Beiträge von Dassem

    The Iron Ghost - Jen Williams



    Wydrin, Frith und Sebastian, jetzt bekannt als The Black Feather Three, bekommen in der Stadt Skaldshollow den Auftrag ein gestohlenes magisches Artefakt zurückzubringen und geraten dabei in einen spirituell motivierten Krieg, während in der Gegend ein Dämon daran arbeitet seinen alten Verbündeten, den wahnsinnigen Magier Joah, wiederzubeleben.


    Das zweite Buch wirkt viel mehr aus einem Guss als das erste, dafür fühlt es sich vom Tempo her etwas langsamer an und es giebt auch weniger Action. Coole Ideen sind auch weniger in der Anzahl, dafür wird aber auf die existierenden mehr eingegangen.

    Die Geschichte ist für die Hauptpersonen ein ganzes Stück persöhnlicher und an ein paar Stellen auch ziemlich düster. Das Buch enthällt auch ein gewisses Maß an ekligem Krabbelzeug, in einer Szene ist mir wirklich unwohl geworden.


    Am Ende gibt es 1-2 Sachen, die etwas zu einfach gehen, ähnlich wie im Vorgänger, und bei einer Sache bin ich mir sicher, dass die Konsequenzen im 3. Teil irgendwie umgangen werden.



    Kinder des Nebels - Brandon Sanderson


    Im Letzten Reich versucht eine Gruppe von Dieben den tyrannischen Obersten Herrscher zu stürzen.


    So, meinerster Sanderson.

    Die Welt, mit den Nebeln und dem Ascheregen, hat mir gefallen, auch wenn Sanderson daraus noch nicht viel macht (kommt vielleicht noch).

    Das Magiesystem ist auch eine nette Idee, auch wenn ich ähnliches in neueren Büchern schon gelesen habe, Powdermages, und es am Anfang etwas irritierend war, wenn die Hauptpersonen sich an Metallen wie Spiderman an seinen Netzen durch die Gegend schwingen.

    Die Charaktere sind ganz in Ordnung, wirken aber ehr funktional.

    Die Geschichte bewegt sich bis kurz vor Ende mit einem sehr langsamen Tempo, wird aber nie wirklich Langweilig, auch wenn Bälle der Adligen etwas nerven, Vin tut da ja eigentlich nichts und das ganze ist vermutlich nur dazu da um Elant einzuführen, der offensichtlich noch eine Rolle zu spielen hat.


    Die zwei Twists gegen Ende hab ich nicht kommen sehen.



    Ich muss aber sagen, dass, obwohl mir das Buch schon gefallen hat, ich jetzt nicht so heftig weggeflasht bin wie scheinbar sehr viele andere Leute es von Sanderson sind. Es war trotz Ideen doch ehr Standardmäßig.

    The Copper Promise - Jen Williams


    Um sich an den Leuten zu rächen, die seine Familie ermordet und ihn zum Krüppel gefoltert haben, rekrutiert Lord Aaron Frith die Söldnerin Wydrin of Crosshaven, genannt Copper Cat, und ihren Partner, den außgestoßenen Ritter Sir Sebastian. Gemeinsam dringen sie in die Citadel ein, in der die Magier vor Jahrhunderten die alten Götter eingesperrt haben, um die Geheimnisse der Magier zu finden. Allerdings finden sie dort tatsächlich die Drachengöttin Y´ruen, die die anderen Götter gefressen und eine Armee ausgebrütet hat, um die ganze Welt zu zerstören.


    Das Buch ist eine Art Sword-and-Sorcery-Abenteuergeschichte, die dabei sehr an ein Rollenspiel erinnert. Die Geschichte wurde aber nicht in einem geschrieben, sondern zuerst als 4 Kurzgeschichten, was man zwar merkt, aber nicht so sehr wie ich befürchtet hatte. Allerdings ist das ganze ein Auf und Ab, da jeder Teil einen Anfang, eine Mitte und ein Finale hat.

    Neben dem Abenteuer stehen vor allem die drei Hauptcharaktere und deren Zusammenspiel im Vordergrund, die ich zwar alle mochte, allerdings musste ich mich an Wydrin erst gewöhnen, sie hat da gewisse Ähnlichkeiten mit Kempis aus Marc Turner´s Dragon Hunters, dessen Art ich zuerst auch ehr befremdlich fand. Und Sir Sebastian ist im Vergleich zu den anderen etwas blass ist, was aber andererseits auch erklährt, was ihm alles zustößt.

    Die Autorin hat auch einige coole Ideen eingebaut.

    Das Buch hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.

    Ich weiß, dass Cook eins von Erikson´s großen Vorbildern ist, das mit den Moranth war ehr scherzhaft gemeint, eben weil es teilweise so deutlich zu erkennen ist.

