Beiträge von Firesong

    Kurze Frage an die Buchleser, da ich mir nicht sicher bin, ob nun erstmalig die TV-Serie mehr wissen vermittelt hat als die Buchreihe:


    Vorsicht! Der Spoiler enthält eine Frage mindestens ab dem 3. Buch.


    Ist bei mir auch schon ne geraume Weile her, aber ...

    Zitat

    Ich kann da jetzt nicht mit Zahlen aufwarten - zumindest nicht auf die Schnelle - aber Blanvalet und Heyne haben definitiv die Titelzahl reduziert, Bastei-Lübbe nach meinem Empfinden auch; nur bei Piper bin ich mir nicht so sicher (jetzt nur mal auf die Verlage bezogen, die sowas wie "klassische Fantasy" machen, wobei ich den Eindruck habe, dass auch die Urban Fantasy bei Lyx weniger geworden ist). Andererseits hat man überalle wesentlich mehr deutschsprachige Autoren als früher im Programm. Früher waren deutschsprachige Autoren in diesem Bereich Exoten - heute sind sie teilweise der Backbone der entsprechenden Reihen (Heitz und wohl auch Peinkofer bei Piper, Hennen und Hardebusch bei Heyne - und natürlich alle mit ihren Tolkienvölker-Romanen).


    In der Fantasy stimmt das auf jeden Fall, auch wenn z.B. der Bereich Urban Fantasy insgesamt einfach fast komplett weggebrochen ist, da es scheinbar bei keinem Verlag richtig funktioniert hat (bis auf Ausnahmen). Allerdings dürften ja die wenigsten Übersetzer je den Luxus gehabt haben, sich auf ein Genre zu beschränken. Das hieße damit auch, dass in anderen Genres wie Krimi, Frauenunterhaltung und allgemeine Belletristik auch unterm Strich weniger Bücher übersetzt werden.


    Nochmal zu den Serien: Ich persönlich bin immer gottfroh, wenn ein Autor einfach mal NUR eine Trilogie schreibt und dann dabei bleibt. Klar, auch da kann es schiefgehen, aber ich glaube, so aus dem Bauch raus, viel öfter werden längere Serien abgebrochen, die einfach ihren Zenit überschritten haben.


    Und ich kenne auch sehr viele Leute, die theoretisch auf Englisch lesen könnten, dies aber zu anstrengend finden, obwohl sie auch ständig Serien und Filme auf englisch schauen. Und je nach Ausprägung der Sprachbegabung wird es für manche auch nur sehr langsam leichter, wenn sie dran bleiben.

    Ja, stimmt schon, viele Kleinverlage können nur mit dem Engagement von Leuten existieren, die etwas aus Idealismus tun. Das ist schon irgendwie traurig, aber aktuell vermutlich für bestimmte Bücher die einzige Chance. Dass dadurch nur sehr wenig noch auf Deutsch erscheinen kann, ist die Crux an der Sache. Mich ärgert das Ganze schon seit Jahren, aber ich gebe zu, aktuell habe ich da etwas resigniert. Man kann halt weder Leser noch Buchhänder zwingen, etwas zu kaufen, was sie nicht interessiert, bzw. was sie nicht in ausreichender Menge loswerden. Da würde auch mehr Marketing vermutlich nicht viel helfen.


    Ich frage mich aber auch, ob man den heutigen Markt mit dem vor, sagen wir, 20 Jahren vergleichen kann. Die Flut an Titeln hat ja kontinuierlich zugenommen. Und wenn man sich anschaut, wie knapp auch größere Verlage oft am Minus entlangschrammen, dann kann ich die Controller schon auch irgendwie verstehen. Wenn ein richtiger Bestseller länger ausbleibt, wird es gern mal eng.


    Was die Übersetzer angeht, so bin ich da aktuell ein wenig ratlos, warum es da so schlimm aussieht. Haben die Verlage kollektiv wirklich so stark die Titelzahl runtergefahren? Man hört ja gern mal, dass es auch daran läge, dass immer mehr deutsche Autoren gemacht werden. Aber das müsste ja eine eklatante Verschiebung sein.

