Beiträge von nördler

    Moin!


    Hab hin und her überlegt, ob ich diesen Thread nutzen kann, der ja ursprünglich konkret zwei ehemaligen (?) Forumosen gewidmet war - und mich wie zu sehen ist dafür entschieden. Ich hoffe, das stört niemanden.


    Ich will mich nicht aufspielen und wichtig nehmen. Ein Mensch, der hier ne Zeit lang viel geschrieben hat und zwei oder dreimal auf Forentreffen war - und dann mit kurzen Pausen weg war. Wie gero richtig sagte, es gibt x-Gründe, weshalb jemand plötzlich fort ist aus den grünen Hallen. Und ich denke momentan nicht, daß zum Beispiel ich jetzt wieder dauerhafter hier sein werde.
    Und jetzt kommts, ich will versuchen, da ein, zwei dafür Gründe zu benennen. Weil ich merke, daß ich das loswerden möchte. Muß ja keienr lesen. Oder auch: frisst kein Stroh und kost' kein Geld.
    Grund 1: früher war alles besser. Als ich hier eingestiegen bin, vor vielen jahren, waren sehr viel mehr Leute aktiv, ich glaube auch jüngere, auf jeden Fall aktivere. Die Frotzeleien und der stetige Austausch haben mir damals tierisch Spaß gemacht! Ich saß - wie viele andere auch - oft lachend vor dem Bildschirm. Das hat im Laufe der Jahre stark abgenommen. Bis auf etwa Null. Da kann keienr was für, ist eben einfach so. Und so wie früher wird eh nichts mehr (was ganz oft ja auch nicht verkehrt ist...).
    Grund 2: Mein EInstieg war die Information über Fantasybücher. Ohne das Forum hätte ich manche Perlen nicht entdeckt. Aber im Laufe der Jahre schien es mir mehr und mehr eien ENtwicklung zu geben, daß es über mainstreambücher hier kaum noch Infos gab. Ich hatte das auch mal angesprochen und da gab es den Hinweis, daß sich hier eben viele "Experten" tummeln, die ganz sicher nicht Sachen lesen, die bei amazon empfohlen werden. Um es auf den Punkt zu bringen: mir kam das ein klitzeklein wenig arrogant vor - wofür ich mich gleich auch entschuldigen möchte, denn das war sicher von niemandem so beabsichtigt. Aber der Punkt bleibt: Infos bekommt man hier hauptsächlich nur noch über abgefahrene Exotensachen, was in den Buchhandlungen an Fantasy steht wird hier totgeschwiegen. Nicht aus Absicht, die Aktiven lesen halt andere Dinge. Ich aber nicht (nur).
     
    Trotz allem: so richtig trenne kann und will ich mich nicht von diesem Forum. Ich habe ein paar von euch kennen gelernt und habe alle Treffen, bei denen ich anwesend war sehr, sehr schön in Erinnerung! Auch den Austausch über ernste Dinge hier habe ich als sehr angenehm in Erinnerung und ich hatte da auch oft Gebrauch von gemacht. Die ein oder andere sehr emotionale Sache war da schon dabei...


    Fazit: im Herzen bin ich weiter bei euch - aber die Dinge haben sich entwickelt und ein Dauergast wird aus mir voraussichtlich keiner mehr.


    Eine schöne Nachricht! -:)


    Ich glaube, da werde ich vorher die ersten beiden Bände nochmal lesen wollen. Ich mußte eben doch schon eine kurze Weile überlegen, was das nochmal gerade für ein Plot war... was sicher am gestiegenen Grad meiner Verkalkung liegt und nicht an den Büchern.


    Ich hatte übrigens nicht gemeint, daß mehr an Info irgendetwas besser machen würde. Das ist nunmal der Stil, gegen den ich nichts habe (wäre ja sonst kein Fan der Reihe geworden).
    Vielleicht liegts daran, daß ich mit Crokus nie warm wurde (auch später nicht) und bei den Brückenverbrennern mich am wenigsten mit dem Gespann Kalam-Schneller Ben anfreunden kann.
    Ein Einzelschicksal mithin. Und diese "Problematik" stellt sich für mich auch nur deshalb, weil ich Erikson schon einigen Freunden ans Herz gelegt habe, das aber wenig auf fruchtbaren Boden fiel... sagt jetzt nicht, ich sollte die Wahl meienr Freunde überdenken! ;)


