Beiträge von Deterios Tochter

    Endlich mal wieder ein Buch, das ich geschafft habe, komplett zu lesen. ;)


    "Dämonenlicht" von Marion Zimmer Bradley. Grundsätzlich lese ich die Autorin sehr gerne, abgesehen von den Avalon-Büchern, die mich irgendwie nicht mitreißen konnten. Allerdings muss ich bei diesem Buch genau wie beim "Hüter der Schatten" sagen, dass die Auflösung am Ende nicht so befriedigend war, wie ich es mir nach den vorherigen Beschreibungen gewünscht hätte.
    Der Anfang des Buches gefällt mir sehr gut, die Figuren und die Örtlichkeiten werden auf interessante Weise eingeführt, und man möchte gerne wissen, was es damit auf sich hat. Auch die Anwesenheit der parapsychologischen Forschungstruppe, die sich mit den übernatürlichen Ereignissen in diesem Bergdorf beschäftigen möchte, verspricht interessanten Lesestoff.
    Leider hält jedoch der Verlauf der Handlung nicht, was der Anfang verspricht. Mit dem Motiv, dass eine der Hauptpersonen von ihren längst verstorbenen und gewalttätigen Vorfahren besessen ist, und plötzlich anfängt, nach deren Willen zu handeln, kann ich recht wenig anfangen, erstrecht, weil die Motive der Vorfahren bis zum Ende weitgehend im Dunkeln bleiben. Außerdem fällt es mir schwer, mit Hauptpersonen mitzufiebern, die sich einerseits ineinander verliebt haben, aber andererseits dazu bereit sind, den jeweils anderen auf brutale Art als Menschenopfer darzubringen und ständig darüber nachdenken, wie sie das am Besten bewerkstelligen können.
    Da blieb die parapsychologische Statistikerin noch die angenehmste Erzählerin, wobei ich ihren ewigen Konflikt mit dem Professor, mit dem sie verlobt ist, auch eher lästig fand. Von dieser Gruppe hätte ich mir ein paar mehr parapsychologische Erkundungen gewünscht, und dafür etwas weniger verwirrte Gedanken der übrigen Hauptpersonen.
    Außerdem hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren, warum die junge Haushälterin der männlichen Hauptperson in so schlechtem Ernährungszustand ist und mit sechzehn aussieht wie eine Zwölfjährige. Angesichts der Tatsache, dass sie dem Erzähler ständig Pfannkuchen, schmackhafte Suppen und Eintöpfe und anderes Essen zubereitet war das für mich nämlich nicht offensichtlich und ich hätte mir noch eine Erklärung gewünscht.
    Gestolpert bin ich auch darüber, dass der weiße, christlich orientierte Magier, der schließlich zur Hilfe gerufen wird, ausgerechnet "Michael Archangel" heißt. Etwas weniger plakativ wäre das auch gegangen.
    Ziemlich viel Negatives, aber im Großen und Ganzen schafft Marion Zimmer Bradley es trotzdem immer, mich so in ihre Bücher hineinzuziehen, dass ich motiviert bin, sie zügig fertigzulesen. Als Ergebnis würde ich sagen, 3 von 5 verbotene Zauberbücher aus Universitätsbibliotheken.

    Bücher von deutsch schreibenden Autoren lese ich natürlich auf Deutsch, alles andere fände ich ziemlich unsinnig.
    Wenn die Bücher in Original auf Englisch erschienen sind, lese ich sie eigentlich lieber auf Englisch, aber weil ich Bücher bis jetzt immer in Buchhandlungen kaufe, habe ich da hauptsächlich die bekannteren wie Herr der Ringe und Harry Potter.
    Weil das meine ersten Fantasy-Romane bin ich für Fantasy irgendwie ein bisschen auf Englisch geprägt. Ich würde niemals sagen, dass Englisch grundsätzlich eine schönere Sprache ist, aber eine bestimmte Stimmung lässt sich damit doch besser rüberbringen. Ist euch eigentlich schon aufgefallen, dass es auf Englisch viel mehr Wörter aus dem Themenfeld Zauberei gibt?