    Zum Thema Einstellen von Serien: Das Problem ist, dass die Selbstwahrnehmung als frustrierter Leser meist nicht widerspiegelt, wie groß der Verlust für den Verlag wirklich ist. Ich habe schon erlebt, dass Leser geballt für eine Serie plädiert haben und aus ihrer Sicht Tausende das ebenso sehen, aber im Endeffekt waren es halt dann 100 Leute, die das nächste Buch noch gekauft hätten, vielleicht noch eine Dunkelziffer von ein paar Hundert mehr. Davon kann man sich noch nicht mal ein Lektorat kaufen. Quersubventionierung ist leider im Zeitalter von Verlagskonzernen aus der Mode gekommen. Zunehmend muss jeder Titel für sich selbst bestehen können.


    Das Problem ist schlicht und einfach, dass es zu wenig Leser für anspruchsvollere Fantasy gibt in Deutschland, und solange ein Autor sich nicht wie GRRM über die reine Fantasy-Klientel hinausbewegt oder junge, unerfahrene Leser bedient, wird das so bald auch nichts werden.


    Auch wenn es gemein klingt, in Foren wie diesen bewegt sich eine "Elite" von Fantasylesern, die offenbar zahlenmäßig nicht sonderlich ins Gewicht schlägt. Vielleicht liegt die Zukunft des Genres eher bei engagierten Kleinverlagen.

    Hach, da kriege ich auch wieder richtig Lust auf Kay. Hatte irgendwie nicht so Gutes von Saranium gehört, aber vielleicht sollte ich es doch mal versuchen. Abgesehen von Fionavar, das mit mit seiner extremen Dramatik irgendwann etwas auf den Nerv ging, fand ich die Bücher von ihm immer supertoll, vor allem die Alternativhistorien.

    Leute schaut den Film entweder in 2 D und 24 fps oder in 3D mit 48 fps. Für 3D ist 48fps wirklich DER Durchbruch, keine verwischten Bewegunsbilder mehr, viel angenehmer für die Augen, das ist es, was 3D gefehlt hat. Wir haben ihn in 3D in beiden Varianten gesehen und konnten den Unterschied wirklich extrem bemerken.


    Ich empfand die HFR nicht als abstoßend - neu und ungewohnt, die Farben wirken extremer (was PJ hätten berücksichtigen müssen, war mir aber auch in 24 fps zu bunt), aber ansonsten kann ich persönlich die heftigen Reaktionen nicht verstehen. Erst recht nicht den Kommentar in dem verlinkten Artikel, dass man überhaupt nicht an den Emotionen und der Story teilhat in 48fps.


    Da die Leute so extrem unterschiedlich auf die neue Technologie reagieren, muss man es einfach selbst mal testen, sonst, so würde ich sagen, kann man nicht mitreden.

    Ist euch mal aufgefallen, daß es Metallgeklapper gibt, während sich Arya mit ihrem "Tanzlehrer" mit Holzschwertern prügelt? Toll!

    Das klingt jetzt vielleicht etwas klugscheißerisch, aber ist die Bedeutung dieser Szene wirklich so unklar? Diesen Kommentar habe ich echt oft gehört. Wie rabenkriegermarc sagt, kommt da in Ned die Angst hoch und die Erinnerung an vergangene Schlachten, es ist eine Art Vorahnung, dass ihnen Schlimmes bevorsteht.


    Was die Abweichungen angeht, so schätze ich, dass dies mit Staffel 3 noch stärker werden wird. Und später vermutlich mehr und mehr.

    Ich fand den aktuellen Film auch eher schwach, da der Plot nur eine sehr intime Rachestory ist, der es dann doch etwas an Gehalt fehlte. Einige schwachsinnige Handlungsentscheidungen kommen hinzu. Klar, Bond muss nicht logisch sein, aber wenn man versucht, den Stil auf real und gritty zu modeln, dann muss auch das Drehbuch mehr aushalten können. Das ist das Risiko an so einer Ausrichtung. Ich sage nur Taschenlampe im Moor ...


    Action und so war okay.


    Ich bin sonst übrigens absolut pro Daniel Craig, ich fand Casino Royale fantastisch. Es liegt halt wirklich an den Drehbüchern, ob es was wird oder nicht. Ein Quantum Trost war leider ziemlich mau.

