Beiträge von Fansal

    Obwohl ich ja eigentlich Greg Keyes weiterlesen wollte, habe ich mir gedacht, dass ein bisschen deutsche Fantasy zwischendurch nicht schaden könnte - denkste! Denn Teil drei der Reihe Die Insel der Stürme war ein richtiger Flop. Kann sein, dass mir die Erinnerung einen Streich spielt (den Vorgänger habe ich immerhin vor über einem Jahr gelesen), aber irgendwie hat der Schreibstil von Frau Göttner zwischen Band zwei und drei eine deutliche Wandlung vollzogen - zum Negativen.


    Besonders genervt haben mich die unglaublich gestelzten Dialoge, so würde in der Realität niemand reden. Dazu kommt noch, dass die Geschichte langweilig, die Auflösung absurd, die Überraschungen abwesend und die Charaktere plakatik sind. Ein paar Logikfehler und sprunghafte Entwicklungen sind ebenfalls dabei. Ach ja: Warum verwendet die Autorin nur noch das Präteritum und verzichtet fast vollständig auf das Perfekt? Das Ergebnis ist jedenfalls ein ganz schlechter Stil, der mir Kopfschmerzen bereit hat. Oder um es mit den Worten Göttners zu sagen: "der mir Kopfschmerzen bereitete".


    Insgesamt ein ganz schwacher Abschluss einer Reihe, die mir zumindest vor einem Jahr sehr gut gefallen hat.


    1 von 5 Ziegenkrieger

    Kurz und knapp: Das beste Fantasy-Buch, das ich seit dem letzten Erikson gelesen habe! 8o


    Etwas ausführlicher: Keyes lässt den Leser lange über die Einzelheiten seiner faszinierenden Welt im Dunkeln. Statt alles erklären zu wollen, vertraut der Autor darauf, dass der Leser bei der Stange bleibt und sich die Details nach und nach zusammensucht. Das funktioniert auch bestens, denn das halbe Dutzend POV-Charaktere gehört durch die Bank weg zu den am besten ausgearbeiteten Figuren meiner Leselaufbahn. Auch wenn das Buch sowohl den griesgrämigen aber herzensguten Waldschrat... äh, Wildhüter als auch den naiven jungen Mönch und den ebenfalls jungen, äußerst hübschen und im Schwertkampf geschulten Supersoldaten im Angebot hat - die paar Klischees haben mich nicht gestört, zumal sie durch tolle, witzige, mitreißende Dialoge bestens kaschiert werden. Ach ja: Die aufmüpfige Prinzessin ist natürlich ebenfalls vertreten ... ^^


    Da es sich bei The Briar King um den ersten von vier Bänden handelt, werden natürlich am Ende der über 500 Seiten viele Geheimnisse noch nicht aufgelöst. Gut so! Denn der Haupthandlungsstrang des Buches findet trotzdem einen befriedigenden Abschluss. Wie gesagt lässt Keyes noch viele Fragen zu Welt und den größeren Zusammenhängen offen - ich persönlich bin unglaublich gespannt auf die nächsten Bände, die bereits auf meinem Nachttisch liegen.


    5 von 5 Dornen - Greg Keyes versteht sein Handwerk :)

    Ups, da hatte ich doch glatt aus Versehen einen neuen Thread eröffnet anstatt hier zu posten. *unschuldig pfeif*




    Soho, drei Fünftel der The Banned and The Banished-Serie liegen hinter mir. Um die Bücher kurz zusammenzufassen, eignet sich weiterhin der Begriff "klassische Fantasy" am besten. Es ist schon erstaunlich, wie viele Klischees Clemens unter einen Hut bringt. Selten waren die Linien im Kampf Gut gegen Böse derart klar gezogen, selten waren die finsteren Kräfte derart finster. Gegen den Herrn der Gul'gotha sieht selbst Sauron wie ein Chorknabe aus :D


    Achtung: Namen aus dem Gedächtnis niedergeschrieben


    Aber der Reihe nach: Wit'ch Storm schließt unmittelbar an die Ereignisse aus dem ersten Teil der Reihe, Wit'ch Fire, an. Die Abenteurergruppe befindet sich weiterhin auf ihrer Reihe nach A'loa Glen, der Insel der Magier, wo sie das Blood Diary bergen wollen. Das fasst den Plot so ziemlich zusammen, denn im zweiten Band passiert praktisch nichts. Klar, es gibt viele Kämpfe, immer wieder neue Mutationen des Bösen (irgendwann langweiligen die ach so dunklen Kreaturen des "Herz des Bösen" nur noch) und die Protagonistin Elena lernt mehr über ihre magischen Kräfte. Was mir aber ganz klar gefehlt hat, waren die Nebengeschichten und der Blick auf die anderen Gefährten neben der Wit'ch und ihrem einarmigen Beschützer Err'il. Der Elf Meric, der Oger Tolchuk und der hinterhältige Mogweed verkommen zu Statisten, die meist einfach mitgeschleppt werden. Außerdem


