Lesezirkel Fritz Leiber (1): Adepten-Gambit (Adept's Gambit)

  • Hat mir gut gefallen, wie Leiber den Kampf mit Devadoris schildert. Da hat er sich durchaus etwas einfallen lassen, damit es sich nicht so gewöhnlich liest.

    Könntest du da etwas genauer werden? Was fandest du daran besonders originell?

    Ich selbst finde die Kampfszene okay und mag vor allem die höhnisch-makabren Einwürfe Ahuras, aber die Fecht-Schilderung selbst wirkt jetzt nicht so außergewöhnlich auf mich.

  • Wie er diesen Rhytmus beschreibt, in den beide verfallen, und wie er ihn nur durchbrechen kann, in dem er etwas Ungewöhnliches tut. Das hat mich an das Playstation-Spiel "Metal Gear Solid" erinnert. Da gibt es einen Gegner, der Gedanken lesen kann und jede Aktion vorausahnt. Den kann man nur besiegen, indem man den Controller aus Slot 1 zieht und in Slot 2 steckt.

  • 7 Ahura Devadoris


    Das Kapitel sticht aus den restlichen heraus, da die Erzählung Ahuras deutlich ernster gehalten ist, was Leiber aber auch meisterhaft beherrscht.

    Ganz ehrlich? Ja, es sticht heraus, aber für mich nur, weil es zur Geschichte ganz passen will. Weiß auch nicht, aber es hat mich etwas gestört, dass sie nur erzählt. Das 8. Kapitel über den Mann ohne Bart gefiel mir besser, hier geht auch die Handlung weiter.


    Und das Ende der Geschichte ist einfach prima gelungen. Ich muss sagen, das Schloss würde mich mal interessieren. ;)

    If you fuck the bad guy, remember the bad guy's gonna fuck you back! (Caine)


    Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. - George Bernhard Shaw


    Glen Cook - Garret takes the case

  • Ganz ehrlich? Ja, es sticht heraus, aber für mich nur, weil es zur Geschichte ganz passen will.

    Fehlt da nicht ein "nicht" ... "weil es zur Geschichte nicht ganz passen will"? :denk:


    Ich zumindest würde es so formulieren, denn für mich fällt der Ahura-Einschub völlig aus dem Rahmen und bremst die Geschichte ziemlich aus. (Ich bin von der ganzen Geschichte eher "underwhelmed", aber das hat vielleicht auch damit zu tun, dass ich die anderen F&GM-Geschichten kenne und einige davon sehr viel besser finde als "Adept's Gambit", bei der man mMn trotz der Überarbeitung und Einpassung in den F&GM-Kanon deutlich merkt, dass Leiber noch ziemlich am Anfang seiner Karriere stand, als er die Ursprungsversion verfasst hat.)


    Stilistisch ist das Ganze stellenweise sehr schön - und holy moly, was für ein Unterschied zu dem Buch, in das ich mich gerade einlese ...

    She struggled ever closer, her breath sleeting out in crackling plumes that sank down in sparkling ice crystals. It reminded her of her youth, the nights out on the tundra, when the first snows came, when clouds shivered and shed their diamond skins and the world grew so still, so breathless and perfect, that she felt that time itself was but moments from freezing solid – to hold her for ever in that place, hold her youth, hold tight her dreams and ambitions, her memories of the faces she loved – her mother, her father, her kin, her lovers. No one would grow old, no one would die and fall away from the path, and the path itself, why, it would never end.

  • Du hast Recht, Gerd, es fehlt das "nicht". Und ja: du triffst genau meine Meinung.

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