Beiträge von morty

    Das wiederum fände ich jetzt überaus deprimierend ;) Männer! :kopfsch: :D

    Das Leben ist hart aber ungerecht. Ich muss als Mann Kah-thurak beipflichten - auch wenn es nicht gerade für uns spricht - aber alles andere würde doch sehr in das Reich der Phantasie gehören :D


    Seyra : Verzeih den gewählten Begriff "Frauenliteratur", mir ist ganz ehrlich auf die schnelle nichts besseres eingefallen, wie man diesen Zweig der Belletristik bezeichnen könnte. Hätte den Begriff besser gleich in Anführungszeichen setzten sollen :denk: 
    Hmm, die Idee, dass Rothfuss dies nur tut, um zu zeigen: "Die sind auch nicht perfekt!" hatte ich auch. Trotztdem aus meiner Sicht nicht gut gemacht :S

    Hmm, komisch die Felurian-Episode hat mich jetzt nicht sooo sehr gestört, zumal ich die doch recht "oberflächliche" Beschreibung als eher harmlos verbuchen würde (unbestätigten Gerüchten nach, soll es gerade in der Frauenliteratur durchaus detailreichere und ausfürlichere Abhandlungen des Stoffes geben :floet2: ) Hier würde ich mich sisterdew anschließen: das dort beschriebene ist das, was sich Rothfuss vorstellt, wenn ein 17 jähriger eine Feen-Lustgöttin trifft.


    Viel mehr geärgert hat mich eigendlich die Sache mit den Mann-Müttern bei den Adem. Hallo, erst macht er uns über Seiten klar, was für ein tolles und weit entwickeltes soziales Volk die Adem doch sind. Das Ganze auch noch einigemaßen plausibel und in all seinen "Macken" an Japan erinnernd, um dann das aufgebaute Kartenhaus mit Hilfe des Themas Mann-Mütter wieder einstürzen zu lassen. Das kauf ich ihm nicht ab! Ich glaube - ohne es beweisen zu können - dass es auf unserer Erde kein Volk gibt und sei es noch so primitiv oder isoliert, welches den Zusammenhang zwischen dem Spaß den Frauen und Männer miteinander haben und dem Nachwuchs nicht kennt. Aus meiner Sicht ein blöder faux pas, der zudem noch völlig unnötig ist.

    Als "überzogen" würde ich meine Erwartungen nicht bezeichnen, bei "hoch" wäre ich sofort dabei :D 
    Es mag ja sein, dass die Rahmenhandlung nicht von vorne herein so geplant war, nur, jetzt ist sie da. Und sie wirft Fragen auf, die ich als geneigter Leser doch ganz gerne beantwortet sähe [Details zu Bast und warum er ein Schüler von Kvothe ist, welcher Konflikt gerade im Gange ist, wie kam es, dass er ein Gasthaus am Ar... äh Ende der Welt betreibt etc.]. Kvothes Alter in der Rahmenhandlung hat mir im zweiten Band tatsächlich zu denken gegeben! Nach dem ersten Band wäre ich nie auf die Idee gekommen, ihn als jung anzusehen - vielleicht habe ich aber nur nicht richtig aufgepasst. Ich wäre auch der letzte, der sich gegen eine Fortsetzung auf Basis der Rahmehandlung stellen würde - nur her damit :klatsch:
    Und dennoch gibt es für mich ein paar lose Enden zu viel, neben den Punkten die Du bereits aufgezählt hast würde ich noch Auri und Elodin hinzufügen. Das Geheimnis hintern den Amyr und den Chandrien ist für eine Aufzählung fast zu banal und ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass Rothfuss diese Themen so sparsam zum Ende bringt wie den Prozess an der Universität.

