Beiträge von Buecherwyrm


    Jonas Wolf - Alles über Elfen .................. ;( WARUM??????????


    Weil es die Leute anscheinend interessiert und uns das Schreiben Spaß macht. Große Frage: Hast Du denn schon mal in "Alles über Hobbits" reingeschaut oder wird nur aus Prinzip gemäkelt?


    Zu Pseudonymen fiele mir noch einiges ein, nur mangelt es an der Lust etwas dazu zu sagen.


    Beste Grüße, Ole

    @Lapis: Soweit ich weiß, war die AWA das Äquivalent der GEMA in der DDR, ob die aber Kopierabgabe eingezogen haben, weiß ich nicht ;-)


    Als ganz zentrales Problem bei der ganzen Urheberdebatte empfindet ich, dass eben ganz unterschiedliche Bereiche in einem Topf gelandet sind: Da steht der Bildhauer neben der Autorin, die Journalistin neben dem Programmierer, der Designer neben der Musikerin und die Webentwicklerin neben dem Übersetzer. Noch komplizierter wird es, weil man in den USA (und auch vielen anderen Ländern) sein Urheberrecht auch auf Firmen übertragen kann - da fällt dann die Trennung von Markenschutzrecht, Patent und Urheberrecht immer schwerer. Das müsste alles mal entwirrt und anders geordnet werden.


    Als Urheber hat man dann aber verständlichermaßen große Angst davor, dass die eigene Existenz bedroht wird. Und dafür findet man auf der "Abschafferseite" so gut wie kein Verständnis - stattdessen erntet man gerne mal Häme oder wird als "Heizer" verspottet.


    Beste Grüße, Ole

    Kurz zu den Nutzungs- und Verwertungsrechten: Es geht da meiner Meinung nach nicht nur um das Geld, sondern (zumindest bei manchen Künstlern) auch um ideologische und moralische "Bestimmungsgewalt" - klassisches Beispiel wäre die Verwendung eines Liedes einer Band durch rechtsextreme Gruppen. Aktuell kann man als Band dagegen vorgehen, durch eine Schwächung der Nutzungsrechte fiele das aber weg. Mir persönlich geht es nicht darum die User unnütz zu bestrafen, sondern sie darauf aufmerksam zu machen, dass Urheberrechtsverletzungen Künstlern einen konkreten Schaden zufügen.


    @lapis: Stimmt so nicht, auf Kassetten ist Kopierabgabe drauf (damals wie heute), daran ist die GEMA also sehr wohl beteilgt. Noch dazu ist das eine Privatkopie und damit (damals wie heute) überhaupt kein Verbrechen geschweige denn strafbar.


    Beste Grüße, Ole

    Anonymous ist ja keine heterogene Gruppen, sondern besteht aus Netzaktivisten, die sich dieses Label aufgeklebt haben - ob das also ernsthaft ist oder nicht, kann wohl niemand beurteilen. Im aktuellen Spiegel gibt es dazu ja auch einen Artikel, darin wird vor allem als bemerkenswert erwähnt, dass jemand, der sich Anonymous nennt, das erste Mal gegen Privatpersonen vorgeht, während es sonst nur gegen Konzerne, Organisationen oder Institutionen ging. Damit versorgen Sie Ihre Gegner aber nur Munition und sorgen für eine Eskalation der Lage, die eh schon völlig überhitzt ist.


    Beste Grüße, Ole

    Also mal ganz ehrlich: Wenn ich einen Brief mit Absender drauf kriege, dann gehe ich davon aus, dass der Brief vom Absender stammt. Wenn mir jemand ungefragt was schickt, dann muss er auch damit leben, dass ich das öffentlich mache.


    Wenn es denn nicht diese Person gewesen ist, dann soll sie mir das belegen und dann kriegt sie eine richtig schöne Entschuldigung von mir. Das Gleiche gilt für Facebook. Fertig.


