Beiträge von McClane

    Andrzej Sapkowski - Baptism of Fire


    Die Reise geht weiter und setzt in diesem Band mehrere Wochen nach dem Vorgänger an. Geralt erholt sich von seinem letzten Aufeinandertreffen in der Sicherheit von Brokilon, die magische Conclave leckt seine Wunden und regruppiert sich und Ciri macht da weiter wo sie ganz am Ende von Time of Contempt aufgehört hat.


    Tja, was kann ich zu diesem Band sagen - er ist definitiv eine klare Verbesserung zum Vorgänger, aber so wirklich überzeugen konnte auch dieser Band nicht. Ich habe so das Gefühl, Sapkowski hatte keine wirkliche Story im Sinn als er begonnen hat zu schreiben, außer "Ciri ist besonders und wird von verschiedenen Gruppierungen gejagt. Geralt ist irgendwie mit ihr verbunden." Joa, und genau deswegen scheint es wohl, dass der Band kein Schritt vorwärts kommt. Verschiedene Parteien suchen Ciri schon seit Band 1 - keine Partei ist auch nur einen Schritt weitergekommen, nur Ciri befindet sich mittlerweile wo anders als in Band 1 und ist etwas besser mit dem Schwert. 90 % dieses Bandes beschäftigten sich damit, dass Geralt eine immer größer werdene Gruppe an Gefährten ansammelt, schlecht gelaunt ist und einen nach dem anderen vergrault, aber dann doch wieder zu ihnen zurück findet. Die restlichen 10 % teilen sich zwischen der neuen Zauberinnenkonklave (5 % --> der für mich schwächste Teil des Buches), Ciri (2,5 % und den bösen Nilfgaardern (2,5 %).


    Das klingt jetzt sehr negativ und ich muss zugeben, der quasi anhaltende Plot ist auch für einige Punktabzüge verantwortlich, sowie Geralts immer noch anhaltende Entwicklung weg vom Witcher hin zum unnachvollziehbar agierenden Schmollmund oder erneut des nervigen Nebenplots um die Zauberinnen. Sapkowski hat es mal wieder geschafft eine ganze Seite damit zu füllen, wie sich eine Zauberin vorstellt, das Treffen der Frauen, zu dem sie geht, sowieso nur aus nackten oppulenten Brüsten, Drogen und Orgien zwischen Nymphomaninnen und Sexsklaven besteht. Eine Seite detaillierter Beschreibung, um dann in einem Sastz zu sagen "ach nee doch nicht". Da dies einen Großteil des Vorgängerbandes gefüllt hatte habe ich hier vielleicht etwas allergischer reagiert als sonst, aber ich finde diese Repititionen von Verhaltensmustern, Sätzen, Ticks, etc. extrem nervig (spätestens seit "she was furiously tugging on her braid" Wheel of Time).


    Was hat das Buch für mich also besser gemacht als den Vorgänger? In der Tat die neuen Charaktere, die wesentlich mehr Tiefe haben als noch die 20 neuen aus dem Vorgängerband. Geralts neue Gefolgschaft ist bunt und macht Spaß zu lesen. Geralt und Dandelion kamen hier für mich sogar noch als Spaßbremsen rüber, da Geralt immer nur schmollt und Dandelion anscheinend zum hirnlosen Tunichtgut mutiert, der immer wieder den gleichen Fehler macht. Regis, Milva, Zoltan und Gefolge, Cahir,...einige interessante Charaktere, die einen schönen Lesefluss erzeugen, sodass das Buch sehr kurzweilig vorkommt. Zwischenzeitlich vergisst man sogar, dass eigentlich auf 340 Seiten gar nichts passiert. Hätte ich das Buch gestern direkt nach Beenden bewertet und nicht erst noch eine Nacht darüber geschlafen und alles nochmal durchdacht wäre es sogar besser davon gekommen, aber bei genauem Überlegen fallen dann doch die gravierenden Probleme auf.


    Von Ciri habe ich jetzt gar nicht gesprochen, einfach weil es auch hier nichts wirklich beizutragen gibt. Den Weg, den sie momentan einschlägt ist für mich gleichzusetzen mit rebellierendem Teenager ohne klare Verbindung zum Hauptplot, außer dem gewählten Namen und der Hintergrundgeschichte ihres Stammbaumes. Diese Aspekte sind nicht uninteressant, gehen aber leider in vielerlei Belanglosigkeit verloren.