    Ich hab irgendwo ein Zitat von Erikson gelesen, in dem er sagt, dass Cook die Fantasy für immer verändert hat, auch wenn viele das nicht wissen oder nicht wahrhaben wollen.

    She is the Darkness - Glen Cook


    Obwohl es Winter ist startet Croaker seinen Feldzug Richtung Overlook. Allerdings vertraut er seine Pläne nichtmal seinen treuesten Untergebenen an, misstraut scheinbar jedem und scheint in engem Kontakt zu Soulcatcher zu stehen, deren Krähen überall sind. Kina und deren Anhänger sind auch mit von der Partie und generell scheinen hinter jeder Ecke Schatten zu lauern.


    Alternativtitel: The Black Company and the Crusade of Paranoya

    Der Ich-Erzähler ist wieder Murgan, auch wenn er diesesmal nicht unkonntrolliert durch die Zeit springt. It is immortalitie of a sort. Generell ist nicht nur Croaker paranoid, sondern es misstraut genrell jeder jedem und es gibt einige Szenen in denen jemand verraten wird. Außerdem verhält sich Croaker teilweise wie ein ziemlicher Ar..., außerdem kommen im Buch, im Gegensatz zu den Vorgängern, sehr fiele außgeschriebene Schimpfwörter vor, ok die gab es schon in Bleak Seasons, aber nicht so häufig und auffällig. Stone is silence.

    Die ersten zwei Drittel des Buchs erinnern vom Geschehen her sehr an den ersten Teil und die zweite Hälfte von Shadow Games.

    Murgen geistert wieder viel mit Smoke durch die Gegend und entwickelt auch die Fähigkeit in seinen Träumen eigenständig herumzuwandern. Silence is death. Damit ist er einerseits überall gleichzeitig, andererseits beschließt er aber manchmal auch mitten in einer wichtigen Szene woanders hin zu gehen. Generell werden auch in diesem Buch keine Fragen beantwortet sondern nur neue aufgeworfen oder weiter ausgewälzt. Death is eternity.

    Gegen Ende wird die Geschichte ruhiger, immer wieder unterbrochen von Szenen, die zeigen, dass die Paranoya gerechtfertigt ist und sie noch weiter schüren. Und ganz am Ende packt Cook wieder den großen Hammer aus und zieht ihn den Hauptpersonen über.

    It feels good to be home. Was?



    Water Sleeps - Glen Cook


    15 Jahre nach dem Ende von She is the Darkness und der Vernichtung des Großteils der Black Company sitzen die Überreste, angeführt von Sleepy und Sahra in Taglios und planen sowohl Guerilla-Angriffe auf Soulcatcher, die als Protector herrscht, als auch ihre Kameraden vom Plain of Glittering Stone zu retten.


    Dieses mal ist Sleepy die Annalistin und sie vermeidet keine normalen Schimpfwörter, dafür gibt es aber einige religiöse Ausführungen.

    Murgen´s und Sahra´s Sohn Tobo spielt auch eine größere Rolle und ist laut der Prophezeiung seiner Urgroßmutter die Zukunft der Black Company. Sahra heißt übrigens nur noch Sahra, das war wohl ein Fehler im vorherigen Sammelband.

    Etwas mehr als die Hälfte des Buchs konzentriert sich auf den Guerilla-Krieg in Taglios, dieser Teil hat fiel Spaß gemacht, auch wenn sich die Black Company etwas inkonsequent verhält.

    Der letzte Teil ist dann wieder ruhiger, ähnlich wie im Vorgänger oder Shadows Linger, allerdings fehlt die Paranoya und auch sowas wie ein größerer Knall gegen Ende oder die Abgründigkeit des Marron Shed-Strangs. Dafür gibt es aber endlich einige Antworten über das Plain of Glittering Stone und die Vergangenheit der Black Company. Und ich lag auch mit einigen meiner Vermutungen falsch. Die Auflösung um die weiße Krähe war dann aber sehr merkwürdig, Sleepy weiß plötzlich bescheid und erwähnt es nur beiläufig.



    Soldiers Live - Glenn Cook


    Nachdem sie sich 4 Jahre in Hsien wiederaufgebaut haben, kehrt die Black Company in ihre Welt zurück, um Soulcatcher, Mogaba und Kina auszuschalten.


    Im letzten Teil ist Croaker wieder der Erzähler, es gibt aber auch regelmäßig Kapitel aus der Sicht von Soulcatcher, Mogaba, Booboo und Mitgliedern der Company.

    Sleepy ist Captain, die Company hat 8.000 bestens ausgebildete Soldaten auß Hsien, von denen allerdings keiner persöhnlich eine Rolle spielt, und Tobo hat die Unknown Shadows, die quasie intelligente Versionen der normalen Schatten sind, und ihn regelrecht verehren.

