The Vagrant - Peter Newman

  • Ich bin vorhin auf SF-Signal auf diese positive Besprechung von The Vagrant von Peter Newman gestoßen. Jetzt habe ich schon 20% durch und bin begeistert. Wie Nick Sharps schreibt, ist es "Dark Dystopian Fantasy", wirklich düster und brutal. Ein Vagabund zieht mit Baby, Ziege und Schwert durch eine von Dämonen eroberte Welt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Erinnert mich an eine Mischung aus Dragon Age Origins (was die Dämonen/Darkspawn angeht) und John Shannow*. Es gibt Ritter, magische Wesen, aber auch Schusswaffen, ironsnakes (wohl Züge) und andere steampunkmäßige Technik, die wie Überbleibsel aus einer untergegangenen Welt wirken. Eine spannende Mischung aus Endzeit und Fantasy.


    Newman schreibt in der present tense, einfache Sätze, aber durchaus wortgewaltig.


    Nachtrag: Eine willkommene Abwechslung zu der ganzen komplexen, ambivalente Intrigenfantasy. Schön geradlinig, ohne unzählige POVs



    *Und dem Film, in dem Clive Owen böse Dinge mit Möhren anstellt. :devil:

  • Yepp, den habe ich auch schon länger auf dem Schirm. Habe deswegen sogar beim Peter-Newman-Contest bei Pat's Fantasy Hotlist mitgemacht, aber leider kein Buch gewonnen. :nixweiss:


    Klingt bei dir ein bisschen wie das, was ich mir erhoffe, seit der Roman irgendwo - ich weiß nicht mehr, wo - vorgestellt wurde; von daher wird er sicher noch irgendwann den Weg in meine überfüllten Bücherregale finden. Ich meine, davor kann man ja auch noch Bücher stapeln ... ;)

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • FantasyBookReview vielleicht? Von da kenn ich's und hab's seitdem als lesenswert abgespeichert^^ ist aber nur eines von so vielen to-buy-Büchern. Es kann noch dauern, bis das den Weg hier her findet...


    Wenn es auch auf Amazon.com eine sehr schwache Wertung hat :gruebel:


    Edit: Ein-Stern-Wertungen nur wegen dem horrenden E-Book Preis wie es ausschaut.

    "See ya in anotha life brotha!"
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    I can see your soul in the edges of your eyes. It's corrosive. Like acid.

  • Ganz so geradlinig ist das Buch nicht. Es gibt immer wieder Rückblick auf die Zeit vor acht Jahren, als die Dämonen aus dem Breach (Spalt/Riss) einfielen. Da erfährt man einiges über deren Entwicklung. Auch gibt es inzwischen immer wieder kurze Abschnitte aus Perspektive der Feinde und der Gefährten des Vagabunden (der Dieb Harm und die störrische Ziege). Bleibt aber alles sehr überschaubar.

  • Bin jetzt bei 80%. Ab 65% habe ich gemerkt, warum das Buch in Rezis auch mit Kings "Der dunkel Turm" und "Warhammer" verglichen wird. Es entwickelt sich zu einem wilden und faszinierenden Genremix, mit dem der Autor ein großes Risiko eingeht. Solche Experimente kommen ja in der Regel nicht so gut beim Publikum an. Mir gefällt das Buch immer noch ausgezeichnet.

  • Ein Vergleich mit Warhammer ist ja jetzt eher ein Schlag ins Gesicht oder? Lietarisch ist alles was aus dem Bereich gelesen habe unterste Kanone gewesen...

    "Tell me, Tool, what dominates your thoughts?"
    "I think of futility, Adjunct."
    "Do all Imass think about futility?"
    "No. Few think at all."
    "Why is that?"
    "Because Adjunct, it is futile.”

  • Hm... ich würde Warhammer jetzt als relativ "reine" (genau genommen wüst zusammen kopierte 80er Jahre) Fantasy und Warhammer 40k als archetypische Grimdark SF kategorisieren.

    "Tell me, Tool, what dominates your thoughts?"
    "I think of futility, Adjunct."
    "Do all Imass think about futility?"
    "No. Few think at all."
    "Why is that?"
    "Because Adjunct, it is futile.”

    Einmal editiert, zuletzt von Kah-thurak ()

  • Mich würde interessieren wie du das Buch empfunden hast.
    Nachdem du den Genremix festgestellt hast, kam hier leider keine weitere Beschreibung?


    Schließe ich richtig daraus dass du das Buch zur Seite gelegt hast?

  • Mich würde interessieren wie du das Buch empfunden hast.
    Nachdem du den Genremix festgestellt hast, kam hier leider keine weitere Beschreibung?


    Schließe ich richtig daraus dass du das Buch zur Seite gelegt hast?

    Nein, ich wollte bezüglich des Genremix nur nicht zu viel spoilern. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe diesen überraschend einbrechenden (aber vorher durchaus schon angedeuteten) Genremix als sehr erfrischend empfunden. Das ist mal wirklich was anderes. Und einen stummen Helden hat man auch nicht alle Tage. Das hat Newman sehr gut beschrieben, wie er mit Baby und Schwert durch eine düstere Welt zieht, über die man nicht so viel erfährt - hier und da mal einen Happen, aber es wirkt alles immer sehr stimmig.

  • Ahhhh, daher kannte ich Namen und Titel. Ich habe mir schon das Hirn zermartert, woher ich den Titel kannte, als ich die Tage bei Cross Cult gestöbert hatte. Das Buch ist auf jeden Fall vorgemerkt. Da erscheinen bei Cross Cult noch ein paar Bücher, die ganz interessant sind. Eine Vorschau gab es allerdings vorgestern noch nicht.

  • Hm, an mir ging die ganze Diskussion vorbei...
    Ich hab's mir auch mal notiert, ich bin ja großer Cook-Fan... :D

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case