    So, nun gesellt sich zu der "Stille aus drei Teilen" - auch am zweiten Tag wieder Beginn und Abschluss - noch eine vierte. Die Stille die sich einstellt, wenn der Buchdeckel nach dem letzten Kapitel geschlossen wurde.
    Man möchte gleich wieder von vorne beginnen und noch einmal mit Kvothe durch die Universität streifen oder auf große Fahrt gehen und den Wind jagen *seufz*
    Meiner Meinung nach ist die Fortsetzung vom Stil her dem Erstlingswerk ebenbürtig. Sprachlich ein weiteres Fest, dass einen mit Stolz von Fantasy-Literatur sprechen lässt. :klatsch: 
    Ich glaube fest daran, dass auch der letzte Teil in dieser Hinsicht keine Enttäuschung werden wird. Sorgen macht mir nur darum, wie es Rothfuss schaffen will seine Geschichte zu beenden. Die Zeit die in der Geschichte vergeht hat sich im vergleich zum ersten Band verlangsamt. Am Ende von TWMF (das T von The ist wohl notwenig :whistling: ) ist die Geschicht ca. 2 Jahre weiter als am Ende von NotW, Kvothe ist noch keine 18 Jahre, weiterhin an der Universität und vom König der getötet werden soll gibt es noch keine Spur. Auch in der Rahmenhandlug in der Kvothe seine Geschicht erzählt gibt es kaum Fortschritte. Am Ende wissen wir zwar, dass es auch um seine berüchtigten martialischen Künsten nicht mehr so bestellt ist, doch vom warum keine Andeutung.
    Also entweder Rothfuss ändert seinen Stil und damit die Geschwindigkeit des Fortgangs drastisch oder der dritte Tag wird mehr als ein Buch umfassen.

    Hmm, lange nicht mehr auf Forumos gewesen, sieht ein wenig anders aus hier...


    Meine Drohungen haben anscheinend gewirkt, das Buch ist gestern angekommen. Bis jetzt genauso toll geschrieben wie der Vorgänger. :)


    Pogopuschel
    Das Hardcover ist aber auch ein ausgesprochen schönes Buch ;)

    Ja, das Buch ist auch bei mir schon 250 Seiten alt und ich kann bestätigen, dass es keinen Unterschied zum Vorgänger gibt. Es geht nahtlos ausgezeichnet weiter.
    Ganz ehrlich, mir sind es fast zu wenige Unterschiede auf den ersten 100+ Seiten. :( Doch dann wirds besser für mich :daumen3: und die Geschichte nimmt ein wenig Fahrt auf.


    *Edit: Typo*

    Zitat

    Indii
    Nicht schlecht, du hast dich da ja wirklich schnell durchgewühlt.


    Ich muss! Im Juli kommt unsere Tochter zur Welt und mich beschleicht so das dumpfe Gefühl, dass ich danach nicht mehr so konsequent zum Lesen kommen werden :D Zwei Zwerge halten einen zu annähernd 100% auf Trab...
    Mit voranschreitender Seitenzahl schleiße ich mich immer mehr der Fangemeinde von MT an. Auch wenn mich ja gerade brennend interessiert, was mit den gefallenen Bridgeburner passiert, packt einen diese Geschichte wieder total. Vor allem weil man weiß, dass hier noch ziemlich was passieren muss, damit Trull an der Mauer enden kann - und all das Wasser...


    Grüße,
    morty

    Zitat

    Hach, woran liegt das? Gings euch auch so?


    Hallo Quint,
    ja, ging mit ähnlich. Der zweite Band lag wie Blei in meinen Händen und wollte nicht voran kommen. Den Auszügen der Rezension bei Perlentaucher entnehme ich, dass der Rezensent kein Fantasy "Fachmann" ist. Darüber, wie viel TW in dieser Serie bei sich geklaut hat oder von anderen "inspiriert" ;) wurde, haben wir schon mal ziemlich breit diskutiert.
    Ja woran liegt es, dass dieser Band, trotz seiner Stärken, so viele Strecken hat, die einen nicht mitreißen? Vielleicht einfach daran, dass die Geschichte selber nicht so viele Ausschweifungen verträgt. Vielleicht wurden sie diesmal einfach nicht so gut in Szene gesetzt, dass alleine das Lesen Vergnügen bereitet. :nixweiss:
    Hoffen wir, dass der letzt Band wieder an Fahrt aufnimmt und vor allem, dass das Finale mal so richtig fetzt :D


