Beiträge von maschine

    Niemals! Mehr als 50 kommen mir nicht auf den Stapel!


    Da ich meinen SUB ja hauptsächlich virtuell staple


    :zweifel:
    Ich glaube mein Amazoneinkaufswagen ist gerade bei um die 60 Büchern.
    Der eigentliche Wunschzettel ist...länger. KOmmt aber noch immer nicht an die Bücher heran, die hier tatsächlich ungelesen in den Regalen (oder auf Stapeln um sie herum) stehen *seufz*

    Kein guter Tag heute...


    R.I.P. Jim Marshall.
    http://www.myvideo.de/watch/851992/Jimi_Hendrix_Voodoo_Child_LIVE_AT_WOODSTOCK

    Ich schaue gerade eine (amerikanische) Doku über die Künstlerszene in Paris zu Beginn des 20. Jh.


    Also wenn Tagebucheinträge französischer Künstler in dickstem amerikanischen Akzent vorgetragen werden klingt ja wohl sowas von scheiße... :egal:

    Bei mir geht es derzeit recht, hm, imperial zu:


    Los ging es mit George MacDonald Frasers Flashman (Abenteuer, oder eher Gaunereien, eines britischen Soldaten im Anglo-Afghanischen Krieg um 1840 - mit interessanten Parallelen zum heutigen Afghanistan), dann kamen Fandorin von Boris Akunin (Krimi im Moskau des Jahres 1876) und Ali und Nino von Kurban Said (eine "kaukasische Liebesgeschichte" zu beginn des 20. Jahrhunderts - da wird wohl wieder mal ein Fremdlesen fällig sein). Jetzt lese ich gerade The Orientalist von Tom Reiss (über den Autor von Ali und Nino) und als nächstes dürften wohl Pasternaks Doktor Schiwago (spielt während der russischen Revolution), Roths Radetzkymarsch (zeigt den Niedergang der Habsburger) und Nataschas Tanz/Natasha's Dance von Orlando Figes (eine russische Kulturgeschichte) fällig sein.
    So nicht wieder was völlig anderes dazwischen kommt *g*

    Gekauft von mir ;)


    Laut Beschreibung waren das Dostojewskis gesammelte Werke von Piper, 10 Bände im Schuber. Allerdings unter Angabe einer ISBN, bei der Booklooker sowoh den Dostojewski (allerdings erst ab 30€) als auch "Schweigen ist Schuld. Ein Lesebuch der Verlagsinitiative gegen Gewalt und Fremdenhaß" ausspuckt.
    Und eigentlich dürften mit den 1,65€ nichtmal die Versandkosten abgedeckt sein :gruebel:
    Schaun mer mal.

    Heute eingetrudelt:


    Kein Espresso für Commissario Luciani von Claudio Paglieri


    Und aus einer Haushaltsauflösung:


    Doktor Schiwago von Boris Pasternak
    Meine Weltumseglung mit dem Fischkutter Hamburg von Kapitän Carl Kircheiß (von 1935)

    So, ich habe gestern abend (oder eher nacht *g*) Simon Sebag Montefiores Jerusalem: The Biography ausgelesen.


    Irgendwie ein typisches populärwissenschaftliches Buch: die Geschichte Jerusalems (von David bis zum 6-Tage-Krieg) wird auf 600 Seiten* gequetscht, entsprechend wird auf Hintergründe und Analysen größtenteils verzichtet, dafür gibt es umso mehr Anekdoten - die wiederum nicht zwingend etwas mit Jerusalem zu tun haben müssen. Quellen werden gerne 1:1 übernommen, besonders wenn sie reißerische Geschichten hergeben, wobei man aber Montefiore zugute halten muss, dass er zumindest bei der Bibel immer wieder versucht hinter die Fassade zu blicken. Und irgendwie hätte man sich (oder zumindest ich mir) gewünscht, dass er seine eigenen Vorfahren, wie Moses Montefiore, nicht ganz so sehr in den Himmel lobt und versucht sie an jeder Stelle zu erwähnen.
    Insgesamt liest sich das Buch aber recht gut (trotz einiger holpriger Übergänge) und man bekommt einen guten, wenn auch groben, Überblick über die Geschichte Jerusalems.




    [size=7]* plus 7 (SIEBEN!) Seiten Blurbs[/size]

    Es geschehen noch Zeichen und Wunder...nicht nur habe ich dieses Jahr bisher mehr Bücher gelesen als gekauft, ich habe gestern tatsächlich, nach einjähriger Pause, The Horse, the Wheel and Language von David W. Anthony zuende gelesen!


    Im Prinzip bleibt es bei der Leseempfehlung aus meinem Zwischenbericht: ein wahnsinnig interessantes, aber auch anspruchsvolles, Geschichtsbuch.
    Nach einer Einführung ins Indogermanische rekonstruiert Anthony die (Vor-)Geschichte des eurasischen Steppe (also des Gebiets von Ukraine bis nach Sibierien) von ungefähr 5000 bis 2000 BC. Es geht um die frühesten europäischen Kulturen (Vinca auf dem Balkan, Cucuteni-Tripolje in der Ukraine) sowie deren Nachfolger, die Entwicklung der Viehzucht und die Domestizierung des Pferdes, die Beziehung zwischen Sesshaften und Hirtennomaden - und vor allem um die (vermutete) Ausbreitung indogermanischer Gruppen, wobhei sich Anthony sowohl auf sprachliche als auch auf archäologische Anhaltspunkte stützt.


    Ok, für meinen Geschmack übertreibt es Anthony ein wenig mit der Archäologie, da er wirklich jeden Fundplatz bis ins kleinste beschreibt, aber wenn man die Stellen einfach ein wenig überfliegt (oder sich mehr für archäologische Details interessiert ;)), dann kann man aus dem Buch wirklich viel faszinierendes Wissen herausziehen.
    Wer also mal etwas über den Beginn der Zivilisation (jenseits von Mesopotamien) erfahren möchte, sich vor nicht-populärwissenschaftlichen Geschichtsbüchern nicht scheut und auch mit etwas drögeren archäologischen Passagen fertig zu werden weiß, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.