    Gerettet wurde das Buch hauptsächlich durch den zweiten Erzählstrang, in dem es um Elenas Bruder Joach und seinen unfreiwilligen Aufenthalt auf A'loa Glen geht. Dies und die Einführung neuer Charaktere wie der Mer'ai Sywen und den Bloodrider Kast lassen mich dann doch noch durchschnittliche 3 von 5 blutigen Magierhänden vergeben.


    Wit'ch War hat mir dagegen sehr viel besser gefallen, was auch daran liegt, dass die Handlung endlich mal in Schwung kommt und der Kampf um A'loa Glen sehr mitreißend geschildert ist. Mit 700 Seiten ist der dritte Band das dickste Buch der Reihe - der Autor hat den zusätzlichen Platz gut genutzt und räumt den anderen Charakteren neben den Hauptakteuren wieder mehr Raum ein. Das wirkt sich positiv auf die gesamte Erzählung aus.
    Zudem verwischen zumindest andeutungsweise endlich die Grenzen zwischen Gut und Böse, auch wenn das Ganze noch sehr rudimentär bleibt. Doch mit der Rückkehr von


    Insgesamt war Wit'ch War meiner Ansicht aber der bisher beste Band der Reihe, was von mir mit 4 von 5 Meerdrachen gewürdigt wird.

    Zitat

    Original von Colophonius
    Google spuckt bei der Suche nach diesem Namen Bilder von einer graulockigen Rentnerin aus. :zweifel:


    ....Wie passend! :D


    Nicht zu vergessen diesen jungen Herren hier, dem die Rolle auch wie auf den Leib geschneidert ist:


    http://www.facebook.com/profil…xKwAAAAjKRzGn-TcxMw%2C%2C



    btw, Sean Bean ist klasse, allerdings scheint der immer die Rollen zu bekommen, die im Laufe des Films/der Serie sterben. Hat er eigentlich schon mal bis zum Filmende vor der Kamera gestanden? :D

    Viel klassischer kann man Fantasy eigentlich nicht schreiben: Der Beginn der Banned & the Banished-Reihe ist kein Meisterwerk und strotzt nicht vor neuen Ideen, bereitet die alten Klischees aber durchaus schmackhaft auf. Gefallen hat mir zum Beispiel, dass hier der böse Herrscher schon längst gewonnen hat, das Land aber deswegen nicht von plündernden Heerscharen des Bösen heimgesucht wird - stattdessen gehen die Menschen ganz normal ihrer Arbeit auf dem Feld nach, dank kreativer Neuschreibung der Geschichte stehen die einstigen Invasoren inzwischen sogar als Befreier dar :D
    In diesem Zusammenhang ist es aber doppelt schade, dass der Dunkle Herrscher als Sauron-Verschnitt ohne jede Schattierung daherkommt. Auch seine Nazguls äh ... Skal'tums kommen doch arg klassisch daher als finstere, widerliche Drachen-Abkömmlinge. Ich hätte mir ein ambivalenteres Böse gewünscht, dessen vorerstes Merkmal nicht das grausige Aussehen seiner Diener ist.


    Die Geschichte beginnt gut, die Art, wie die Gefährten zueinander finden, hat mir gefallen. Immerhin werden sie zur Abwechslung mal nicht zusammen auf eine Mission ausgesandt, um die Welt zu retten - in der Tat könnte die Wit'ch in ihrer Mitte am Ende sogar die Apokalypse herbeiführen. Wo wir schon bei der Protagonistin sind: Das kleine Mädel namens Elena ist leider nicht eben als Sympathieträger geeignet. Erst war sie mir viel zu weinerlich, dann wandelte sich zum Ende des Buches diese Entwicklung ins Gegenteil; Elena wurde viel zu schnell erwachsen, was ihre Gedankengänge und Entscheidungen angeht. Immerhin gleichen die anderen (stereotypen, aber liebevollen) Charaktere diesen Mangel aus. Besonders Rockingham als Diener des Dunklen Lords fand ich gelungen genauso wie den Umstand, dass


    Apropos Mängel: Dafür, dass Wit'ch Fire 500 Seiten stark ist, passiert verflucht wenig. Diesen Mangel an echtem Nährwert kann man aber verzeihen, wenn man bedenkt, dass es sich um den ersten Teil einer fünfbändigen Serie handelt. Ich bin mir sicher: Da kommt noch was :)



    Insgesamt gibt es für diesen sehr klassischen, handwerklich gut gemachten Serienauftakt von mir 3,5 von 5 rote Hände.

