Beiträge von Oliver

    Falls wen interessiert, was ich gerade so lese..


    Als Gegenmittel gegen einen kürzlich fürchterlich
    generischen Genre-Roman habe ich mir jetzt mal wieder drei Klassiker auf den
    Nachttisch gelegt. Mit dem ersten werde ich länger beschäftigt sein, denn
    Alexandre Dumas‘ „Der Graf von Monte Cristo“ (ohne ‚h‘ bitte, dat is‘ ne Insel,
    kein Christ!) weist in meiner Ausgabe (die von David Coward wunderbar editierte
    Oxford-Edition) 1109 Seiten auf. Den Stoff habe ich von einigen Verfilmungen,
    die ich mal vor 100 Jahren gesehen habe, nur noch vage in Erinnerung. Ich bin
    kurz vor Seite 200 und ausgesprochen angetan, ja fast begeistert. Das ist ein
    richtiger, saftiger Vollblut-Abenteuerstoff mit Intrigen, Gefängnisausbrüchen,
    Seeabenteuern und vor allem einem furchtbar sympathischen Helden (herrlich
    unironisch-ungebrochen aufrecht); ein Roman, der mir bisher einen Riesen-Spaß
    macht und wo ich jetzt schon Riesen-Lust drauf habe, mir danach diverse
    Verfilmungen von (von 1912-2002) zu gönnen, mois.


    Als Sachbuch lese ich im Moment Tilmann Lahmes Chronik „Die Manns. Geschichte
    einer Familie“. Ein ausgesprochen unterhaltsames Werk, weil Lahme sich abseits
    der unzähligen anderen Biographien vor allem auf die Beziehung der Eltern zu
    den sechs Kindern beschränkt und man nur staunen kann, was diese Racker alles
    so angestellt haben zwischen Geld verprassen, Ausbildungen abbrechen, Heroin
    spritzen, diversen Männer- und Frauengeschichten, Geige üben, selbst Texte
    verfassen, Nazis per Zeitschriften bekämpfen, und sich natürlich vor allem an
    dem ‚Zauberer‘ reiben - an Übervater Thomas Mann. Das Buch will keine
    vollständige Chronik sein und setzt Anfang der Zwanziger (nach den „Betrachtungen..“
    und kurz vor dem „Zauberberg“) ein und schildert insbesondere ausführlich die
    Zeit im Exil. Hochinteressant. Selbst wenn man über die Manns schon viel
    gelesen hat. Einmal wurde ich sogar blass vor Neid: Erika und Klaus Mann hatten
    eine Einladung von Murnau persönlich, „Sunrise“ in der Premiere zu sehen. Mein
    Lieblingsfilm. Hätte ich doch bloß eine Zeitmaschine..



    Ferner lese ich immer noch so viele
    Genre-Kurzgeschichtenmagazine, wie ich irgendwie kann, wobei ich jeder
    Kurzgeschichte nur fünf Seiten eine Chance gebe, dann wird weiter geblättert,
    wenn ichn nicht gefesselt bin. Wo ich hängen bleibe – das sind dann die
    wirklichen Belohnungen. Heraus schält sich, dass ich insbesondere das SF- und
    Fantasy-Magazin Clarkesworld schätzen gelernt habe, welches immer wieder tolle
    Geschichten und Erst-Übersetzungen bringt. Aber auch in vielen anderen
    Magazinen finde ich interessante Artikel und Geschichten, und da man pro
    (Kindle-)Ausgabe auch nur mit 2-3 Euro dabei ist, unterstütze ich das sehr
    gerne, selbst wenn ich mal viel blättere. Blättern? Selbst Menschen, die Geld
    dafür bekommen, den ganzen Tag nur Kurzgeschichten zu lesen (Antho-Herausgeber)
    kommen da sonst bei dem Ausstoß nicht hinterher. Es gibt im Moment nach meiner
    Zählung um die 60-70 angloamerikanische mehr oder weniger häufig im Jahr
    erscheinende Genre-Zeitschriften. Das kann niemand schaffen.