    Unter anderem deswegen kann ich deutschsprachigen Werken, die sich an den Geschöpfen und Strukturen aus beispielsweise Herr der Ringe anlehnen ziemlich wenig abgewinnen, dafür würden sich aber viele andere Dinge gut auf Deutsch ausdrücken.
    Einen wirklich herausragenden deutschen Fantasy-Autor, der etwas Eigenständiges schafft, könnte man mal ganz gut gebrauchen, oder kennt ihr da jemanden?


    Bücher, die mir gefallen, versuche ich möglichst immer irgendwann im Original zu lesen, weil die Übersetzungen fast immer schlecht(er) sind. Teilweise gehen auch Details verloren, die nicht unwichtig sind.

    So, nach langer Abwesenheit will ich auch mal wieder einen Kommentar zu einem Buch loswerden.
    Es geht um den



    "Hüter der Schatten/The Inheritor" von Marion Zimmer Bradley


    Meine Meinung zu diesem Buch ist sehr gespalten, deswegen würde mich auch mal interessieren, was andere davon halten.


    Gerade der erste Teil hat mir wirklich außergewöhnlich gut gefallen. Der Alltag der beiden Hauptpersonen wird so ausführlich beschrieben, dass man sich alles gut vorstellen kann, aber langweilig wurde es zumindest mir nie.
    Ganz im Gegenteil, ich fand das besonders gut gelungen, weil man dann auch bei den auftretenden seltsamen und bedrohlichen Ereignissen richtig gut mitfühlen kann, fast als ob sich so etwas in den eigenen Alltag schleichen würde.
    Auch Leslies Haussuche und die Beschreibung des neuen Hauses haben mir gut gefallen, die verschiedenen Stimmungen, die dort in unterschiedlichen Räumen entstehen, sind sehr gut rübergebracht worden. Es ist dabei auch gelungen, die in dieser Reihe wohl immer wichtigen Personen Colin McLaren und Clarie Moffat sympathisch einzuführen, ich habe sie nämlich vor diesem Buch noch nicht gekannt.
    Die Idee, dass sich ein unheimliches Haus mitten in San Francisco befindet, und ganz ordinär gekauft wird, statt vererbt oder sonstwas, fand ich auch gut.
    Obwohl es eigentlich nicht sehr viel Action gibt, hat mich das Buch gepackt, und ich wollte wissen, was es mit den ungewöhnlichen Vorkommnissen den nun auf sich hat.


    Aber dann hat sich leider der Teil der Geschichte entfaltet, der mir sehr viel weniger gefallen hat, und zwar die Liebesgeschichte.
    Ich weiß nicht, vielleicht macht Liebe ja wirklich blind, eine andere Entschuldigung für Leslies folgendes Verhalten kann ich jedenfalls nicht finden.
    Der betreffende Mann manipuliert Leslie und ihre Schwester, deren Klavierlehrer ist, auf übelste Art und Weise, zum Beispiel verbietet er der Schwester, Emily, jeglichen Kontakt zu anderen Menschen.
    Zu meinem Unverständnis stört sich Leslie daran aber nie besonders, und nicht nur nur das, sie zeigt auch immer wieder Verständnis für Taten, für die es meiner Meinung nach kein Verständnis geben sollte.



