder weniger verklausulierte Version des Christentums als Religion behandeln und deren Werte so vermitteln, dass sie auch von strengläubigeren Menschen gelesen werden können, ohne dass sie ihre religiösen Gefühle verletzt sehen oder dem Bösen anheim fallen. (So zumindest mein Eindruck, nach kurzer beschäftigung mit dem Thema.)
    Das Christentum taucht ja (wie auch andere Religionen) immer wieder in der Fantasy auf - mal mehr, mal weniger verklausuliert. Wie z. B. bei Ken Scholes (der mir gut gefällt) oder C.S. Lewis (den ich auch mag). Aber bei der "christian fantasy" scheint es mir, dass das Thema da ganz unkritisch und wenig reflektiert behandelt werden muss (soweit zumindest meine Vorurteile). Hätte ich das vorher gewusst, hätte es mich wohl vom Kauf abgeschreckt, aber Teil 1 hat mich ja nichts gekostet, und jetzt wo ich das Buch schon auf dem kindle habe, bin ich neugierig geworden. Es wird auf jeden Fall eine kritische Rezension dazu geben.


    *sogenannte clean-read-Listen von selbsternannten Moralaposteln sind für mich ebenso abschreckend, wie die banned-or-challenged-books-Listen anziehen sind. :-D

  • "The Waking Engine " von David Edison. Die Idee erinnert an den Flußweltzyklus von Phillip Jose Farmer - nach jedem Tod wacht man in einer anderen Welt auf. Bin gespannt, was Edison aus dieser Idee macht.

    "Three Princess " Ramona Wheeler. Alternativweltszenario, in der antike Imperien wie das Ägyptische Pharaonenreich überdauert haben.

    Die beiden interessieren mich auch.


    Viel mehr interessiert mich aber Jeff Vandermeers Annihilation. Okay, das ist SF und keine Fantasy, aber alles, was ich bis jetzt über Vandermeers "Southern Reach Trilogy" weiß, klingt schon verdammt spannend.


    Ansonsten werde ich mir vermutlich irgendwann mal Joanne M. Harris' The Gospel of Loki und Peter S. Beagles The First Last Unicorn and Other Beginnings anschauen. Und die etwas günstigeren Centipede-Ausgaben der "alten Meister" sind natürlich auch verlockend ...



    Oder einfacher zusammengefasst: Fantasy die auch Ned Flanders seine Kinder lesen lassen würde. Und die dürfen "Harry Potter" nicht lesen. [IMG:http://www.forumos.net/wcf/images/smilies/smile.png]

    :sisi:

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • In Ergänzung zu Pogos Posts:


    Der Begriff Christian Fantasy wird in der Sekundärliteratur manchmal gebraucht, um Autoren wie George MacDonald, G.K. Chesterton, Charles Williams, Lewis oder Tolkien zu bezeichnen, also Autoren, deren christliche Anschauungen in mehr oder weniger ausgeprägter Form in ihr Werk einfließen (ohne dass man dieses auf seinen religiösen Gehalt reduzieren müsste). Christian Fantasy als Label bedeutet dagegen eher Fantasy, die speziell für einen christlichen Markt geschrieben wurde – was in diesem Fall meist bedeutet: für einen konservativ-evangelikalen Markt. Sprich, das Zeug wird in erster Linie für Evangelikale verfasst, die gerne Fantasy lesen möchten, dabei aber nicht in ihren moralischen und religiösen Überzeugungen angekratzt werden wollen. Konkret bedeutet das, dass die Bücher keine Schimpfwörter enthalten, keine expliziten Sexszenen und vor allem gebrauchen die good guys keine Magie, die an okkulte oder satanistische Praktiken erinnern könnte. In ähnlicher Form gibt es ja z.B. auch christlichen Reggae (ohne Forderungen nach Legalisierung von Marihuana) und christlichen Metal (ohne Pentagramm auf dem Cover). :-D


    In der Regel spielt Christian Fantasy (wie Pogo schon sagte) nicht vor einem historischen Hintergrund, der mit der Geschichte des Christentums zu tun hat, sondern in Sekundärwelten, in denen es Entsprechungen zu Christus, dem Satan etc. gibt. Als Vorbild sind also am ehesten die Chronicles of Narnia zu sehen. So etwas gibt es übrigens auch auf deutsch: Die Trilogie Sehnsucht nach Rinland von Lena Klassen.