    Bin gerade beim 2. Durchgang und habe die Gärten des Mondes vor mir. -:) 
    Ich weiß jetzt auch wieder, weshalb ich vor Jahren, als ich Leuten diese Serie ans Herz zu legen versuchte, immer dazu gesagt hatte, man müsse sich über das erste Buch etwas hinweg"quälen". Das ist ganz bestimmt nicht schlecht! Nur für mich entfaltet sich bei deisem Band noch nicht dieses später aufkommende Gefühl, Erikson könne über wen und was auch immer schreiben, ich würde alles wie ein Süchtiger weginhalieren. Vielleicht, weil anfangs zu viel Unbekanntes auf einmal kommt? Wobei es für mich jetzt ja nicht mehr unbekannt ist.


    Ich vermag es nicht wirklich zu benennen, aber irgendwie meine ich, daß es einen günstigeren Einstieg in die Reihe hätte geben können.
    Nachvollziehbar?


    Herr Schmidt-Bleek meint, ich hätte gar nicht versucht, die Welt zu retten sondern alles nur noch schlimmer gemacht.
    Ok, er sagt mir das nich direkt, sondern in seinem Buch "Grüne Lügen". Mal wieder eines dieser Bücher, in denen steht, daß unser Wirtschaftssystem und unsere Gesellschaftsordnung jetzt nicht soooo toll sind, wenn man es hier noch länger als ein paar Dutzend Jahre hübsch haben möchte. Er beschreibt sehr anschaulich und gut belegt, wie unsere "Umweltpolitik" eben nicht dazu da ist, die Umwelt zu schützen, sondern lediglich neue Absatzmärkte für eine grüne Wirtschaft erschließen will. Denn besipielsweise Hybridautos (die zu meinen Zeiten beim Umweltsenator total hip waren, fast die Superlösung für alle Umweltprobleme) schaden letztlich der Umwelt mehr, als das die geringeren Schadstoffemissionen ihr nutzen. Weil durch den zweiten Motor, der dazu auch noch schwierige Rohstoffe wie Kupfer enthält, weit mehr Umwelt belastet wird, als führe man mit einer alten Drecksschleuder umher - was jetzt natürlich sehr verkürzt wiedergegeben ist.
    Anders als andere Autoren dieser Sparte malt Schmidt-Bleek die Zukunft aber nicht düster, sondern zeigt einen spannenden Lösungsweg: Statt Arbeit zu besteuern sollte Ressourcenverbrauch besteuert werden. Ganz vereinfacht gesagt, würde "die Wirtschaft" dann mit mehr Arbeitenden Produkte herstellen, die weniger Ressourcenintensiv (von Erzen über Öl und Seltenen Erden bis hin zu Wasser- , Energie- und Bodenverbrauch) sind und länger halten. Vorbei die Wegwerfmentalität und der perverse Kreislauf, immer mehr Mist mit immer weniger Personal zu produzieren.


    Hätte Herr Schmidt-Bleek jetzt noch darauf verzichtet, auf jeder dritten Seite anklingen zu lassen, was er ja für ein geiler Macker ist, wäre das Buch wirklich ausgezeichnet. Außerdem stört es den eingefleischten Öko-Pessimisten (wie mich) schon ein bißchen, daß da wer die Probleme korrekt benennt aber dann frech behauptet, der Wagen lasse sich noch aus der Sch... dem Dreck ziehen, bevor alles zu spät ist! ;)


    Philippa Ballantine - Die Runen der Macht, Das zerbrochene Band


    Ist der dritte Teil der Serie und war wieder besser als der zweite. Nach wie vor lese ich das zweispältig aber gerne. Es ist ambitioniert und flott geschrieben, die CHaraktere, die Welt und die Handlung sind nicht 08/15. Allerdings hoffe ich, daß mit dem vierten, maximal dem fünften Band dann auch Schluß ist.