    Dabei schlägt Leslie alle Warnungen in den Wind, bringt diesem Mann blindes Vertrauen entgegen, und weist die Menschen, die ihr wirklich helfen wollen, immer wieder ab. Da hatte ich mehrmals das starke Bedürfnis, ins Buch zu steigen, und Leslie mal kräftig zu schütteln, falls diese Reaktion also beabsichtigt war...
    Grundsätzlich bin ich für Liebesgeschichten mit "dunkleren" männlichen Figuren ja durchaus zu haben, allerdings funktioniert das in diesem Fall für mich überhaupt nicht, die Faszination, die dieser Mann ausüben soll, erschließt sich mir nicht.
    Meiner Meinung nach reagiert er auf seine Behinderung etwas zu wehleidig, und ich finde die Ansicht, dass es natürlich vertretbar ist, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, damit er geheilt werden kann, und wieder spielen kann, statt "nur" zu komponieren und in seinen Augen minderwertige Schüler zu unterrichten sehr problematisch, vor allem weil Leslie ihm dabei zustimmt.
    Wenn ich mich zwischen den beiden Männern entscheiden müsste, würde ich immer noch lieber den plump altmodische Rollenklischees vertretenden ersten Freund von Leslie nehmen.


    Das Ende ist dann sehr gehetzt, und wieder gibt es eine Reaktion von Leslie, die ich kaum begreifen kann. Auch die Auflösung der mysteriösen Ereignisse fällt meiner Meinung nach eher enttäuschend aus.



    Alles in allem ein Buch mit sehr vielversprechendem Anfang, dem allerdings kein für mich wirklich befriedigendes Ende folgt. Die Übersetzung ist akzeptabel, auch wenn man an der einen oder andren Stelle mal über bestimmte Ausdrücke stolpert.
    Alles in allem gebe ich dreieinhalb von fünf Räucherstäbchen.

    Ich weiß, dass das jetzt kein Beitrag ist, der die Diskussion hier fachlich weiterbringt, aber ich überlegte mir schon lange, ob ich anfangen soll, das "Lied von Feuer und Eis" zu lesen, oder ob es sich doch eher nicht lohnt.
    Ich habe einige sehr positive Kommentare dazu gelesen, allerdings bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es vom Inhalt her wirklich mein Fall ist.
    Besonders wichtig sind mir gute und vielschichtige Figuren, eine vernünftig ausgearbeitete Welt und am liebsten magische Fähigkeiten, die irgendetwas mit Telepathie, Gedankenlesen oder Alchimie zu tun haben, das muss aber nicht unbedingt sein.
    Weniger gut finde ich zu häufige und ausführliche Schlachtenszenen und wenn vom Erzähler her allzu großer Wert auf Herkunft und Abstammung gelegt wird, Gewalt macht mir aber nicht unbedingt etwas aus, wenn ich einen sinnvollen Bezug zur Handlung sehen kann.
    Lohnt es sich da, die Reihe anzufangen, oder eher nicht?

    Ich möchte mich auch mal wieder aktiv melden und etwas zu meinem neusten Buch sagen.
    Titel der deutschen Übersetzung ist "Das geheime Land", Autorin Lisa Tuttle.
    Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, weil ich fand, dass man aus der Idee, einer Parallelwelt, in die verschwundene Menschen geraten einiges machen kann.


    Schreibstil und Charaktere haben mir auch tatsächlich ganz gut gefallen und spannend war es auch, aber die Fantasy-Bestandteile waren meiner Meinung nach sehr schwach.
    Diese Elemente waren an die keltische Mythologie angelehnt, immer wieder wird von "Elfen" gesprochen, die verwirrenderweise auch noch ständig in verschiedenen Größen und Formen auftreten, aber leider erfährt man im Verlauf des ganzen Buches nicht mehr als Bruchstücke über diese Elfen und ihr Land, weder wird einer von ihnen richtig charakterisiert, noch erfährt man Nennenswertes über ihre Kultur.


    Die Suche nach den vermissten Personen und die Vergangenheit und Beziehungen der menschlichen Figuren sind sehr interessant und spannend gelungen, aber die Ausflüge ins Elfenland wirken auf mich in diesem Buch ähnnlich wie auf einige der handelnden Personen eher lächerlich.