    Es gibt auch einen Abstecher nach "Khatova", davon abgesehen passiert in der ersten Hälfte des Buchs aber nicht viel, außer das durch die Gegend marschiert wird. In der zweiten Hälfte wird dann erst viel gekämpft und gestorben, es gehen wirklich sehr viele bekannte Charaktere drauf, alle allerdings sehr nebensächlich und offscreen,

    und gegen Ende wird es dann erst richtig düster und ich hätte zwischendurch ein viel schlimmeres Ende erwartet,

    als dann tatsächlich kam. Das eigentliche Ende ist dann auch rund und relativ abgeschlossen.

    Die letzten 3 Bücher haben mich nicht enttäuscht und wenn ich eine Top-Liste hätte, währe Black Company auf jeden Fall dabei.


    In den Büchern kam sehr viel Kriegsführung mit "Gewehren", Brandbomben und Luftangriffen vor. Die Moranth sind definitiv bei der Black Company in die Lehre gegangen und haben das dann den Malazanern beigebracht.


    Ich hab auch gemerkt, dass ich englische (und auch deutsche) Texte inzwischen etwas schneller lese. Aber Cook´s Bücher waren schon anstrengender als die englischen Bücher, die ich vorher gelesen habe.

    Bleak Seasons - Glen Cook


    Murgen wird aufgrund eines unbekannten Zaubers unkontrolliert zwischen den Ereignissen der Gegenwart, 4 Jahre nach Dreams of Steel und der Belagerung von Dejagore hin- und hergeworfen.


    Das Buch besteht fast zur Hälfte aus den Rückblicken und spielt erst gegen Ende vollständig in der Gegenwart. Die Geschichte ist auch bis auf ganz wenige Ausnahmen aus Murgen´s Perspektive erzählt, auch wenn er die Möglichkeit bekommt, anderen "über die Schulter" zu schauen.

    Murgen selbst erklärt viel mehr als Croaker oder Lady, ansonsten wirkt er aber ehr wie ein Mini-Croaker. In den Passagen in Dejagore werden ein paar neue Dinge eingeführt, statt nur Ereignisse aus Dreams of Steel zu widerholen. Allerdings fand ich es etwas enttäuschend, dass der vielerwähnte Horror größtenteils auch nur Erwähnung bleibt und man bis auf etwas Verrat und eine Kanibalismus-Szene eigentlich nichts zu sehen bekommt.

    Was ich auch merkwürdig fand, war, dass Murgen´s Frau mal Sahra und mal Sarie heißt. Gegen Ende macht Murgen auch ein paar Dinge, die ehr Dumm sind und ich vermute, dass diese und ein paar andere Sachen noch ein böses Nachspiel haben werden. Insgesammt hat das Buch ein sehr offenes Ende, offener als die beiden Vorgänger. Allerdings erfährt man auch etwas mehr über das Plain of Glittering Stone, auch wenn es immernoch sehr kryptisch ist.

    Abschließend hat mir das Buch nicht ganz so gut gefallen wie die beiden davor oder der zweite Teil, aber doch ziemlich gut.



    Ein Sturm zieht auf/Am Ende des Friedens (Mage´s Blood) - David Hair


    Seit Urzeiten waren die Kontinente Yuros und Antiopia durch ein unbefahrbares Meer getrennt und Kontakt zwischen den dort lebenden Völkern fand höchstens über die wenigen Windschiffe statt. bis der mächtige Magier Antonin Meiros und sein Odo Costrudo die Leviathanbrücke gebaut hat, die alle 12 Jahre für 2 Jahre überquerbar ist. Die ersten zwei Mondfluten hat das in Yuros herschende Rondelmanische Kaiserreich schon genutzt, um im Namen ihres fanatischen Glaubens in Antiopia einzufallen und die dort lebenden Heiden zu unterwerfen. Diese ersten Kriegszüge waren allerdings nur begrenzt erfolgreich und der anstehende dritte soll jetzt einen großen Sieg bringen und außerdem ein paar interne Feinde aus dem Weg schaffen.


    Die Geschichte beginnt ein Jahr vor der Mondflut und dem dritten Kriegszug und dreht sich um verschiedene Personen, die in die Vorbereitungen des Konflikts hineingezogenwerden.


    Erste währe die Magierin Elena Anborn, die als Söldnerin die Königsfamilie des Reichs Javon auf Antiopia beschützt, sich dort allerdings zum ersten mal in ihrem Leben heimisch fühlt und sich deshalb, als ihr Anführer befiehlt, die Familie im Namen der Kaiserin zu ermorden, auf deren Seite stellt und versucht, die Pläne der Kaiserlichen zu durchkreuzen.


