Beiträge von Truhe

    Hmm, da komm ich ja gerade zum richtigen Zeitpunkt...


    nachdem ich heute auf der Arbeit gesehen hatte, dass der neue Sapkowski da ist, hab ich mich im ersten Moment gefreut, im zweiten gewundert und im dritten ziemlich geärgert - einerseits als Kunde aber vor allem als Buchhändler.


    Zum einen finde ich die Verpackung eher hässlich (von den beiden Alibi-Sammel(?)-Postkarten will ich mal gar nicht anfangen), außerdem hat die Hülle keinen Verschluss, sodass sie, sobald man das Plastik entfernt hat, immer leicht offen steht. Im inneren liegt eine stinknormale DTV-Premium Ausgabe, die normalerweise 14 € kostet. Wo stecken da bitte die restlichen 10 €? Zumindest ich empfinde das als Verarsche und werde das Ding so auch nicht kaufen und was das eigentlich traurige ist, auch keinem Kunden empfehlen - was mich dann wirklich ärgert, weil ich Sapkowski für einen interessanten und empfehlenswerten Autoren halte, der mal nicht den typischen Fantasy-Einheitsbrei schreibt. Aber egal.


    Ich habe ja gar nichts gegen eine schöne Ausgabe, die dann auch gerne ein bißchen mehr kosten darf - aber doch nicht so. WArum nicht mal bei den Pc-Spiele-Kollegen abschauen, wie sowas geht? Poster, Karten, Metallfiguren, ect. und was man nicht alles in Sammlereditionen von Spielen findet. Wahrscheinlich hätte ich trotzdem gemeckert (auch weil das Design so gar nicht zu den ersten beiden Büchern passt...), aber wenn die Ausstattung besser und der Preis niedriger und vor allem angemessener gewesen wäre, hätt ich es gekauft.


    Truhe, der gerade etwas geladen ist

    Sry, hat sich schon erledigt, da ich's heute in der Berufsschule vorgetragen habe. Hat ganz gut geklappt und dass mit den Titeln war denen jetzt auch nicht so wichtig; es ging eher drum, dass ich ein paar Beispiele geben sollte, wofür meine Liste dicke gereicht hat. Typischer Fall von sich selbst zu viel Gedanken und Arbeit gemacht :rolleyes:


    Trotzdem danke


    Truhe

    Hab gerade die vielen Antworten überflogen (um jede einzelne so genau zu lesen, wie sie es verdient hat, hab ich leider gerade nicht die Zeit :( ... hoffentlich hab ich am Wochenende mal ne ruhige Stunde dafür ?( ) und finde es auf jeden Fall toll, wie viele Leute (mit sehr interessanten Punkten :) ) geantwortet haben.


    Danke Truhe

    Da ich im Moment für eine Berufsschuleaufgabe daran bastle, wie theoretisch eine gute Comic-Abteilung aussehen könnte, wollte ich die Comic-Fans im Forum mal fragen, welche Titel man eurer Meinung nach da haben sollte. Ich will nicht, dass ihr mir meine Arbeit abnehmt, sondern über meine Auswahl diskutieren (was seht ihr genauso, was fehlt noch, ect.), da mir die Sache am Herzen liegt und eure Meinung mich interessiert.


    Danke schonmal im vorraus


    Meine Auswahl:


    Y Man
    Ex Machina
    Sandman
    Das letzte Einhorn
    100 Bullets
    Fables
    Hellboy
    Sin City
    300
    V wie Vendetta
    Watchmen
    Die Sache mit Sorge
    Persepolis
    Preacher
    Bones


    Grüße Truhe


    :edit:


    Hat sich erledigt.

    Persönliche Empfehlung: "Farben der Magie" von Pratchett


    Ansonsten würde ich es von der Stimmung abhänig machen:
    -eher Lust auf was Lustiges, Sartirisches: Pratchett.
    -eher Lust auch was Ernsthafter bzw. was Historisches: MZB


    Truhe


    :EDIT: Fehler berichtigt.

    Da ich gerade in einer eher grüblerischen Stimmung bin, habe ich mich mal wieder einem meiner Lieblingsthemen zugewandt: menschliche Verhaltensweisen und ihre Gründe. Und wie ich so vor mich hingrüble, kommt mal wieder die, wie ich finde, sehr interessante Frage auf, was mich persönlich eigentlich so an Fantasy fasziniert, dass die Bücher diese Genres mich nun schon fast für die Hälfte meines Lebens als (eine der weinigen) Konstanten begleiten.
    Ich weiß, dass dies eine ziemlich theoretische Frage ist, die auch ein (vllt. übertriebenes Interesse) zur Selbstanalyse und -interpretation vorraussetzt. Trotzdem hoffe ich (und meine bisherigen Erfahrungen in diesem Forum als Leser und gelegentlicher Verfasser stimmten mich sehr zu versichtlich :) ), dass der eine oder andere seine, natürlich rein subjektive, Meinung zu diesem Thema posten wird. Dafür Dank im vorraus dafür.