    Hmm...ich bin definitiv hin und hergerissen. Der Band zuvor war definitiv weniger unterhaltsam und die Charaktere haben wesentlich weniger Spaß gemacht. Hier heben es vor allem die neuen Charaktere hoch und zu einem recht unterhaltsamen Lesevergnügen bei. Sapkowski muss jetzt aber Geralt wieder zum Witcher machen und vor allem die Hauptstory weiter vorantreiben um nicht rückwärts zu gehen.


    Gut gemeinte 6/10

    Auch ich habe die letzten Wochen trotz oder vielleicht wegen einer recht starken Nebenhöhlen- / Mittelohrentzüngung + Angina ein paar Bücher lesen können.


    Andrzej Sapkowski - Time of Contempt

    Während Ciri weiter lernt sich mit ihrer magischen Seite auseinanderzusetzen nimmt der Druck auf die verschiedenen Königreiche von außen durch Nilfgaard immer weiter zu. Politische und magische Intrigen nehmen weiter zu, während Geralt etwas weiter in den Hintergrund rückt.


    Time of Contempt ist für mich der schwächste Band bislang. Nicht nur, weil ich kein richtiges Witcher-Feeling bekommen habe, wie noch in den 3 Bänden zuvor, u.a. weil Geralt immer weiter in den Hintergrund rückt, aber auch weil die Unmengen an neuen Charakteren (allen voran weiblich) absolut kein Differenzierungsmerkmal haben, außer der Kleider oder Haarfarbe und Länge, und da die sogar in der Regel so gut wie gar nichts tragen um ihren perfekten Körper zur Schau zu stellen, ist die Unterscheidung sowieso redundant. Während Ciri ihren eigenen Kopf und Charakter hat und auch Yennefer eine klare Person zu sein scheint, sind 95% der anderen weiblichen Charaktere schlichtweg gestörte Nymphomaninnen und dass ein Großteil des Bandes sich lediglich um politische und magische Intrigen dreht, bei denen Geralt nur blöd nebendran steht oder kaum eine Rolle spielt, hilft dem Lesegenuss des Buches eigentlich gar nicht.


    Hier und da kommt wieder etwas Witcher-Feeling zurück, besonders wenn Geralt mit Dandelion zusammen ist oder wenn die mysteriöse Hintergrundgeschichte angesprochen wird, aber diese Stellen sind einfach zu selten, sodass auch irgendwann Ciri's PoV, der sich dann zum Teil auch einfach etwas im Kreis dreht nicht mehr helfen.


    Das Buch ist keineswegs langweilig, aber für den Hauptteil der Story hätte man wesentlich weniger Seiten gebraucht, ohne etwas relevantes außer Acht zu lassen...so sind mir schon wieder viele Szenen einfach entfallen, aber wohlwissend, dass sie für den nächsten Teil keine Rolle mehr spielen werden. Auch die quasi sozialkritischen Diskussionen, die man in den Bänden zuvor noch erleben konnte scheinen hier wirklich überhaupt keine Bühne mehr zu finden, ganz zum Vorteil der vielen Zauberinnen, die eh nur Geralt an die Wäsche wollen und jeder jeden hintergeht.


    Schade, ich hoffe der nächste Band (den ich morgen beginnen werde) wird wieder besser und Sapkowski findet zu alter Stärke.


    5/10


    Gene Wolfe - Epiphany of the Long Sun (Caldé & Exodus from the Long Sun)


    Da mir die ersten beiden Bände wirklich gut und wesentlich besser gefallen haben als noch Books of the New Sun hab ich mich richtig auf diese beiden Bände gefreut.


    Wie schon erwähnt spannte sich der Plot der ersten beiden Bücher nur über wenige Tage und hatten am Ende sogar einen bemerkenswerten Twist parat und Band 3 macht auch genau in dieser Spur weiter. Ich will nicht wirklich auf den Plot der Reihe weiter eingehen, da dieser zu viele Spoiler für die vorherigen Bände beinhalten würde, demnach belasse ich es bei der reinen Bewertung.


