Beiträge von Freebird

    Der Gewinner des Arthur C. Clarke Awards wurde gestern in London bekanntgegeben. Den Preis gewonnen hat "Rosewater" von Tade Thompson; geehrt wird jedes Jahr der beste Science-Fiction-Roman. "Rosewater" erscheint hierzulande im November bei Golkonda.


    Rosewater ist eine Stadt an der Grenze - an der Grenze zu der Biokuppel, die die außerirdischen Woodworm in Nigeria, unweit von Lagos, errichtet haben. Angesiedelt haben sich dort die Hoffnungsvollen, die Hungrigen und die Hilflosen - all diejenigen, die dabei sein wollen, wenn sich ein Mal im Jahr dieser Dom öffnet und jeden, der sich in dessen Umgebung befindet, von seinen Leiden heilt.

    2066 - Kaaro besitzt die außergewöhnliche Fähigkeit, über die von den Aliens verbreitete, sporenartige Xenosphäre auf Gedanken, Gefühle und Erinnerungen anderer Menschen zuzugreifen. Wegen seiner Begabung arbeitet er nicht ganz freiwillig für eine geheime Regierungsbehörde, um Kriminelle aufzuspüren. Doch als eine unsichtbare Seuche beginnt, andere mit derselben Begabung zu töten, setzt Kaaro alles daran, herauszufinden, wer oder was dahintersteckt.

    Das Komitee zur Vergabe des Deutschen Science Fiction Preises (DSFP) hat die Nominierungen für den DSFP 2019 bekanntzugeben. Hierfür sind alle im Original in deutscher Sprache im Jahr 2018 erstmals in gedruckter Form erschienenen Texte des Literaturgenres Science Fiction relevant.

    Der Preis wird auf dem PentaCon (1. bis 3. November), dem diesjährigen JahresCon des Science Fiction Club Deutschland e. V., in Dresden (Palitzschhof, Gamigstr. 24, 01239 Dresden) verliehen. Der DSFP ist mit 1000,00 EUR je Kategorie dotiert.


    Beste deutschsprachige Kurzgeschichte:

    "Trolltrupp" von Galax Acheronian, erschienen in "Sprung ins Chronozän", herausgegeben von Peggy Weber-Gehrke, Verlag für Moderne Phantastik
    "Intervention" von C. M. Dyrnberg, erschienen in "Nova" 25, Amrûn
    "Rauschen" von Rico Gehrke, erschienen in "Sprung ins Chronozän", herausgegeben von Peggy Weber-Gehrke, Verlag für Moderne Phantastik
    "Confinement" von Thorsten Küper, erschienen in "Nova" 26, p.machinery
    "Kill!" von Andreas G. Meyer, erschienen in "Spliff 85555: Ebersberg", herausgegeben von Gerhard Schneider, p.machinery
    "Im Regen" von Nadja Neufeldt, erschienen in "Erstkontakt mit Violine" von Nadja Neufeldt, Twentysix
    "Kurz vor Pi" von Uwe Post, erschienen in "Spektrum der Wissenschaft" 10/2018, Spektrum der Wissenschaft Verlag
    "Der unbekannte Planet" von Tobias Reckermann, erschienen in "Nova" 25, Amrûn
    "Muse 5.0" von Nele Sickel, erschienen in "Phantastische Sportler", herausgegeben von Markus Heitkamp und Wolfgang Schroeder, Verlag Torsten Low,
    "Die Schwimmerin" von Jutta Siebert, erschienen in "Fiction x Science", herausgegeben von Melody Aimée Reymond, Michael Kaufmann und Edy Portmann, pako
    "Coming Home" von Tetiana Trofusha, erschienen in "Inspiration", herausgegeben von Marianne Labisch, p.machinery


    Bester deutschsprachiger Roman:

    "Canopus - Der Kalte Krieg 1" von Dirk van den Boom, Atlantis
    "Varianz - Die Reise der Scythe 2" von Dirk van den Boom, Cross Cult
    "Die Tiefe der Zeit" von Andreas Brandhorst, Piper
    "Das Imago-Projekt" von Robert Corvus, Piper
    "NSA - nationales Sicherheits-Amt" von Andreas Eschbach, Lübbe
    "Koshkin und die Kommunisten aus dem Kosmos" von Ben Calvin Hary, Atlantis
    "Die Schwärmer" von Willi Hetze, salomo publishing
    "Hologrammatica" von Tom Hillenbrand, Kiwi
    "Die Hochhausspringerin" von Julia von Loucadou, Hanser
    "Der letzte Kolonist" von Sebastian Schaefer, Eridanus
    "Hier ist es schön" von Annika Scheffel, Suhrkamp
    "Der Platz an der Sonne" von Christian Torkler, Klett-Cotta

    Der John W. Campbell Memorial Award und der Theodore Sturgeon Memorial Award wurden am Freitag in Lawrence, Kansas, überreicht. Geehrt wird das Beste Werke aus dem Bereich Science Fiction in Kurz- beziehungsweise Langform. Der Gewinner des Theodore Sturgeon Memorial Awards ist "When Robot and Crow Saved East St. Louis" von Annalee Newitz. Der John W. Campbell Memorial Award geht an "Blackfish City" von Sam J. Miller.