    Dann Elena´s Cousin Alaron, der zum Magier ausgebildet wird, bei seiner Abschlussarbeit aber einige gewagte Theorien zu einem mächtigen magischen Artefakt anstellt, die der Wahrheit zu nahe kommen und deshalb durchgefallen gelassen wird.


    Zuletzt die junge Ramita, die eigentlich nur die Tochter eines kleinen Händlers ist und sich darauf freut, ihren Verlobten Kazim zu heiraten, bis Antonin Meiros an ihren Vater herantritt und ihm einen Berg von Geld für Ramita bietet, da er nach der Tod seines Sohns schnell neue Kinder braucht und besondere Fruchtbarkeit bei Ramita wohl in der Familie liegt.


    Und Kazim, der seine große Liebe natürlich zurück will und dabei von religiösen Fanatikern und schlimmerem "Hilfe", die ihn als Waffe gegen Meiros benutzen wollen.


    Das Buch wurde im deutschen aufgespalten und, obwohl die Ausgaben außen wie innen sehr schick aussehen, denke ich, dass die Aufspaltung der Buch geschadet hat, denn Hair beginnt die Geschichte sehr langsam und abgesehen von Einführungen von Charakteren, Welt, Historie, Kulturen, Religionen und Magiesystem passiert in der ersten Hälfte/dem ersten deutschen Band nicht viel. Es nimmt erst in der zweiten Hälfte fahrt auf, bis zum Finale, welches bei manchen Handlungssträngen aber etwas kurz und plötzlich kommt.


    Die Kulturen und Religionen ähneln sehr stark realen Vorbildern, die Kirche von Kore ist die katholische Kirche, die Ahmet die Muslime, die Menschen von Yuros sind mittelalterlich/römisch, die von Antiopia arabisch oder indisch und so weiter. Das ganze erinnert so an GGK´s Löwen von Al Rassan, nur dass Hair viel mehr ins Detail geht, statt nur andere Namen zu verteilen und das viel höhere Maß an Fantasy-Elementen, besonders auf Yuros, wo alle Adligen magische Kräfte besitzen und es Windschiffe und marisch erschaffene Kriegsbestien gibt. Größtenteils haben mich die großen Realitätsparalellen nicht gestößrt, nur an ein paar stellen hätte Hair mMn. vielleicht etwas vom historischen Vorbild abweichen können.


    Das Magiesystem entpuppt sich als um einiges vielfältiger als auf den ersten Blick (irgendwas mit den vier Elementen) und es gibt einen ganzen Haufen Zeug den ein Magier damit tun kann, je nachdem in welchen Bereichen seine Begabungen liegen.

    Das Buch ist zwar kein Action-Kracher, aber die Kämpfe zwischen Magiern laufen auch relativ kreativ ab, auch wenn es manchmal so wirkt, als würde Hair bestimmte Techniken zurückhalten, um den Hauptpersonen einen letzten Ausweg zu bieten.

    Die Reihe wird zwar als epische Fantasy beschrieben, dieses erste Buch ist aber mehr persöhnlich und charakterkonzentriert, als dass es episch währe, aber der Endpunkt des Buch´s ist bestimmt die Basis für größere Ereignisse.

    Ich schreibe gerade am Handy, weshalb ich keine Links posten kann, aber Piper hat die Sommer 2019 Vorschau schon draußen und bei den Randonhouse Verlagen und Knauer kann man sich das Programm schon ansehen.

    Es kommt tatsächlich eine deutsche Version von The Court of Broken Knives, bin gespannt, wie die Übersetzung aussehen wird.

    Wrath - John Gwynne


    So, der letzte Band und alle Charaktere sind in den Positionen für die letzten nötigen Schritte und das große Finale.

    Besagte letzte Schritte nehmen ca. 75% des Buchs ein, die finale Schlacht die nächsten 20% und die letzten 5% der Ausklang der Geschichte.

    Da auch vor dem Finale auch mehrere Schlachten stattfinden ist das Buch sehr actionlastig und ich kann mir vorstellen, dass das einigen Leuten zu viel ist. Allerdings gibt es in dem ganzen Krawall auch einige charakterfokussierte und emotionale Szenen. Besonders gefallen haben mir auch die Taktiken und Gegentaktiken, die in den Schlachten zum Einsatz kommen, auch wenn die finale Schlacht nach der Hälfte leider größtenteils zum "Rennt auf offenem Feld inneinander rein und schlagt euch alle gegenseitig tot" verkommt, auch wenn sich dann mehr auf einen anderen Teil des Kampfes und das aufeinandertreffen bestimmter Personen konzentriert wird und das generelle Totschlagen ehr Offscrean abläuft.