    Viele Grüße,
    morty

    Hallo Leute,


    nachdem ich meine online Präsenz in den vergangenen Wochen stark vernachlässigen musste - Kollege Erikson ist schuld :D - melde ich mich mal wieder zurück - wahrscheinlich nur kurz, muss ja weiterlesen...


    Ich bin aktuell bei Band 5 (Midnight Tides) gelandet und habe an manchen Stellen das Gefühl Steve hat einen Clown gefrühstückt oder, eine andere Theorie von mir, er hat in seiner Freizeit zu viel Pratchett gelesen. Die Szenen mit Tehol Biddict in Letheras sind für sich genommen schon sehr witzig, doch mit Shurq Elalle, der toten Diebin, wird es schon ein wenig absurd (die wiedererweckte Libido :kopfsch:). Einige der Dialoge hätten auch in Büchern von Herrn Pratchett stehen können. Ging es euch auch so?


    Nichts desto trotz bin ich mal wieder darüber erstaunt, welche neues Feld Erikson in diesem Band aufmacht. Immer wenn man glaubt das Bild wird rund, dreht Erikson den Würfel - oder besser Poyeder ;) - um eine Facette weiter gibt uns eine Einsicht in diese Richtung, die einen staunend die Seiten verschlingen lässt. Leider stehen nur noch zwei Bände - und der Rest des aktuellen - in meinem Regal :seufz3:


    Viele Grüße,
    morty

    Thjolvar : Wenn ich ehrlich sein soll, dann sollte es dich nach 300 Seiten schon einigermaßen gepackt haben (bei mir war es jedenfalls so ;)). Ich fürchte - im Gegensatz zu Wulgaru - dass es nach 600 Seiten für dich nicht besser wird. Die Anzahl der Handlungsstränge wird nicht wirklich weniger. Sobald die ersten zusammenlaufen, macht TW gleich wieder neue auf.
    Die zusätzlichen 300 Seiten werden dir wohl nur so viel bringen, dass du dann etwas mehr über die einzelnen handelnden Personen wissen wirst, doch sehr viel wird dies - wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht - nicht sein.


    Viele Grüße,
    morty

    molo, du sprichst mir hier aus der Seele (teilweise wenigstens :D)
    Auch ich bin der Meinung, dass es einen "sense of wonder" durchaus in Romanen der Fraktion "grim an gritty" geben kann. Niemand würde behaupten, dass Erikson zu den Vertretern einer verträumten kuschel Fantasy gehört und dennoch kann Erikson einen packen, dass man - wenigstens meine Wenigkeit - mit 'nem Kloß in Hals und Tränen in den Augen über den Zeilen hängt. Ein Beispiel dafür ist ja schon in diesem Thread genannt worden


    Der Aussage unseres Bloggers, dass diese Momente in Büchern heute weniger sind/ werden kann ich nicht so ganz zustimmen. Alle Bücher die ich in letzter Zeit gelesen haben enthielten solche Stellen, die mich ganz und gar eingenommen und berührt haben. Auch die ganz frischen Autoren Lynch und vor allem aber Rothfuss können hier durchaus als Beispiele angeführt werden.
    Mein Fazit ist: Der "magische" Moment lebt! Unabhängig vom Subgenre, gaaaanz stark abhängig von der Schreibe des Autors und - wie molo schon gesagt hat - vom Leser selber.