    Die Gewinner der diesjährigen Locus Awards, ermittelt durch die Leser des gleichnamigen Magazins, wurden am Wochenende bekanntgegeben:


    Bester Science-Fiction-Roman: "The Calculating Stars", Mary Robinette Kowal
    Bester Fantasy-Roman: "Das kalte Reich des Silbers", Naomi Novik
    Bester Horror-Roman: "Das Haus am Ende der Welt", Paul Tremblay
    Bester Debüt-Roman: "Trail of Lightning", Rebecca Roanhorse
    Bestes Jugendbuch: "Dread Nation", Justina Ireland


    Die komplette Liste der Gewinner ist hier zu finden.
    https://locusmag.com/2019/06/2019-locus-awards-winners/

    Der Verlag Dieter von Reeken schließt mit Ablauf des Jahres. Als Grund gibt man an, dass die neue Versandkostenregelung für Auslandslieferungen aufgrund der Portoerhöhungen durch die Deutsche Post im ersten Halbjahr zu deutlich weniger Bestellungen geführt hat. Veröffentlicht werden noch zwei Bücher, weil die Vorarbeiten fortgeschritten sind. Zum einen "Arthur C. Clarke" von Fritz Heidorn und "Das utopisch-phantastische Leihbuch nach 1945" von Jörg Weigand. Im Verlag Dieter von Reeken erschienen neben Neuauflagen von Klassikern der Phantastischen Literatur auch Sekundärwerke hierzu.

    Als Verlag kennt man natürlich nicht die Fans (!) eines Autors oder einer Reihe persönlich.

    Man kündigt als Verlag nun mal neue Titel an auf seiner Website; eine Mitteilung, dass es keine weiteren Romane von einem bestimmten Autor oder aus einer bestimmten Reihe mehr gibt, schreibt man ja Verlag ja eher selten dorthin. Frank hat darauf hingewiesen, dass es nicht weitergeht - im Forum, das auch relativ gut frequentiert zu sein scheint (andere Verlage haben kein Forum, keinen Facebook-Account o.ä.).


    Als Fan eines Autors oder einer Reihe hat man natürlich eine gewissen Bindung.


    Als Verlag hat man auf der einen Seite Reihen/Autoren, die gut laufen. Nehmen wir mal an, man verkauft im Jahr von einem Titel 5000 Stück. Und dann hat man eine Reihe, von der verkauft man im Jahr vielleicht 400-500 Stück (ich habe keine Ahnung, wieviel von Wilson verkauft wurde, das ist nur ein allgemeines Beispiel), inklusive eBooks. Die Reihe ist bei Band XI, von Band 1 verkauft man jedes Jahr 100 Stück, von den anderen jeweils 80 Stück. Der Autor ist bekannt. Man spricht über ihn. Die Romane finden alle toll - die, die die Romane kaufen. Da sind aber andere Autoren, die ein vielfaches verkaufen. Die nicht in Foren erwähnt werden. Die nicht die besten Romane aller Zeiten schreiben. Deren Romane aber um ein vielfaches mehr gekauft werden.


    Doof für den einen Autor, der super beliebt und gut bewertet wird. Der aber vergleichsweise viel zu wenig verkauft im Vergleich zu anderen.

    Wenn da ein Verlag lange Zeit dem Autor die Treue hält, dann aber irgendwann die Zahlen echt nicht mehr gut sind, dann muss man eine Entscheidung treffen. Und je höher die Kosten sind, umso eher entscheidet man sich gegen das nächste Manuskript.