    Ein paar kleinere Dinge sind mir dann sauer aufgestoßen, z.B. dass ein Charakter, von dem man bisher nur gehört hat, einen Auftritt hat, ein paar unwichtige Sätze sagt und dann gleich umgebracht wird oder Lykos, der, nach allem, was er in den Vorgängers schon getan hat, auch hier wieder mit fast allem durchkommt und dann auch noch Charaker X tötet und für den Tod von Y verantwortlich ist, fast wie der unbesiegbare Held der alles kann und wenn er doch mal Probleme hat im letzten Moment gerettet wird, nur als Bösewicht, aber ansonsten ist es für mich das beste Buch der Reihe, womit es Gwynne geschafft hat, sich in meinen Augen kontinuierlich zu steigern (abgesehen davon dass mir Teil 2 und 3 ungefähr gleich gut gefallen haben).

    Auf jeden Fall freue ich mich schon auf Gwynne´s nächste Reihe, die 130 Jahre nach dem Ende dieses Buchs ansetzen wird und deren letzter Band voraussichtlich schon 2020 erscheinen soll.


    The Silver Spike - Glenn Cook


    Nach Wrath hab ich dieses Buch angefangen, da es nach Anordnung der Sammelbände der nächste Black Company Teil ist und laut Wikipedia im selben Jahr wie Shadow Games und ein Jahr vor Dreams of Steel erschienen ist.

    Allerdings werde ich mit dem Buch irgendwie nicht warm und komme beim lesen gefühlt auch nicht vorwärts, weshalb ich es nach einem Drittel erstmal abgebrochen, auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben und direkt zu Bleak Seasons gesprungen bin.

    The Silver Spike scheint ja, abgesehen davon, dass er an The White Rose anschließt, ein eigenständiges Buch zu sein.

    Mit Bleak Seasons bin ich schon fast zur Hälfte durch und gefällt mir schon wieder viel besser.

    Ruin - John Gwynne


    Corban und Co. fliehen von Murias und Corban soll sie anführen, gerät dabei aber immer wieder mit Meical aneinander, da er nicht unbedingt tun will was dieser für richtig hält.

    Camlin und Edana erreichen Ardan und versuchen sich mit den Rebellen in den Sümpfen zusammenzuschließen.

    Maquin und Fidele fliehen weiter vor Lykos.


    Im Gegensatz zu Buch 2 verläuft Buch 3 erstmal etwas ruhiger und verbringt die erste Hälfte damit, die Charaktere in Stellung zu bringen oder in die richtige Richtung zu führen, um dann in der Zweiten eine ganze Reihe von persönlichen wie gewalttätigen Konfrontationen und einigen Twists aneinanderzureihen, die das Geschehen und einige der Charaktere kräftig durchschütteln, wobei einige sich gänzlich anders wiederfinden als vorher. Die finale Schlacht fällt dann allerdings etwas kurz aus.

    Gerade gegen Ende gibt es eine gewaltige Wendung im Bezug auf die Prophezeiung, mit der Gwynne ein paar seiner Leser verärgert hat, die ich aber sehr gut fand und die die Geschichte, die mir bisher eh ziemlich gut gefällt, für mich nochmal aufwertet.

    Allerdings würde ich nicht zwangsläufig sagen, dass mir das Buch besser gefallen hat als sein Vorgänger (im Gegensatz zu allen anderen, zumindest auf Goodreads).

    Valour - John Gwynne


    Nach dem Fall von Dun Carreg sind Corban und Co auf der Flucht nach Domhain, müssen dabei aber das feindliche Cambren durchqueren. Außerdem versuchen Corban´s Mutter und Gar ihn davon zu überzeugen, dass er Elyons Auserwählter ist und die Gruppe verlassen muss, um seiner Bestimmung zu folgen, wofür dieser die Beiden aber nur für verrückt hält.

    Cywen versucht sich allein in Dun Carreg durchzuschlagen und gerät bald ins Visier von Calidus und Natair.

    Maquin flieht mit den letzten zwei Überlebenden von Calidus und Jaels Verrat aus den Katakomben von Haldis und versucht zu verhindern, dass Jael die Krone an sich reißt.


    Das Buch beginnt fast genau dort wo der Vorgänger aufgehört hat und wie ich gehofft hatte, legt Gwynne einen ganzen Zacken zu. Das Tempo steigert sich bis es kurz nach dem ersten Drittel zu mehreren Höhepunkten kommt, danach geht es erstmal einen Ticken zu lang ruhiger weiter und nimmt dann zum letzten Drittel wieder fahrt auf, bis zum Finale, das so packend war, dass ich erstmal einige Minuten tief durchatmen musste. Keine Ahnung wann mir das das letzte Mal passiert ist.