    Beste Grüße, Ole

    Willkommen in der Welt der Hochliteratur, Kah ;-)


    Am Rande sei übrigens erwähnt, dass diese Langsamkeit beim Erzählen einer der Hauptgründe dafür sein dürfte, dass Dick zwar in den letzten Jahren andauernd verfilmt wird, die Filme aber meist fast nichts mit seinen Büchern zutun haben.


    Beste Grüße, Ole

    Schon mal vielen Dank für die interessanten und klugen Beiträge. Bitte antwortet so pauschal oder speziell, wie es Euch gefällt. Mich (bzw. uns denn Thomas liest ja sehr gerne mal mit) interessiert an diesem Themenkomplex vor allem Eure Warnehmung der Informationsvermittlung bzw. was dabei für andere frustrierend sein kann.


    Gleich hinterher noch eine kleine Nachfrage von mir. Es ist ja schon mehrfach das Thema der "vertuschenden Erklärungslosigkeit" (ich nenn das mal so) aufgekomen, dazu habe ich dann gleich mal zwei Nachfragen:


    a) woran erkennt ihr, wann einem Autor nichts mehr eingefallen ist und wann er absichtlich eine Leerstelle setzt?


    und


    b) kommt das (in Eurer Wahrnehmung) so oft vor?


    Dazu auch ein kurzer Beitrag von mir: Thomas und ich versuchen uns in letzter Zeit eher zu mäßigen - also die Menge an Information etwas herunterzufahren. Durch unsere Arbeitsweise und schlichtweg dadurch, dass wir zu zweit als Autoren-Duo arbeiten, kommt es immer wieder vor, dass die Hintergründe mit uns davonlaufen - da werden riesige Welten entworfen und stichpunktartig notiert, feine Psychogramme erstellt und Timelines mit mehreren Figuren parallel angelegt. Wir müssen dann immer die Menge an tatsächlich sinnvoll vermittelbarer Information zurückschneiden, damit sie nicht überhand nimmt. Gerade deshalb überrascht es mich, dass so viele von Euch über mangelnde Information klagen.


    Beste Grüße, Ole

    "Turn of the Screw" war auch das Beispiel, das mir im Kopf herumspukte - ein richtig gutes Buch, aber am Ende ist man nur sehr bedingt schlauer. Spannend übrigens auch wenn man sich die Verfilmungen anschaut, bei denen unterschiedlich zum Ende des Buches Stellung bezogen wird.


    Ansonsten gebe ich Euch ja recht, mir ist es ganz persönlich auch lieber, wenn ich Ansatzpunkte habe, um mir über das Mysteriöse selbst ein paar Gedanken zu machen. Nur sieht man das eben in der Genre-Theorie etwas anders, aber die ist ja eh ein einziger Sumpf ;-)


    Beste Grüße, Ole

    Das "Show! Don't Tell"-Fass ignoriere ich mal geflissentlich und erweitere den Themenkomplex noch etwas.


    Bei den Forumosen scheint sich die Ellipse großer Beliebtheit zu erfreuen, aber warum ist sie dann in der Unterhaltungsliteratur so unbeliebt? Warum wird dort so oft nach Antworten, Erklärungen und vorgekauten Deutungen verlangt?


    Herzlichst, Ole

    Liebe Moya,


    ich will da auch wirklich niemanden bekehren, die von mir dargestellte Sicht ist die Auffassung der Literaturwissenschaft - und wie Du ganz richtig sagst, gehen Theorie und Praxis deutlich auseinander. Mir persönlich liegt Susan Hill ehrlich gesagt so mittel, ich verstehe, was sie will und wie sie das macht, aber in gewaltigen Mengen mag ich das nicht lesen.


    Liebes Katerchen,


    das ist aber eine ganz klassische Situation (endet nicht auch Kleists "Bettelweib von Locarno" so?). Ich kann da Deine Frustration durchaus verstehen, aber das ist halt der Fluch der klassischen Szenen ^^


    Am Rande sei erwähnt, dass unser Seminar damals übrigens "Die Sichtbarmachung des Unsichtbaren - Motive und Strukturen der Geistergeschichte" hieß - und der Titel kam von unserem Prof-Betreuer.