    Hohes Tempo, interessante, unterschiedliche Charaktere und eine interessante Welt. Bis ca. Mitte des Buches, wenn diverse Charaktere in die "Tunnel" eintreten - ab hier nimmt das Buch für mich in Qualität etwas ab, da Wolfe wieder sehr stark in sein Muster von "New Sun" verfällt, viele Dinge nur sehr vage beschreibt, die eigentlich sehr relevant sind, absolute Verwirrung in Dialogen und Geschehnissen erschafft und sich vieles plötzlich eher im Kreis dreht anstelle weiter voran zu schreiten. Manche Charaktere agieren meiner Meinung nach auch z.T. stark out-of-character, nur um dem Plot plötzlich anderweitig vorwärts zu bewegen oder eine "Überraschung" einzubauen. Das fand ich schon ziemlich schade, vor allem da mir der Band bis zu diesem Zeitpunkt von allen 3 sogar am besten gefallen hat.


    Ein weiteres Problem, dass ich besonders ab Band 3 hatte waren 2 Charaktere, die mit ihrer Art zu reden und Wolfes Hang zu Kursivschrift bei zufälligen Wörtern im Satz meine innere Lesestimme immer und immer wieder durcheinander gebracht hat. Da habe ich dann teilweise nur noch den Kopf geschüttelt, weil es doch sehr nervtötend wurde. Die Einführung mancher neuer Charaktere hat dann auch nicht geholfen, die Story wieder zu straffen, bis diese dann zum Ende hin doch wieder in die richtige Bahn gekommen ist.


    Band 4 war insgesamt eine gemische Erfahrung. Einstieg gut, Ende sehr interessant, Mittelteil bleibt stet auf einem konstant ok-guten Niveau, wenn man auch vieles hätte bleiben lassen können. Besonders das große Konfliktelement, das erst in diesem Band hinzukommt und in seiner Natur als Verbündete, Feinde, unparteiische dritte Instanz, Feinde, etc. absolut unklar fluktuiert empfand ich dann doch als eher unnötig und auch für das große Ganze und dem eigentlichen Ziel der Story nicht relevant.


    Der Band endet wo man ab Band 2, vage und ab Band 3 definitiv von ausgeht und die Brücke zur nächsten Reihe ist definitiv geschafft. Hätte es einen großen Unterschied gemacht, wenn man 1/3 des Bandes einfach weggelassen hätte? Vielleicht für 2-3 Charaktere, aber ansonsten nicht. Und die letzte Seite lässt vermuten, dass selbst dieser Einfluss vielleicht gar nicht so groß war.


    Alles in allem machen viele Charaktere eine große Entwicklung durch (bei manchen sehr plausibel, bei anderen sehr merkwürdig und nicht nachvollziehbar - leider auch beim Hauptcharakter). Und nicht nur hier sondern auch in der weiteren Mythologie oder diversen Nebencharakteren wurde viel Potential verschenkt, was ich sehr schade finde, aber da diese Reihe anscheinend näher mit der letzten Trilogie verknüpft sein soll, erfahr ich vielleicht dort etwas mehr dann.


    Etwas enttäuschend, allerdings keinesfalls wirklich schlecht und defintiv besser, als der letzte Witcher-Band und eindeutig besser als die 2. Hälfte von Band 3, etwas schwächer allerdings als die erste Hälfte von Band 3 und demnach insgesamt nur minimal besser.


    Final verdict: 6,5 / 10


    Dennoch freue ich mich schon ziemlich auf die 3. Reihe des Solar Cycle, den ich nach dem nächsten Witcher-Band anfangen werde.

    Auch von mir mal wieder ein Lebenszeichen. Nach Rückkehr aus dem Urlaub Mitte Januar hab ich inzwischen einige Bücher beendet:


    Andrzej Sapkowski - The Last Wish & Sword of Destiny


    Die zwei Kurzgeschichtensammlungen vom Schöpfer des Witchers stellen einen guten Einstieg in die Welt des Hexers da und führt viele (wie ich vermute) später wichtigen Personen ein. Für mich als Fan der Spiele gab es tolle Wiedererkennungsmomente mit einigen der Charakteren und ich hatte durchaus Spaß mit ihnen.