    Da ich aber das Thema selbst aufgebracht habe, will ich mit gutem Beispiel vorangehen und meine Gedanken zum Thema darlegen:


    Also, was ist es, was mich so fasziniert an Fantasy? Wenn ich so zurückdenke an meine ersten Bücher aus diesem Bereich und an mein damaliges Leben, denke ich, das die viel gescholtene Realitätsflucht zumindest am Anfang eine wichtige Rolle spielte. Auch wenn ich das Glück hatte, an einer Privatschule zu landen, war die Akzeptanz für Träumer und Vielleser nicht besonders hoch 8o . Ich erinnere mich, mich oft in eine der vielen phantastischen Welten geflüchtet zu haben, wenn die Realität mal wieder unerträglich schien. Als ich älter wurde, rückte dieser Aspekt deutlich in den Hintergrund und wurde ersetzt durch den Wunsch nach Eindeutigkeit. Wer sich, wie ich, viel mit Politik beschäftigt, wünscht sich irgendwann irgendetwas (oder genauer gesagt eine Welt), in der nicht alles relativ und unsicher ist und in der man nicht überlegen muss, ob man nicht gerade Propaganda aufgessen ist. Selbst wenn in Fantasy-Romanen der Bösewicht nicht fest (jenseits aller Zweifel) definiert ist - was selten genug vorkommt - hat man am Ende doch absolute Fakten, auf Grund derer man die einzelnen Charaktere und Handlungen bewerten kann, da man seine Informationen von einem allwissenden und damit immer rechthabenden Autoren hat.


    Grüße Truhe, der hofft, sein Anliegen einigermaßen klar gemacht zu haben :rolleyes:

    @Graufell


    Hab Redstar 1 bei mir rumliegen. Die "Zeichnungen" (sind, glaub ich, am Computer entstanden) sind gelinde gesagt atemberaubend. Die Story selber schwankt bisher zwischen sowjetischer Propaganda und Mystery-Story, deren Qualität man wohl erst in den nächsten Bänden abschätzen kann.
    Von daher: wenn du eher auf die Artworks wert legts, hols dir, wenn dir eher um die Story geht, würd ich eher was anderes empfehlen.

    Nachdem ich es endlich mal wieder geschafft habe, ein paar Bücher zu Ende zu lesen, hier meine wie immer zutiefst subjektive Gedanken:


    Greg Bears: Blutmusik


    Hab ich mir eigentlich nur gekauft, weil ich die Reihe Meisterwerke der SciFi von Heyne so schön finde. Leider merkt man dem Buch ziemlich deutlich an, dass es schon mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hat. Die Geschichte, die sich zumindest anfangs vor allem mit Gentechnik und ihren möglichen Folgen auseinandersetzt, wirkt bei diesem Thema deutlich veraltet; dabei aber handwerklich so gut geschrieben, so dass ich den ersten Teil des Buches durchaus genossen habe. Doch leider beschränkt sich der Autor nicht auf diesen Handlungsstrang und versucht, von den Folgen der Genexperimente ausgehend, eine ziemlich weit hergeholte und dummerweise auch nicht nachvollziehbar begründete Menschheits-Aufstiegs-Geschichte zu entwickeln. Ab diesem Punkt geht es mit dem Buch leider deutlich bergab, da die Handlung für mich immer abstruser und vor allem langweiliger wurde.
    Zusammenfassend kann ich leider keine Empfehlung aussprechen, auch wenn ich das Buch als für seine Zeit visionär anerkenne, weshalb man es als wohl trotz allem als wichtiges Werk der SciFi bezeichnen muss.