    So weit ich das weiß, sind bei Festa gelistete Sachen auch im Programm (= theoretisch erhältlich). Man geht als Verlag halt hin und nimmt die Bücher offline, damit die niemand mehr kaufen kann; denn die Verkäufe müssten ja später noch mal abgerechnet werden. Mit dem Auslaufen der Verträge schaut man aber, dass man möglichst nichts auf Lager mehr hat. Was Amazon z.B. noch hat, davon bekommt man als Verlag ja nichts wenn was verkauft

    Am letzten Mittwoch haben der Uhrwerk Verlag und die Feder & Schwert GmbH einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Köln eingereicht. Man geht davon aus, dass die Verlage Ende des Jahres in dieser Form nicht mehr bestehen werden. Durch das eingeleitete Verfahren wird ihnen in den nächsten Wochen ein Verwalter zugewiesen werden, der die wirtschaftliche Lage der Verlage im Detail beurteilen wird. Man wird dann mit ihm und den Lizenzgebern abstimmen, welche Projekte man noch realisieren kann. Der Messeauftritt auf der CCXP und das damit verbundene Lesecafé Ende Juni in Köln werden nach bisherigem Stand wie geplant stattfinden.

    Die Gewinner der diesjährigen Nebula Awards wurden am Samstag bekanntgegeben.


    Bester Roman: "The Calculating Stars", Mary Robinette Kowal

    Bester Kurzroman: "The Tea Master and the Detective", Aliette de Bodard

    Beste Erzählung: "The Only Harmless Great Thing", Brooke Bolander

    Beste Kurzgeschichte: "The Secret Lives of the Nine Negro Teeth of George Washington", Phenderson Djèlí Clark

    Den Andre Norton Award gewann: "Children of Blood and Bone", Tomi Adeyemi


    Alle Gewinner finden sich hier. Seit 1965 wird der Preis von der Science Fiction and Fantasy Writers of America (SFWA) verliehen.

    Allan Cole ist am vorigen Freitag gestorben. Der US-Amerikaner begann sein Karriere in den 60er Jahren als Journalist. Zum einen wirkte er als Drehbuchautor für Folgen von TV-Serien, die er meist zusammen mit Chris Bunch (1943-2005) verfasste und die vorwiegend in den 70er und 80er Jahren entstanden. Zum anderen war er Autor von Romanen, die "Timura"-Saga beispielsweise, eine Fantasy-Reihe, erschien hierzulande bei Goldmann in den 90ern. Ebenfalls bei Goldmann in den 80er und 90er Jahren erschien die gemeinsam mit Chris Bunch geschriebene Fantasy-Reihe "Die Reise in die Fernen Königreiche". Bekannt waren beide aber vor allem für die Science-Fiction-Reihe "Die Sten-Chroniken", die ebenfalls in den 80er und 90er Jahren bei Goldmann verlegt wurde.

    Wie das "Börsenblatt" meldet, wurde Sascha Mamczak, der bisherige Heyne-Programmleiter für Science Fiction und Fantasy, zum 1. März zum Verlagsleiter für den Bereich Phantastik ernannt. Er übernimmt zusätzlich die Verlagsleitung für den Blessing Verlag, wo man nach Selbstauskunft anspruchsvolle Unterhaltung, Literatur und kompetente Sachbücher verlegt. Beide Verlagsbereiche werden unter der Leitung von Mamczak mit den bisherigen Lektoratsteams inhaltlich getrennt voneinander geführt. Sascha Mamczak ist seit 1998 Lektor bei Heyne, seit 2002 verantwortet er die Phantastik (Science Fiction, Fantasy, Mystery) im Heyne Taschenbuch.


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    Uwe Luserke ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am 22. November 2018 im Alter von 76 Jahren gestorben. Er übersetzte in den 90er Jahren die ersten Romane von Robert Jordans "Das Rad der Zeit" ins Deutsche, darüberhinaus auch viele Kurzgeschichten für Anthologien. Ferner betätigte er sich selbst als Autor, wobei hier der Schwerpunkt auf Kurzgeschichten lag, sowie als Herausgeber von Anthologien. Auch als Literaturagent war Luserke aktiv.

    Stan Lee ist heute im Alter von 95 Jahren in Los Angeles gestorben. Der Autor schuf ab Anfang der 60er Jahre mit verschiedenen Zeichnern vor allem für Marvel Comics viele Superheldenfiguren, beginnend mit den Fantastischen Vier 1961. Es folgten Hulk, Iron Man, Thor, Spider-Man, die X-Men, Doctor Strange oder Daredevil. In den letzten Jahren ließ er es sich nicht nehmen, in den Marvel-Filmen in Cameo-Rollen aufzutreten.