    Insgesamt sind allerdings keine Kurzgeschichten meiner Meinung nach besonders stark oder besonders schwach, sodass sich alles ganz gut lesen lässt, manch eine jedoch mit einem etwas schwächeren, abrupten Ende den Gesamteindruck mildern. Der ganze Fokus liegt natürlich immer auf Geralt, wobei mir viele Nebencharaktere sogar mehr Spaß gemacht haben (diverse Zwerge oder Halblinge oder ganz besonders Dandilion, der in den Geschichte bislang eine sehr auflockernde Companion-Rolle / Sidekick-Rolle einnimt, die gegenüber Geralts stoischer Stille wirklich strahlt.


    Interessant auch, dass man die ein oder andere Geschichte fast genauso in einem der Spiele wiedergefunden hat, wobei andere Geschichten leicht abgändert Erwähnung finden. Mir macht sowas ziemlich Spaß...


    Immer noch einiges an Luft nach oben, aber dennoch für eine Kurzgeschichtensammlung durchaus solide 6,5/10


    Gene Wolfe - Litany of the Long Sun (Nightside the Long Sun & Lake of the Long Sun)


    Nachdem ich die erste Reihe im Solar Cycle beendet hatte und The Books of the Long Sun schon gekauft hatte war ich mir nicht sicher, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, vorzukaufen. Dennoch, trotz aller Schwierigkeiten und Unzufriedenheiten mit der ersten Reihe, besonders am Ende, war ich angetan genug vom Setting der Welt, dass ich mit positiver Erwartung an Long Sun gegangen bin. Schließlich wusste ich auch, dass der Protagonist wechselt und der Stil ein anderer sein wird.


    Insgesamt muss ich sagen hat mir die erste Hälfte des Long Sun Quartetts besser gefallen als die gesamte New Sun Reihe. Der Protagonist ist sehr angenehm zu verfolgen, die Tiefe der Welt, die ähnlich wie in New Sun sehr sporadisch einfließt, oder oft in Nebensätzen erweitert wird gefällt mir auch richtig gut - und da ich ohne Spoiler reingegangen bin wurde ich in Band 2 am Ende sogar ziemlich stark vom Hocker gehauen, das hatte ich schon länger nicht mehr. Im Nachhinein hab ich dann festgestellt wie wenig im Detail ich mir tatsächlich das Cover angeschaut habe (zu meinem Glück - ich kann allen nur abraten).


    Und auch verschiedene cross-references fallen dem aufmerksamen Leser auf, wenn sie auch nicht viel zum Inhalt beitragen, aber es macht Spaß gewisse Hinweise auf andere Werke zu erkennen. Immer wieder überrascht war ich auch, wie wenig Zeit während der Geschichte eigentlich vergeht. Es passieren viele kleine Dinge, wenig weltbewegende Ereignisse aber man ist ziemlich im Geschehen, sodass man erstmal überrascht ist wenn es in Band 2 heißt "vorgestern ging alles los".


    Insgesamt finde ich ist die Reihe bislang richtig gut, natürlich ausbaufähig in den weiblichen Charakteren, so wirklich gut schreiben kann Wolfe die nicht, wie ich finde, und auch die Story könnte hier und da weniger sprunghaft sein (Nebensächlichkeiten totgetreten, wobei Kernelemente im Off passieren oder nebenbei sehr kryptisch erwähnt werden, dass es einem schwer fällt, das eigentlich Geschehene in mentale Bilder zu formen. Die ein oder andere Szene musste ich in der Tat mehrfach lesen, bevor ich halbwegs verstanden habe, was Wolfe gerade beschrieben hat (vielleicht liegts auch einfach an mir).


    Dass dann zum Ende von Band 2 hin einige Dinge wieder zu glatt und problemlos laufen (sogar zum Unwillen des Protagonisten) war dann einer der größten Punkte, an dem ich wie immer etwas auszusetzen habe. Ich kann mir schon denken, warum die Dinge gerade passiert sind, wie sie passiert sind, aber dennoch ist es etwas zu einfach ohne Widerstand, denn entgegengesetzte Fraktionen, die Interesse an einem anderen Ablauf hätten, gibt es durchaus.