    Mit meinem Sohn lese ich im Moment einen weiteren Band von „Die drei ??? Kids“.
    Bin aber erneut etwas unglücklich. Die Bücher erzählen häufig Geschichten, in
    welchen das Fingerhakeln von Wirtschaftsunternehmen im Hintergrund steht
    (genau, das Kerninteresse von Sechsjährigen) und es wird immer wieder mit
    Nachdruck betont, dass sämtliche unheimlichen Episoden natürlich irdischen
    Ursprungs sind. Ein Weltbild, das ich als Phantastik-Fan betrüblich finde und
    auch mein Sohn findet das immer enttäuschend – auch wenn es dann doch bitte
    nicht zuu gruselig sein darf. Vielleicht mal die Serie wechseln.


    Im Comic-Bereich lese ich im Moment schon zum 4. oder 5. Mal Frank Millers „The
    Dark Knight Returns“. Um vorbereitet zu sein, auf den gerade erscheinenden
    dritten Band der Saga (zwei Ausgaben sind raus) und um endlich mal die
    zweiteilige Verfilmung mir zu Gemüte führen zu können. Sowie Alejandro Jodorowskys
    wunderbaren „Megalex“-Dreiteiler, der toll gezeichnet und erzählt ist. Im
    Manga-Bereich habe ich die Komplett-Lektüre von „Death Note“ mal für zwei ganz
    aktuelle „Attack on Titan“-Bände unterbrochen, die Titanen fangen aber an, mir
    auf den Geist zu gehen: Die offensichtlich nur der Streckung dienende
    politische Intrigengeschichte langweilt und das ewig gleiche
    Titanengrinsendaufdieomme kann mich auch nicht mehr so flashen.


    Reicht erstmal vom Nachttisch? Ja. Ich gehe zurück ins Funkstudio.

    Habe die Anthologie "The Best American Science Fiction and Fantasy 2015" (Hrsg.: John Joseph Adams & Joe Hill) durch und meinen Eindruck bei FB und Goodreads gepostet. Weil es ja immer noch komische Leute gibt, die bei keinem der beiden Dienste angemeldet sind, mein Eindruck auch hier:
    Unter den inzwischen unzähligen Jahresbest-Anthos an phantastischen Kurzgeschichten sticht diese hier insofern heraus, als dass sie Teil einer Publikationsfamilie ist, die sich an Nicht-Genreleser richtet und in den USA in literarischen Kreisen einen guten Ruf genießt. Dies ist der erste Band dieser Art nur mit SF & F und somit auch eine Art Genre-Leistungsschau für Nicht-Genreleser. So hat Herausgeber John Joseph Adams seine Aufgabe auch verstanden, tausende Geschichten gelesen und davon dann 80 ausgewählt und einem Gastherausgeber vorgelegt. Diesmal der preisgekrönte Horror-Bestsellerautor Joe Hill, Sohn von Stephen King. Hill dampfte den Stapel von 80 Geschichten auf 20 ein, schön säuberlich getrennt in 10xSF und 10xF. Das Resultat? Stark, könnte aber besser sein. Ein Genre-Fan kann sich denken, was man bei Joe Hill erwarten kann, Raumschiffe und Hard-SF machen sich rar und die Fantasy-Storys muten häufiger mal etwas seltsam an, was ja nicht schadet.
    Hat ein solcher Anthologie-Ansatz mit dem Nicht-Genrepublikum Vorteile, liest sich das anders? Nur sehr begrenzt. Größter greifbarer Vorteil ist, dass einer der Highlights des Bandes, die apokalypstische Story "The Empties" von Jess Row von einem im Genre völlig unbekannten Autor (Stammgast im New Yorker, Tin House etc.) stammt, der hier in fremden Gewässern höchst erfolgreich fischt. Weiteres SF-Highlight ist die wunderschön-traurige "The Blue Afternoon That Lasted Forever" von Daniel H. Wilson um Kindereinschlafrituale, die unsanft von der Ankunft eines großen schwarzen Loches unterbrochen werden, sowie "Each to Each" um militärisch genutzte Kampf-Meerjungfrauen von Seanan McGuire. Stark natürlich auch die Stories von Joe Walton und T.C. Boyle, die ich schon an anderer Stelle gelesen hatte.
    Da ich Fantasy-Kurzgeschichten nicht so mag, las ich den anderen Teil des Bandes nicht so gerne und fand auch für mich kaum was brauchbares. Fantasy in der Langstrecke immer gerne, Fantasy-KGs um Kobolde, Elfen und so, nein danke.
    Die Geschichten von Alaya Dawn Johnson und Theodora Gross kannte ich schon und habe sie nicht noch mal gelesen (obwohl beide lesenswert sind!), ganz nett und gelungen war noch "Help Me Follow My Sister into the Land of the Dead" von Carmen Maria Machado, und überraschender Weise ein richtiger Stinker ist die Neil Gaiman-Geschichte, die ich auch schon kannte.
    Insgesamt eine durchaus lesenswerte Jahresantho mit einigen starken Geschichten, aber sicherlich nicht die beste ihrer Art im Moment. Der Ansatz, damit Nicht-Genreleser ansprechen zu wollen, macht sich nicht so stark bemerkbar.
    Ob Joe Hill für eine breite Auswahl (gerade, was SF angeht) wirklich der richtige Gast-Herausgeber war, darf man zumindest mal mit einem kleinen Fragezeichen versehen.


