[Gedichte] Mehrere von mir

  • so, bin zwar unbekannt hier... aba hatte grad ne neue Idee für n Gedicht, und da das dann bei mir imma sow is, dass ichs wem vorlesen muss, und meine Freundin in Jroatien chillt, meine Eltern mir aus dem Weg gehn und mein Hund (irgendwie) stumm is, schreib ichs hier rein...


    Also, es reimt sich NICHT(^^) und is vo Genre her... öhm, ja, was? k.a., bin unwissend... ^^ 
    ich fang einfach mal an und hör auf, blöd rumzulabbern( SRY!):


    Tag und Nacht
    Kennst du das Gefühl,
    Mein Freund
    Wenn die Nacht nach einem zu greifen scheint
    Und ihr schwarzes Antlitz sich über deinen Körper beugt,
    um das Tuch des Schlafes über deine Gedanken zu legen.
    Und kennst du das Gefühl,
    Wenn sich dieses Tuch wie das eines Toten
    Anfühlt?
    Es scheint einen zu erdrücken,
    Mein Freund
    Einem den Atem zu nehmen,
    Und alles Licht in die Dunkelheit zu ziehen.
    Und kennst du das Gefühl,
    mein Freund,
    Wenn die eiskalten Finger der Verzweiflung
    nach der Seele greifen?
    Wenn die rauptierhaften Zähne der Angst
    An dem Verstand nagen?
    Wenn man unfähig ist,
    Einen Gedanken zu fassen.
    Weißt du von der Furcht,
    Mein Freund,
    Sich am Abend ins Bett zu legen,
    Weil man weiß,
    Dass die Nacht schon darauf wartet,
    Einen wieder in das Land der Alpe zu entführen?
    Und erkennst du,
    Dass die einzige Hoffnung,
    die mir dann noch verbleibt,
    du bist?
    Dass du jeden Alptraum in ein Wunderland verwandelst?
    Dass du jede Furcht zu vertreiben weißt?
    Dass du in diesen Nächten,
    Die so unerträglich scheinen,
    Wie das Licht selbst leuchtest?
    Weißt du,
    Mein Freund,
    Dass du der Tag bist,
    Und ich die Nacht?
    Weißt du,
    Dass ich allein dich aus den brennenden Armen der Sonne
    retten kann?
    Und dass nur du es vermagst,
    meine Dunkelheit zu lichten?
    Wir sind eins,
    Mein Freund,
    Und werden es immer sein.
    Solange, bis du gehst…
    Mein Freund…
    Meine Liebe…

  • Willkommen in diesem Forum, ich begrüsse dich jetzt hier weil ich zu faul war das in der bücherfreien zone zu tun ;)


    Zu deinem Gedicht sage ich lieber nicht viel, Gedichte kann man nicht richtig beurteilen, finde ich.


    Aber mir gefällts.

  • @n Dark_Light: hey, cooles Gedicht! Also, ich bin kein Spezi in der Abteilung, aber mir gefällt's auch. Ein Liebesgedicht mit Gänsehautfeeling sozusagen. ;)

    It’s the eternal struggle, Pudge: the good versus the naughty. [...] Sometimes you lose a battle, but mischief always wins the war..
    John Green

  • ok... hab nioch eins geschreiben... Situation, weiso ichs (mal wieder, srey!) hier poste, is die gleiche wie oben... ^^


    Es reimt sich mal wieder nciht, und vom genre is es, glaub ich, iwie Reality ...
    und ne Überschrift hats eigentlich keine...