    Endlich mal meinen Wunschzettel abarbeiten ...

    • Wit'ch Fire (und die vier Nachfolgebände der Banned & the Banished-Serie) - James Clemens
    • The Briar King (plus die drei anderen Bände vonm The Kingdoms of Thorn and Bone) - Gregory Keyes

    Ich fasse mich kurz: Sehr spannender Fantasy-Krimi-Thriller-Horror-Irgendwas. Eine interessante Welt (18. Jahrhundert, in dem Magie, Pistolen und Dampfmaschinen nebeneinander exisiteren) und auf Anhieb sympathische und gut ausgearbeitete Charaktere sowie ein Schreibstil der zum "Nur noch eine Seite, dann mach ich das Licht aus, Schatz, versprochen!"-Syndrom führt. Was mich an dem Buch gestört hat, war allerdings die Charakterisierung des Bösewichts. Dessen Identität bleibt viel zu lange im Dunkeln, man kann keinerlei Beziehung zu ihm aufbauen und daher auch nicht seine Motive verstehen. Das in Zusammenhang mit dem äußerst unspektakulären "Endkampf" sowie ein paar Längen im Lauf der gut 700 Seiten sind aber schon die einzigen Kritikpunkte.


    4 von 5 Totenschädeln

    Nach dem Lesen bin ich schlauer: Der Aufkleber "Vom Co-Autor von Die Elfen" war doch eine Warnung. Auch wenn Der letzte Steinmagier lediglich ein Debütroman ist, muss er sich in meinen Augen dennoch mit den Großen der Fantasy messen - und da versagt das Buch auf glorreiche Art und Weise.


    Die Handlung spielt in einem ans alte China erinnernden Land, in der die Steinmagier mächtige Zauber wirken. Doch ein Schatten liegt über dem Reich, seit einer der Steinmagier die Kaiserin versteinert hat und die unbesiegbare Armee der magischen Steinkrieger daraufhin die Kaiserstadt vom Rest des Landes abgeschnitten hat. Seitdem regieren größtenteils korrupte Fürsten das Reich und streben nach der Macht. Zu Beginn des Buches sterben alle Steinmagier in einer großen Schlacht - bis auf einen, Wurishi Yu, den Lehrling eines der größten Zauberer. Mit dem Erbe seines Meisters im Gepäck und einigen Gefährten an seiner Seite flieht er aus seiner Heimat, da Fürst Dayku Quan sich des Erbes der Steinmagier bemächtigen will - in den Schriften schlummert nämlich der Zauber, um die Steinkrieger zu befehligen und so an die kaiserlichen Insignien zu gelangen. Doch Yu könnte mit den antiken Zaubern auch die Kaiserin aus ihrem Gefängnis aus Stein befreien. Ergo ist sein Leben in Gefahr.



    Zuerst zum Positiven: Die asiatisch/chinesisch angehauchte Welt hat mir gut gefallen, ebenso wie die Idee der Steinmagie und die Verknüpfung von Statuen (Wer hat da Terrakotta-Armee gesagt?) mit der Unsterblichkeit. Der Plot ist solide, eine typische Fantasy-Quest-Heldengruppe-reist-durchs-Land-Geschichte eben. Ein paar Charaktere wie der Räuber Yan (bei den Namen bin ich mir nicht ganz sicher, ich habe das Buch schon vor einer Weile gelesen und habe es derzeit nicht griffbereit) oder der Grüne Krieger haben mir gut gefallen, da sie einen Hauch Diversität mitbringen. Darüber hinaus fühlt der Leser sich in die Welt hineinversetzt und die Spannung wird größtenteils aufrecht erhalten.