    Grüße,
    morty

    "Gewirr" - tja, das hätte ich jetzt nicht wirklich vermutet. Vom Bild her passt es. Von der Stimmung her allemal besser als Kaninchenbau, gell Börne. :D
    Und es klingt sogar ähnlich ;)
    Also Übersetzer möchte ich dann doch nicht sein... ich geh mal noch ein bischen weiterlesen :)


    Grüße,
    morty


    EDIT: Danke für die ausführliche Erklärung, Gero. Ich hatte jetzt nicht vermutet, dass die Übersetzung schon so heftig diskutiert wurde. Jetzt wo ich sie kenne, kann ich es mir allerdings lebhaft vorstellen. Mal stöbern gehen, was die Fanboys so für "korrekte" Übersetzungen in petto hatten ;)

    Jetzt muss ich doch schnell die Gelegenheit nutzen, dass Gero gerade online ist, um eine brennende Frage loszuwerden. Ich lese das englische Original und dachte bis gegen Ende des ersten Buches "Warren" wäre eine Wortschöpfung von Erikson - tja man kann ja nicht alles wissen - bis ich dann doch mal nachgeschlagen habe. Ich war so erstaunt von der Übersetzung, dass mich seit dem brennend interessiert, wie Gero "Warren" übersetzt hat.
    Kannst du mich erleuchten Gero, ich hätte mit der Übersetzung ganz schöne Probleme...


    Grüße,
    morty


    PS: Für alle die das Original nicht kennen, "Warren" bedeutet soviel wie Kaninchenbau/ Gänge eines Kaninchenbaus und gemeint damit sind die Quellen aus denen Magieanwender ihre Kraft/ Energie schöpfen (also Thyr, D'riss, Kurald Galain oder Tellann).

    Zitat

    Iolaranam
    Ich finde sowieso, dass es GRRM n bissl übertrieben hat mit den PoV von Kindern.


    Na, vielleicht sind die ja bald alle erwachsen. Da war doch noch was mit 'nem Zeitsprung...


    Gruß,
    morty

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    boosterpacks
    Ich glaube, dass der Autor Denna mit einem Geheimnis versehen hat, das erst in einem Folgeband aufgedeckt wird, und deshalb im Augenblick noch nichts passieren darf.


    Du meinst, sonst würden nicht selbst die Dorfbewohner von dieser Frau sprechen, wenn da nicht mehr hinter stecken würde? Kann gut sein. Vielleicht ist es aber auch das, was sie mit/aus Kvothe oder Kvothe mit/aus ihr macht, was sie so berühmt werden lässt.:nixweiss: Wie dem auch sei, sie wird wohl noch ein Rolle im zweiten Band spielen [SIZE=7](vielleicht auch im dritten??)[/SIZE]


    Grüße,
    morty

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    Wulfila
    Nein, eher um den Leser daran zu erinnern, wer der Erzähler ist, wie er erzählt und dass es auch innerhalb der Geschichte ein "Publikum" gibt (ganz deutlich etwa an der Stelle mit dem Drachen) - man würde sonst dazu neigen, die Geschichte des Ich-Erzählers als die "Realität" des Buchs zu lesen, dabei aber leicht vergessen, dass sie nur die Erzählung einer (tatsächlich glaubwürdigen...?) Figur innerhalb der Romanrealität ist.


    Hmm, guter Punkt. Hab ich noch nicht so gesehen, gibt aber durchaus einigen Sinn :)


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    Wulfila
    Ganz nützlich sind in diesem Zusammenhang auch die Erzählungen der Wirtshausbesucher über den legendären Kvothe im Gegensatz zu dem, was er selbst sagt - ich fand das alles schon ziemlich gut gemacht und habe mich eigentlich über jede "Unterbrechung" besonders gefreut.


    Bisher war doch das was Kvothe über die Geschehen erzählt hat eher zu glauben und nachzuvollziehen als die Geschichten der anderen. :nixweiss: Egal, diese neue Sichtweise auf die Interludes hat mir gut gefallen, wenn ich das Buch nochmal lese (vielleicht bevor Band 2 dran ist), werde ich den Aspekt mal stärker berücksichtigen.