    Das Problem ist natürlich, genau wie im Musikbereich, dass die einschlägigen Veröffentlichungen ohne ihre Verankerung im evangelikalen Milieu in der Regel gar nicht existieren würden (um mal ein vorsichtiges Qualitätsurteil abzugeben). In den Amazon-Rezensionen zu Cast of Stones finden sich nicht umsonst häufig Formulierungen wie »good fantasy is hard to come by«, wobei »good fantasy« in diesem Fall heißt: Fantasy, die mit meinen evangelikalen Überzeugungen übereinstimmt. Auf der anderen Seite sind Fantasies, die auf dem mormonischen Weltbild beruhen, ja mehr oder weniger akzeptiert, erscheinen nicht in Nischenverlagen und werden vom allgemeinen Fantasypublikum gelesen. Wäre in meinen Augen mal eine Erörterung wert, woher diese unterschiedliche Rezeption von mormonischen und evangelikalen Werken kommt.

  • So etwas gibt es übrigens auch auf deutsch: Die Trilogie Sehnsucht nach Rinland von Lena Klassen.

    Fußt diese Aussage auf der Kenntnis des Werks oder hast du das anhand des Verlags geschlossen, in dem die Trilogie erschienen ist? Die Beschreibungen der drei Bücher enthalten nämlich nichts, was einen dazu bringen könnte, die Rinland-Trilogie der "Christian Fantasy" zuzuordnen.

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Auf der anderen Seite sind Fantasies, die auf dem mormonischen Weltbild beruhen, ja mehr oder weniger akzeptiert, erscheinen nicht in Nischenverlagen und werden vom allgemeinen Fantasypublikum gelesen. Wäre in meinen Augen mal eine Erörterung wert, woher diese unterschiedliche Rezeption von mormonischen und evangelikalen Werken kommt.


    Zwischen "auf einem Weltbild beruhen" und "unter Berufung auf dieses Weltbild vermarktet werden" besteht aber noch ein gewisser Unterschied, und für christliche Autoren hast du sie selbst weiter oben in deinem Beitrag vorgenommen.

  • Fußt diese Aussage auf der Kenntnis des Werks oder hast du das anhand des Verlags geschlossen, in dem die Trilogie erschienen ist? Die Beschreibungen der drei Bücher enthalten nämlich nichts, was einen dazu bringen könnte, die Rinland-Trilogie der "Christian Fantasy" zuzuordnen.


    Gelesen habe ich die Trilogie nicht. So weit ich weiß, beruht die Geschichte aber darauf, dass Rin (= Gott) die Menschen aus Rinland (= dem Paradies) vertrieben hat, und verwendet als zentrales Motiv die Sehnsucht nach der Rückkehr ins Paradies. Auf der Verlagsseite heißt es explizit, es ginge in der Trilogie um „Sehnsucht nach Heilung und Geborgenheit in Gott“, und ein Blurb attestiert ihr„Phantasie und die Bibel“ in Einklag gebracht zu haben. Aufgrund dessen und der Ausrichtung des Verlags nehme ich stark an, dass in den Büchern eine Glaubensperspektive vermittelt werden soll (und nicht etwa nur biblische Motive zu literarischen Zwecken verwendet werden). :nixweiss:



    Zwischen "auf einem Weltbild beruhen" und "unter Berufung auf dieses Weltbild vermarktet werden" besteht aber noch ein gewisser Unterschied, und für christliche Autoren hast du sie selbst weiter oben in deinem Beitrag vorgenommen.


    :yes: Letztlich würde ich annehmen, dass der springende Punkt der ist, ob im Werk ein missionarischer Anspruch deutlich wird oder nicht.

  • Ich schmachte die Centipede-Ausgaben an. Lovecraft, Poe, Blackwood. *seufz*
    und die Poe-Tales&Poems im Schuber. *dopelseufz* (wobei das ja vergleichsweise günstig kommt...hmmm!)


    Den Loki hab ich schon lange vorbestellt, und ansonsten muss ich endlich mal mit meinem Stapel hier weiterkommen *hust*

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