    Jetzt zu den deutlich schwerer wiegenden Mängeln: Die Charaktere sind (bis auf die erwähnten Ausnahmen) schrecklich eindimensional. Besonders Protagonist Yu ist derart gestaltlos und uninteressant, dass er von mir aus auch auf Seite 10 sterben hätte können. Noch schlimmer sind aber die beiden unsterblichen Adeligen Li und Shi: Sie trotten das ganze Buch über eigentlich nur als unnötiger Ballast mit und besitzen null Persönlichkeit. Das hat dann wohl auch irgendwann der Autor gemerkt und eine unsägliche Sequenz etwa in der Mitte des Buchs eingebaut: Für einige Wochen halten sich die Gefährten unerkannt von ihren Verfolgern in der Stadt auf. Zum einen stellt dies einen unverzeihlichen Bruch in der Spannungskurve dar, da die vorher sehr rasante Verfolgungsjagd einfach für knapp 100 Seiten aussetzt. Zum anderen stopft der Autor diese Zeit mit unnötigen und uninteressanten Geschichten voll, die dem Leser wohl die Charaktere näher bringen soll. Sie tun es nicht.
    Zwar geht Yan auf einige Raubzüge, Li und Shi verlieben sich und zwischen Protagonist Yu und der kaiserlichen Leibwächterin (Name vergessen) bahnt sich ebenfalls etwas an. Aber das alles rasselt der Autor lustlos herunter und lässt nicht die Charaktere agieren, sondern macht den Fehler, diese Ereignisse zu erzählen. Dadurch gerät diese ganze Episode leider furchtbar zäh und langweilig. Ein bisschen Kitsch kommt dann noch hinzu, wenn die angedeutete Beziehung zwischen Yu und der Leibwächterin in die heiße Phase geht: Die Entwicklung, dass sich eine meherere hundert Jahre alte Unsterbliche in einen derart ungeschickten, uninteressanten und unglaublich einschläfernden Jüngling von 19 Jahren verguckt, hat mich zu keinem Zeitpunkt überzeugt. Einfach nur schrecklich unrealistisch, schon tausend Mal ähnlich gelesen und damit langweilig.


    Dann wären da noch ein paar Mängel am Schreibstil. Besonders oft ist mir aufgefallen, dass der Autor scheinbar Probleme damit hat, Synonyme zu finden. Normalerweise bin ich ja auch dafür, die Dinge beim Namen zu nennen, aber hier geht das doch etwas zu weit, wenn alle zehn Zeilen in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen das gleiche Nomen zwei- oder gar drei Mal benutzt wird. So kann ich das Wort "Gefährten" beispielsweise nach der Lektüre von Der letzte Steinmagier gar nicht mehr sehen, derart inflationär wird es im Buch benutzt.
    Dazu kommen einige Stilbrüche wie die Wechsel in der Erzählperspektive, wenn statt Yu aus Sicht der anderen Charaktere die Geschichte erzählt wird. Diese sind fast allesamt unnötig und der Autor hätte sie meiner Meinung nach besser weglassen sollen. Das wäre auch der Länge des Buchs zugute gekommen, denn die 604 Seiten ziehen sich besonders in der Mitte ganz schön. Besonders unschön waren die teils abstoßend detaillierten Beschreibungen diverser Folterszenen, die so gar nicht zu dem ansonsten eher Jugendbuch-typischen Stil des Romans passen.


    Ebenfalls unschön: Die Unsterblichkeit der Helden fällt negativ auf. Und damit meine ich nicht den Zauber, der Li, Shi und die Leibwächterin auf immer jung hält. Sondern den Umstand, dass die Heldengruppe in Kämpfen natürlich immer siegreich ist und nie in Lebensgefahr schwebt. Außer in einer Szene, in der dieser Umstand aber sofort wieder ab absurdum geführt wird: Der (nicht unsterbliche) Yan wird von einem Schwert in den Bauch getroffen, laut Magier Yus Analyse ist er dem Tode nahe. Außerdem hat Li (Oder war es Shi? Auf jeden Fall einer der Unsterblichen.) eine Pfeilspitze in der Brust stecken. Yu entscheidet sich nun also dafür, mit seiner ach so mächtigen Steinmagie, die Pfeilspitze zu entfernen, da diese den Heilungsprozess Lis/Shis stört. Dazu braucht er mehrere Stunden, erschöpft seine magische Energie komplett und ist anschließend für drei Tage bewusstlos - um eine kleine Pfeilspitze zu entfernen wohlgemerkt.
    Wer jetzt gedacht hat, dass Yan in dieser Zeit seinen Verletzungen erlegen ist (immerhin eine Bauchwunde, die Yu als tödlich bezeichnet hat), der irrt sich: Der gutmütige Räuber turnt schon längst wieder munter herum, jagt sogar und feiert eine rasante Genesung. Wohlgemerkt ist er NICHT mit dem Zauber der Unsterblichen ausgestattet, der die Heilung des Körpers beschleunigt. Eine derart unrealistische Szene habe ich schon lange nicht mehr gelesen ....


