Beiträge von gekko

    Ich denk, dass beide ihr fest vorgenommenes Konzept hatten


    Martin hatte ja schon diverse Konzepte … ob jetzt die Aufgabe speziell der 5-Jahres-Lücke alles zu Fall gebracht hat wage ich nicht zu beurteilen (auch, weil ich nicht meine dass alles zu Fall gebracht wurde). Man könnte dann auch sagen es sei schiefgegangen als die Geschichte nicht in eine Trilogie gepasst hat o.ä.

    Ich hoffe diesbezüglich sowieso, dass es vielleicht eines Tages eine Art Directors bzw. Authors Cut geben wird, der beide Bände verschmilzt oder neu arrangiert.


    Es ist grundsätzlich relativ einfach möglich (für Leser) die beiden Bücher zu einem E-Book zusammenzufügen und die Kapitel neu zu ordnen.
    Die beiden Bücher lesen sich in der Tat ganz gut zusammen. Die Handlungsstränge kamen mir nicht langsam vor wenn sie nicht mehr so stark im Fokus standen und sich stärker abwechselten. Natürlich ists nicht perfekt ohne editorische Anpassung (v.a. die beiden Jon/Sam-Kapitel, die sich überschneiden).

    möchte aber geros Fragen unterstreichen und weiß ja nicht, ob man sich da so einfach rauswinden sollte


    Das macht es jetzt nicht unbedingt einladender, nachdem geros Fragen schon unangemessen schulmeisterlich rüberkamen.

    und zwar in einem völlig anderen Rahmen als bei diesen Völkern, bei denen die Vergangenheit angeblich vorne liegt usf.


    Hier würde mich interessieren woher du das »angeblich« beziehst (und warum du dieses Thema als weniger interessant ansiehst).
    Aber wie gesagt, diese Diskussion kann auch von mir aus gerne beendet oder verlagert werden.

    Btw, ich bin offen wie weit wir das OT führen wollen.

    Ich sehe nicht, dass hier irgendjemand behauptet hat, die Struktur der Sprache und die Struktur des Denkens seien identisch.


    Vielleicht eher, Sprache sei das Medium des Denkens?


    Das geht mir auch oft so


    Das war bei mir eine Zeitlang genauso. Hatte bei mir feministische Gründe, ich fand mich in der englischen Sprache einfach besser aufgehoben. Dann habe ich allerdings gemerkt, dass das nicht stimmt, sondern nur von meinem "Deutsch-Denken" aus so schien.


    Aber die Annahme, dass die Struktur der Sprache einen Einfluss auf die Struktur des Denkens hat (wie du sagst) bzw. dass Erstere Letztere grundlegend prägt (wie z.B. ich sagen würde, und wie Timpi es mit etwas anderen Worten sagt), geht in beiden Fällen von einem Zusammenhang zwischen beiden Strukturen aus und bewertet nur unterschiedlich, wie eng dieser Zusammenhang ist.


    Bzw. welcher Qualität er ist, und entsprechend ob wir diesem Einfluss ausgeliefert sind oder ob er umgangen werden kann. Das sind Fragen, zu denen ich keine generelle Stellung beziehen wollen würde, sondern mir die spezifischen Einzelfälle anschauen wollen würde. Ich habe das Gefühl (sprich: es interessiert mich, aber ich habe mich nicht umfassend eingelesen) diese Frage stecke erst im zweiten Paar Kinderschuhe.

    Jetzt frage ich dich, wie denkst du? Und wann hast du es gelernt? Und mit welchem Instrumentarium hinterfragst du dein Denken?


    1. Zu dieser ein bisschen allgemein gehaltenen Frage weiß ich nichts zu sagen ;)
    2. Habe ich es gelernt oder ist es eine angeborene Fähigkeit? In was für Debattenabgründe wollen oder können wir uns stürzen?
    3. Das wiederum ist offensichtlich – mittels Denkenkraft :)
    Insgesamt kenne ich übrigens eher die Sprachwissenschaft als die Denkwissenschaft.

    einfach weil die Tiefenstruktur meines Verstandes und Denkens an die deutsche Sprache gebunden ist


    Ich glaube auch nicht, dass Denken und Sprache voneinander entkoppelt sind


    Eine brisante Frage, und ich tendiere in die andere Richtung. Wobei ich Einflüsse der Struktur der Sprache auf die Struktur des Denkens anerkenne; aber eben nicht dass beides identisch ist oder dass erstere letztere vollständig bestimmt.

    Ich hab mich inzwischen auf das Niveau der Filme eingestimmt, und erwarte nichts mehr von dem was ich an Tolkiens Büchern mag. Als überdrehter Action-Klamauk-Film war er dann ganz nett, die Fässerszene war in diesem Sinne dann sogar unterhaltsam.
    Trotzdem, schade um Martin Freeman. Und GdT. Und Tolkien.