    Während es im ersten Teil grob 2,5 Handlungsstränge gab, ist die Handlung diesmal weiter gefächert. Es gibt auch zusätzlich zu den Überlebenden aus "Malice" 6 neue POV-Charaktere. Allerdings sind oft mehrere POV´s zusammen unterwegs und andere tauchen nur dann auf, wenn sie auch eine Rolle spielen, was dazu führt dass jemand nach der Hälfte nicht mehr vorkommt oder am Anfang eingeführt wird und dann erst gegen Ende eine Rolle spielt. Manche Charaktere trennen sich auch oder schließen sich zusammen. Es sterben im Verlauf des Buchs auch kleinere und größere Charaktere, was diesmal unvorhersehbarer und emotionaler für mich ausgefallen ist. Es gab sogar ein paar Sachen, von denen ich überzeugt war, dass sie passieren, die nicht passiert sind oder sich in eine andere Richtung entwickelt haben.


    Action und Gewalt nehmen diesmal auch eine größere Rolle ein, es gibt viele Auseinandersetzungen, von Zweikämpfen bis zu großen Schlachten, die einigermaßen brutal. Ich hab zwar schon schlimmeres gelesen, aber es fließt schon einiges an Blut, Körperteile werden abgeschlagen und der eine oder andere verliert seine Gedärme, an einigen Stellen geht es auch ziemlich unmenschlich zu. Und es gibt Leute die glauben, das währe eine Jugendbuchreihe.

    Malice - John Gwynne


    Der Gott Asroth hat versucht, den Schöpfergott Elyon dazu zu bringen, seine ganze Schöpfung zu vernichten, indem er die Menschen und Riesen dazu gebracht hat, untereinander Krieg zu führen und dadurch Elyons Zorn zu wecken. Dieser erkannte erst sehr spät Asroths Absichten und wante sich von seiner Schöpfung ab. Einer der Überlebenden von Elyons Zorn schrieb jedoch eine Prophezeiung nieder, die besagt, dass Asroth und seine Anhänger noch einmal, im sogenannten God War, versuchen werden, die Welt zu vernichten, und dass beide Seiten in diesem Krieg jeweils einen Champion haben werden und welche Zeichen den Beginn des Krieges ankündigen werden.

    Und jetzt, 2000 Jahre später, beginnen sich diese Zeichen in den Bannished Lands zu häufen.


    Im Buch gibt es eine Handvoll POV-Charaktere, den Löwenanteil erhalten aber eindeutig auf zwei Personen und deren Umfelder:


    erstens der junge Corban, der in der Festung des Königs von Ardan lebt und dort mit dem erwachsenwerden, Mobbern und persöhnlichen Problemen zu kämpfen hat,


    und zweitens Veradis, der im Königreich Tenebral in die Kriegsbande von Prinz Nathair aufgenommen wird, schnell dessen Vertrauen gewinnt und in den Kampf gegen Asroth, den Nathair und sein Vater vorbereiten, sowie deren interne Differenzen hineingezogen wird.


    Die anderen POV´s spielen alle in Corbans nähe, wie seine Schwester Cywen und der Verräter Evnis, und dann gibt es noch Kastell, der in einem dritten Königreich lebt, bis auf zwei Überschneidungen, abseits der anderen ist und viel zu selten vorkommt, um einen richtigen dritten Handlungsstrang darzustellen. Ich habe zwar eine Vermutung, was das ganze soll, aber dazu müsste ich das Ende spoilern.


    Ich war im Vorfeld etwas zwiegespalten, einerseits hatte ich soviel positives gehört, dass ich die Reihe unbedingt ausprobieren wollte, andererseits, eine Prophezeiung und viele jugendliche Protagonisten.

    Aber die Bedenken haben sich bisher als unnötig herausgestellt, die Prophezeiung sagt immerhin nicht, dass der gute Held auf jeden Fall gewinnen wird, sondern nur, dass es einen Konflikt geben wird.

    Und Corban und Co. haben überraschender weiße überhaupt nicht genervt und sich auch wirklich wie Jugendliche verhalten und nicht, wie man´s aus anderen Reihen kennt, wie 30-40 jährige. Außerdem macht Corban auch eine größere Entwicklung durch, es gab besonders eine Szene gegen Mitte, in der schon deutlich war, dass er nichtmer der Junge vom Anfang des Buchs war.

    Ich habe sogar festgestellt, dass ich Corban irgendwie man, obwohl er vermutlich zu einer Art Charakter gehört, mit der ich sonst nicht so viel anfangen kann. Einige der anderen Charaktere, auch tierische, sind mit aber auch positiv aufgefallen. Der eine oder andere hätte aber öfter vorkommen dürfen.