    Am Anfang bin ich noch davon ausgegangen, dass die verschiedenen, in kurzen Episoden erwähnten Verschwundenen noch irgendeine Rolle spielen, dass der Held vielleicht irgendwann in dieses Elfenland gelangt und ihnen begegnet, doch leider geschieht nichts dergleichen, diese Geschichten bleiben ohne Sinn für die Handlung stehen.


    Ohne die fantastischen Elemente wäre dieses Buch meiner Meinung nach sehr viel besser gewesen, Sekten, kirchliche Gruppierungen, Pharmakonzerne oder Drogenschmuggler oder was auch immer als Drahtzieher der mysteriös verschwundenen Personen und ein Verzicht auf die früheren Episoden hätten deutlich besser gepasst und das Ganze ernsthafter und noch spannender wirken lassen.
    Als Krimi war das Ganze nicht schlecht, als Fantasyroman jedoch nicht gelungen und weil ich es als solchen gekauft habe, gebe ich zwei von fünf Sternen.

    Ein sehr interessantes Thema.
    Ich kenne von dieser Art Fantasy bis jetzt nur "Im Zeichen des Mammuts", wo ich finde, dass das Thema sehr angenehm umgesetzt wurde und auch ohne, dass der Autor versucht, einem irgendeine Ideologie aufzudrängen.
    Vielleicht werde ich mir die anderen genannten Reihen aber mal anschauen, mal sehen.
    Ich finde das Thema Umweltzerstörung/Umweltschutz grundsätzlich sehr interessant und auf jeden Fall besser als völlig weit hergeholte Geschichten mit irgendwelchen bösen Dämonen usw. aber wenn versucht wird, einem diese Botschaft mit der Holzhammermethode zu vermitteln, spricht es mich meistens nicht so an.
    Die absolute Glorifizierung einer unberührten, heilen Natur, die auch bei Tolkien mitschwingt, ist nicht so ganz mein Fall, aber es würde mich jetzt auch nicht unbedingt von einem Buch fernhalten, wenn es mich ansonsten anspricht.


    Hoch interessant wäre in diesem Zusammenhang aber auch einmal eine Umkehrung der Rollenverteilung, bei der die Technologibefürworter tatsächlich auf der Seite des "Guten" stehen und Technologie auch wirklich nötig ist, um die Menschen vor den übrigen Lebewesen der Fantasywelt zu schützen.
    Gibt es so was eigentlich?


    Jedenfalls habe ich auch in vielen Fantasybüchern das Gefühl, das von seiten der Autorin nicht nur technische Errungenschaften, sondern auch zahlreiche andere Fortschritte unserer Gesellschaft, beispielsweise ein demokratisches System und ein Rechtsstaat, in dem nicht jeder Bürger zu den Waffen greifen darf, abgelehnt werden, zumindest für die erfundene Welt.
    Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass die Autoren es auch tatsächlich ablehnen, obwohl ich teilweise schon den Eindruck habe.

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, weil mir das doch zuviel wurde, aber ich möchte doch kurz meine Meinung zur Ausgangsfrage schreiben.


    Ich würde zuerst einmal sagen, dass man "den Leser" nicht verallgemeinern kann. Geschmäcker sind sehr verschieden und was der eine toll findet, kann dem anderen durchaus auf die Nerven gehen.