    Da Jonathan Stroud mir als Name von hier bekannt war, habe ich mir mal Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe angehört. Ich fands nett, auch wenn ich an manchen Stellen geahnt habe was kommt und dann ungeduldig warten musste. Aber wenn ich die Möglichkeit hab, werde ich mal die Augen nach den nächsten Bänden offen halten.

    Je, nu ... gerade das, was da zum Teil auf das Stichwort "Eyetracking" folgt, macht mir eher Bauchweh, als dass es mich froh stimmt. Autoren, die feststellen können, an welchen Stellen die Leser unaufmerksam werden - und die diese Stellen dann umschreiben? Also ich weiß ja nicht ... Es ist ja nicht so, dass wir nicht schon genügend "marktgerechte" Literatur hätten, die so stromlinienförmig wie möglich auf den (zwar nur vermuteten, aber so what) Lesergeschmack zugeschnitten wird. (Wobei diese Eyetracking-Sache beileibe nichts Neues ist; das einzig Neue daran ist, dass die Kamera jetzt eben im Reader - aka im Prinzip da, wo auch der zu lesende Text steht - zu finden ist.)


    Gerade das mit dem eyetrackenden Tablet glaube ich erst wenn ichs sehe. Soweit ich das weiß ist das Zukunftsmusik. Aber zu bedenken ist wohl auch wie akkurat der Artikel ist:
    »Eine andere Variante des Speedreading besteht darin, mit einem Blick mehrere Wörter gleichzeitig zu erfassen, ohne diese bewusst einzeln zu lesen. Diese "Fixationen", wie Dingler diesen Blick nennt, will er mit digitaler Hilfe verbessern.«
    Diese Passage zeugt von Unkenntnis seitens Spektrum, da der Begriff Fixation keine Erfindung von Dingler ist und beileibe nicht allein mit Speedreading zu tun hat.


    Ungeachtet all dessen kann ich nur sagen, dass ich "normale" (d.h. mit einem einigermaßen normalen Satzspiegel und einer vernünftigen Schrifttype ausgestattete) Papierbücher schneller lese als eBooks (ich habe allerdings keinen Kindle, sondern aus bestimmten Gründen einen Sony); von daher bin ich anscheinend ein Unikum und meine Aussagen bezüglich eBooks sind deswegen vermutlich auch nicht sehr relevant. ;)


    Zum ersten: Wie hast du das festgestellt? Sowohl die Mainzer Studie wie auch eine andere im Artikel erwähnte fanden ja, dass Leute ihr Leseverhalten zugunsten von Druck falsch einschätzen.
    Zum andern: Ich bin neugierig was du unter einem einigermaßen normalen Satzspiegel & vernünftigen Schrifttype verstehst -:)


    Grüße, gekko

    Da es quasi in eigener Sache ist: die Studie an der Uni Mainz, die erwähnt wird, ist hier frei zugänglich. Dabei wurden u.a. keine Unterschiede zwischen dem Lesen auf Papier und auf einem eInk-Reader gefunden.


    Grüße, gekko


    P.S.: Zur gleichen Studie: »Aber plausibel sind die Ergebnisse dennoch: Wer am Bildschirm liest, kann die Schriftgröße selbst bestimmen.« Das ist zwar richtig, hat mit dem Experiment aber nichts zu tun – der Vorteil von Tablets für Ältere war da, obwohl die Schrift gleich groß wie auf Papier und Reader war. Wahrscheinlich hat die Beleuchtung des iPad den Älteren geholfen.

    Steven Brust schrieb:

    A man sets out to become a hero because he knew his mother had been hoping for a girl and he wants to be the daughter she never had.


    Wunderbar!


    Das klingt jetzt vielleicht etwas klugscheißerisch, aber ist die Bedeutung dieser Szene wirklich so unklar?


    Same here. Was gibts an dem Schwerterklirren aufzufallen? Es ist deutlich hörbar, würde ich meinen.


    Grüße, gekko

    weil z.B. Überschriften, Geschichtenanfang, Liedtexte, fast alle Rätsel etc. in den Film eingebaut wurden auf sehr liebevolle Art


    Als m.E. ziemlich unpassend “In a hole in the ground…” zitiert wurde, war das nur ungefähr das erste Mal, dass ich über das Drehbuch die Nase gerümpft habe.
    Übrigens auch bei den meinem Empfinden nach recht vielen Stellen wo Lehn- und Fremdwörter wie text benutzt wurden. Das zerstört auch ein Stück weit den Humor der ›anachronistischen‹ Rechtssprache in Bilbos Vertrag. Besonders unangenehm ist mir divine aufgefallen. P.S.: So wie auch den Igel Sebastian zu nennen …


    Grüße, gekko