    Was sagst du als Frau eigentlich zu seiner "Beziehung" zu Denna. Als Mann tendiere ich ja dazu, Kvothe die gleichen Ratschläge geben zu wollen wie seine beiden Freunde, andererseits, ja andererseits ist er, wie er selber nicht müde wird zu betonen, erst 15 gewesen. Tja und die Warnungen des Wirtes Deoch, sind ja recht deutlich, was einen Kvothe allerdings nicht zurückschreckt ;)


    @Teich: Sorry hab vergessen auf deinen Post zu antworten. Keine Ahnung ob PR MacAvoy kennt. Nach deinen Zitaten zu urteilen könnte es schon sein, wenn auch PR Beschreibungen eine andere Richtung nehmen. Er verarbeitet seine "Situation" [SIZE=7](mehr sach ich mal nich)[/SIZE] mit seiner Musik, so dass viel in Richtung Gefühle geht.


    Grüße,
    morty

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    Wulfila
    Das, was dich gestört hat - die Unterbrechungen durch die Rahmenhandlung - fand ich eigentlich gerade klasse, aber ich bin auch jemand, der gern Erzählsituationen in Geschichten mag.


    Gestört hat hier weniger die Tatsache, dass eine Rahmenhandlung vorhanden war, als vielmehr, dass diese nicht vorangekommen ist. Okay, okay, was soll sie auch großartig in 24 Stunden fortschreiten in denen hauptsächlich jemand sein Leben erzählt, aber warum dann überhaupt für eine halbe Seite nichts zurückspringen? Um den Leser bewusst zu machen, dass es noch ein Rahmenhandlung gibt? Um einen Spannungsbogen noch ein wenig in die Länge zu ziehen? Oder vielleicht um einen Themenwechsel zu ermöglichen? Ginge auch alles ohne "Bruch".


    Zitat

    boosterpacks
    Desgleichen die Drogenszene in der Drachenbekämpfung. Auch das hat nicht die Tiefe der starken Kapitel. Es beruhigt mich, wenn der Autors agt, dass das nachgeflickt wurde. So wirkt es auch.


    In letzter Zeit kommt das Thema Drogen im Fantasyumfeld häufiger vor. Nicht das gute alte Met und der Wein als "klassische" Drogen, sondern äquivalente zu unseren modernen abhängig machenden Drogen mit all den häßlichen Nebeneffekten. Stören tut mich hier, dass sie einfach nur existieren, ohne, dass sie eine wirkliche Rolle spielen. Auch PR beschreibt sie als Fakt, mit all seinen negativen Facetten, doch warum? Damit er einen "Drachen" auf Turkey in seine Geschichte einbauen kann? Hmm ein bisschen wenig :nixweiss: [SIZE=7]Interessant, dass ein Drache mit einem vom menschlichen Metabolismus stark abweichenden Stoffwechsel (lagert Eisen in seinem Körper/ Schuppen an) auch auf diese Droge reagiert.[/SIZE]


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    Wulfila
    Teile der Universitätshandlung waren nun inhaltlich auch nicht unbedingt 100% mein Ding, aber da ich Schul-, Internats- und Universitätsgeschichten häufig ohnehin nicht mit so großer Begeisterung lese, ist das eher Geschmackssache als ein echter Kritikpunkt. ;)


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    maschine
    Hm, der Teil hatte mir eigentlich gefallen..dafür fand ich diese Harry-Potter-Episode in der Magierakademie ziemlich nervig, besonders da mir dort Kvothe einfach zu perfekt vorkam