    Weiterhin hat Wolfe auch Szenen eingebaut, die bis dato absolut nichts relevantes zur Story beitragen. Der große tie-in mag ja noch kommen, aber nach 1,5 Bänden, in denen diese Szenen enthalten sind, ohne wirklich sinnvolle Verknüpfung ist dann doch etwas spät, denn an sich sind die Szenen fad und uninteressant.


    Alles in allem bin ich dennoch sehr positiv übeerrascht und hoffe es geht so weiter! Bin sogar schon so weit, dass ich mich freue wenn ich ein weiteres Witcher-Buch beendet habe um hier weiterzulesen (aktuell bin ich an Blood of Elves, das mir von allen Witcher Bänden bislang jedoch am besten gefällt).


    Litany of the Long Sun - 7,25 - 7,5/10

    Auch von mir frohe Weihnachten! Auch wenn es bei euch jetzt schon der 26. ist. Bei mir noch nicht, also gehts hoffentlich noch als 'leicht' verspätet durch-:)


    Habt eine schöne Zeit, alle zusammen und lasst das Jahr ruhig ausklingen!

    Django Wexler - The Infernal Battalion


    Hmm, mit Infernal Battalion bringt Django Wexler seine "Shadow Campaigns" Reihe zu Ende, leider nicht auf eine Weise, die ich mir gewünscht hätte. Um Spoiler zu vermeiden, werde ich auf den Inhalt nicht näher eingehen, als zu sagen, der ultimative Kampf zwischen Gut und Böse findet hier statt und die Geschichte bekommt ihren kompletten Abschluss.


    Nachdem Band 4, "Guns of Empire" für mich der mit Abstand beste band war, da hier alle Aspekte, die mir in den 3 vorherigen Bänden gefallen haben verstärkt auftraten und all die, die mir in den vorherigen Bänden nicht gefallen haben weitestgehend zur Seite geschoben wurden, hatte ich keine Zweifel, dass der finale Band auch abliefern wird.


    Leider war Band 5 jedoch genau das Spiegelbild von Band 4 und nahm alles Tempo raus, das zuvor da war, fokussierte sich auf recht banale, uninteressante Plotstränge, die auch recht unzufriedenstellend gelöst wurden und ein wirkliche Drang dem Ende entgegen spürte man auch nicht wirklich bis die finale Konfrontation dann endlich da war.


    Das Buch dümpelt meiner Meinung nach für lange Strercken einfach so vor sich hin und das auf sehr repetitive Weise. Konflikte werden zum Teil auf sehr hanebüchene Art und Weise gelöst, das mich sehr an meine Kindheit und Spielereien erinnerte, an denen man nicht gegen den Gegner verlieren "konnte", da man gegen alles immun war und immer mehr wusste und stärkere Waffen und Rüstungen hatte als die anderen. Schade eigentlich, denn das Ende von Band 4 versprach auch eine sehr interessante Richtung, die der Abschluss einschlagen könnte, allerdings hat man hier sehr früh nur noch auf die Twists gewartet, die am Ende alles auflösen und dann tatsächlich so passiert sind (Sailer Moon und die Macht der Liebe lassen grüßen). Regeln der Mythologie werden nur da angewandt, wo es den Guten hilft und zum Teil extrem drastisch ignoriert ohne eine Erklärung zu liefern außer "ich weiß auch nicht wieso, vielleicht einfach weil ich einen stärkeren Willen hatte"...gut gelöst!


    Langweilig wird das Buch zwar nicht, aber im Nachhinein fragt man sich, ob man es nicht hätte stark kürzen und an einen etwas dickeren 4. band anhängen können, dann hätte der Abschluss nicht so enttäuschend gewirkt, vor allem nach dem Hoch von Band 4.


    Einige gute Szenen und Abschnitte hat es dennoch, die ich mir etwas ausgedehnter gewünscht hätte, um einfach noch etwas mehr Spannung reinzubringen, diese wurden jedoch leider wieder mit unpassenden Charakterwandlungen eliminiert.


    Das Ende, das als Happy End noch untertrieben beschrieben wäre, ist für mich auch etwas zu viel des Guten, zum Glück wurde noch kein Weltfrieden angekündigt und eventuell sogar eine Tür offen gelassen für eine neue Geschichte in diesem Universum (vielleicht sogar mit der Chance, die ein oder andere Gegebenheit aus diesem Band, die völlig unerklärt den Tag gerettet hat (als treibender Plotpoint des Buches), doch noch zu erklären.