    Deshalb kann ich jetzt hier nur schreiben, nach welchen Kriterien ich selbst meine Bücher aussuche.
    Zuerst einmal sollte schon ein gewisses Niveau vorhanden sein, so dass mich bestimmte Umschlaggestaltungen, vielleicht zurecht, schon von vorneherein abschrecken, also etwas, worauf der Autor wohl nur recht wenig Einfluss hat.
    Danach schaue ich mir das Buch dann an und versuche herauszufinden, was das Thema ist und ob mich dieses interessiert.
    Dazu sollte ein Buch für mich, auch wenn es Fantasy ist, irgendwelche Anknüpfpunkte zum realen Leben aufweisen. Die Menschen sollten immer noch als Menschen auftreten und sich als Menschen den Gefahren ihrer fremdartigen Welt stellen, wenn dies nicht der Fall ist, kann mich ein Buch auf Dauer nicht interessieren.
    Außerdem sollte der Autor natürlich zumindest halbwegs vernünftig mit Sprache umgehen können und natürlich habe ich es gerne, wenn es um ein Thema geht, das mich auch tatsächlich interessiert und die Hauptperson tatsächlich etwas tun muss, wobei ich einen Sinn dahinter sehe, zum Beispiel nicht nur hinter einer Königskrone herrennt.


    Leider gibt es solche Bücher nur viel zu selten.

    Ich habe mit dreizehn die ersten drei Harry Potter-Bände gelesen und die haben mir damals schon sehr gut gefallen.
    Rowling hat es geschafft, die kindlichen/jugendlichen Figuren in die magische Welt mit ihren Bedrohungen zu integrieren und es ist ihr sehr gut gelungen, ihre Leser mit in diese Welt zu nehmen, da es auch immer wieder Situationen gab, die man selbst so oder so ähnlich aus den Alltag kannte.
    Deshalb habe ich mir dann auch den vierten Band mit ziemlich großer Begeisterugn gekauft und er war eines der Bücher, bei denen ich beim Lesen am meisten mitgefiebert und mitgelitten habe.
    Dabei fand ich die Bücher schon deutlich anspruchsvoller, als die Mehrheit der "Schwertkämpferheld gegen untote Kreaturen-Fantasy", wie es sie sonst so oft gibt.


    Leider, leider kam dann jedoch der Abstieg.
    Aus irgendwelchen Gründen war Mrs Rowling völlig überfordert damit, die Gefahr und Bedrohung nach Voldemorts Rückkehr genauso eindringlich darszutellen, wie die Gefahren der früheren Bände.
    Genauso wenig ist es ihr gelungen, die angerissenen Gedanken und Ideen sinnvoll zu Ende zu führen.
    Die Haupthandlung des fünften Bandes, Umbridge in Hogwarts hat mit Voldemort irgendwie nur sehr am Rande zu tun und erzeugt künstlich düstere Stimmung ohne dass die Dame noch irgendetwas Wichtiges zum Finale beizutragen hätte, im sechsten Band geht es sowieso in erster Linie um irgendwelche Liebschaften, während draußen der schlimme Krieg toben soll und die Figuren werden immer klischeehafter, im siebten Band beschäftigt man sich dann schließlich mal mit dem Kampf gegen Voldemort und


    Edit: Spoiler, zu spät, aber trotzdem. Ich hoffe, es hat jetzt niemandem wirklich die Freude am Lesen verdorben.


    Bis zum vierten Band hatten die Bücher meiner Meinung nach durchaus ein sehr großes Potenzial, doch leider leider hat sie dieses nicht ausgenutzt.
    Wirklich schade.

    Inspirationsquellen:
    Da gibt es bei mir durchaus auch viele.
    Bis vor kurzem war es teilweise, ob man es jetzt glaubt oder nicht, die Schule.
    Dabei besonders der Geschichtsunterricht, aber auch in den anderen Fächern war immer mal wieder was dabei.
    Ansonsten Nachrichten im Fernsehen, Zeitung und irgendwelche Informationen, zu Gebieten, die mich interessieren.
    Auch Dinge, die ich irgendwo sehe können mich natürlich inspirieren, zum Beispiel eine schöne Landschaft, die sich ideal für meine Geschichte eignet.
    Teilweise sind es auch Beobachtungen anderer Menschen und ihrer Verhältnisse zueinander, die dann ihren Platz in der Geschichte finden.
    Auch Liedtexte wirken bei mir oft als Inspirationsquelle, wobei dies aber oft nur ein kleiner Abschnitt ist und die Idee nichts mit dem Lied zu tun hat.
    Es ist mir sogar schon passiert, dass mir Werbung als Inspirationsquelle gedient hat, aber nur einmal und ich denke schon, dass ich sagen kann, dass das eine Ausnahmewerbung war.