    2,5 von 5 Punkte



    Paul Torday: Lachsfischen im Yemen


    Als ein Scheich in seinem Heimatland Jemen Lachse ansiedeln möchte, stellt ihm die englische Regierung, auf gute Pulicity hoffen, englische Wissenschaftler zur Verfügung. Aus der Perspektive der Projektleiterin, des leitenden Wissenschaftlers sowie des PR-Beraters des englischen Präsidenten erzählt der Roman in Form von Briefen, Tagebuchauszügen und Zeitungsberichten den Verlauf des scheinbar undurchführbaren Projekten mit allen seinen Höhen und Tiefen. Dabei macht der Autor niemals den Fehler, ins lächerliche oder zynische abzugleiten, sondern nimmt seine Figuren und ihre Ansichten ernst, weshalb man ihm den eigentlich irrsinnigen Plot und die eine oder andere aufgesetzt wirkende Nebenhandlung gerne verzeiht und bis zum Ende mitfiebert, ob das Projekt ein Erfolg wird oder nicht.
    Hervorragend gelingt es dem Autoren auch, den verschiedenen Charakteren einen eigenen, passenden Sprachstil zu verleihen (auch wenn die Charktere zum Teil etwas klischeehaft sind) und lässt einige amüsante Momente entstehen, in dem er die gleiche Szene aus der Perspektive unterschiedlicher Personen schildert.


    4 von 5 Punkten



    Robert Mitchell: Der Wolkenatlas


    Im Endeffekt handelt es sich bei diesem Buch weniger einen Roman als um 6 sehr lose miteinander verbundenen Kurzgeschichten die zwischen frühem 19. bzw. 20. Jahrhundert und einer sehr fernen Zukunft spielen und sich mit Themen wie Freiheit, Selbstbestimmung und dem Auf und Ab von Zivilisation beschäftigen. Die Geschichten werden als Tagebuch, Interview, Lagerfeuergespräch oder einfach als Erinnerung jeweils aus der der Perspektive der jeweiligen Hauptperson erzählt, wobei der Autor für jede Hauptperson eine passende sich deutliche unterscheidende Sprache benutzt (bis hin zu extremem Slang, der jedoch zum Glück nur selten aufgesetzt wirkt). Von der (subjektiven) inhaltlichen Qualität unterscheiden sich die Geschichten deutlich: während ich einige sehr beeindruckend fand, haben mich andere eher mit einem Fragezeichen darüber zurückgelassen, was mir der Autor sagen will. Doch auch diese Geschichten sind unterhaltsam, aber leider nicht mehr, weshalb ich nicht die 4 oder 4,5 Punkte vergeben kann, die ich gerne würde.



    3,5 von 5 Punkten

    @ Ivy


    Kinder- und Jugendbuch... das ist nicht so meins :rolleyes:


    Und leider läuft Fantasy bei uns unter Taschenbuch/Belle, d.h. wer Fantasy machen will, muss auch Krimi/Thriller machen ;( Von daher konnte ich mich bei der Fantasy (als Warenuntergruppe) nicht so ganz wohl fühlen.


    Am liebsten würde ich ja Comic (und wenns sein muss auch Manga), SciFi und Fantasy als Arbeitsbereich wählen, aber ich glaube nicht, dass das passieren wird - zumindest nicht in meiner Buchhandlung.

    @ Ivy


    Das mit der Reise war eher allgemein gemeint. Ich find die Abteilung einfach klasse; bisher die Abteilung, die mir in der Ausbildung am besten gefallen hat (und ich habe schon fast alle durch).
    Wenn ich bei uns während der Arbeit privat ins Netz gehe, krieg ich glaub ich ziemlich Ärger. Für so was ist unsere Firma deutlich zu groß.


    @ maschine


    Aha. Irgendeine Lieblingsbuchhandlung (Fantasy/Allg.)?

    Hmmm, ich finde jetzt die Seite nicht, wo ichs gelesen habe, aber irgendwo stand, dass es wohl nur eine sehr kurze Kurzgeschichte bzw. ein Entwurf ist (hab irgendwas von 800 Wörtern im Kopf), der versteigert wird.
    Also wirklich vor allem PR.



    Truhe, der versucht, die Meldung wieder zufinden

    TeichDragon


    Danke. :] Lob hört man immer gerne...


    Ich befürchte aber, dass du relativ selten ins Ruhrgebiet kommst, oder?
    Wenn doch: bei uns dürfen die Kunden auch (fast) alles; hab ich zumindest manchmal das Gefühl X(



    Truhe, der gerade die Arbeit in der Reiseabteilung genießt


    @all


    Der Traumkunde bzw. der beste Kunde des Buchhändlers ist immer noch der Buchhändler selbst ;)

    Das ändert nichts daran, dass man den Titel nicht da behalten kann, wenn er sich nicht ausreichend verkauft. Ich weiß, das wird hier keiner gerne hören, aber bis auf relativ wenige Ausnahmen sind Verkaufszahlen entscheidend. Und wenn dann noch kein wirklich Fantasy-affiner Kollege die Abteilung leitet, haben es Sachen, die sich schlecht verkaufen, die man aber gut empfehlen könnte, sehr schwer. Anders siehts natürlich bei Sachen aus, die sich entsprechend verkaufen, da haben wir z.T. die komplette Reihe da (z.b. "Lied von Feuer und Eis").