    Und zum Schluss noch ein kleiner Minuspunkt: Wie sonst in kaum einem anderen Buch habe ich hier eine Karte vermisst, da der Autor einem von Beginn an fremdklingende Namen von Städten und Fürstentümern um die Ohren haut, bis man von dem Yu-Wu-Quan-Gu-Buchstabensalat vollständig verwirrt ist.


    Fazit: Deutsche Fantasy bleibt ein Fall für sich, bis auf Heide Solveig Göttner und Nina Blazon haben mich noch keine deutschen Autoren überzeugen können. Daher gibt es auch für dieses Machwerk lediglich 1,5 von 5 Findlingen.

    Zitat

    Original von elora
    Aus Helsinki mitgebracht:


    J.R.R.Tolkien - HOBBIT eli SINNE JA TAKAISIN


    Als nunmehr bekennender Fan der Finnischen Sprache konnte ich es mir nicht verkneifen, den Hobbit auf Finnisch mitzunehmen. Lesen werde ich das Buch zwar wohl nie können, aber schon allein den geschriebenen Text zu sehen ist großartig! ;)


    Komische Leute gibt's :stupid: ;)

    Zitat

    Original von Börne
    Betrachte es als Empfehlung, a) waren die Elfen von den Kreaturen Romanen mMn. das Beste und b) hat mir der letzte Steinmagier ganz gut gefallen.


    Pah, ich fand Die Elfen grottenschlecht 8-)

    Das Fantasy-Debüt des guten Herrn Stackpole hat mir deutlich besser gefallen als vor ein paar Wochen sein zweiter Versuch namens Once a Hero. Eine einfache, aber gut erzählte Geschichte mit einer interessanten Grundidee (den Talions und deren Unterkaste der Justice, die im Namen der Gerechtigkeit Verbrechern die Seel aussaugen). Auch in diesem Buch verwendet Stackpole Rückblenden und Zeitsprünge bei jedem neuen Kapitel. Das funktioniert zwar besser als in Once a Hero, weil der Leser mit Nolan immer den gleichen Protagonisten vorgesetzt bekommt (als Jugendlicher und Erwachsener), aber so ganz glücklich war ich mit dem System dann doch nicht. Das liegt vor allem an den Kapiteln, die sich mit der Ausbildung des Charakters zum Justice beschäftigen; dieser Teil erinnert an einen halbgaren Jugendroman inklusive Love-Story und einer ätzenden "Der Held kann alles und ist der beste"-Mentalität. Der Protagonist macht praktisch nie Fehler, weiß alles besser und ist sowieso der tollste. Ach ja und nebenbei ist er noch


    Die Erwachsenenhandlung fand ich um einiges besser als die Rückblenden, allerdings krankt sie meiner Meinung nach daran, dass es erst nach über der Hälfte des Buches überhaupt mal richtig losgeht. Nolans eigentliche Mission wird dann recht schnell abgehakt und mündet in einem unspektakulären Ende. Insgesamt ganz ordentliches Lesefutter, aber nichts für einen zweiten Durchgang.


    3 von 5 Totenschädeltattoos

    Hab kürzlich im Kaufrausch meine DVD-Sammlung um ein paar Serien ergänzt. Ganz großes Kino dabei: Die erste Staffel von Damages, die hierzulande den Untertitel Im Netz der Macht trägt. Anwaltsfilme fand ich ja schon immer klasse, aber diese Serie hat mich gepackt wie zuvor kaum eine - besonders erstaunlich, weil zumindest man in der ersten Staffel nicht ein einziges Mal einen Gerichtssaal von innen sieht! :D


    Aber diese extrem spannende Handlung mit den beiden Erzählsträngen (Vergangenheit: Anwaltsgehilfin Ellen Parsons arbeitet der Staranwältin Patty Hewes in einem gigantischen Betrugsfall zu; Gegenwart: Ellen sitzt wegen Mordverdachts im Gefängnis - sie soll ihren Verlobten umgebracht haben) ist einfach eine Klasse für sich. Wie die normale Geschichte und die eine Gänsehaut erzeugenden Rückblenden ineinander übergehen und am Ende der Staffel schließlich miteinander verschmelzen ... super!