    Achim Mehnert ist gestern, wenige Tage vor seinem 57. Geburtstag am 14. November, gestorben. Mehnert war 1982 einer der Mitbegründer des ColoniaCons, eines bis heute in Köln alle 2 Jahre stattfindenden Science-Fiction-Cons. Seit 2003 wirkte er hauptberuflich als Schriftsteller, vorwiegend im Bereich der Science Fiction. Er schrieb bis zuletzt unter anderem an den Serien "Ren Dhark" und "Raumschiff Promet" mit, früher auch für Serien wie "Professor Zamorra" und Spin-off-Projekten von "Perry Rhodan". Zuletzt widmete er sich verstärkt der Umsetzung von Hansrudi-Wäscher-Comics in Roman-Form. Nach Arbeiten für beispielsweise Serien wie "Falk" und Tibor" erschien erst kürzlich der erste "Sigurd"-Roman überhaupt aus seiner Feder.

    Nein. Bitte nicht ein Tablet vergleichen mit einem kindle. Ich könnte/würde auch keine längeren Texte am PC oder auf einem Tablet lesen wollen.

    Von der einstellbaren Schriftgröße abgesehen halte ich das geringe Gewicht meines kindle und die Möglichkeit, ihn mit einer Hand halten und bedienen zu können auch für einen Pluspunkt.

    Im Sommer 2019 erscheint bei Bastei Lübbe eine neue "Perry Rhodan"-Trilogie im Taschenbuch, die im 16. Jahrhundert der Neuen Galaktischen Zeitrechnung spielen wird. Alle drei Romane sind miteinander verbunden, können aber unabhängig voneinander gelesen werden. Sie umfassen jeweils rund 400 Seiten und kosten je 10,00 EUR. Eine eBook-Version wird es ebenfalls geben. Die Titelbilder stammen allesamt von Arndt Drechsler.


    Die Trilogie eröffnet Michael Marcus Thurner. Sein Roman trägt den Titel "Schwarze Saat" und spielt auf der Dunkelwelt Jolyona, die von Onryonen besiedelt wird. Dort stößt Perry Rhodan auf eine seltsame Lebensform... Den zweiten Band der Trilogie steuert Robert Corvus bei. In "Schwarze Frucht" setzt er die Besatzung der KRUSENSTERN in Szene und konfrontiert sie mit einer Hinterlassenschaft der mysteriösen Kerouten... Abgeschlossen wird die Trilogie durch Madeleine Puljic. Ihr Roman trägt den Titel "Schwarze Ernte" und erzählt von der Kolonialwelt Istark. Dort manifestieren sich seltsame Psi-Phänomene, die mit einer Dunkelwelt im Zusammenhang stehen...

    Dave Duncan ist am Montag auf Vancouver Island im Alter von 85 Jahren gestorben. Duncan, der vorwiegend Fantasy-Romane schrieb aber auch in anderen Bereichen wie der Science Fiction wirkte, wurde 1933 in Schottland geboren. Er zog Mitte der 50er Jahre nach Kanada, wo er bis zuletzt lebte. Sein Werk erschien hierzulande bei Heyne, Bastei-Lübbe und Otherworld. Bekannt war er vor allem durch mehrteilige Fantasy-Reihen, die nicht alle in Deutschland erschienen, wie "Das siebte Schwert", der "Pandemia"-Zyklus oder "Des Königs Klingen".

    Die Bastei Lübbe AG hat am 22. August einen Vertrag zum Verkauf der 54prozentigen Beteiligung an BookRix unterzeichnet. Käufer ist die Omega-Alpha SA aus Luxemburg. Die Veräußerung wird mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. August vollzogen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Im Mai 2014 hatte Lübbe die mehrheitliche Beteiligung an BookRix erworben. Das Münchner Unternehmen bringt jährlich die eBooks tausender Autoren auf den digitalen Buchmarkt. BookRix feierte im Mai dieses Jahres sein 10jähriges Firmenbestehen. Ursprünglich als reines Internet-Startup gegründet und anfänglich ohne jegliche Verbindung zur Verlagsbranche, entwickelte sich das Unternehmen über die Jahre zu einem der führenden auf eBooks spezialisierten Selfpublishing-Anbieter. Der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung erfolgt nun im Zuge der Neuausrichtung der Bastei Lübbe AG.



    Die Bastei Lübbe AG hat sich heute (30.8.) auch vom BEAM Shop getrennt, meldet buchmarkt.de. Die seit 2014 zu Lübbe gehörende Plattform ist auf den Vertrieb von eBooks spezialisiert. Käufer ist die saltation Beteiligungs GmbH mit Sitz in Bielefeld. Der Verkauf erfolgte aufgrund der Neupositionierung von Lübbe und der Konzentration auf das Kerngeschäft. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Der Aufsichtsrat der Bastei Lübbe AG hat dem Verkauf bereits zugestimmt. Die Veräußerung wird mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. August vollzogen.