    Das Buch beginnt recht langsam, was mich aber nicht gestört hat, und beginnt erst ab der Mitte der 628 Seiten (e-book Version) fahrt aufzunehmen, bis zum Showdown, der an zwei Orten gleichzeitig stattfindet und in dem einige mehr oder weniger wichtige Charaktere hopps gehen. Im Internet hab ich gelesen, dass einige Leute im letzten Fünftel des Buchs mehrfach in Tränen ausgebrochen sind. ok, mir ist das nicht passiert, ich war ehr froh, dass bestimmte Charaktere überlebt haben. Ein paar der Tode und Twists waren aber auch vorhersehbar, wobei ich mich frage, ob einige davon wirklich als Twists gemeint waren, aufgrund der Offensichtlichkeit. Ich hoffe aber, dass die Nachfolger ein etwas höheres Tempo anschlagen.

    Es gibt auch einige Actionszenen, die mir zwar alle gefallen haben, die aber manchmal sehr schnell wieder vorbei waren.

    Das Problem ist leider, dass ich wegen meinem nicht übermäßig guten Englisch im Moment ja auf E-Books angewiesen bin und es da nurnoch Tower of Fear, Instrumentalities of the Night und die Garrett Bücher gibt. Alles andere von Cook wird von Nightshade Books verlegt und die E-Books nur von Barnes & Nobel verkauft, und die verlangen, dass man eins ihrer Hauseigenen Tablets kauft um ihre E-Books lesen zu können und ich vermute mal, dass ein englisches Tablet keine Übersetzungshilfe ins Deutsche eingebaut hat. Also ist für mich an Sachen wie Dread Empire im Moment leider kein rankommen.

    Dreams of Steel - Glen Cook


    Nach der Niederlage vor Dejagore und Croaker´s vermeintlichem tot kriecht die Lady unter dem Leichenhaufen hervor und schwört Rache an den Shadowmasters. Sie beginnt aus den Flüchtlingen der Schlacht die Black Company neu aufzubauen und stößt dabei auf einen Kult fanatischer Mörder, die in ihr die Auserwählte ihrer Göttin des Todes sehen, die ein Jahr des gewaltigen Gemetzels verursachen soll.


    Dieses mal ist Lady die Ich-Erzählerin und es gibt, gefühlt, mehr Kapitel aus der Sicht anderer Charaktere, Willow Swann, Smoke, der Fürst von Taglios, Longshadow und Croaker, der von Soulcatcher gefangen gehalten wird.


    Ähnlich wie der Vorgänger besteht das Buch gewissermaßen aus zwei Teilen, von denen der Zweite aus fiel militärischem besteht, während der erste sich dieses mal damit beschäftigt, wie die Lady ihre Truppe aufbaut und mit neuen Verbündeten und Feinden innerhalb von Taglios umgeht.

    Dabei wird es auch wieder düsterer, wenn auch nicht ganz so düster wie in Buch 2. Es ist auch sehr viel ernster als "Shadow Games".

    Das Ende hält eine ziemliche Überraschung bereit, ist aber leider auch ziemlich offen, und ich hab mir eigentlich vorgenommen, nach "The Silver Spike", das ja wieder im Norden spielt, eigentlich ein paar andere Sachen zu lesen und die Books of Glittering Stone und "Port of Shadows" dann nächsten Jahr zu lesen.

    Was mich etwas nervt sind die dauernden Anspielungen rund um das Plain of Glittering Stone, ich meine, ok, was hat es damit auf sich, dass es scheinbar so wichtig ist und Longshadow so viel Angst davor hat. Ich hoffe, das wird in den anderen Büchern konkreter, der Name deutet es ja an.


    Das Buch hat mir ähnlich gut gefallen wie "Shadow Games". Ich denke, wenn Cook keinen großen Hexenschuss in den anderen Bänden abliefert wird Black Company bestimmt eine meiner Lieblingsreihen und ich werde bestimmt mehr von Cook lesen. Ok, letzteres hab ich sowieso vor.

    Das sollte jetzt keine Beschwerde sein. Ich wollte nur nachfragen, weil du in einem Beitrag von vor ein paar Monaten von Dezember für Band 17 und einem 4/5 Monatsrhythmus für 18 und 19 geredet hast. Hätte je sein können, dass da inzwischen was entschieden wurde.

    Shadow Games - Glen Cook


    Croaker, Lady und die restlichen Fünf Mitglieder der Black Company ziehen in den Süden um Khatovar zu finden.

    Gleichzeitig wird die Stadt Taglios von den Shadowmasters bedroht.


    Bei den ersten drei Büchern hab ich erwähnt, wie Unterschiedlich sie sind. Dieses hier ist ehr ein Mix aus Elementen der Vorgänger.

    Das Buch rückt neben Croaker als Erzähler auch die Lady und die Beziehung der Beiden mehr in den Fokus.

    Auch enthält es viel Humor, soviel, dass ich mich frage, ob bei der Übersetzung der ersten drei nicht einiges verloren gegangen ist. Besonders in der ersten Hälfte habe ich sehr viel gelacht.