    3,5 von 5 Punkten


    Sam Bowring - Der Herr der Tränen und Wächter der Lüge


    Da gibt's eine ganz klare Kaufempfehlung von mir, die sich auch ganz besonders an diejenigen richtet, die nach abgeschlossenen EInzelbänden suchen. Zwar sind das hier zwei Bücher, aber vom Umfang her hätte das drucktechnisch auch in ein dickes Buch gepasst. Die Geschichte ist definitiv abgeschlossen, die einzige offen gebliebene Frage wurde im Epilog beantwortet (sonst wird im Epilog ja gerne eine vorher nicht gestellte Frage aufgeworfen...).
    DIe Geschichte ist weit weg vom grim&gritty. Es gibt "böse" Kräfte und Brutalität, aber weder als Selbstzweck noch obsiegen diese Strömungen, einfach nur deshalb, weil die "guten" zu drömelig sind. Viel eher stehen ausgesprochen interessante Beziehungen im Mittelpunkt der Geschichte, ohne das das kitschig wäre oder für junge Mädchen geschrieben.
    Viele Charaktere zeichnen sich durch unfreiwillig erworbene heftige "magische" Fähigkeiten aus. Die sind teilweise so weitreichend in ihren Möglichkeiten, daß man zunächst als Leser die Befürchtung haben könnte, das der Autor das nicht konsequent und schlüssig durchhalten könnte. Tut er aber.
    Das Ende ist vielleicht eine Spur zu happy - aber das mag man ja mal als wohltuende Abwechslung hinnehmen.


    4 von 5 Punkten.


    Am Samstag dachte ich, ein Schwein würde den Tag nicht überleben. Es hat Morgens nicht gefressen und sich nur noch müde über die Weide geschleppt. Was aber eine kalte Dusche mit dem Gartenschlauch so alles bewirken kann! Es lebt und frisst.
    Ebenfalls das einzige Küken wurde bereits mehrmals totgesagt, hüpft aber immer noch laut piepend durchs Gehege.


    Und unser kleienr Kater hat bereits seine zweite Maus gefangen - und es gibt da vielleicht noch eine Dunkelziffer.


    Wie stark ein Boykott ausfällt, hat sicher nicht immer viel mit der "schwere der Tat" zu tun, sondern wie prominent der "Täter" ist und wie viel Bock Medien gerade daruf haben, da einen Hype draus zu machen.
    Aber das ändert uns hier Diskutierende ja nicht daran, einen Unterschied zwischen Kindesmißbrauch und Sektenmissionierung zu machen. (Obwohl diese Sekte ganz sicher nicht harmlos ist und garantiert bereits viele, viele Menschen zerstört hat (ich kannte mal einen Aussteiger, der jetzt andere Menschen berät, die aussteigen wollen. Hartre Tobak.).
    Ich meine - und das wurde hier auch schon gesagt - das der entscheidenen Faktor im Fall MZB ist, das die sich im Jenseits aufhällt (und es da wohl recht warm hat...). Denn ich bin durchaus der Meinung, daß man Autoren, die Kindesmißbrauch begangen haben nicht finanziell durch den Kauf ihrer Bücher unterstützen sollte. Harmloseres Beispiel: ich würde nie ein Buch von Sarrazin kaufen, weil sich so ein Mokel hinstellt und aufgrund der Verkaufszahlen seiner Werke die Richtigkeit seienr Thesen meint beweisen zu können. Einem Käufer würde ich schon mit der Frage konfrontieren, wie er/sie dazu steht - ohne da eine Vorverurteilung getroffen zu haben! Würde MZB noch leben, würde ich einem Käufer ihrer Bücher ebenfalls so eine Frage stellen, vielleicht mit einem Quäntchen mehr an Vorverurteilung...


    Ja, wenn es nur um wirklich üble Sachen geht und nicht irgendwie ein erklärender Zusammenhang aufgebaut wird, würde ich das wohl auch befremdlich finden.
    Aber mal das Beispiel Martin genommen: da kommt ganz sicher kein positives Menschenbild zum Ausdruck und die Geschlechterbeziehungen sind ebenfalls mehr als kritisch zu betrachten. Aber gerade Martin würde ich attestieren, daß er das nicht macht, weil er ein ebenso problematischer Mensch ist, sondern weil er meint, damit mehr Leser zu erreichen, also mehr Geld zu verdienen. Das ist vielleicht auch irgendwie moralisch zu bewerten - aber zeigt meines Erachtens noch andere Möglichkeiten auf, warum jemand etwas so und so schreibt, als das er damit ein Stück von sich selber preisgibt.