    Cabin in the Woods war klasse. Und das, obwohl ich nicht, wie meine Begleitung, ein As in Filmdramaturgie, Horrorfilm-Fan und in Vollkenntnis des Monomythos und seiner filmischen Ausprägungen bin. Ich gebe zu, ich habe mich auch an den Stellen gegruselt, wo jeder erfahrene Horror-Film-Fan weiß, da kommt eh nichts. Ich kam aus dem Kino und fands toll. Aber nachdem ich mich dann über die unverstandenen Nuancen habe aufklären lassen, fand ich den Film noch cooler. Ich möchte ihn allerdings noch mal auf englisch sehen, denn ein Joss-Whedon-Film ist einfach im Original meist noch einen Tick besser, wenn Joss sich richtig in die Dialoge gestürzt hat.

    Dass du das ironisch meintest, dachte ich mir ;-). Allerdings geht das Zeug bei Facebook auch oft rum und da gibt es verdammt viele Leute, die es soowas von toll finden. Vermutlich die gleichen, die ständig Bilder von Katzen- und Hundebabys und erbauliche Sprüche in der Welt rumschicken.

    Diese Lindsey Sterling geht mir sowas von auf den Senkel mit ihren melodramatischen Kitsch-Videos. Ihr wildes Fiedeln in der Natur wirkt außerordentlich grotesk. Zieht euch mal ihr LotR-Medley rein.


    Oder ist das irgendwie lustig gemeint und ich raffe es nicht?

    Sheldon wäre vermutlich tödlich beleidigt, wenn man ihn als "Rakentenforscher" bezeichnen würde ;-). Mit so was Profanem und Praxisbezogenem gibt er sich doch nicht ab.

    Ach, wie geil, das Buch sieht phantastisch aus. Obwohl man den Haare-Neid dadurch nur noch verstärkt. Ich habe eh ein Faible für rothaarige Frauen, da komme ich öfter ins Schmachten, auch wenn ich sonst gar nicht auf Frauen stehe ;-). Am Wochenende ist aber mal wieder Henna-Schlacht angesagt *g*.

    Englisch mit englischen Untertiteln ist meine Wahl des Sherlock-Konsums. Eigentlich auch bei allen anderen Serien, die etwas komplexer sind oder komisch nuschelnde Leute haben.

    Gestern Presse-Vorführung von The Dark Knight Rises gesehen - ein würdiger Abschluss für die Trilogie - hat mir eigentlich besser gefallen als der damals so hochgehypte Dark Knight. Spannend, nervenaufreibend, mit ein paar echten Gänsehautmomenten und sehr cool anzusehen. Und da Nolan es ja nicht so damit hat, auch mal wieder ein Blockbuster in 2D.

    Sie haben Blade Runner auch wirklich gut ins HD gebracht, die neue Variante mit den korrigierten Pannen ist wirklich prächtig anzusehen.


    Apropos Ridley Scott und Replikanten, haben uns letzte Woche in Paris "Prometheus" in OV anschaut. Hat ein paar merkwürdige Plotholes (wir hoffen auf den Director's Cut), ist aber insgesamt ein spannender und visuell absolut beeindruckender Film. Noomi Rapace macht sich gut als Ripleys "Vorgängerin" und Michael Fassbender ist mal wieder saugut. Das 3 D ist gut gemacht und fügt sich ohne zu stören ein. Gottseidank hatte das Pariser Kino auch die Technik perfekt eingestellt.

    Ja, leider wieder mal ein Film mit tollen Bildern, ein paar potenziell epischen (aber dann doch verschenkten) Momenten und, wie es auf Ain't it cool news wohl hieß, leider ohne Herz. Und was sollte dieses weiße Pferd, dass dann in althergebrachter Atreju-und-Artax-Manier absumpfte?


    Ich will endlich mal wieder episch verzückt werden, bei einer Schlachtenrede einen erhöhten Puls kriegen und bei einer Sterbeszene feuchte Augen. So richtig cool fand ich eigentlich nur den Song am Ende von Florence and the Machine. Und die Königin hatte was.

    Fringe sehe ich aber nicht auf dem Level von Boardwalk Empire oder Game of Thrones. Eher nette Unterhaltung.


    Ich vermute mal, die hast du schon gesehehn, aber es schadet nie, Deadwood noch mal zu empfehlen. Immerhin die Serie, die uns damals spontan zu der Hoffnung hinriss, HBO möge Game of Thrones verfilmen ... tja manchmal geschehen noch Zeichen udn Wunder.