    Jetzt freue ich mich auf "Luna - New Moon" von Ian McDonald. Freue mich sehr drauf.

    Ich habe 'Radiance' von Cathrynne Valente ausgelesen.
    http://us.macmillan.com/radiance-2/catherynnemvalente
    Mein Eindruck:
    Ein Roman aus einer Parallelwelt, in welcher unser Sonnensystem so aussieht, wie in SF-Romanen der zwanziger Jahre: Jeder Planet eine Welt voller bunter Wunder. Erzählt wird die Geschichte vom Verschwinden der Tochter eines Filmemachers. In diesem Parallel-Universum hält sich der Stummfilm bis in die späte Hälfte des 20. Jahrhunderts, weil ein gewisser Herr Edison nach wie vor eifersüchtig auf seinen Patenten sitzt.
    Dieses Deco-Punk Setting ist in seiner Schönheit kaum in Worte zu fassen und der verträumte, elegante Stil der Autorin ein Hochgenuss. Der enorme gute Wille als Leser wird aber davon aufgezehrt, dass die hochgradig fragmentarisch-ungeordnete und häufig bewusst schnöde das Setting links liegen lassende Erzählweise der Autorin zwar in der (ja exisiterenden: http://clarkesworldmagazine.com/valente_08_09/) Form einer Kurzgeschichte exzellent funktioniert, bei einer Langstrecke von über 400 Seiten den Geduldsfaden bei aller erschlagenden Schönheit aber etwas zu arg ausfranst.

    Wie immer eine große Menge auf dem Lesestapel:


    Roman: Radiance von Catherynne Valente (Decopunk, großartig)
    SF-Magazine: die neue Analog, Clarkesworld, Apex, Lightspeed, Orson Scott Card's IGMS#47, Andromeda Spaceways Inflight Magazine etc.
    Sachbuch: Das SF Jahr 2015 von Golkonda und eine Autobiographie von Joyce Carol Oates, sowie diverse Zeitschriften (Retro, Juice, Metal Hammer, Schach 64 etc.)
    Comic-Bände: Lazarus Vol. 3, iZombie Vol. 3, Batman Eternal Vol. 3, George A. Romero's Empire of the Dead Act Two, sowie neue Ausgaben von Sex Criminals, Saga und meinen momentanen Lieblingsserien Velvet und Mrs. Marvel.
    Mangas: Death Note Vol. 6, Attack on Titan: No Regrets Vol. 2

    Jetzt ist es amtlich und wir haben es schwarz auf weiss: Es lohnt sich, die Fans lange, lange zappeln zu lassen, so wie Martin und Rothfuss.


    Trommelwirbel.