    Da Wexler momentan allerdings an einer neuen YA Trilogie schreibt, bezweilfe ich, dass wir bald (wenn überhaupt) weitere Geschichten aus dem Shadow Campaigns Universum sehen werden.


    Ich bin mir einer genauen Wertung noch unsicher, da momentan der Frust natürlich etwas überwiegt, aber mehr als 4 - 5 Punkte kann ich hier leider nicht geben. Mit Abstand der schwächste Band in der ganzen Reihe...


    Als nächstes gehe ich noch Urth of the New Sun an und beende damit mein literarisches 2018...

    Bleak Seasons war für mich auch eher am unteren Ende der Black Company Skala angesiedelt (allerdings mit Dreams of Steel zusammen an letzter Position, da dir aber zweiteres besser gefallen hat, haben wir wohl unterschiedliche Kriterien).


    Dennoch denke ich, werden die die restliche Bände wieder besser gefallen, als Bleak Seasons :)

    Ich muss ja sagen, ich wusste gar nicht von Mortal Engines, bis ich vom Film erfuhr, aber ich muss sagen von der Bildwelt im Trailer bin ich doch schon sehr angefixt.


    Kennt jemand die Bücher und kann etwas dazu sagen? Sieht sehr interessant aus - lohnt es die 4 Bücher anzuschaffen?

    Ich muss bei diesem Thema auch immer an solcher Art Bücher denken...schön illustriert (auch etwas, das ich lieber "irklich" vor mir habe, als digital) oder die, die als Gesamtwerk wesentlich mehr bieten als nur Text...sei es The Unfortunates, House of Leaves, Bats of the Republic, Scorch Atlas (ein Buch, das ich immer noch aufzuteiben versuche), oder gar Ship of Theseus, was für mich immer noch als das beste Gesamtwerk eines "Einzelbandes" darstellt, das in meinem Regal steht und wohl von diesem Platz nicht mehr verdrängt wird. Allein die vielen Goodies, die darin enthalten sind, machen es einfach zu etwas ganz Besonderem.


    Letzteres gibt es sogar als Kindle E-Book, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie sie das auf akzeptable Weise gelöst haben wollen...

    Dass es da nochmal einen signifikanten Unterschied gibt, glaube ich gerne. Es mag sicherlich auch besser zu lesen sein als auf einem Tablet.


    Allerdings ändert das für mich nichts an der haptischen Erfahrung ein richtiges Buch in der Hand zu haben und im Regal stehen zu sehen. Für mich fehlt einfach etwas beim digitalen Lesen...

    Ich verschleße mich immer noch ein wenig vor E-Books. Ich habe ein Tablet, mit Amazon Kindle Reader installiert, aber (fast) das Einzige, was ich als E-Book lese sind Kurzgeschichten, die ich anderweitig nicht bekommen kann Die E-Books, die ich habe, zähle ich auch nicht wirklich zu meiner Sammlung...


    Zum Einen muss ich einfach ein Buch in den Händen halten, um wirklich Spaß dabei zu haben, zum Anderen kann ich mich, warum auch immer weniger auf ein E-Book konzentrieren oder lese weniger an einem Stück. Wenn ich sehe, dass es bestimmte Bücher nur als E-Book gibt, denke ich schon gar nicht weiter drüber nach (die einzige Ausnahme ist die Shadow of the Apt Reihe, da es diese im Bundle mal recht günstig gab...aber ich habe es doch nie gekauft, da es E-Books sind).


    Und obwohl ich den Hintergrund und die Schrift anpassen kann auf meinem Tablet, strerngt es meine Augen doch irgendwie mehr an als an klassisches Buch.

    Dito. Dann ist das mein erster geplanter Urlaub schonmal für nächstes Jahr - und 12 Uhr finde ich auch gut, selbst wenn ich vielleicht um 10 oder 11 schon fahren würde, aber zumindest ist man etwas flexibler.


    Man weiß ja nie. Die langen Gesprächsnächte will ich mir wegen sowas nicht einengen lassen ;)