    Es wird auch angesprochen, wieso die Taken am Ende des ersten Buchs wie die Fliegen gestorben sind, während Limper später kaum tötbar war, was ich mich schon länger gefragt hatte.


    Rückblickend hat es doch etwas lang gedauert, bis die Black Company Taglios erreicht, allerdings steigert sich das Buch die ganze Zeit, bis zum großen Knall am Ende. Und was für ein Ende!


    Ok, ich hatte schon im Internet erfahren, dass ein bestimmter Charakter wieder auftaucht, weshalb die Auflösung von ein, zwei Rätzeln für mich ab einem bestimmten Punkt vorhersehbar war, verdorben hat mir das aber nicht wirklich etwas.


    Das Buch ist für mich neben dem Zweiten der beste Teil der Reihe bisher.


    gero :

    Ganz so schlimm fand ich die längen in "The Infernal Batallion" nicht, da gibts schlimmeres, aber es ist halt blöd, dass sowas gerade im letzten Teil passiert.

    Amazon hat mich informiert, dass "Die Schwingen der Dunkelheit" am 18.03.2019 erscheinen soll. Lässt sich der 7 monatige Abstand zum Vorgänger dann auch auf die beiden Hälften von "The Crippled Good" übertragen?

    The Infernal Bataillon - Django Wexler


    Ein paar Monate nach dem Ende von "Guns of Empire" hat sich Janus, unter der Kontrolle des Biests, zum Imperator von Vordan und Murnsk erklährt und marschiert mit der Hälfte der Grand Amry und einigen Murnskai Truppen auf Vordan City zu.

    Marcus zieht ihm mit den loyalen Truppen unter einem neuen Kommandanten entgegen, während Raesinia nach Borel segelt, um dort um Unterstützung zu bitten und Winter von Selbstzweifeln geplagt loszieht, um das Biest of Judgement aufzuhalten.


    Insgesammt hat mir das Finale der Reihe gefallen, auf dem Weg dahin gab es aber ein paar Stolpersteine.

    Man kann das Buch gewissermaßen in zwei Teile aufteilen: die ersten zwei Drittel und das Letzte.

    In den ersten zwei Dritteln passiert eigentlich nur in Marcus´ Handlungsstrang wirklich etwas, Winter wandert zwar viel durch eine Einöde und Raesinia muss sich mit der Politik der Borelgai herumschlagen, aber kaum etwas davon spielt im Finale eine Rolle. Während ich Winter´s Abschnitte noch unterhaltsam fand, hab ich bei Raesinia´s Kapiteln schon öfter nachgeschaut, wiefiele Seiten die noch lang sind.

    Das letzte Drittel ist dann das große Finale und schließt so ziemlich alles ab, auch wenn ein Plot-Twist ziemlich aus dem Nichts kommt und ehr so wirkt, als wollte Wexler den Charakteren gegen Ende noch zusätzlich zum grübeln geben.


    Einerseits bin ich froh, dass ich eine Reihe abgeschlossen habe, auf der anderen Seite ist es schade, dass es vorbei ist.

    Aber zumindest Wexler als Autor wird mir erhalten bleiben, er schreibt ja schon an zwei neuen Reihen.

    Guns of Empire - Django Wexler


    Über den Winter hat Janus in seiner Funktion als First Consul die Armee von Vordan neu aufgebaut. Im Frühjahr findet an der Grenze zu Murnsk eine Friedenskonferenz statt, da alle Seiten keinen großen Nutzen mehr im Krieg sehen.

    Nur Janus und der Pontifex of the Black wollen nicht aufhören, bis der jeweils Andere vernichtet ist. Also lässt Janus die Konferenz platzen und marschiert mit seiner Grand Army Richtung Elysium. Begleitet wird er von Raesinia, die ihm nicht mehr Vertraut und dabei sein will, wenn seine wahren Ziele zum Vorschein kommen, während in Elysium das Beast of Judgement versucht, den Pontifex dazu zu bringen, es freizulassen.


    Dieses Buch spielt fast ausschließlich auf dem Feldzug nach Elysium, wobei alle 3 POV-Charaktere relativ nah beieinander sind, womit es "Die tausend Namen" bisher am nähsten kommt. Machtgierige Politiker spielen kaum eine Rolle.


    Allerdings spielt Magie (eigentlich sind es ehr Superkräfte) eine größere Rolle als in den Vorgängern. Man erhält auch mehr Hintergrundinformationen als vorher.


    Insgesamt fühlt sich das Buch wie die erste Hälfte des Finales an, welhalb das Ende ("schauder") auch offener ausfällt als in den anderen Büchern, allerdings auch keine Scheunentor-Cliffhanger.