    Bisher habe ich noch nichts von Frau Zimmer Bradley gelesen und das wird sich nun auch nicht mehr ändern (wobei das jetzt ein großer Vertrauensbeweis gegenüber Timpi ist, die das hier gepostet hat, denn ich kenne die Diskussion nicht und gehe jetzt einfach davon aus, das das inhaltlich stimmt. Prinzipiell nicht ganz unproblematisch. Jeder weiß, daß es schon tote Kinderschänder gab, die sich im Nachhinein als unschuldig erwiesen haben...)


    Rückschlüsse vom Werk auf einen Autoren zu ziehen finde ich sehr problematisch. Kann nicht gerade auch gute Fantasy den Anspruch haben, den realen Menschen DInge zu präsentieren, über die nachzudenken lohnt, also auch Schlechtes und Übles? Bei Sapkowski würde ich das aus dem Bauch heraus zum Beispiel annehmen (ohnehin stört mich da die Nennung in einem Atemzug mit Martin und Sapkowski. Beim Hexer kommt doch auch immer das Gute im Menschen (bzw Wesen) zutage und es gewinnt nicht immer der hinterhältigere usw).
    Andererseits kann ich mir sehr gut Fälle vorstellen, wo solche Rückschlüsse möglich sind. Aber ich denke nicht, daß man das generalisieren kann. Ok, ich schränke ein: ich persönlich traue mir das nicht zu und bin der Ansicht, daß ein Autor, eine Autorin es schaffen kann, eine grausame Welt mit widerlichen Menschen zu beschreiben und trotzdem ein lieber, netter Mensch sein kann.


    Habe gerade mit Kate Elliotts Sternenkrone angefangen. Bisher (also etwa 250 Seiten) lässt sich das ganz nett an. Gibt ja hier im Forum auch einige Kommentare, wen auch bereits älteren Datums (aber die haben ja auch kein MHD ;) ). Was ich nicht herausgefunden habe uaf die Schnelle ist, ob die Reihe jetzt abgeschlossen ist oder nicht. Ich tippe auf abgeschlossen. Stimmt's?


    Danke Teich für die Links! -:) 
    Wir werden es ab Juli mit der Kombination roll20 und google hangouts probieren. Midgard 5 als System. Der erste Technik-Check verlief zumindest vielversprechend. Und erstmal wollen wir die Videovariante probieren, um noch ein wenig das Gefühl zu haben, gemeinsam am Tisch zu sitzen. Kann aber gut sein, daß wir feststellen werden, daß das nicht nötig ist.


    Ich sag dann mal irgendwann, wie unsere Erfahrungen sind.


    Für mich zählt die Lyonesse Trilogie nach wie vor zu meinen absoluten Lieblingen.
    Ich fand da auch nichts langatmig. Vielleicht, weil ich es sprachlich so schön fand, daß mich ein langsameres Voranschreiten der Geschichte nicht gestört hat.


    Ahasverak : Sapkowski ist ein anderer meienr Top-Fantasyautoren. Insofern machst DU da mE nichts falsch! :-D


    Heute Abend ist es soweit!
    Wir "treffen" uns erstmalig zu fünft online, um eine online-Midgardrunde ins Leben zu rufen - bzw zu reanimieren. Eigentlich kann es jetzt nur noch an technischen Details liegen, wenn da was schief gehen sollte... aber von der Technik sind wir dann nunmal abhängig.
    Wie auch immer, wenn man mich fragen würde, was ich an meinem Leben in Bremen vermisse, dann sind das zwei Sachen: ein regelmäßiger Kneipenabend mit meinen Kumpels und halbwegs regelmäßige Pen&Papaer Rollenspielrunden. Letzteres soll nun zumindest ein bißchen behoben werden. Ob das online auch nur entfernt an eine echte Tischrunde herankommt weiß ich noch nicht.


    Hat da wer Erfahrung?


    Ach ja, seit Ewigkeiten wird es auch wieder Midgard (nach jahrelangen sehr sporadischen Ausflügen nach Runequest und anderen Systemen). Jetzt heisst es back to the roots, die bei mir M2 bzw M3 waren. Jetzt M5, was mir beim Durchlesen sehr gut gefällt!


    Auch. Aber ich vermute, daß es bei älteren Sachen auch weniger "Sendungsbewußtsein" gibt. Ich finde es ganz selbstverständlich, daß jemand ein Buch besser beurteilt, wenn er oder sie irgendwie damit zu tun hatte, außer es nur gekauft zu haben. Nicht als profane Werbung, schon ganz ehrlich, keine Frage. Aber eben nicht ganz "unparteiisch".