    Schmerzen.
    Das einzige Gefühl, das zu fühlen ich in der Lage bin.
    Schmerzen.
    Alles voll Blut.
    Rot.
    Ich hasse Rot.
    Schmerzen.
    Wieso hören sie nicht auf?
    Wieso machen sie weiter und weiter, wenn ich schon längst am Boden liege?
    Wieso können sie mir nicht ein Fünkchen Hoffnung lassen?
    Schmerzen.
    Alles rot und Blut klebt an meinen Händen.
    Schmerzen.
    Wer fühlt Schmerzen?
    Du oder ich?
    Ich oder du?
    Schmerzen.
    Ist es mein Schmerz?
    Ist es dein Schmerz?
    Ist es mein Blut?
    Oder das deine?
    Schmerzen.
    Sie betäuben mich.
    Zwingen mich,
    weiterzumachen.
    Schmerzen.
    Sie regieren mich.
    Wieso hassen sie mich?
    Wieso muss ich derart bestraft werden?
    Wieso werde ich von ihnen verachtet?
    Schmerzen.
    Sind es meine oder deine?
    Deine oder meine?
    Schmerzen.
    Blut.
    Blutige Schmerzen.
    Wieso stehe ich hier?
    Wieso verschwindest du nicht?
    Wieso kannst du nicht gehen?
    Schmerzen.
    Ich lass mich fallen.
    Schmerzen.
    Niemand fängt mich auf.
    Schmerzen.
    Blut.
    Blutige Schmerzen.
    Wieso kannst du nicht gehen?
    Wieso verspottest du mich?
    Wieso bin ich so feige?
    Schmerzen.
    Blut.
    Deines oder meines?
    Blutige Schmerzen.
    Deine oder meine?
    Wieso stehst du nicht auf und gehst?
    Wieso bleibst du hier liegen?
    Wieso ist hier so viel Blut?
    Blut an meinen Händen.
    Schmerzen.
    Etwas fällt zu Boden.
    Schmerzen.
    Blut spritzt auf.
    Schmerzen.
    Wieso habe ich es so weit kommen lassen?
    Wieso habe ich meine Augen vor ihnen verschlossen?
    Wieso habe ich mich in meiner Fantasiewelt verkrochen?
    Schmerzen.
    Blut.
    Ein Gegenstand am Boden.
    Deiner oder meiner?
    Er ist voll Blut.
    Schmerzen.
    Ich bin voll Blut.
    Schmerzen.
    Du bist voll Blut.
    Schmerzen.
    Blutige Schmerzen.
    Überall blut.
    Ein Schrei.
    Deiner oder meiner?
    Todes- oder Hilfeschrei?
    Blutig oder rein?
    Meiner oder deiner?
    Diner oder meiner?
    Wieso sieht mich keiner?
    Wieso muss ich derart bestraft werden?
    Wieso könnt ihr mich nicht übersehen?
    Schmerzen.
    Ein Schrei.
    Schmerzen.
    Ein Gegenstand.
    Schmerzen.
    Blutige Schmerzen.
    Blut.
    Schmerzen.
    Dein Schrei.
    Mein Gegenstand.
    Unsere Schmerzen.
    Dein Blut.
    Mein Gegenstand.
    Mein Schrei.
    Dein Blut.
    Unser Schmerz.
    Unser Schrei.
    Unser Herz.
    Unsere Schmerzen.
    Deines durchlöchert.
    Meines gebrochen.
    Schmerzen.
    Deine oder meine?
    Unsere Herzen.
    Einst waren sie eins…
    … Dann hast du es genommen und bist gegangen.
    Und ich?
    Hast du jemals an mich gedacht?
    An meine herzlosen Schmerzen?
    An meine herzloses Dasein?
    Schmerzen.
    Sie haben den Hohlraum ausgefüllt.
    Schmerzen.
    Sie haben mich zu dir gelenkt.
    Schmerzen.
    Sie sannen auf Rache.
    Und sie waren es, die dich dafür hassen, dass ich dich immer noch liebe.
    Schmerzen.
    Blutige Schmerzen.
    Deine blutigen Schmerzen.
    Denn die meinen habe ich besiegt.
    Ich liebe es, dich zu hassen.
    Ich hasse es dich zu lieben.
    Ich liebe dich.
    Ich hasse dich.
    Du lebst.
    Schmerzen.
    Ich hasste dich.
    Ich liebte dich.
    Und du hast gelebt.
    Deine Schmerzen.
    Dein Blut.
    Dein Schrei.
    Dein Tod
    Und mein Leben.
    Ohne Schmerzen.
    Ohne Blut.
    Ohne Schreie.
    Ohne Herz.
    Ohne Liebe.
    Ohne Hass.
    Und ohne dich,
    Mein Schmerz,
    Meine Liebe,
    Mein Hass.
    Ich liebe dich,
    Und hasse mich dafür.
    Ich hasse dich,
    Und liebe mich dafür.
    Wieso muss es so enden?
    Wieso ist das Leben so ungerecht?
    Wieso hast du meine Seele derart gebrochen?

  • Also dazu sag ich nur das:


    Normalerweise mag ich Gedichte, die sich reimen viel besser als die, die sich nicht reimen (wer hätte das jetzt gedacht^^). Doch seit diesen Gedichten habe ich meine Meinung geändert.