    Dazu noch diese hervorragenden Schauspieler, allen voran Glen Close als skrupellose Staranwältin und Rose Byrne als Ellen als naive Anfängerin, die zum Ende hin immer desillusionierter wird. Alles in allem: Tolle Serie, grandiose erste Staffel, ich bin gespannt auf die Fortsetzung! :bier:

    Gerade eben Once a Hero beendet - und es hat mir kein Stück gefallen. Die Handlung ist auf zwei Ebenen verteilt: 500 Jahre in der Vergangenheit führt Neal Roclawzi einen Krieg gegen das tyrannische Volk der Reithrese und verliebt sich dabei in eine Elfenfrau, die er aber niemals berühren darf, wenn er sich nicht zum Tod und sie zum Exil verurteilen will. In der Gegenwart machen sich die Elfe Gena und ihr Begleiter Berengar auf die Suche nach Neals magischem Schwert, mit dem sie einen Fluch brechen wollen.


    Bei diesem Buch stimmt einfach gar nichts - bis auf den Schreibstil, der ist in Ordnung. Immerhin habe ich ja schon die Düstere Ruhm-Reihe von Stackpole gemocht. Aber ansonsten ... Die Aufteilung der Handlung nervt, da die Kapitel sehr kurz sind und stets mit Cliffhangern enden - ab und zu fühlt man sich fast schon wie in Lost oder 24. Dann ist die Geschichte so dermaßen belanglos, dass ich mehr als einmal beinahe beim Lesen eingenickt wäre. Der Aufhänger für die Suche nach Neals Schwert ist derart lächerlich und unbedeutend, dass dadurch die ganze Handlung in der Gegenwart uninteressant wird. In den Kapiteln mit Gena und Berengar passiert so gut wie nichts. Ein wenig unterhaltsamer wird es, wenn Neal zur Sache geht, denn der Kampf gegen die Reithrese birgt durchaus Spannungspotenzial. Leider haben die Kapitel in der Vergangenheit einen anderen Nachteil: Neal kann mir den Buckel runterrutschen, denn dieser Charakter ist extrem flach und uninteressant. Seine ach so große Intelligenz und Opferbereitschaft haben mich als Fan des klassischen Anti-Helden auf die Palme gebracht; dazu kommt, dass die als witzig gedachten Situationen mit ihm mir nicht einmal ein müdes Lächeln entlocken konnten.


    Und dann die Liebesgeschichte ... so viel Schmalz wie in der Beziehung zwischen Neal und seiner angebeteten Elfe existiert nicht mal in meinen Ohren :rolleyes:
    Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, warum sich eine Elfe in diesen Menschen verlieben soll - auf den ersten Blick wohlgemerkt. Das Berührungsverbot macht die Sache zwar etwas spannender, aber insgesamt war diese "Verbotene Liebe" genauso mitreißend und bewegend wie die gleichnamige Seifenoper im Fernsehen.


    Wenn man zu diesen Negativpunkten noch dazu rechnet, dass dem Buch jegliche Höhepunkte fehlen, interessante Konfliktsituationen innerhalb weniger als vier Seiten abhandelt werden und das Ende unerhört lahm und vorhersehbar ist, komme ich gerade noch so auf 1 von 5 meine Lebenszeit verschwendende Manuskripte.


    P.S: Normalerweise bin ich nicht zimperlich was Brutalität in Büchern angeht. Doch wie hier die beabsichtigte und von langer Hand geplante Auslöschung einer Rasse dargestellt wird, hat mich im Nachhinein schlucken lassen.

    Da ist der Herr Stackpole meiner Meinung nach gehörig über das Ziel hinaus geschossen.

    Braver Pegasus :thumb: ;)


    Bohemé , elora
    Naja, ich bin da eher vorsichtig. Die Meinungen zum fünften Band gehen ja teils sehr auseinander und einige sehen darin ja einen deutlichen Abstieg im Vergleich zu Es ist was faul. Aber wie ihr schon sagt, mal sehen was dabei rauskommt :rolleyes:

    Wobei ich die Übersetzung bei den Thursday-Next-Büchern nicht immer ganz optimal fand - rein vom Handwerklichen her. Da fehlte doch oft das ein oder andere Wort und der Übersetzer konnte sich nicht entscheiden, ob er Buchtitel in Deutsch oder Englisch schreiben sollte - also wechselte er zwischen den Sprachen hin und her.