    "The Wise Man's Fear" geht in der New York Times-Hardcoverliste direkt von der Null auf die 1. (wie Martins letzter Band anno 2005 auch)


    Tusch.


    Das ist für einen noch recht "neuen" Autor schon ziemlich sensationell. Und Fantasy-No.1-Bestseller nun auch nicht soo häufig.

    Im Prinzip zeigt die Diskussion die aktuelle Spaltung Amerikas zwischen Liberalen und Konservativen, also Leuten die die Republikaner wählen und denen die für die Demokraten stimmen.

    Vorsicht, wenn Du das so auf Deutsch schreibst, ist das ein riesiges Einfallstor für Missverständnisse. In den USA ist mit 'liberal' etwas ganz anderes gemeint als bei uns, oder ggf. auch in England. In den USA meint man mit "liberal" in der Regel linke Positionen. Unser Rechts-/Links-Schema passt da nicht so gut. Man sollte lieber sagen: Republikaner-Wähler bevorzugen Freiheit vor Gleichheit und Sicherheit, also weniger Staat (konservativ-liberale Positionen), Demokraten-Wähler bevorzugen Gleichheit und Sicherheit vor Freiheit, also mehr Staat (linke Positionen). Die "Spaltung zwischen Liberalen und Konservativen" gibt es in den USA so nicht. Was wir in Deutschland als liberale Positionen bezeichnen, das würden Demoktraten in der Regel weit von sich weisen und einen zurecht an die GOP weiterverweisen.

    Brandon Sanderson hat gerade eben auf Facebook erzählt, dass es "Way of Kings" bis auf Platz 7 der NYT-Bestsellerliste diese Woche zum Start geschafft hat, sein erster nicht WoT-Top 10 Hit. Das ist ein bemerkenswerter Erfolg und, das kann man wohl ohne Übertreibung sagen, etabliert ihn endgültig als feste kommerzielle Fantasy-Größe. Die neue NYT-Liste geht immer Samstag Morgen (unserer MEZ!) online, ich wundere mich, dass Verlage schon so früh (heute ist Mi, und er meint offensichtlich nicht die Liste, die seit Sa online ist, sondern die nächste) darüber informiert werden können. Andererseits: Die USA Today-Liste, die meist sehr ähnlich ausfällt (nur völlig anders sortiert ist und alle Kategorien zusammen schmeißt) und somit wohl auf ähnliche Daten zugreift, ist immer bereits schon Donnerstag online.


    Aber Stross hat die wohl auch 2009 in einer Sammlung veröffentlicht.


    Palimpsest Novella, published in July 2009 by Ace (US) and in the UK (Orbit) as part of the collection "Wireless".

    Zur Nachlieferung, die Sammlung habe ich gerade die Tage besprochen: http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2404

    Verlage reden doch gern gross, besonders wenn viel Geld zu verdienen(oder verlieren) ist:nixweiss:

    Schon. Aber SOO groß, dass gleich mit dem "Fantasy-Epos dieser Dekade" geworben wird, das ist selten oder passiert, man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege, so zum ersten Mal. 8|


    Öhm, was die Verlage so an heisser Luft absondern ist mir völlig gleich. Nur wurde von Teich eine Rezi auf graspingforthewind verlinkt, und die lobt Sanderson dermassen, dass man meinen könnte ein neuer Messias wäre erschienen. Definitiv eine gekaufte Rezi.

    Gekauft weiß ich nicht und da können wir ja weder das Für noch das Wider beweisen. Nur wenn mir jemand mit so viel Lob kommt, das macht mich skeptisch, die Rezi hat für mich deswegen nur wenig Wert. Zumal ich das große Lob nicht völlig in den beschreibenden Ausführungen wiederfinde und deshalb nicht so genau nachvollziehen kann, warum er sich da mit Begeisterung so überschlägt.

    Also mich würde das interessieren :D


    Mich auch. -:) Die Seitenzahl hatte ich mir ja schon mal selbst zusammen gerechnet (und jetzt den Zettel verlegt, mit Esslemont und ohne "Crippled God" waren das 11.000nochwas) und erschrecken kannst Du mich nicht, weil ich mir das ja in homöopathischen Tagesdosen eingeteilt habe. :naughty: Umfasst Dein Wordcount dann auch schon den "Crippled God"?