    Wirklich wunderschön! Ganz ehrlich. Ich find die klasse.


    Großes Lob, von Erika


    PS: Kannst ruhig noch mehr schreiben!

  • Hey


    ich finde deine Gedichte toll. Eigentlich mag ich die, die sich reimen auch lieber, aber deine sind wirklich gut.


    Freu mich schon auf neue gedichte von dir.^^


    LG

  • Hi!


    Also, ich hab noch immer Gänsehaut. Auch wenn sie sich nicht immer reimen - die sind echt super...
    Freu mich schon auf weitere!!
    Viele Grüße von Juliet

    Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Erkenntnis, dass es etwas wichtigeres gibt als Angst.


    Elizabeth Kostova - Der Historiker

  • Ich finde nicht das sich Gedichte reimen müssen. Denkt doch nur einmal an William Shakespeare, bei dem reimt es sich auch nicht.


    Ich finde deine Gedichte unglaublich schön

  • OMG!!!!!
    die Zeit wo ich weg war, hat sich hier ja ganz schön was getan!!!
    *erröt*
    Also, erstmal danke, dass ihr meine Gedichte gelesen habt...


    Und dann: *quietschfreuspring* lol, war mir ne ehre, euch zu beweisen, das es tatsächlich gute Gedichte ohne Reim gibt (auch, wenn ich meine nicht unbedingt dazu zählen würde...)


    ehm, ich hab keine ahnung, ob ich so verwegen sein darf, einfach noch eins reinzustellen, aber ich tu's einfach...^^
    die oberen zwei sind ja zimliech veraltet udn ich hab derzeit schon etliche andere geschrieben...



    Märchenleben


    © Janette Müller, 2009
    Dies alles,
    Es scheint wie im Märchen.
    Ein Märchen voller Abenteuer,
    Voller Verzweiflung,
    aber mit Happy End.
    Es scheint,
    Vollkommen zu sein.
    Vollkommen im Glück,
    In der Liebe.
    Licht verdrängt den Schatten.
    Ein Märchen,
    Wie wahr.
    Doch im Märchen wird niemals über jene geschrieben,
    Die verletzt liegen bleiben.
    Über jene,
    Die auf dem Weg zum Märchenschloss fallen.
    Über jene,
    Die leiden.
    Es ist vollkommen,
    Ohne Schatten.
    Nur Licht.
    Und uns,
    Die wir ohne Hoffnung sind,
    Bleibt nur die Nacht,
    Und die Verzweiflung.
    Ein Märchen,
    Wie wahr.
    Nur ein reales.
    Eines,
    Das die Verzweiflung zeigt.
    Eines,
    Das nicht bloß vom Licht berichtet.
    Eines,
    Das über uns Verlorenen schreibt.
    Eines,
    Indem Dunkel und Licht nicht existieren.
    Nur die Schattenwelt.
    Ein Märchen,
    Ohne Happy End.
    Ein Leben…

  • eigentlich mag ich Gedichte generell nicht so gerne, aber deine sind echt gut. Am besten von denen hier gefällt mir das namenlose. Stell doch bitte noch mehr rein.

  • ok, post hier mal wieder was...^^


    Worte
    © Janette Müller,2009


    Worte,
    Sie scheinen so unzureichend für das,
    Was man sagen will.
    Worte kommen und gehen,
    Doch das,
    Was wir haben,
    Ist unendlich.
    Es gibt kein Wort dafür,
    Nicht einmal eine Beschreibung.
    Denn das,
    Was wir haben,
    Sind wir selbst.
    Und zu sagen,
    Ich würde dich lieben,
    Würde es nicht ausdrücken.
    Denn das,
    Was ich an dir habe,
    Ist keine Liebe.
    Liebe hat so viele Seiten,
    So viele Geschichten.
    Und die meisten handeln von Schmerz.
    Aber wir sind rein.
    Wir sind ein warmer Frühlingstag.
    Unbeschrieben,
    Hoffnungsvoll.
    Wir sind der erste Schnee,
    Der unberührt alles mit seinem weißen Mantel der Stille verdeckt.
    Wir sind wir.
    Und das kann uns keiner nehmen.
    Und zu sagen,
    Ich liebe dich,
    Obwohl es so viel mehr ist,
    Als man in Worte fassen kann,
    Würde bedeuten,
    Dass wir Menschen geworden sind.
    Und dass wir nichts mehr haben,
    Außer den Tod,
    Der zu lange auf sich warten läst.