    Zu den anderen Dingen kann ich irgendwie schlecht was sagen, weil ich da selbst noch alles andere als perfekt bin.
    Meine Geschichte verfügt schon über zahlreiche erste und zweite Kapitel, mit denen ich nie zufrieden war.
    Die Menge an dem, was ich schreibe hängt stark vom Tag ab. Manchmal sind es bis zu sechs Seiten in Word, Größe 12, dann wieder nur eine Seite oder viele Tage lang gar nichts.
    Ich nehme dazu immer möglichst passende Musik, durchaus auch mit Texten, die ich allerdings dazu schon kennen muss.
    Dabei wähle ich sie dann so aus, dass sie zur Stimmung und zur Kultur des Erzählers so gut wie möglich passt, was ich auch schon ziemlich inspirierend fand.
    Ansonsten kommt es bei mir immer sehr auf die Stimmung an.
    Die größte Überwindung kostet mich meistens der Anfang eines Kapitels oder einer Geschichte, da kann es oft lange dauern, bis ich mich dazu durchringen kann.

    Einen einzigen absoluten Lieblingscharakter habe ich jetzt nicht, aber die folgenden Personen haben das in ihren jeweiligen Büchern geschafft.


    Neville Longbottom (Harry Potter/JK Rowling)
    Ein Junge der unter seiner schlimmen Situation auch wirklich leiden darf, was den Helden ja normalerweise nicht vergönnt ist.
    Wahrer Mut erfordert Überwindung und Anstrengung.


    Lirael (Old Kingdom/ Garth Nix)
    Eines der wenigen Bücher, in denen die Entwicklung der Teenager-Heldin vom normalen Mädchen zur Heldin wirklich realistisch dargestellt wurde. Auch ihre Reaktion auf ihre Probleme am Anfang fand ich für dieses Alter wirklich sehr realistisch, auch wenn ältere Leser oft eher genervt darauf reagiert haben.


    Wellingor Deterio (Im Zeichen des Mammuts 1/Tonias O Meißner)
    Ich weiß zwar nicht, was der Autor denkt, wenn er das liest, schließlich ist er einer der "Bösen", aber trotzdem fand ich ihn äußerst faszinierend. Intelligent, kompetent und redegewandt und meiner Meinung nach auch nicht so wirklich böse.
    Aber auch das intellektuelle Niveau der (meisten) weiteren Personen in diesem Buch liegt deutlich über Fantasydurchschnitt. Eines der wenigen Büchern, wo meist erst nachgedacht und dann gehandelt wird.


    Damon Ridenow und Magda Lorne (Darkover, Marion Zimmer-Bradley)
    Damon besitzt insofern eine Ähnlichkeit mit Neville, dass er zuerst mit schweren Selbstzweifeln zu kämpfen hat, bevor er Erfolg hat und sich zu einem kompetenten und verantwortungsbewussten Anführer entwickelt.
    Magda ist eine Frau, die mit ihren Problemen und Schwierigkeiten ebenfalls sehr realistisch dargestellt ist und mir von ihrer Art her einfach sympathisch ist.

