Beiträge von Axel

    Bin gerade mit Before They Are Hanged von Joe Abercrombie fertig geworden. Das Buch ist genauso gut wie sein Vorgänger, leider aber nicht besser. Die Stärken wie die gute Charakterisierung und der Humor wurden beibehalten. Die Schwächen sind nicht die gleichen. Insgesamt ist das Buch aber genauso gut wie das Erste, was für dem Mittelteil einer Trilogie selten genug vorkommt. Bleibt nur die Frage, wie die Geschichte zu Ende geht.

    Ich mag das Patrolieren der Genregrenzen genau so sehr wie das Überschreiten eben dieser. So sehe ich Genre nicht als Schubladen sondern eher als Wegweiser. Deshalb hab ich die verschiedenen Untergruppen auch genannt. Denn obwohl Verne und Wells durchaus die Elemente des Steampunks enthalten haben sie sonst recht wenig mit den Werken Miévilles oder der Differenzmaschine gemeinsam.

    Weder Wells noch Verne werden dem Steampunk zugeordnet. Sie beide teilen natürlich diverse Elemente mit dem Steampunk. Der moderne Steampunk entstand zusammen mit dem Cyberpunk in den 80ern. Ein wichtiger Meilenstein dieser Steampunk "Bewegung" ist "Die Differenzmaschiene" von William Gibson und Bruce Sterling. China Mievilles Bücher enthalten zwar Steampunk, oder genauer gesagt Steamfantasy, Elemente, werden aber dem New Weird zugeordnet (wobei es keine feste Definition für New Weird gibt, die größten gemeinsame Nenner sind die Abkehr vom Tolkinistischen und das Enbinden von SF und Horror Elementen).

    gaaahhh!!!!
    Ich weiß nicht, ob ich mich da zurückhalten kann, was aber ich sicher sollte. Vielleicht zu Weihnachten...

    Zitat

    Original von Regan
    Und an dem Schreibstil fand ich wirklich nicht viel gutes. Ständig wird "Er machte eine entschuldigende/fragende/dankende... Gebärde" wiederholt. Nichts gegen wirklich passende Wiederholungen die gewollt sind, aber das hat mich wirklich etwas genervt...


    Nun ist es halt so, dass diese Gebärden ein Teil der Kultur des Landes sind und wichtiger Teil der Kommunikation. Teile der Dialoge werden aus dem Gesprochenen heraustransferiert und durch bestimmte Bewegungen dargestellt. Das ist mMn sehr interessant und einzigartig und trägt zur einmaligen Stimmung des Buches bei.


    Das Buch richtet sich aber wirklich nicht an die normale Fantasyzielgruppe. Eher an die von gewöhnlichen "Retter der Welt auf dem Weg zum Weltenretten" Geschichten genug haben und einmal Abwechslung wollen.


    Zitat

    Ansonsten gehört SdZ bei mir wohl eher in die Ecke zu Bakkers Schattenfall...:nixweiss:


    Ich sehe hier nicht allzu viele Parallelen zwischen den beiden Werken. ?(

    Lass die Finger von den Büchern. Es gibt nur wenige Autoren die so universell gehasst werden wie Goodkind und seine Bücher nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt sind. Die Geschichte ist voller logischer Fehler, Deus Ex Machinas undglaubwürdigen Charakteren und so vielen Ausschweifungen, die Robert Jordans Rad der Zeit zielgerichtet erscheint. Dazu kommt noch Goodkinds Unfähigkeit einen grammatikalisch richtigen Satz zu formulieren (zumindest im Englischen).


    Wenn du irgendwelche Empfehlungen willst muss du nur Fragen.

    oops, he did it again:
    M. John Harrison schrieb in seinem Blog etwas über die steigende Ähnlichkeit von Gut und Böse in Büchern und in den ersten englischen Foren wird schon wieder geschrien:

    Zitat

    That kind of fiction in which “good” & “evil” have been pared down to weightless concepts whose only purpose is to recriprocally evoke one another. Everything reduced to interpersonal ethics, & then that reduced to a cheap structure of opposites–which, in practise, must be constantly undermined to make the product look as if it’s new. “Good” characters take on all the markers of “evil” ones to give them back their lost edge, until “evil” is forced to abandon the low ground–indeed any kind of recognisable ground–& become metaphysical & motiveless. All torture, for instance, is not bad torture; while their torture is wrong torture, ours is right & can even be stylish or funny. The hypocrisy of this comprises the fiction. It is the last fecundating possibility. In this kind of fiction the only remaining taboo act would be to write something in which the actions of characters were described without comment. Writers are encouraged to undermine the qualities, or indices, of “good” & “evil”, but never their structural relationship: at that point everyone cries foul. The reader should be able to tell the black hat from the white hat, or where’s the story ? We don’t, after all, want anything approaching the truth.


    Link zum Blogeintrag

    Mit lese meine ich, dass ich vor 6 Jahren angefangen habe, regelmäßig und aus eigenem willen Bücher zu lesen. Das meiste davor war nicht wirklich lesen sonder sich durchquälen.

    Also, Matt Ruff ist ,wie Sebastian schon sagte, einen Blick oder mehr wert.
    Auch interessant könnte Jasper Fforde sein. Das geht zwar etwas mehr in Richtung Humor ist aber gut und dürfte jeden Bücherliebhaber zumindest teilweise ansprechen.

    Vor zwei Jahren versuchte ich, meine Bücher in einer eigenen Datenbank zu erfassen. Bei 150 Einträgen hab ich abgebrochen, weil ich nicht einmal die Hälfte hinter mir hatte und das ganze doch sehr Zeitaufwendig war. Momentan schätze ich meine Sammlung auf etwa 450 bis 500 Bücher ein. Davon sind 40 bis 50 Sachbücher. Den Anteil ungelesener Bücher schätze ich auf 70 bis 100 ein. 100 bis 150 sind in englischer Sprache.
    Nicht schlecht, wo ich erst seit etwas mehr als 6 Jahren lese.