    :edit:


    gero war schneller.

    maschine


    Klar würde sich die Serie besser verkaufen, wenn der erste Band da wäre bzw. würde sich der erste Band sicher ab und zu verkaufen. Das Problem dabei ist, dass sich dann immer noch nicht genug verkaufen würde, um es zu rechtfertigen, den Titel zu behalten. Es gibt trotzdem andere Titel, die sich besser verkaufen und die man deshalb lieber da hat.


    Theoretisches Beispiel:


    Sagen wir mal, ich würde jeden Erikson 1x am Lager haben und jährlich einmal verkaufen (was ziemlich optimistisch geschätzt ist nach meiner Erfahrung). Dann hätte ich trotzdem genug andere Titel die sich 2x oder 4x im Jahr verkaufen. Warum soll ich also aus buchhändlerischer Sicht den Erikson da behalten, wenn andere Sachen sich deutlich besser verkaufen?

    Was meinst du mit dazulegen? War das Buch bei keiner der Buchhandlungen vorrätig oder haben sie es nur nicht zusammen mit dem Neuen präsentiert?


    Gerade in größeren Buchhandlung läuft das (Nach-)Bestellen von Titel normalerweise nach den Verkäufen laut Warenwirtschaftssystem. Wenn ein Titel sich dann nicht gut genug verkauft (=entsprechend der Wünsche der Buchhändler), kann er relativ schnell aus dem Sortiment fliegen und der Buchhändler freut sich, dass er Platz hat für die nächsten Novis. Nur relativ wenige Reihen werden von daher komplett oder auch nur mit den älteren Bänden vorhanden sein. Wirtschaftlich ist das auch in Ordnung, da sich die meisten Sachen am Anfang gut und dann relativ schnell schlecht verkaufen.


    Bsp. aus meiner Buchhandlung: Eriksons "Spiel der Götter"
    Verkauft sich am Anfang ganz passabel, weil die Fans es kaufen und stürzt dann ab. Von daher haben wir immer nur die alten Bände da, die vom Anfang übrig geblieben sind und sich noch nicht verkauft haben.

    Wenn dir Erikson gefallen hat, versuchs doch mal mit der Reihe "Black Company" von Glen Cook. Im Prinzip so ähnlich wie Erikson, bloß weniger verwirrende Hintergrundhandlung und eine Konzentration auf eine Söldnereinheit in einem grausamen und realistischen Krieg. ISt bisher glaub ich nur teilweise auf Deutsch erschienen.


    Fazit: Mittelmäßig komplex und ziemlich episch.


    Ansonsten fand ich die Triologie (?) "Kreis der Raben" von K.J. Parker sehr ansprechend, wobei ich zugeben muss, dass die Lektüre sich manchmal sehr zieht und die Geschichte oft erstmal unverständlich ist. Nur zu Empfehlen wenn du mal was ganz anderes lesen willst, dann aber sehr gut. Und alleine fürs Ende lohnt es sich....


    Fazit: Sehr komplex, dafür weniger episch.


    Auch sehr gut fand ich Laura Resnicks Triologie "Chronik von Sirkara", die leider nicht vollständig ins Deutsche übersetzt wurde. Intelligente und düstere Erzählung über den Befreiungskampf eines unterdrückten Inselvolkes. Realistische Charaktere in einer angenehm eigenständigen Fantasywelt, Magie Kämpfe und Intrigen (so ungefähr zu gleichen Teilen).


    Fazit: Nicht übermäßig komplex, aber sehr schön episch.


    Hoffe geholfen zu haben


    Truhe


    :Edit:
    Wo ich gerade Teichdragons Post sehe:
    Die magischen Städte sind vom Weltenentwurf wirklich sehr schön, konzentrieren sich aber sehr stark auf Politik/Intrigen und die Charaktere.

    Zitat

    Wer schreibt überdies heute noch Bücher auf einem guten literarischen Niveau? Es werden immer weniger.


    Tut mir Leid, aber das hört sich für mich nach dem typischen "früher war alles besser" an.
    "industrielles" Schreiben als Schreiben nach Trends gab es früher sicher genau so wie heute; außerdem gibt es ja, wie schon erwähnt, zum einen eine entsprechende Nachfrage und zum anderen erlauben es gerade diese "sicheren" Umsatzbringer, auch mal ein Risiko einzugehen und was Inovatives zu drucken/ans Lager zu nehmen.