    Mein letztes Buch war "Elfenfeuer" von Monika Felten und es war nicht gerade das beste Buch, das ich je gelesen habe.
    Sprachlich war es in Ordnung, aber irgendwelche originellen Ideen fehlten leider völlig.
    Bösewicht erobert die Welt, weil ihm langweilig ist oder so, Guter spricht im Sterben eine Prophezeiung, Auserwählte kommt zur Welt und Mutter stirbt.
    Den Rest kann man sich ohne größere Schwierigkeiten vorstellen.
    Besonders gestört hat mich an diesem Buch, das den Menschen überhaupt kein freier Wille zugebilligt wurde. Niemand hat sich dafür entschieden irgendetwas zu tun, es war ihr Schicksal und dem mussten sie folgen.
    Die Charakter bleiben fast alle ziemlich flach und richtig mitreißende Stellen fehlten.
    Ganz interessant war die Mutter der Heldin, aber ihr Daseinsrecht hatte sich ja mit der Geburt des Kindes erübrigt, obwohl es auch gut möglich gewesen wäre, das anders zu lösen.
    Alles in allem kann ich dieses Buch niemandem empfehlen, es gibt zwar Schlimmeres, aber leider fehlt die Orginalität völlig.

    Ich fand den Schreibstil des Buches flüssig und übersichtlich, allerdings jetzt ohne das "gewisse Etwas".
    Die Episoden mit Dannyl fand ich auch nicht sonderlich interessant und habe sie immer eher überflogen, die Handlung hätte ohne sie eigentlich genauso gut funktionieren können.
    Ansonsten fehlt mir teilweise auch etwas die Motivation der Personen für ihr Verhalten, die meisten Nebenfiguren bleiben sehr blass und man erfährt bis zum Ende nicht wirklich, warum Regin Sonea eigentlich auf eine so durchaus gefährliche Art und Weise mobbt.
    Von Ablehnung aufgrund von Standesunterschieden bis hin zu teilweise lebensbedrohlichen Aktionen ist für mich schon noch ein recht weiter Schritt und warum Regin den gegangen ist erfährt man nicht.
    Die Hintergründe der verschiedenen Personen kommen sowieso etwas zu kurz.
    Ich weiß, dass das jetzt alles sehr negativ klingt, aber grundsätzlich hat mir die Reihe eigentlich nicht schlecht gefallen, die Grundideen fand ich ganz gut, zumindest in den ersten Bänden, über den letzten konnte man sich aus den bereits genannten Gründen dann wieder streiten.

    Also, wenn ich als Neuling auch noch etwas dazu sagen darf.
    Ich habe das Problem jetzt nur am Rande mitbekommen, aber trotzdem finde ich, dass sich hier alles im akzeptablen Rahmen bewegt.
    Auch in anderen Foren, in denen ich unterwegs bin, kommt es immer mal wieder zu Auseinandersetzungen, aber meistens stört das nicht allzu sehr.
    Ganz vermeiden lässt sich das meiner Meinung nach nicht, besonders wenn das Thema jemandem einiges bedeutet.
    Auch Verwarnungen und Ähnliches verhindern solche Entgleisungen nicht unbedingt, die fine ich eigentlich nur angebracht, wenn jemand oft absichtlich stört oder persönlich wird.
    Meinungsverschiedenheiten, die mit dem Thema zu tun haben, gehören durchaus ab und zu dazu.

    Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass zwischen den beiden etwas lief, aber:


    Vielen Dank für eure netten Grüße.
    Ich wollte ja eigentlich keine Diskussion über Jura lostreten, aber ich weiß schon, dass es ziemlich aufwendig ist.
    Ist bei Chemie meines Wissens auch nicht anders.
    Ein grundsätzliches Interesse an rechtlichen Fragen habe ich schon, aber ich weiß selbst auch nicht, ob es reicht.
    Ich habe auch schon gehört, dass man sehr gute Noten schaffen muss, um vernünftige Berufschancen zu haben und dass das nicht unbedingt einfach ist.


    Lilithan, ich könnte dir jetzt auch sagen, dass du selbst wissen musst, was du machen willst, und dich nicht von deinen Eltern unter Druck setzen lassen solltest, aber ich weiß, dass das leichter gesagt ist, als getan, besonders wenn man grundsätzlich nicht so genau weiß, was auf einen zukmmt.