    Naja, maschine, so HP like war es doch gar nicht ;) Und seine eigene Unterrichtsstunde fand ich doch schon köstlich :D Die Passagen finde ich deswegen so gut, weil hier PR sein Magiesystem entwickelt. Alles beginnt wie Physik (Energie kann nicht aus dem Nichts geschaffen oder vernichtet werden) versetzt mit ein wenig mentalen Übungen, schon gibt es erste Erfolge [SIZE=7](ich hänge noch ein wenig an der Sache mit dem Alar, als noch keine Erfolge vorzuweisen *bfg*)[/SIZE]. Dazu noch all die anderen Fächer mit denen sich auch heutige Studenten plagen können (Mathe, Geschichte...*gähn*) Doch dann kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, der lange sehr vage leibt - Elodin, Master Namer. An der Stelle spielt PR vollendet mit dem Leser. Die Episoden mit Elodin sind für den Leser, weil auch für den Erzähler, verwirrend und bringen wenig Licht in die Magie. Außer Ahnungen, die nicht bestätigt werden, hängt man ganz schön in der Luft. Und doch spürt mann, dass hier der wahre Kern der Magie liegt. Mal schauen wie es weitergeht...


    Mal was anderes, wer glaubt eigentlich, dass es am Ende wirklich nur drei Teile sein werden? Wenn ich richtig gezählt habe, dann sind im ersten Band so 6 maximal 7 Jahre erzählt worden. Kvothes Alter ist äußerlich mitte 40-50, aber wie er selber sagt ist er viel älter! Am Ende des ersten Bandes hat er noch nicht gelernt richtige Magie anzuwenden, ganz zu schweigen davon ein Schwert zu führen. Beides wohl Voraussetzungen für all die Taten, für die er so berühmt ist. Ob PR das alles in nur noch zwei Teilen unterbringen kann :nixweiss:?


    So, jetzt muss ich mich um den Haushalt kümmer, sonst gibt es Mecker mit dem Chef ;)


    Grüße,
    morty

    So, nachdem ich das Buch jetzt durchhabe, kann ich den Thread eröffnen :D
    Ein Post in den Buchgedanken schenke ich mir, was sollte ich den Rezis vom Käferl und Booster noch hinzufügen - selten so lange und ausführliche Rezis in der BP gesehen, denen ich einfach nichts Neues hinzufügen könnte.
    Um einen Diskussionsthread anzuschieben braucht man ein paar provokante Aussagen/ Meinungen, sonst wird es ein Fanboy Thread und FFE [SIZE=7](Freide Freude Eierkuchen)[/SIZE]. Was ich sagen will ist, dass ich wohl ein wenig extrem formuliere, das Buch aber wirklich genossen habe. Ich habe z.B. selten jemanden über Musik so schreiben sehen, wie PR.


    Kommen wir zu den Punkten die mir nicht so 100%-ig gefallen haben und über die man bestimmt diskutieren kann:


    Den Teil in den "Slums" als Straßenjunge fand ich nicht wirklich so gelungen. Drei Jahre als Einzelgänger auf diesen Straßen zu überleben ist für mich nicht realistisch. Okay, er hat die Zuflucht bei Trapis, aber ist das ausreichend? Zusätzlich dazu finde ich die Beschreibung viel zu lang und bis jetzt für das Kommende so nicht notwendig.


    Ärgerlich finde ich, dass die Rahmenhandlung in weiten Teilen nicht vorankommt und mir manchmal als nervige Unterbrechung der wahnsinnig schönen Episoden auf den Keks ging. Gegen Ende baut PR aber über die Informationen die er streut einen Spannungsbogen auf, der einen heute schon nach der Fortsetzung lechzen lässt. - Und das Erscheinungsdatum wurde gerade verschoben *stöhn*


    Irrsinnig schön sind die Beschreibungen seiner Musik und was sie für ihn bedeutet. Kann man all das (warmes Gras, trinkende Vögel etc.) wirklich spielen? Ich hab es ihm ohne nachzudenken geglaubt! Huch, das war ja gar keine Kritik, macht nichts, ich fand es einfach beeindruckend.


    Soweit erst einmal von mir.