    Zum Thema Jungs:
    Ich denke nicht, dass es zu wenig interessante (vllt. nicht unbedingt literarisch gute ;) ) Kinderbüchern gibt. In dem Bereich habe ich eigentlich nie Probleme gehabt, wenn ein Kunde eine Empfehlung für einen Jungen wollte. Klar ist ein großer Teil Serienkram (Magisches Baumhaus, Wilde Kerle, Drei Fragezeichen, Drei Fragezeichen Junior,Fear Street und was nicht alles noch), aber es gibt, zumindest meiner Erfahrung nach, genug Fantasy/Sport/Krimi/Thriller für Jungen. Problematisch und mich in fast in den Wahnsinn treibend war dagegen der Jugendbuchbereich, der von Problemliteratur (manchmal auch für Jungs) und Schullektüren beherrscht wird. Was komplett fehlt ist der Bereich der Unterhaltung für (männliche) Jugendliche, weshalb ich die Kunden hier am liebsten einfach zu den Erwachsenen-Taschenbücher geschickt hätte (und auch ab und zu habe :rolleyes: ). Wirklich fehlen tut mir der Bereich Unterhaltung für männliche Jugendliche aber auch nicht, da meiner Erfahrung nach die meisten ohne Probleme mit Erwachsenen-Büchern glücklich werden. Von daher weiß ich gar nicht, ob explizite und umfangreiche Jugendliteratur (für Jungen) überhaupt notwendig ist?

    Zitat

    Original von Wulfila
    SciFi = Tiefe Gedanken (die vielleicht auch noch mit unterhalten mögen)/ Fantasy = reine Unterhaltung


    würde ich so nicht unterschreiben, was ich aber unterschreiben würde wäre:
    bei SciFi ist es, in bestimmten Bereichen, eher möglich oder sogar üblich das ein Buch wegen dem Gedankenkonstrukt des Autoren positiv gesehen wird, auch wenn es von der reinen Unterhaltung (Story, Charaktere) nicht so toll ist oder dem einzelnen nich so gefällt, während Fantasy mehr Wert auf die Geschichte legt (nicht nur als Transportmittel für Ideen). Da ich oftmals das Gefühl habe, das Bakkers Romane eine bestimmte Idee (Menschlicher Wille/Beeinflussbarkeit) transportieren, denke ich, dass sie manchen Fantasylesern weniger zusagen als es bei einem gleichartigen SciFi-Roman und SciFi-Lesern der Fall wäre. Mehr wollte ich nicht sagen :) .


    Zitat

    Original von Wulfila 
    die Annahme, dass Anspruch und (nicht anstrengende) Unterhaltung sich völlig ausschließen müssen


    Natürlich können anspruchsvolle Texte auch unterhaltsam sein. Mir ist noch nicht ganz klar, wo ich das Gegenteil behauptet habe ?( .

    Zitat

    Original von nördler
    Nochmal zu meiner Actionkritik: über die Darstellung der Schlachten habe ich kein Wort verloren, sondern als Beispiel diese Pferdekampf-Szene...


    Mein Fehler. Ich bezog mich allgemein auf Kämpfe, nicht nur auf Schlachten.


    Allgemein zu den Büchern:


    Zitat

    Original von nördler
    Aber natürlich ist dieser Punkt - wie viele andere - ein subjektiv-emotionaler


    Ich denke, dass fasst das Grundproblem ziemlich gut zusammen. Bestimmte Charaktere, Handlungen, ect. wirken auf die Leute, die hier diskutieren, so unterschiedlich, dass man nicht wirklich darüber streiten kann, weil es zu subjektiv ist.
    Ich kann z.B. nördlers Probleme mit den Büchern größenteils nachvollziehen 8o , was aber nichts daran ändert, dass ich es komplett anders sehe :rolleyes: . Nördler liest das Bucher eher als Fantasyroman, der unterhalten soll (nicht negativ gemeint), während ich mir eher (wie gesagt: wie bei SciFi) die Unterhaltung mühsam selbst aus den Gedanken und Konzepten des Autoren heraussuche (allein schon für das Konzept und die Umsetzung der Dunyain würde ich die Bücher sofort wieder lesen).
    Als reiner Fantasyroman funktioniert PoN wirklich nicht, dazu hat der Autor mMn zu viel seiner philosophischen Ansichten in die Texte mit einfließen lassen (einer der großen Kritikpunkte, dass dauernde beschreiben der Gedanken seiner Charaktere, entsteht mMn aus dem philosophischen Interesse des Autoren daran, warum Menschen Dinge tun, bzw. wodurch sie beeinflusst werden). Nicht umsonst ist sein nächstes Werk ein Thriller über das Nichtvorhandensein Freien Willens ( Interview ).


    Hoffe, das ist einigermaßen nachvollziehbar.


    Die Truhe