Beiträge von Nala

    :seufz4: 88 ist zwar ein stolzes Alter, trotzdem ist das eine sehr traurige Nachricht. Eigentlich alles, was ich von ihr gelesen habe fand ich gut und vieles sogar nachhaltig beeindruckend.
    Danke für den Hinweis auf die Doku, das klingt interessant.

    Nächste Bahnfahrt, nächster Teil der Reihe um PC Peter Grant: Schwarzer Mond über Soho von Ben Aaronovitch hat mir sogar noch ein Stückchen besser gefallen als der erste Band. Etwas weniger Schmunzelmomente, dafür ein weniger verwirrender Plot und am Ende zeichnen sich für die weitere Reihe auch viele spannende Entwicklungen ab.
    Worauf ich ja nicht so stehe: In jedem Band scheint es für den Protagonisten neue Liebschaften zu geben, die irgendwie in den Fall verwickelt sind (James Bond lässt grüßen? Ich hab die Filme allerdings nie gesehen...). Naja, damit kann ich leben...

    Huch, gleich zwei Mal nacheinander etwas von mir... habe gerade mal wieder einen Schub fiktionale Literatur eingelegt. ;)


    Jetzt habe ich Die lange Erde ausgelesen, eine Kooperation von Terry Pratchett und Stephen Baxter und Auftakt zu einer ganzen Reihe.
    Von Baxter kannte ich vorher nichts, der Name war mir nur im Sci-Fi-Kontext bekannt, von Pratchett kenne ich einige Scheibenwelt-Romane, die Tiffany-Reihe und "Nation", so viel zu meinem Hintergrund.


    Die "Lange Erde" beschreibt ein Multiversum aus Möglichkeiten, in dem es neben "unserer" Erde (der Datum) eine (nahezu?) unendliche Vielfalt an Parallelwelten gibt, die sich in unterschiedlichem Ausmaß von unserer Erde unterscheiden. Mittels einer simplen Erfindung wird es den Menschen möglich, in diese verschiedenen Erden zu wechseln, was natürlich zu riesigen gesellschaftlichen Umbrüchen und groß angelegten Erkundungs- und Besiedelungstrips führt. Die Haupthandlung folgt dem Forschungsluftschiff Mark Twain, dessen Besatzung aus dem natürlichen Wechsler Joshua und seinem Begleiter Lobsang besteht, der angeblich die Wiedergeburt eines tibetanischen Mechanikers in Form eines hochentwickelten Computer ist.


    In dieser Kurzform hört es sich schräger an, als es sich beim Lesen anfühlt... :gruebel: Bei der "Langen Erde" findet man einiges von Pratchett's Schreibstil und Humor wieder, aber das Buch ist auf keinen Fall ähnlich abgedreht wie die Scheibenwelt, was glaube ich auch einige schlechte Internet-Kritiken von Pratchett-Fans zu dem Buch erklärt. Ich hatte Spaß beim Lesen, aber so richtig überzeugt hat mich das Buch trotzdem nicht. Gerade in der Mitte gab es große Längen, in denen viele verschiedene Welten besucht wurden, es aber keine durchgehende Handlung oder einen Spannungsbogen gab. Manchmal trägt ja auch einfach der "sense of wonder" so ein Buch, aber dafür waren mir die Welten dann etwas zu eindimensional bzw. die Besuch dort zu kurz und oberflächlich. Hinzu kommt, dass es außer Joshua und Lobsang keine richtigen Hauptpersonen gibt - erst gegen Ende schließt sich eine weitere Wechslerin der Expedition an, die für ein wenig Abwechslung sorgt, und in den letzten Kapiteln gibt es ein bisschen "Action" und eine Auflösung für erste Fragen.


    Soweit ich das verstanden habe, setzen die weiteren Bücher die Reihe eher lose fort und schließen auch erst Jahre später an. Daher werde ich hier erstmal nicht weiterlesen, so viel Lust auf mehr hat mir der erste Band nicht gemacht - da interessieren mich andere Dinge auf meinem SUB einfach stärker. :)

    Ich habe am Wochenende eine lange Zugfahrt zurück von einer Konferenz genutzt, um endlich mal wieder "privat" zu lesen, und zwar meine Spontanmitnahme aus der Bücherei: Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch.


    Es war die perfekte Reiselektüre - kurzweilig, spannend, lustig und nicht zu anspruchsvoll. Das Ende habe ich nicht so ganz nachvollziehen können, das ging mir streckenweise zu schnell und zu viele Namen durcheinander - was aber wiederum auch sicher an der Lese-Situation im Zug kurz vor Ende der Fahrt lag (mit drei Kleinkindern um mich herum, deren Vater zwei Sitzreihen weiter Musik gehört hat :egal: ).


    Jetzt habe ich gesehen, dass die Serie um Peter Grant noch einige Fortsetzungen hat (dass da sicher noch mehr kommt, war auch schon beim Lesen des ersten Bandes klar). Da muss ich wohl gleich mal schauen, ob es die auch auszuleihen gibt...

    Bei mir neu, mal wieder dank forumoser Empfehlungen:
    Die Stadt der tausend Treppen von Robert Jackson Bennett
    Jetzt muss ich nur noch die Zeit zum Lesen finden... aber immerhin verkürzt das die Wartezeit bis zum Folgeband. ;)

    Ich plane irgendwann, wenn ich viel Zeit habe (im nächsten Leben) einen Re-Read der Serie, weil ich sehr gespannt bin, wie gut man mit Wissen um das Ende einige der Entwicklungen durchschaut oder nicht. :) Bisher habe ich es nur bei einzelnen Kurzgeschichten immer mal wieder geschafft (die letzte aus dem zweiten Band treibt mir sehr zuverlässig die Tränen in die Augen :schaem: ).

    Ich bin jetzt mit "Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" durch.


    Vom Lesegefühl her empfand ich es ein wenig wie eine Serie - in jeder Folge lernt man die Charactere ein bisschen besser kennen und es gibt jeweils kleine abgeschlossene "Abenteuer" wie den Besuch auf Sissix' Heimatplaneten, die Verhaftung von Corbin usw. Dabei kam mir das Finale am eigentlichen Ziel der Reise ein bisschen zu kurz. Insbesondere der Einblick in Denken und Lebensweise der Toremi fiel ja sehr kurz aus, nachdem sie sich so lange auf das Treffen dort vorbereitet haben... ;) Sehr schön finde ich die Ausarbeitung der einzelnen Spezies, ihrer Sprachen und Eigenheiten insgesamt.


    Keine Ahnung, ob es an meiner momentanen Gefühlslage liegt oder am Buch selbst, aber zum Ende konnte ich mir die Tränen nicht verkneifen.

    kam nach der allgemeinen Wohlfühl-Atmosphäre dann doch unerwartet.


    Also insgesamt bedanke ich mich für die forumosen Empfehlungen von Gerd, wurling und Pogo - das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich auch auf eine Fortsetzung. :)

    Na da bin ich ja ein bisschen gespannt. Mit zehn fand ich das Buch ganz toll... seitdem habe ich es nicht mehr angefasst, mit der Befürchtung, dass es heute lange nicht mehr so gut bei mir abschneiden würde. Aber als Film kann ich es mir immer noch ganz gut vorstellen.