    Ich habe die beiden letzten Bücher gelesen und sie haben mir ganz gut gefallen.
    Auf einer Notenskala von 1-6 bekämen sie eine 2-3 und bei einer von 0-15 Punkte neun oder zehn.
    Der erste Band hat mich inhaltlich nicht so brennend interessiert, da man ja durch die Existernz der weiteren Bände schon irgendwie wusste, dass sie sich den Zaubereren anschließen würde.


    Angesprochen haben mich die Bücher zuerst ja, weil ich den Titel so verstanden habe, dass die Gilde aus schwarzen Magiern besteht und das wäre einmal ein intererssanter neuer Blickwinkel gewesen, hat sich dann aber als Übersetzungsfehler erwiesen.


    Der zweite Band war im Großen und Ganzen eine nette Lektüre, allerdings wurde mir Regins Getue und Soneas ewiges Leid teilweise schon etwas zuviel.
    Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass die jugendlichen Nebenfiguren alle völlig ohne Leben bleiben, ganz anders als beispielsweise bei Harry Potter, wo es viel mehr lebendige Schülercharakter gibt.
    Auch bei den meisten Lehrern war dies nicht anders, Sonea, Lorlen, Rothen und Akkarin bildeten dabe die einzigen Ausnahmen.
    Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Welt und ihren verschiedenen Ländern und die unterschiedlichen Sitten, die dort herrschen und die Sprache war auch in Ordnung.+


    Im dritten Band fand ich die Beziehung zwischen Akkarin und Sonea interessant, auch wenn ich mich frage, ob das wirklich als eine normale, gesunde Beziehung dargestellt werden sollte. Wenn ja, dann finde ich das auch etwas problematisch.
    Das viele Töten von abgrundtief bösen Gegnern, das ohne große Skrupel stattgefunden hat, hat mich auch etwas gestört, aber ich denke, dass das in den allermeisten Fantasywerken normal ist.
    (Auch wenn ich die, die dafür schon bekannt sind, meist nicht lese.)
    Über die Frage der schwarzen Magie habe ich so noch gar nicht nachgedacht, Novize, aber wenn ich mir deinen Beitrag so durchlese, muss ich sagen, dass du auch damit durchaus recht hast.


    Auch wenn das jetzt ziemlich viel Kritik war, fand ich die Bücher nicht schlecht und habe auch Teile noch einmal gelesen, bei den ganzen Büchern werde ich das aber vorraussichtlich nicht tun.

    Hallo,
    ich bin schon lange Fan eurer Rezensionen und habe das Forum ebenfalls mitverfolgt, aber die Bordy-Prozedur hat mich etwas abgeschreckt.
    Weil man sich jetzt aber hier so bequem anmelden kann, habe ich beschlossen, dass mal zu tun, damit ich mitreden kann und mich vielleicht auch noch über Bücher außer Harry Potter mit anderen austauschen kann und neue Empfehlungen bekomme.
    Ich bin gerade dabei, mein Abitur zu machen und ich lese sehr gerne die verschiedensten Bücher und versuche micht, bis jetzt eher erfolglos am Schreiben.
    Neben Büchern interessiere ich mich besonders für Chemie, was ich nach dem Abitur, wenn alls glatt geht (und ich mich nicht doch noch für Jura entscheide), zu meinem Beruf machen möchte.


    Vielleicht noch kurz etwas zu meinem Namen hier im Forum.
    Durch die Rezension hier wurde ich auf die Reihe "Im Zeichen des Mammuts" von Tobias O Meißner aufmerksam, die mir sehr gut gefallen hat, gerade lese ich die drei Bände mal wieder.
    Deterio kommt im ersten Teil vor und ist meine Lieblingsfigur obwohl er eine Art Bösewicht ist.
    Allerdings nicht so extrem, was mir an den Büchern auch gerade gut gefällt.
    Achtung, der Rest enthält Spoiler zum ersten und zweiten Band der Reihe.