    Dieser Re-Read-Lesezirkel auf Tor.com gab den Ausschlag: Ich werde den Zyklus jetzt auch mal systematisch von vorne bis hinten lesen. Zumindest werde ich es versuchen. Um mich zu disziplinieren und um zur Diskussion einzuladen, werde ich mich bei Tor.com und in einigen Foren (auch hier natürlich!) etwas einbringen, aber auch meine eigenen Eindrücke in einem kleinen Nebenblog niederschreiben:
    http://malaztagebuch.wordpress.com/
    Wer möchte, ist zum mitlesen und diskutieren sehr herzlich eingeladen.

    Meiner Meinung nach liefert Sanderson Massenware und wird derzeit einfach nur gehyped. Vielleicht werde ich mal in The Way of Kings reinlesen, aber sicher bin ich mir da noch nicht.

    Ich gehe virtuell seit Tagen um das Buch in der Auslage herum und zögere noch, weil mein Buchstapel auch noch sehr hoch ist, mir 20,80 Euro (Amazon) im Moment zu viel sind und ich gerade mal keinen 1000seiter dazwischen quetschen möchte. Ich werde auch noch ein paar mehr Kritiken abwarten.


    Brooks? Habe ich so lange nicht mehr gelesen (mochte ich auch nie richtig), dass ich es fast mal wieder probieren sollte.

    Ich muss leider gestehen, dass ich den zweiten Roman "The Other Lands" zwischen der Hälfte und 2/3 am Wochenende weg gelegt habe und nicht weiter lesen möchte. Durham macht wieder einiges richtig (Stil, komplexer Plot, vielschichtige Charakterisierungen), er bietet mir aber einfach keine Figuren mehr an, für die ich Lesezeit investieren möchte. Im ersten Band war ich voll an Bord, weil ich mit den vier Königskindern mitgebangt habe. Im zweiten Band


    Andere Personen sind mir zu formelhaft, oder zu nervig (wie dieser fiese Bückling, der die Gunst der Königin gewinnen will). Auch schichtet mir Durham zu viel Verrat und Genozid auf, selbst das wird in zu großen Dosen schal. Den dritten Band werde ich nicht mehr lesen. Außer ich höre, dass er ein Wunderwerk sei.

    Ich habe "The Other Lands" jetzt angefangen und bin auf Seite 99 von 465.


    Zitat

    Natürlich kann man Durhams erzählerischen Ansatz auch als Nachteil empfinden - ich hingegen halte ihn für einen der Vorzüge, die die Acacia-Trilogie deutlich über etliche konkurrierende Werke hinausheben.


    Dem kann ich zustimmen, ich finde Durhams Charakterbeschreibungen bisher ganz ausgezeichnet, so dass sich das Buch bisher, obwohl sehr wenig veräußerlichte Handlung passiert, hervorragend liest. Wenn mich meine Erinnerung nicht völlig trügt, hat sich Durham gegenüber dem ersten Band in den Beschreibungen noch gesteigert, ich bin nach einem knappen Viertel schon auf einige wunderbare Szenen gestoßen.


    Gespannt bin ich nun, wie Durham mit dem "wenigen Platz" auskommt; für eine Fantasy-Schwarte ist das Buch recht schlank und die "eigentliche Handlung" beginnt jetzt auf Seite 100 so langsam gerade erst..

    Ich kann ja als einer der DPP-Macher mich mal kurz hier einschalten:


    Ganz leichtes Bauchgrummeln kan ich ja verstehen, wenn eine DPP-Gewinner Seite im Jahr des Gewinns den DPP-Machern dann einen Artikel widmet, aber nun auch nicht so viel Grummeln, dass man das nicht hätte machen dürfen. Hier gleich ethische Verbote bzw. unethisches Verhalten ins Feld zu führen, finde ich etwas unverhältnismäßig. Ja, man kann das so oder so sehen. Die Beobachtung ist andererseits aber übrigens auch richtig, dass wir nicht gerade mit solchen Anfragen überrannt werden.