    Grüße,
    morty

    Zitat

    Wulgaru
    Also darf man Harry Potter damit entschuldigen das die Filme früher noch viel schlimmer waren??? :eek2:
    Also das halte ich dann doch eher für ein Argument der sehr schwachen Sorte.
    Nur weil die Dinge früher schlechter waren, ist das keine Entschuldigung sich keine Mühe zu geben, dass gilt nicht nur für Filme.


    Huch, hab ich das geschrieben? Ich hoffe doch nicht :D [SIZE=7]Wenn doch, Asche auf mein Haupt![/SIZE] Ne mal ernst, das war keine Entschuldigung für schlechte Qualität von heute, nur ein nostalgischer Rückblick. Du glaubst gar nicht was es da - wahrscheinlich auch heute noch :nixweiss: - für einen Schund an Low Budget Filmen gab. Ich kann mich schon gar nicht mehr an die Titel erinnern...


    Zitat

    Wulgaru
    Außerdem.....früher gab es keine guten Fanta-Filme wegen der mangelnden technischen Möglichkeiten?


    Nenene, aber sowas wie den Herrn der Ringe oder HP nur mit Statisten und Echten Puppen zu machen ist halt nicht wirklich möglich. Apropos Puppen, ich hab in meiner Aufzählung doch tatsächlich den "Dunklen Kristall" von Jim Henson vergessen, tststs :kopfsch:
    Tja was den Horror angeht, den habe ich wirklich nicht in meine Überlegung einbezogen, mea maxima culpa. Aber dass F.F. Coppolas Film Dracula "ohne Spezialeffekte bzw. Computereffekte aus" kommt, halte ich für ein Gerücht :D


    Zitat

    Wulgaru
    Hui...das ist mal wieder länger geworden als geplant...
    Ach ja, das war natürlich nichts gegen dich morty, ich bin in diesem Punkt nur völlig anderer Meinung wie du lesen kannst ;)


    Nicht wirklich ;) Eigendlich sind wir gar nicht so weit auseinander, du hast meinen Post nur stellenweise irgendwie falsch gedeutet.


    In diesem Sinne, warten wir auf die guten Verfilmungen von ein paar weiteren Fantasybüchern.


    Grüße,
    morty

    Also wenn man die heutigen Fantasy Verfilmungen mit denen aus den "guten alten" siebzigern oder achtzigern vergleicht... Kinder, ihr wisst gar nicht wie gut ihr es habt :D Erst einmal gab es kaum etwas auf diesem Gebiet, dann war die Technik der Computeranimation war noch nicht wirklich soweit. Das meiste waren Sandalenfilme mit einer handvoll - zum Teil grottenschlechter - Schauspieler, die durch viel Wüste gestreift sind. Filme wie Conan mit unserem Arnie waren schon was besonderes (alle nachfolgenden Filme der Reihe inklusive dieser roten "weiß nicht mehr" - Grace Jones - sind schon wieder jenseits von Gut und Böse ;) ) Ach ja, Ziechentrickfilme gab es noch. HdR das erste Mal im Kino, ein Zeichntrickfilm (leider unvollendet), unvergessen die Umsetzung von Peter S. Beagles "Das Letzte Einhorn" [SIZE=7](Hör zu, hör gut zu, hör nicht auf mich...)[/SIZE] *schwärm*
    Ich möchte hier nicht behaupten, dass moderne Technik ein Garant für gute Filme ist (vgl. Eragon), aber sie Schafft die Möglichkeit Fantasy adäquat auf die Leinwand zu bringen. Die Frage ist jetzt, warum empfinden wir die Umsetzungen als uninspiriert, lieblos? Vielleicht weil wie die Bücher kennen? Wann ist es euch denn das letzte Mal so gegangen, dass ihr einen Film bei Kenntnis des Buches besser fandet als die Vorlage? Ich persönlich kenne nur einen Fall, lest niemals das Buch "Grüne Tomaten" man, man, man! Da sieht man mal wozu es Drehbuchautoren gibt ;)


    Viele Grüße,
    morty