    Beste Grüße, Ole

    Liebe Forumosen,


    da gerade im anderen Thema relativ heftig nach Erklärungen verlangt wurde, wollte ich mal ein kleines Stimmungsbild zu diesem Thema einfangen.


    Meint Ihr, dass in einem Medium wie Buch oder Film immer alles erklärt werden muss?
    Wenn ja, wo zieht man die Grenzen der Erklärnotwendigkeit?


    Was haltet Ihr von Leerstellen, wo der Autor (ob absichtlich oder unabsichtlich) etwas auslässt und gar nicht erklärt?


    Was haltet Ihr von sogenannten "Info-Dumps" - also "Erklärstellen", in denen im Buch etwas mehr oder minder lang erklärt wird und damit fast schon die Handlung unterbrochen wird. [Anm. ich sage hier "fast schon", weil es oft in Form von Mono- oder Dialogen geschieht, bei denen eine Figur einer oder mehreren anderen etwas erklärt].


    Gibt es da am Ende Unterschiede zwischen den Genres?


    Ich bin gespannt auf Eure Meinungen!


    Beste Grüße, Ole

    Liebe Moya,


    wie eben schon geschrieben, gibt es auch Geschichten, die Erklärungsversuche unternehmen - aber diese Erklärung werden oft von als unzuverlässig markierten (geisteskrank, berauscht, süchtig) Erzählern vorgetragen oder aber im weiteren Verlauf widerlegt. Das kann man dann natürlich trotzdem widerstandslos schlucken ;-)


    Ansonsten siehe meine Antwort auf Elora (da hat sich wohl was überschnitten).


    Susan Hill wird von der Kritik als einer der großen modernen Geistergeschichtenerzählerinnen wahrgenommen, man kann sie natürlich doof finden, aber ändert halt eben nichts an der Rezeption und der Stellung im Genre.


    Beste Grüße, Ole

    Genau da liegt aber der entscheidende Unterschied zwischen (klassischer) Phantastik und Fantasy. In der Fantasy ist das Übernatürliche Teil der intradiegetischen Welt und folgt dort (in Maßen) eigenen erklärlichen Regeln. In der klassischen Phantastik hingegen geht es um den Einbruch des Übernatürlichen/Unerklärlichen in die natürliche/normale Welt.


    Die allermeisten Geistergeschichten haben dabei zugegebenermaßen eine Sonderstellung: Hier dringt der Mensch aus der natürlichen Welt in den Bereich des Übernatürlichen (klassisch das Geisterhaus) ein. Das ändert aber nichts an der Unerklärlichkeit der Ereignisse, die der natürliche Mensch nicht in ihrer Gänze begreifen kann.


    Viele Geschichten bieten zwar Erklärungsversuche - aber es sind eben nur Versuche, ein endgültiges Bild über die Vorgänge kann sich der Leser/Betrachter nicht bilden.


    Wie gesagt, wir haben uns mit dem Thema mal ziemlich intensiv an der Uni auseinandergesetzt (ansonsten kann man schlecht Seminare darüber halten) - ich würde es also schon zur Gesetzmäßigkeiten erklären oder besser zur Regel, die durch die Ausnahmen bestätigt wird.


    Beste Grüße, Ole

    Das Unbestimmte ist nun mal das zentrale Moment der Geistergeschichte, an diese Genre-Regel hält sich Susan Hill schlichtweg. Macht ja auch Sinn: Wie soll man denn das Übernatürliche und damit Unerklärliche erklären?


    Wenn Ihr damit ein Problem habt, dann dürften weite Teile des Geistergeschichten-Genres nichts für Euch sein. Klingt hart, ist aber so ...


    Beste Grüße, Ole