    Bei 1.800 Stimmen würde ich nicht von "nur" sprechen, auch nicht in Anführungszeichen. Nochmal: Selbst beim OSCAR stimmen nur ca. doppelt so viele ab, und viele US-Genre-Literaturpreise haben nicht so viele Abstimmende bzw. Stimmen.


    Mit Kritik können wir eigentlich sehr gut leben, zumal in den letzten Jahren auch immer mal wieder durchaus konstruktive Kritik kam, die dann auch prompt in den Jahren darauf in den Abstimmungsmodus eingeflossen ist.


    Wenn Fantasyblogger aber moniert, dass wir in dem Interview nicht darauf eingegangen wären, wie Mehrfachabstimmungen verhindert werden, offenbart diese Frage wenig Praxistauglichkeit. Eigentlich sollte jedem aufgehen, dass wir kaum öffentlich die Kreativität von Cheatern beflügeln, geschweige denn, ihnen Bastelanleitungen an die Hand geben möchten. Nur mal fürs Protokoll: Selbstverständlich haben wir (sogar mehrere) Instrumente und Prozeduren für Fake-Votes, bzw. dagegen. Die werden wir aber doch nicht öffentlich machen. Und auch nicht öffentlich darüber reden.


    Noch was fürs Protokoll: Wir verschließen uns keinesfalls kritischen Fragen. Immer her damit, sofern Sie konstruktiv sind.

    Zitat

    Original von TeichDragonVia Fantasy Debut:


    [quote]PHILADELPHIA (AP) -- The Federal Trade Commission will require bloggers to clearly disclose any freebies or payments they get from companies for reviewing their products.


    Ich bespreche in meinem Blog ständig Sachen, und dafür bezahlt mich keine Sau. Verdammt! :seufz3:


    Was genau mache ich falsch und WO kann ich mich beschweren? :lesen2:

    Zitat

    Original von TeichDragon
    Ich werde mal ein paar der gigantischen Threads schließen


    Nur mal ein kurzes Obiter Dictum von mir allgemein: Ich finde dieses Forum in seiner User-Zusammensetzung, der Gesprächskultur und der Themenwahl famos. Trotzdem bin ich hier nur selten Gast, weil ich mit der Foren-Threadkultur meine Probleme habe und damit nicht zurecht komme.


    Ich bin halt mit Foren aufgewachsen (aufgewachsen, wie das klingt.. :rolleyes: :D ), die die Threads eher thematisch angehen, während hier fast alles auf Sammelthreads hinausläuft, die man jeweils mitlesen muss um an Bord zu bleiben. Obwohl es hier sehr interessante Sammelthreads gibt, bin ich es einfach forenkulturell nicht gewohnt, die jeden Tag mitzulesen.


    Ja, das ist alleine mein Problem, nicht das des Forums und seiner User. Ich wollte nur mal ein Lob loswerden und erklären, warum ich hier so selten bin. :(

    Zitat

    Original von Pogopuschel
    Das ist dann mal ein Beispiel, bei dem ich nicht auf die Übersetzung warten kann. Auch wenn ich dann zweimal das gleiche Cover im Regal habe. :D


    *umfalle*
    WIESO KRIEGE ICH DAS JETZT ERST MIT?? 8o 8o 8o


    *wieder aufrappel und geschwind zur Bestellung schreite*

    Zitat

    Original von Buecherwyrm
    Erst heute schaffe ich es den Thomas' Leserbrief an den Spiegel ins Blog zu setzen. Er nimmt dabei Bezug auf Urs Jennys Artikel zur Fantasy,


    Der Brief von Thomas (liest er eigentlich auch hier mit?) ist differenziert geschrieben und in vielem zutreffend, also beides Eigenschaften, die ich (im Gegensatz zu Thomas' Worten übrigens) dem Speigel-Artikel gerade nicht zugestehen wollte, den ich völlig daneben fand. Sein Brief ist nicht abgedruckt worden, oder? Das mag mit der Länge zusammenhängen.